Rückrundenstart der Bundesliga FC Bayern München: Was Hoffenheim zum Knackpunktspiel macht

Mit 3:1 gewannen die Bayern um Thomas Müller (Mi.) das Hinspiel in der Allianz Arena gegen 1899 Hoffenheim. Foto: imago

Der FC Bayern startet in die Rückrunde - und jagt Herbstmeister Borussia Dortmund. Die Kovac-Elf muss an diesem Freitag gegen 1899 Hoffenheim vorlegen, um den BVB unter Druck zu setzen.

München - Und ab geht die wilde Fahrt! Waren die Bayern zum Ende der Hinrunde gegenüber dem überlegenen BVB noch auf der Pirsch, beginnt nun die Jagd auf den Herbstmeister so richtig. Zwar war der Rückstand auf den Tabellenführer mit aktuell sechs Punkten für einen erfolgreichen Turnover noch nie so groß, doch schon am ersten Spieltag der Rückrunde könnte sich eine Tendenz aufzeigen.

Die Bayern eröffnen das Bundesliga-Jahr 2019 am Freitag (20.30 Uhr, ZDF und im AZ-Liveticker) bei der TSG Hoffenheim, die Dortmunder treten am Samstag bei RB Leipzig an. Zeit, dass sich was dreht?

Partie für den FC Bayern ein Knackpunktspiel

Die Partie in Sinsheim ist für die Bayern in jedem Fall ein Knackpunktspiel, eines mit weitreichenden Folgen für die Rückrunde. Denn: "The trend is your friend", wie Präsident Uli Hoeneß so gerne sagt. Eine Pleite zum Auftakt des Kalenderjahres darf man sich nicht leisten, mit einem Erfolg erhöht man sofort den Druck auf Primus BVB.

Sechs Punkte "sind nicht die Welt, sowas ist immer aufholbar", findet Bundestrainer Joachim Löw. Vor allem wenn man, wie die Münchner, das direkte Gipfeltreffen am 6. April in der Allianz Arena, wenn die Dortmunder zum Abo-Meister müssen, vorschnell gedanklich für sich verbucht. Macht nur drei Punkte Abstand - und macht's machbarer.

Auf sie, die Dortmunder, mit Gebrüll!

Für Trainer Niko Kovac, 2018 Pokalsieger mit Frankfurt, wäre es der erste Meistertitel, über den aus seiner Sicht erst am Saisonende entschieden wird. Dann zeige sich, wer die "besseren Nerven" hat. Für Kovac, in der Hinrunde angezählt, wäre es ein Meilenstein und ein Blankoschein für die kommende Saison.

Also: Auf sie, die Dortmunder, mit Gebrüll! Thomas Müllers Motto: "Unser Ziel ist es, Woche für Woche die Punkte vom Dortmunder Polster abzuknabbern. Dortmund muss wissen, dass wir da sein werden, wenn sie schwächeln sollten."

Sein Traum: Die Meisterschaft am 34. Spieltag, weil es "ein komplett anderes Gefühl" wäre, so Müller, als in den letzten sechs Dominanz-Jahren mit frühzeitigem Zieldurchlauf. "Es gibt keinen hier, der nicht davon überzeugt ist, dass wir Meister werden", sagte Niklas Süle, "sechs Punkte sind nicht die Welt."

In Sinsheim fehlen Tolisso, Ribéry und Robben

Gegen Hoffenheim fehlen Corentin Tolisso (Aufbautraining nach Kreuzbandriss) sowie die Oldies Franck Ribéry und Arjen Robben. Die alten Helden gehen in ihre letzte Rückrunde, womöglich als Joker für besondere Momente. Auf der rechten Außenbahn ist Serge Gnabry gesetzt, links Kingsley Coman - die Zukunft hat begonnen.

Müller beginnt am Freitag, seinen Platz hätte James Rodríguez gerne, doch die Leihe von Real muss mehr zeigen als in der Hinrunde, um zu beweisen, dass er die auf 42 Millionen Euro fixierte Ablöse für den Sommer wert ist. Trainer Kovac korrigierte im letzten Drittel der Hinserie seinen Kurs, schaffte die Rotation ab, setzte auf eine fixe Startelf mit Doppel-Sechs und ordnete die Hierarchie neu: Torjäger Robert Lewandowski ist nun dritter Kapitän hinter Torhüter Manuel Neuer und Müller.

Torjäger Robert Lewandowski ist jetzt dritter Kapitän 

Keinem ist es öfter gelungen als dem FC Bayern, aus einem Rückstand nach der Hinrunde doch noch das Überholmanöver zum Titel zu schaffen, genau sieben Mal. Und der BVB so? Pah! Wir haben die bessere Statistik. Denn: Die Dortmunder kontern mit einem in der Tat bestechenden Fakt. Immer wenn sie als Herbstmeister überwinterten, holten sie am Saisonende die Schale.

Erstmals 1994/95 sowie im darauffolgenden Jahr (jeweils unter Trainer Ottmar Hitzfeld) plus 2010/2011 unter Jürgen Klopp.  

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