Jungtalent von Paris Saint-Germain Das Zukunftsprojekt: Bayerns Plan mit Neuzugang Tanguy Nianzou

Schaut ihn euch an! Bayern-Vorstand Hasan Salihamidzic mit Neuzugang Tanguy Nianzou, der noch etwas schüchtern wirkt. Foto: imago

Bayerns Sportvorstand Salihamidzic schwärmt von Neuzugang Tanguy Nianzou: "Einer der besten Spieler Europas in seinem Jahrgang." Der Jungstar will einen ähnlichen Weg wie Phonzy Davies gehen.

 

München - Bevor die Vorstellung des Bayern-Neuzugangs Tanguy Nianzou Kouassi (18) begann, schaute erst mal Hansi Flick im Presseraum an der Säbener Straße vorbei. Der Cheftrainer begrüßte den Youngster, richtete ein paar Worte an ihn und legte ihm dann freundschaftlich die Hand auf den Rücken. Willkommen im Team! In einer Mannschaft, in der junge Spieler gute Chancen haben – dank Jugendförderer Flick.

Darauf setzt auch die neue Abwehrhoffnung, die nur Tanguy Nianzou genannt werden will. "Ich bevorzuge Nianzou, weil mich auch meine Familie so nennt", sagte er. Auf den zweiten Familiennamen Kouassi verzichtet der junge Mann, der ablösefrei von Paris Saint-Germain verpflichtet wurde und nun bis 2024 an Bayern gebunden ist.

FCB-Chefscout: "Haben alles versucht, ihn nach München zu holen"

"Dieses Jahr haben viele junge Spieler gespielt, das kann ein Beispiel für mich sein. Ich hoffe, so einen Weg hinzulegen, vielleicht sogar einen besseren", sagte Nianzou angesprochen auf die steilen Karrieren von Alphonso Davies (19) oder auch Joshua Zirkzee (19) in dieser Saison. "Hansi und sein Trainerteam haben gezeigt, dass sie Talente weiterentwickeln können", sagte Sportvorstand Hasan Salihamidzic.

Nianzou, der künftig die Nummer 23 tragen wird, soll der nächste Youngster sein, der sich einen festen Platz im Team erkämpft. "Er ist einer der besten Spieler Europas im Jahrgang 2002", schwärmte Salihamidzic von seiner Neuerwerbung. Chefscout Marco Neppe habe ihn lange beobachtet. "Als wir mitbekommen haben, dass er nicht in Paris bleiben wollte, haben wir alles versucht, ihn nach München zu holen."

Das klappte, weil Nianzou Bayern als "großen, traditionsreichen Klub" schätzt – und weil ihn mit Benjamin Pavard, Lucas Hernández, Kingsley Coman, Corentin Tolisso und Michaël Cuisance gleich fünf Landsmänner in München empfangen. "Die Anzahl der Franzosen hat meine Entscheidung schon ein wenig beeinflusst", sagte Nianzou. "Auch in der Vergangenheit waren große Franzosen wie Ribéry, Lizarazu und Sagnol hier."

"Habe mich für Bayern entschlossen, weil ich vorankommen möchte"

Die French Connection der Bayern wächst – und PSG schmollt. Thomas Tuchel, Trainer des Pariser Klubs, sagte, er sei "traurig" über den Wechsel und könne ihn überhaupt nicht verstehen. "Ich habe mich für Bayern entschlossen, weil ich vorankommen möchte, auch was meine Ausbildung betrifft", erklärte Nianzou: "Da war Bayern die richtige Wahl." Worte, die Salihamidzic gern hören wird, denn der FC Bayern scheint für junge Spitzentalente immer attraktiver zu werden.

Nianzou sieht seine Stärken vor allem in der Viererkette. "Ich wurde bei PSG als Innenverteidiger ausgebildet", sagte er: "Im letzten Jahr habe ich dann auf der Sechs gespielt, ich kann mich anpassen."

Diese Variabilität schätzen die Bayern-Bosse. Und sein Idol? "Als ich kleiner war, war Lilian Thuram mein Vorbild. Ich habe Videos von ihm gesehen", verriet der Neue auf AZ-Nachfrage. Thuram wurde mit Frankreich immerhin Welt- und Europameister. Ob Nianzou es ihm nachmachen kann? "Er ist ein Zukunftsspieler in der Innenverteidigung mit großem Potenzial", sagte Lothar Matthäus im Gespräch mit der AZ und ergänzte: "Da er ablösefrei war, würde ich von einem guten Deal der Bayern sprechen."

Nianzou ist wie Torhüter Alexander Nübel (23) ein spannendes Zukunftsprojekt. Ausgang: offen.

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