Rekordneuzugang nur Reservist Lucas Hernández hat beim FC Bayern schlechte Perspektiven

Rekordtransfer des FC Bayern: Lucas Hernández Foto: imago images / Lackovic

Lucas Hernández hat es beim FC Bayern derzeit schwer, er sitzt meist auf der Bank. Hansi Flick sagt: "Das Vertrauen in die Viererkette ist da."

 

München - Am vergangenen Sonntag konnte man einmal mehr beobachten, wie die Realität für Lucas Hernández, den Rekordneuzugang des FC Bayern, im Jahr 2020 aussieht.

Der Franzose, im Sommer 2019 für rund 80 Millionen von Atlético Madrid verpflichtet, saß beim Auswärtsspiel gegen Union Berlin 90 Minuten auf der Bank, trotz insgesamt fünf möglicher Wechsel verzichtete Trainer Hansi Flick komplett auf seine Dienste.

Und machte Hernández nach der Partie auch nicht wirklich Hoffnung auf eine Veränderung der Lage in der Bayern-Abwehr. "Die Situation aktuell war so, dass das Vertrauen in die Viererkette da ist. Man braucht eine gewisse Stabilität nach dieser langen Pause", sagte Flick. Zumal die Münchner Defensive wettbewerbsübergreifend seit fünf Spielen kein Gegentor mehr kassiert hat.

FC Bayern: Hansi Flick spricht Lucas Hernández Mut zu

Der Rekordspieler Hernández ist zum Rekord-Ersatzmann geworden. Seit Jahresbeginn kommt der Weltmeister von 2018 in neun möglichen Spielen auf gerade einmal fünf Kurzeinsätze. Nur einmal durfte er für 90 Minuten ran, agierte beim 3:2 in Paderborn aber nicht überzeugend.

In der Viererkette hat sich inzwischen das Quartett Benjamin Pavard (rechts), Alphonso Davies (links) sowie David Alaba und Jérôme Boateng etabliert. Speziell Boateng blüht unter Coach Flick, mit dem er 2014 den WM-Triumph feierte, auf, er hat zu alter Stärke gefunden. Alaba wurde von Flick zum "Abwehrchef" ernannt. Und über die starken Außenverteidiger Davies und Pavard muss man ohnehin nicht diskutieren.

Wohin also mit Hernández? "Lucas ist ein Spieler mit sehr, sehr viel Herz. Wir haben noch acht Spiele jetzt, wichtige Spiele. Da wird er auch mit Sicherheit für uns seinen Dienst leisten", sagte Flick und sprach dem 24-Jährigen zumindest ein bisschen Mut zu. Nach jetzigem Stand spricht allerdings wenig bis nichts dafür, dass Hernández am kommenden Samstag gegen Eintracht Frankfurt in die Startformation rücken könnte.

Salihamidzic ist weiter von Hernández überzeugt

"Lucas hat die Qualität und den Willen, aus so einer Situation gestärkt hervorzugehen. Wir sind überzeugt, dass er unserer Mannschaft noch sehr helfen wird", sagte Sportdirektor Hasan Salihamidzic kürzlich in der "Sport Bild". Klar: Salihamidzic war auch eine treibende Kraft bei Hernández’ Verpflichtung, der Abwehrstar bekam von den Münchnern einen Spitzenvertrag über fünf Jahre serviert.

Doch bislang hat sich Hernández noch nicht als die erhoffte Verstärkung erwiesen – auch aufgrund von Verletzungen. Wegen eines Innenbandrisses im Sprunggelenk fiel Hernández etwa mehrere Monate aus.

Und so dürfte es ein komplizierter Frühsommer für den Rekordmann werden – und einer mit vielen Gerüchten. Zuletzt war schon zu hören, dass Real Madrid und Trainer Zinédine Zidane stark an Hernández interessiert seien.

 

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