Wer ist keine erste Wahl? AZ-Analyse zum FC Bayern: Das sind die Verlierer zum Auftakt

Dieses Bayern-Quintett ist zum Auftakt der Rückrunde nicht erste Wahl (v.l.): Renato Sanches, James Rodríguez, Jérôme Boateng, Sandro Wagner und Serge Gnabry. Foto: AZ-Montage/W. Seebauer

Der Rückrundenstart macht den Bayern-Stars Mut für eine Aufholjagd in der Liga, einige Spieler sind bei Trainer Niko Kovac allerdings aktuell außen vor. Die AZ erklärt, wer es schwer hat.

 

München - Niklas Süle gehörte beim FC Bayern zu den klaren Gewinnern des Rückrundenauftakts – doch nach dem 3:1-Sieg gegen die TSG Hoffenheim klang der neue Abwehrchef der Münchner vorsichtig. "Bei Bayern muss man in jedem Spiel abliefern", sagte Süle, der von Trainer Niko Kovac offiziell zur Nummer eins in der Innenverteidigung erklärt wurde: "Wir sind auf jeder Position doppelt besetzt und haben nur Topspieler. Spielt man ein, zwei Spiele mal nicht so, bist du ganz schnell wieder raus." Und so gebe es eigentlich auch nur einen "richtigen Stammspieler", wie der 23-Jährige ergänzte, den "Manuel" nämlich, also Torhüter und Kapitän Manuel Neuer.

Einige FC Bayern-Spieler liegen im Ranking vorne

Bei aller Bescheidenheit – hatte Süle da nicht einige Stars vergessen? Sich selbst zum Beispiel, Torjäger Robert Lewandowski, die Außenverteidiger David Alaba und Joshua Kimmich, Thomas Müller sowie Thiago?

Auch wenn Coach Kovac gegen Hoffenheim mit der Aufstellung zum Teil überraschte (Serge Gnabry und Jérôme Boateng auf der Ersatzbank, Javi Martínez im defensiven Mittelfeld), so zeichnet sich doch ab, dass einige Spieler aktuell im internen Ranking vorne liegen – und andere aufholen müssen. Die AZ erklärt die Bayern-Verlierer nach dem Start der Rückserie.

James Rodríguez

Wie wertvoll der Kolumbianer für Bayern ist, zeigte er nach seiner Einwechslung gegen Hoffenheim. Vor Lewandowskis 3:1 chippte er den Ball mit seinem genialen linken Fuß zu Müller, der Mittelstürmer Lewy dann perfekt bediente. Ein Genuss! 78 Minuten lang hockte James zuvor auf der Ersatzbank – mal wieder. Als er reinkam, ordnete er sofort das Spiel.

"Es liegt jetzt an ihm, zu zeigen, dass er in die Mannschaft gehört", hatte Kovac vor der Partie gesagt. Doch der Coach gibt James kaum Chancen. Und Konkurrent Leon Goretzka brillierte als Zehner mit zwei Toren. Es bleibt sehr knifflig für Bayerns Topstar, der kürzlich ein üppiges Angebot des FC Arsenal abgelehnt haben soll.

Jérôme Boateng

Nicht besser war die Laune beim deutschen Weltmeister, der erst in der letzten Spielminute für Martínez ins Spiel kam. Nach den Trainingseindrücken aus Doha und dem Ende der Hinrunde hatte vieles auf Boateng in der Startelf hingedeutet, doch Mats Hummels lag laut Kovac "ein My" vor seinem Kollegen. Hummels spielte stark, Boateng hingegen saß frustriert und dick eingepackt draußen, er verließ als einer der ersten Bayern das Stadion. Es könnte Ärger drohen.

Serge Gnabry

Weil Arjen Robben weiter angeschlagen fehlt, galt Gnabry als logische Alternative für die rechte Außenbahn. In der Hinrunde zählte der 23-Jährige zu den besten Bayern-Profis. Kovac allerdings vertraute Müller, Gnabry wurde erst in der 73. Minute für Kingsley Coman eingewechselt. Ob er am Sonntag gegen Jugendklub VfB Stuttgart für die Startelf nominiert wird?

Renato Sanches

Kovac entschied sich gegen Hoffenheim für eine zusätzliche Absicherung im defensiven Mittelfeld. Diesen Part übernahm der in der Hinserie kriselnde Martínez – und nicht Sanches. Der Portugiese blieb über 90 Minuten auf der Bank, im Bayern-Zentrum liegen derzeit offenbar Goretzka, James, Martínez, Thiago und Müller vor ihm. Trübe Aussichten.

Sandro Wagner

Auch Bayerns Sturmkante hätte sich gegen den Ex-Klub sicher nicht über ein paar Minuten Einsatzzeit beschwert, doch Wagner stand nicht mal im 18-Mann-Kader. Kovac entschied sich stattdessen für Neuzugang Alphonso Davies (18) – eine Watschn für Wagner. Macht der 31-Jährige, der unter Kovac bislang auf nur 264 Minuten Spielzeit kommt, doch noch im Winter den Abflug? Zuletzt hatte er das ausgeschlossen.

 

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