Süle und Gnabry gegen Freiburg auf der Bank FC Bayern: Hat Niko Kovac falsch aufgestellt? - "Ich war überrascht"

, aktualisiert am 01.04.2019 - 12:58 Uhr
In Freiburg nur auf der Bank: Serge Gnabry (m.) und Niklas Süle (r.) vom FC Bayern. Foto: imago/Sportfoto Rudel

Der FC Bayern hadert mit dem verspielten Vorsprung auf Borussia Dortmund. Trainer Niko Kovac lässt im Breisgau Serge Gnabry und Niklas Süle zunächst auf der Bank – was zwei Experten überhaupt nicht nachvollziehen können.

 

Freiburg/München - Mit dem 1:1 beim SC Freiburg hat der FC Bayern die Tabellenführung verloren – und das ohne die eigentlichen Stammspieler Niklas Süle und Serge Gnabry in der Startaufstellung.

Boateng und Hummels wenig überzeugend

Trainer Niko Kovac ließ Jérôme Boateng und Mats Hummels, das Weltmeister-Duo von 2014, von Beginn an ran. Bereits in der dritten Spielminute folgte der Freiburger Führungstreffer durch Lucas Höler, beide Innenverteidiger hatten eine Teilschuld am Gegentreffer. Gnabry musste zunächst ebenfalls auf der Bank Platz nehmen, für ihn starteten Kingsley Coman und Thomas Müller auf den Flügeln.

Während Gnabry in der 55. Minute für den ungefährlichen Müller ins Spiel kam, wurde Süle erst in der 73. Minute für Boateng (AZ-Note 5) eingewechselt.

Die Frage, die sich Fans und Experten nach dem Spiel stellten: Hat Kovac möglicherweise falsch aufgestellt und deswegen die Tabellenführung verspielt?

Zumindest zwei Fußball-Experten können die Personalentscheidungen des Kroaten nicht wirklich nachvollziehen: "Ich war überrascht, weil diese Spieler einen Lauf haben. Nachdem das mit Niklas Süle und Serge Gnabry gegen Holland so gut geklappt hat, hätten sie das auch im Verein weitermachen können. Zumindest 60 Minuten lang", konstatierte die Freiburger Trainer-Legende Volker Finke im "Check24 Doppelpass" auf "Sport1". In der Tat: Dass Gnabry nach seiner Gala gegen "Oranje" (AZ-Note 1) gegen Freiburg zunächst nur zuschauen durfte, ist diskussionswürdig.

FC Bayern ist wieder Verfolger

Noch deutlicher als Finke wurde "Sport1"-Experte Reinhold Beckmann: "Der ist wirklich angefasst, er ist angefressen", sagte er über den Gefühlszustand von Kovac nach dem Spiel. "Vielleicht ärgert sich über sich selbst, weil er falsch aufgestellt hat, indem er Serge Gnabry oder Niklas Süle nicht von Beginn an aufgestellt hat. Vielleicht hat er sich verzockt. Mit einem sprintstarken Gnabry hätte man nochmal andere Optionen gehabt. Gnabry hat eine Kontinuität in seiner Qualität gefunden. Das ist überragend."

Am kommenden Mittwoch (18.30 Uhr, Sky und im AZ-Liveticker) steht für die Münchner das Viertelfinale im DFB-Pokal gegen den 1. FC Heidenheim an, ehe es am Samstag zum Bundesliga-Kracher gegen Borussia Dortmund kommt. Die Bayern sind nun wieder der Verfolger des BVB. Ob bei der angepeilten Aufholjagd auf die "Schwarz-Gelben" wieder Süle und Gnabry in der Startaufstellung stehen? Nicht unwahrscheinlich!

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