Problembehandlung im Paradies FC Bayern: Trainingslager nach der Supercup-Pleite

Wie schon im vergangenen Jahr will Niko Kovac seinem Team im malerisch gelegenen Rottach-Egern den Feinschliff geben. Foto: Peter Kneffel/dpa

Der FC Bayern startet in sein Trainingslager am Tegernsee – und hat nach der Pleite im Supercup einige Sorgen dabei. Die AZ erklärt die Herausforderungen für Niko Kovac.

 

München - Es geht idyllisch zu beim zweiten Trainingstrip des FC Bayern in dieser Vorbereitung nach der US-Tour im Juli. Von Dienstag bis Samstag trainiert das Team von Trainer Niko Kovac in Rottach-Egern am Tegernsee – und kann dabei die Annehmlichkeiten der Region aus nächster Nähe erleben.

Das luxuriöse "Seehotel Überfahrt", in dem die Münchner residieren, liegt direkt am Ufer des Sees. Im vergangenen Jahr nutzten einige Stars ihren freien Tag, um baden zu gehen – oder mit kleinen Booten übers Wasser zu rauschen. Bei aller Quälerei auf dem Trainingsplatz kam so auch leichte Urlaubsstimmung auf.

Trainingslager nach Niederlage gegen Dortmund

Und diesmal? Was klar ist: Coach Kovac gestattet weniger Einblicke als 2018. Nur zwei öffentliche Trainingseinheiten sind geplant, am Dienstag (17 Uhr) und Samstag (10 Uhr) jeweils auf dem Rasenplatz des FC Rottach-Egern. Gegen das Team aus der Kreisklasse 2 gibt es am Donnerstag zudem ein Testspiel (18.30 Uhr). Doch sonst schotten sich die Bayern ab.

Nach den Eindrücken aus dem Supercup gegen Borussia Dortmund (0:2) ist das vielleicht keine schlechte Idee. "Das können wir jetzt analysieren und verbessern. Daher ist es nicht so schlimm", sagte Torjäger Robert Lewandowski zu den vielen Fehlern in der Partie gegen den BVB.

Die AZ erklärt, welche Probleme Kovac im Paradies am Tegernsee behandeln muss.

Integration von Neuzugang Lucas Hernández

Hernández ans Team heranführen: Abwehrstar Lucas Hernández (23), der mit 80 Millionen Euro Ablöse teuerste Einkauf der Vereinsgeschichte, soll an diesem Dienstag erstmals in der Vorbereitung Teile des Mannschaftstrainings absolvieren. Der Franzose ist nach seiner Knie-OP endlich fit – und soll schon bald die gegen Dortmund wacklige Innenverteidigung verstärken.

"Ich hoffe, dass ich zum Saisonstart zu hundert Prozent fit bin", sagt Hernández. Bis zum 16. August und dem Bundesliga-Auftakt gegen Hertha BSC hat er noch ein paar Tage Zeit. Benjamin Pavard (23), der andere Neuzugang, hat bislang nicht für sich werben können. Bei Jérôme Boateng (30) ist weiter ein Abschied möglich. Umso wichtiger also, dass Hernández schnell einsatzfähig ist.

Position für Thomas Müller finden

Gegen den BVB agierte Thomas Müller (29) als Rechtsaußen, weil Serge Gnabry (24) angeschlagen fehlte. Wenn Gnabry und Kingsley Coman allerdings fit sind und Kovac an seinem 4-3-3-System festhält, droht Müller die Ersatzbank. Erst recht, falls Leroy Sané (23) in dieser Woche seinen Vertrag bei Bayern unterschreibt – und verletzungsfrei ist.

Müller wird sich deshalb wohl gedulden müssen. Er ist aktuell sowohl im Sturmzentrum hinter Lewandowski als auch auf den beiden offensiven Außenpositionen nur die erste Alternative. Auch als Achter könnte der Weltmeister eingesetzt werden. "Ich spiele am liebsten in der Mitte. Die Achterposition ist ja auch eine mittlere Position", erklärt Müller: "Wie ich es seit zehn Jahren versuche zu vermitteln, kann ich meine Stärken da am besten ausspielen."

Kovacs letztes Problem: Das Mittelfeld absichern

Schwachpunkt im Supercup war der sonst so zuverlässige Thiago (28), der etliche Fehlpässe spielte. Generell wirkte das Bayern-Zentrum mit Thiago, Leon Goretzka (24) und Corentin Tolisso (25) anfällig. Kovac muss sich überlegen, ob er Javi Martínez (30) als Abfangjäger einbaut oder weiter an seiner Formation festhält.

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