Hansis Bescherung FC Bayern: Unter dieser Voraussetzung bleibt Flick Bayern-Trainer

Trainer des FC Bayern: Hansi Flick. Foto: sampics/Augenklick

Nach AZ-Informationen bleibt Flick Trainer beim FC Bayern, wenn die Ergebnisse in den verbleibenden Spielen stimmen. Gegen Bremen stehen aber nur 15 Profis im Kader. "Hinrunde mit drei Siegen beenden".

 

München - Drei Spiele in acht Tagen stehen noch an für die Bayern vor Beginn der Winterpause. Am Samstag (15.30 Uhr, Sky und im AZ-Liveticker) gegen die schwächelnden Bremer, am Mittwoch beim überraschend starken SC Freiburg und zum Abschluss der Hinrunde am Samstag in acht Tagen gegen den VfL Wolfsburg, ergebnis- wie leistungstechnisch aktuell eine Wundertüten-Truppe.

Die stade Zeit ist im Fußball traditionell eine anstrengende, hektische Zeit. Die Spieler sehnen die Winterpause herbei, die Plätze werden schlechter, die Luft kälter – und für viele dünner. Also häufen sich Blessuren und Verletzungen. Doch Bayerns Interimstrainer Hansi Flick hatte am Freitagmittag an der Säbener Straße wenigstens eine gute Nachricht parat: David Alaba ist wieder fit, das hatte die AZ bereits am Donnerstag vermeldet. Der Österreicher wird gegen Bremen in der Innenverteidigung gebraucht.

Marínez fehlt gegen Bremen gesperrt

Schließlich fehlt Javi Martínez nach seiner Gelb-Roten Karte in Mönchengladbach (1:2) gesperrt. Aber auch sonst sieht’s duster aus im Kader. Das aktuelle Bayern-Lazarett: Neben den Langzeitverletzten Niklas Süle, Lucas Hernández und Fiete Arp fehlen auch Michaël Cuisance, Corentin Tolisso und Kingsley Coman, der sich am Mittwoch beim 3:1 gegen Tottenham verletzt hatte, aber nun – Glück im Unglück – doch zum Start des Winter-Trainingslagers am 4. Januar in Doha wieder mitmachen können wird. Heißt: Sieben Profis fehlen. "Wir müssen den Kader mit ein paar U23-Spielern auffüllen", erklärte Bayern-Coach Flick.

Acht Tage, drei Spiele, jetzt zählt mehr der Wille. Der Kopf muss die müden Beine steuern in den Pflichtspielen Nummer 24 bis 26 seit August, die Einsätze der Nationalspieler für ihre jeweiligen Verbände nicht mitgerechnet. Lediglich Torhüter Manuel Neuer absolvierte sämtliche 2070 Einsatzminuten (ohne Nachspielzeit und Kaffee-Pausen bei Einschreiten des Videoschiedsrichters).

Bei den Feldspielern liegt Joshua Kimmich vorne, der in jedem Spiel auf dem Platz stand, allerdings 101 Minuten weniger. Dritter bei den Fleißkärtchen: Robert Lewandowski, 22 Einsätze, 1892 Minuten. Erstmals schaute er am Mittwoch gegen Tottenham Hotspur komplett zu. Nach drei Ligaspielen ohne Tor lechzt der Pole gegen Werder auf seinen 17. Saisontreffer.

Thiago und Perisic wohl wieder auf der Bank

Lewandowski wird neben Alaba und wohl auch Leon Goretzka reinkommen, auf die Bank müssen wohl Thiago und Ivan Perisic. Dort sitzen dann mit Ersatztorhüter Sven Ulreich und Lars Lukas Mai (beide in dieser Saison noch ohne jegliche Einsatzminute bei den Profis) nur zwei weitere Profis. "Wir haben noch drei Spiele. Die werden schwer, auch mit der aktuellen personellen Situation", meinte Flick, "aber wir gehen das sehr positiv an. Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie Fußball spielen kann und dass die Art und Weise, wie wir den Fußball interpretieren, Spaß macht, zuzuschauen."

Seine Zielsetzung für den Liga-Endspurt: "Wir wollen die Hinrunde mit drei Siegen beenden. Das ist nicht ganz einfach, aber wir haben uns das vorgenommen." Was auch sonst? Bei sieben Punkten Rückstand steht man auf Platz sieben. Die Operation Anti-Fernrohr (für den Blick auf die Tabellenspitze) startet mit dem insgesamt 107. Nord-Süd-Klassiker – nur das Duell zwischen dem FC Bayern und dem Hamburger SV gab es bisher einmal häufiger.

Entscheidung pro Flick wohl schon gefallen

Drei Spiele also noch. Und wenn Bayern performt, wird aus dem Bis-Weihnachten-Trainer Flick ("Ich schlafe mittlerweile besser, man gewöhnt sich an die Situation") der Bis-Saisonende-Trainer.

Nach AZ-Informationen ist die Entscheidung pro Flick schon gefallen, es fehlen nur noch drei passable Ergebnisse. Der Plan: Verkündung der Fortsetzung seines Engagements nach einem Heimsieg gegen die Wölfe. Dann ist drei Tage vor Weihnachten Bescherung.

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