COVID-19 in München und Bayern Coronavirus-News: Reisebüro-Verband will Testpflicht für Kreuzfahrtgäste

Reisebüro-Verband will Corona-Testpflicht für Kreuzfahrtgäste. (Symbolbild) Foto: Oliver Berg/dpa

Das Coronavirus breitet sich in Bayern und Deutschland derzeit langsamer aus. Alle Neuigkeiten, Maßnahmen und Hinweise zum Erreger Sars-CoV-2 lesen Sie im AZ-Newsblog.

 

Der Erreger Sars-CoV-2, der die Krankheit Covid-19 auslösen kann, hat in München, Bayern und Deutschland wochenlang für drastische Maßnahmen gesorgt, nun treten immer mehr Lockerungen in Kraft. In unserem Newsblog halten wir Sie über die aktuellen Entwicklungen in München und Bayern auf dem Laufenden.

  • In Bayern gelten derzeit Kontaktbeschränkungen.
  • Zwei Hausstände dürfen sich treffen und/oder maximal zehn Personen.
  • Seit dem 27. April gilt eine Maskenpflicht in Bayern im ÖPNV und Geschäften.
  • Seit dem 11. Mai dürfen sämtliche Geschäfte wieder öffnen.
  • Gastronomie darf ebenfalls unter Auflagen wieder geöffnet sein. Für Restaurants und Biergärten gelten diese Regeln.
  • Die Schulen wurden seit 27. April bzw. 11. Mai schrittweise geöffnet.
  • Kitas dürfen seit dem 11. Mai wieder öffnen.
  • Museen und Freizeiteinrichtungen dürfen seit dem 11. Mai wieder öffnen. Seit dem 15. Juni dürfen Theater, Konzertsäle und Kinos öffnen.
  • Großveranstaltungen sind bis zum 31. Oktober untersagt.

 

+++ Corona-Fälle in München: 19 neue Infektionen am Donnerstag +++

Hinweis der Redaktion: Die Stadt München hat am Samstag, 6. Juni, darauf hingewiesen, dass wegen eines Updates der Meldesoftware der Gesundheitsbehörden eine Bereinigung der bislang erfassten Daten durchgeführt wurde. Der Knick bei der Gesamtzahl der gemeldeten Infektionen in der obenstehenden Grafik markiert den Zeitpunkt der Datenbereinigung. Auch am 13. Juni mussten die Zahlen bereinigt werden – diesmal um sechs Fälle. Am 29. Juni teilte die Stadt mit, dass der Berechnungszeitraum auf einen tageweisen 24-Stunden-Rhythmus umgestellt wurde.

Am vergangenen Donnerstag (30. Juli) sind in München insgesamt 19 neue Corona-Fälle gemeldet worden (Stand: 23.59 Uhr). Damit sind in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 7.267 Infektionen bestätigt. In dieser Zahl enthalten sind 6.736 Personen, die bereits genesen sind, sowie 222 Todesfälle. 309 Menschen sind in München aktuell noch an Covid-19 erkrankt. Die Reproduktionszahl R für München liegt derzeit bei 1,25 (Stand: 30. Juli). Das bedeutet, dass statistisch gesehen 100 Infizierte 125 Menschen neu anstecken. Hier finden Sie weitere detaillierte Corona-Fallzahlen für München und Bayern


+++ Reisebüro-Verband will Testpflicht für Kreuzfahrtgäste +++

Der Reisebüro-Verband VUSR spricht sich für eine allgemeine Corona-Testpflicht auf Kreuzfahrtschiffen aus. "Es sollte für den Kreuzfahrtgast eine Testpflicht vor dem Antritt der Reise geben", sagte Marija Linnhoff, Vorsitzende des Verbands unabhängiger selbstständiger Reisebüros, der "Rheinischen Post" (Montag).

Die Kosten sollten von den Gästen selbst getragen werden. "Wer sich eine Kreuzfahrt leisten kann, kann sich auch das leisten", meinte Linnhoff. Sie plädierte auch für eine generelle Testpflicht für alle Urlaubsrückkehrer.

+++ Urlauber lassen sich testen +++

Rund 18.000 Urlauberinnen und Urlauber haben sich bisher an den bayerischen Teststationen auf das Coronavirus testen lassen. "Viele Reiserückkehrer gehen verantwortungsvoll damit um, wenn sie aus dem Urlaub kommen", sagte Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Sonntag in einer Mitteilung.

Bereits seit vergangenem Wochenende können sich Reisende an den Flughäfen in München und Nürnberg kostenlos auf eine Infektion mit dem Virus Sars-CoV-2 testen lassen, seit Samstag nun auch am Flughafen Memmingen. Seit Donnerstag gibt es außerdem an der Grenze zu Österreich drei Teststationen auf Rastplätzen an den Autobahnen 3, 8 und 93 sowie an den Hauptbahnhöfen München und Nürnberg. Diese betreibt das bayerische Rote Kreuz (BRK) zusammen mit Freiwilligen von anderen Hilfsorganisationen.

+++ 27 Infektionen auf weiterem Betrieb in Mamming festgestellt +++

Nach dem massiven Corona-Ausbruch auf einem Gemüsehof im niederbayerischen Mamming sind auf einem weiteren Betrieb in der Gemeinde 27 Corona-Infizierte ermittelt worden. Wie das Landratsamt Dingolfing-Landau am Samstagabend mitteilte, wurden die Infizierten und deren Kontaktpersonen umgehend von den negativ Getesteten getrennt und isoliert.

"Aufgrund der räumlichen Nähe der beiden Mamminger Betriebe gab es offenbar Kontakte zwischen den Saisonarbeitskräften, die zu einer Übertragung des Virus geführt haben", sagte Landrat Werner Bumeder laut der Mitteilung. In dem neu betroffenen Betrieb arbeiten etwa 600 Menschen.

+++ Söder spricht sich gegen weitere Lockerungen aus +++

Markus Söder hat sich angesichts der steigenden Zahl an Neuinfektionen gegen weitere Lockerungen von Corona-Auflagen ausgesprochen. "Wir müssen damit rechnen, dass Corona mit voller Wucht wieder auf uns zukommt", sagte der bayerische Ministerpräsident der "Bild am Sonntag". "Wenn wir nicht aufpassen, kann bei uns wieder eine Situation wie im März entstehen." Gefragt sei absolute Wachsamkeit. "Das Virus bleibt eine Daueraufgabe, die uns permanent unter Stress setzt."

Viele Menschen seien im Umgang mit dem Virus leider leichtsinniger geworden, so Söder weiter. "Dazu gehören auch die extremen Lockerer und Verschwörungstheoretiker, die alle Maßnahmen schnellstens aufheben wollten." Jeder, der das Coronavirus unterschätze, sei widerlegt worden. Die zweite Welle sei praktisch doch schon da: "Sie schleicht durch Deutschland." Es gelte daher, noch aufmerksamer zu sein und rasch und konsequent zu reagieren. Vor diesem Hintergrund lehnte Söder auch Fußballspiele mit Zuschauern zum Start der neuen Saison ab: "Ich bezweifle, dass wir im August weitere Lockerungen beschließen können. Daher bin ich auch als Fußballfan sehr skeptisch zum Start der Bundesliga. Geisterspiele ja, aber Stadien mit 25 000 Zuschauern halte ich für sehr schwer vorstellbar." 

+++ Tausende Reisende an Grenze zu Österreich auf Corona getestet +++

Mehr als 2.800 Reisende haben sich seit Donnerstag an den bayerischen Teststationen an der Grenze zu Österreich auf das Coronavirus testen lassen. Wegen der vielen Urlaubsrückkehrer sei am Samstag besonders viel los gewesen, sagte ein Sprecher des bayerischen Roten Kreuzes (BRK) in München. In Spitzenzeiten habe die Wartezeit aber nicht mehr als eine halbe Stunde betragen. Das BRK betreibt die drei Teststationen an Autobahnrastplätzen sowie an den Hauptbahnhöfen München und Nürnberg zusammen mit Freiwilligen von anderen Hilfsorganisationen. Bis zu 13.000 Abstriche können die Mitarbeiter dort täglich machen.

+++ Nürnberg: Pflegeheim-Mitarbeiter positiv getestet - 135 Menschen in Quarantäne +++

135 Bewohner einer Gemeinschaftsunterkunft in Nürnberg sind unter Quarantäne gestellt worden, weil einer der Bewohner positiv auf das Coronavirus getestet worden ist. Wie die Stadt Nürnberg am Samstag mitteilte, handelt es sich bei der infizierten Person um einen Mitarbeiter eines Pflegeheims. "Sowohl die Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft als auch die des Pflegeheims werden zurzeit getestet. Ergebnisse liegen noch nicht vor", schrieb die Stadt bei Twitter.

Die Corona-Infektion sei durch eine Routineuntersuchung in dem Nürnberger Pflegeheim aufgefallen, teilte die Stadt mit. Die infizierte Person sei in der Gemeinschaftsunterkunft isoliert worden.

+++ Flughafen Memmingen: Reiserückkehrer können sich kostenlos testen lassen +++

Am Flughafen Memmingen können sich seit Samstag Reise-Rückkehrer kostenlos einem Corona-Test unterziehen. Für ankommende Fluggäste sei ein Test auch ohne vorherige Anmeldung möglich, wie der Flughafen am Samstag mitteilte. Abfliegende Gäste können sich noch nicht testen lassen.

An den Flughäfen in München und Nürnberg gibt es bereits seit vergangenem Wochenende die Möglichkeit, sich nach seiner Rückkehr kostenlos auf eine Corona-Infektion hin testen zu lassen. Laut Gesundheitsministerium haben bis Freitagmorgen 5.100 Personen von diesem Angebot Gebrauch gemacht.

+++ Neue Lockerungen in Bayern greifen +++

Ab dem 01.August dürfen sich im öffentlichen Raum wieder Gruppen von bis zu 10 Personen treffen. In privaten Räumen und Gärten gibt es keine zahlenmäßige Beschränkung mehr, allerdings soll die Personenzahl so begrenzt werden, dass ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann.

Die Bundesländer können weitgehend unabhängig über die schrittweise Lockerung der Corona-Bestimmungen entscheiden. Bundesweit gilt weiterhin die Maskenpflicht in Handel und Nahverkehr.

+++ Zahl der Corona-Infektionen in Mamming steigt auf 232 +++

Die Zahl der Corona-Infizierten auf einem Gemüsehof im niederbayerischen Mamming hat sich auf 232 erhöht. "Mit den 52 Neuinfizierten nach der Zweittestung auf dem Betrieb summiert sich die Zahl der Corona-Positiven dort nun auf insgesamt 232 Personen", teilte das Landratsamt Dingolfing-Landau am Freitagabend mit. 231 Erntehelfer wurden auch beim zweiten Mal negativ getestet. Tests, die unter den Anwohnern durchgeführt wurden, ergaben bislang nur einen Infizierten.

+++ Corona-Testkapazitäten an Bayerns Unikliniken sollen ausgebaut werden +++

An Bayerns Unikliniken sollen die Kapazitäten von Corona-Tests schon bald auf bis zu 4.500 pro Tag erhöht werden. Wie das Wissenschaftsministerium am Freitag mitteilte, soll der Ausbau der derzeit möglichen 3.000 Tests vor allem für das Personal der Unikliniken und anderer Krankenhäuser verwendet werden. "Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen tagtäglich an vorderster Front und tun ihr Möglichstes, dass Erkrankte wieder gesund werden können. Ich sehe es daher als unsere Verantwortung an, sie besonders zu schützen", erklärte Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) den geplanten Testausbau, der bis zum Herbst umgesetzt werden soll.

+++ Polizei verstärkt Corona-Kontrollen auf Insel Lindau +++

Nach Kritik an Verstößen gegen die Corona-Regeln auf der Insel Lindau im Bodensee durch Urlauber will die Polizei dort am Wochenende verstärkt kontrollieren. "Wir haben dort das Problem, dass die Abstandsregeln nicht mehr eingehalten werden", sagte ein Polizeisprecher am Freitag. Geplant sei deshalb, mit Unterstützung der Bereitschaftspolizei Präsenz zu zeigen.

Der Lindauer Landrat Elmar Stegmann (CSU) hatte zuletzt von den dortigen Gastronomen eine strikte Einhaltung der Hygieneregeln verlangt. Oft würden in den Lokalen die Daten der Gäste nicht mehr erfasst, Mindestabstände und Maskenpflicht nicht mehr beachtet. Wegen des zunehmenden Infektionsgeschehens müssten Bußgelder "konsequent verhängt" werden, betonte Stegmann. "Geht man derzeit über die Lindauer Insel, so hat man den Eindruck, es gäbe kein Corona."

+++ Tausende Reisende lassen sich auf Corona testen +++

Tausende Menschen haben sich in Bayern an den Corona-Teststationen für Reiserückkehrer auf eine Infektion mit dem Virus Sars-CoV-2 untersuchen lassen.

Bis Freitagmorgen (Stand: 8 Uhr) hätten sich 1.734 Menschen an den Bahnhöfen in München und Nürnberg sowie an Raststätten entlang von grenznahen Autobahnen testen lassen, sagte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) laut Mitteilung. Hinzu kämen mehr als 5.100 Menschen seit dem vergangenen Wochenende an den Flughäfen München und Nürnberg. "Das zeigt: Die Testmöglichkeiten werden gut angenommen", so Huml.

+++ Bayern führt Maskenpflicht an Schulen ein +++

Für das neue Schuljahr führt Bayern eine Maskenpflicht an Schulen ein. Sie werde bis zum Platz im Klassenzimmer gelten – auch in Grundschulen, sagte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) am Freitag in München. Bisher habe nur ein Gebot bestanden. Je nach Entwicklung der Corona-Pandemie sei regional auch eine Maskenpflicht im Unterricht möglich.

Die Maskenplicht ist Teil eines Vier-Stufen-Systems, das der Freistaat zum Schulstart im September einführen wird. Es richtet sich nach dem Infektionsgeschehen in den jeweiligen Regionen. Ziel nach den Sommerferien sei der Regelbetrieb unter besonderen Hygienebedingungen, sagte Piazolo. Die Schulen starten am 8. September.

+++ Innenminister Herrmann gegen Corona-Tests unter Zwang +++

Verpflichtende Corona-Tests für Reiserückkehrer sollten nach Ansicht von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) keinesfalls mit Gewalt durchgesetzt werden. "Die Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen ist hier in jedem Fall zu beachten", sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Freitag). "Eine Testung mittels körperlichen Zwangs dürfte nach unserer Auffassung nicht verhältnismäßig sein und kommt daher für uns grundsätzlich nicht infrage."

Welche weiteren Maßnahmen gegen Menschen möglich wären, die sich einem Test verweigerten, könne erst nach Vorliegen der Anordnung des Bundesgesundheitsministeriums entschieden werden. Der Vize-Chef der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Jörg Radek, hatte zuvor gesagt: "Wir müssen letztlich Recht durchsetzen und am Ende auch mit Zwang." Die Entscheidung müsse aber auf Landesebene getroffen werden.

+++ Bahn-Chef: Maskenverweigerern soll Weiterfahrt untersagt werden +++

Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn, Richard Lutz, hat den Willen seines Unternehmens bekräftigt, Maskenverweigerer im Konfliktfall die Weiterfahrt zu untersagen. "Da gibt es klare Anweisungen an unseren Kolleginnen und Kollegen in den Zügen, dass dann, wenn das nachhaltig ein Konflikt ist mit dem Maskentragen, wir gemeinsam mit der Bundespolizei den Beförderungsausschluss auf den Weg bringen", so Lutz im Interview mit RTL und ntv. Das müsse allerdings die Ausnahme bleiben. "Die direkte Ansprache der Fahrgäste, dass sie bitte Maske tragen mögen, wirkt normalerweise."

Bleibt die Frage offen, wer bei der Durchsetzung der Maskenpflicht in Zügen der Deutschen Bahn die Verantwortung trägt. Das Bundesinnenministerium stellte Mitte Juli klar, dass die "Bundespolizei nicht für die Einhaltung von Gesundheitsvorschriften der Länder zuständig sei."

Da die Maskenpflicht auf eine Vereinbarung der Länder zurückgeht, liegt die Verantwortung bei den Landesbehörden.

+++ Corona-Teststationen an bayerischen Autobahnen gestartet +++

Reisende entlang der Autobahnen an der bayerischen Grenze können sich seit Donnerstag auf das Coronavirus Sars-CoV-2 testen lassen. Seit 7 Uhr laufe der Betrieb etwa an der Rastanlage Hochfelln-Nord an der Autobahn 8 bei Bergen, sagte Thorsten Brandstätter vom Bayerischen Roten Kreuz. In den ersten vier Stunden seien schon 48 Menschen für einen Rachenabstrich vorbeigekommen.

Jedem, der aus einem Risikogebiet kommt, sei ein solcher Test auf eine mögliche Corona-Infektion zu empfehlen, sagte Brandstätter. An den Rastanlagen kann man mit dem Auto vor einen Container fahren und muss nicht aussteigen: Helfer in Schutzanzügen kommen mit den Abstrich-Utensilien zum Fahrzeug. Wie lange die Auswertung der Tests dauert, hängt von Laborkapazitäten ab. An den Teststationen werden nur Abstriche genommen und dann ans Gesundheitsamt weitergereicht.

Hier können Sie sich in Bayern testen lassen.

+++ Wegen Corona: Kinder bekommen mehr Ferienprogramm +++

Nach einem wegen der Corona-Pandemie außergewöhnlichen Schuljahr können sich Kinder im Freistaat ab Montag auf ein besonders umfangreiches Sommerferienprogramm freuen. 700 zusätzlich geschaffene Gruppenangebote für 9.000 Kinder sollen in den nächsten Wochen die bestehenden Ferienprogramme ergänzen, wie das Kultusministerium am Donnerstag mitteilte.

Die zusammen mit dem Bayerischen Jugendring eingerichteten Angebote sind vor allem für Schüler der ersten bis sechsten Klassen gedacht und sollen Eltern helfen, die ihren Jahresurlaub – etwa wegen der coronabedingten Schulschließungen – schon aufgebraucht haben. Das Programm umfasst dem Kultusministerium zufolge verschiedene Bereiche von Umweltbildung bis hin zu kreativen oder sportlichen Aktivitäten. Auch spontane Anmeldungen seien möglich.

+++ Jungpolitiker kritisieren Vorstoß für mehr Alkoholverbote +++

Die Nachwuchsorganisationen mehrerer Parteien in Bayern haben die Pläne für mehr Alkoholverbote auf öffentlichen Plätzen im Kampf gegen Corona kritisiert. Solche Einschränkungen verlagerten das Problem nur, warnten sie am Mittwoch in einer gemeinsamen Erklärung. Die Staatsregierung hat kreisfreien Städten und Landkreisen empfohlen, solche Einschränkungen zu prüfen. "Natürlich ist Vorsicht das Gebot der Stunde", sagte die Sprecherin der Grünen Jugend, Saskia Weishaupt. "Aber ein pauschales Alkoholverbot im öffentlichen Raum greift viel zu kurz!" Das Problem werde auf Privat-Partys verlagert.

Juso-Landesvorsitzende Anne Tanzer forderte: "Die Staatsregierung sollte sich vielmehr dafür einsetzen, sichere Plätze für junge Menschen zu schaffen, wo sie sich treffen und Zeit miteinander verbringen können." Der Landeschef der Jungen Liberalen, Maximilian Funke-Kaiser, nannte das Vorgehen unverhältnismäßig. "Es ist bedauerlich, dass die Staatsregierung seit Monaten mit dem Vorschlaghammer agiert und ein pauschales Verbot nach dem anderen auspackt."

Nach Ansicht der Staatsregierung hat die Erfahrung gezeigt, dass besonders gemeinsamer Alkoholkonsum in größeren Menschenmengen zur Missachtung von Infektionsschutzregeln führt.

+++ Münchner Finanzspritze für Tierpark Hellabrunn rettet Löwen +++

Die Stadt München kommt dem Tierpark Hellabrunn mit einem Rettungspaket über mehrere Millionen Euro zu Hilfe. Wegen der Finanznot durch die Corona-Ausfälle war zuletzt unter anderem die Zukunft der Löwen unsicher. Auch ihr Platz sei damit in einer neuen Anlage langfristig gesichert, teilte der Tierpark am Mittwoch in München mit. Die Sonderzuwendung der Stadt als Hauptanteilseignerin des Zoos sei eine wichtige Voraussetzung für das wirtschaftliche Überleben des traditionsreichen Zoos. Lesen Sie hier mehr dazu!

+++ Weitere Corona-Tests in Mamming sind negativ +++

Nachdem auf einem Gemüsehof im niederbayerischen Mamming mehr als 170 Erntehelfer positiv auf das Coronavirus getestet worden sind, sind weitere Tests von Anwohnern negativ ausgefallen. Von 543 am Dienstag in Mamming getesteten Gemeindemitgliedern sei kein einziger Befund positiv gewesen, teilte das Landratsamt Dingolfing-Landau am Mittwoch mit.

"Die bisherigen Ergebnisse sind ein weiteres Indiz dafür, dass es sich bei dem Ausbruch auf einem landwirtschaftlichen Betrieb um einen geschlossenen Personenkreis gehandelt hat", sagte Landrat Werner Bumeder laut Mitteilung.

+++ Bund will Kosten für Tests für Reiserückkehrer übernehmen +++

Die geplanten zusätzlichen Testmöglichkeiten auf das Coronavirus für Reiserückkehrer nach Deutschland will der Bund finanzieren. Die Kosten würden durch einen erhöhten Zuschuss zur gesetzlichen Krankenversicherung übernommen, sagte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums am Mittwoch in Berlin. Die entsprechende Verordnung soll in dieser Woche in Kraft treten. Die Ressortchefs von Bund und Ländern hatten freiwillige Tests für alle Rückkehrer aus dem Ausland beschlossen, die für die Reisenden kostenfrei sein sollen.

Darüber hinaus will Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) für Rückkehrer aus internationalen Risikogebieten mit hohen Fallzahlen eine Testpflicht anordnen. Sie soll in der kommenden Woche in Kraft treten, einen genauen Tag nannte das Ministerium noch nicht. Sie solle so schnell wie möglich kommen, damit sich alle darauf einstellen könnten.

+++ Gericht kippt bayerisches Einreiseverbot +++

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hat das bayerische Beherbergungsverbot für Gäste aus Risikogebieten in anderen Bundesländern vorläufig außer Vollzug gesetzt. Es sei nicht verhältnismäßig, dass mehr als 50 neue Corona-Infektionen pro 100.000 Einwohner eines Landkreises innerhalb sieben Tagen automatisch zu einem Beherbergungsverbot führten, entschied das Gericht am Dienstag in München. Außerdem reiche in der Verordnung der Verweis auf Veröffentlichungen des Robert-Koch-Instituts nicht - für die Wirte sei nicht erkennbar, wo sie die aktuellen Zahlen fänden. Geklagt hatte ein Hotelier aus der Oberpfalz.

+++ Corona-Risiko: Hier will Bayern verstärkt testen +++

Um die Corona-Pandemie einzudämmen, setzt die Staatsregierung auf verstärkte Tests in der Landwirtschaft, bei Urlaubsrückreisenden sowie in Asylunterkünften. Das sagte Bayerns Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in München. Immer dort, wo es Verstöße gegen die Hygienevorschriften gebe, könne es relativ schnell zu gravierenden Auswirkungen kommen. Das gelte überdies auch für "ungezügelte Partys".

Bei Erntebetrieben soll es Herrmann zufolge mehr Hygiene-Kontrollen geben, verpflichtende Tests für sämtliche Saisonarbeitskräfte sowie Bußgelder bis zu 25 000 Euro. Urlaubsrückkehrer aus Risikogebieten müssten sich weiterhin in häusliche Quarantäne begeben oder sollen sich Tests unterziehen können. In Asylunterkünften seien Corona-Tests etwa dann geplant, wenn Bewohner das Ärztezentrum eines Ankerzentrums aufsuchen oder in andere Unterkünfte verlegt würden.

+++ RKI: Sorge über Fallzahlenanstieg +++

Abstand, Händehygiene, Alltagsmaske: Nach einem Wiederanstieg der Corona-Infektionszahlen bundesweit hat das Robert Koch-Institut (RKI) zum Einhalten der Verhaltensregeln appelliert.

Die Entwicklung sei sehr beunruhigend, bekräftigte RKI-Präsident Lothar Wieler am Dienstag in Berlin. Es gelte nun zu verhindern, dass sich das Virus wieder rasant und unkontrolliert ausbreitet. "Das schaffen wir nur gemeinsam", sagte Wieler. Menschen seien nachlässig geworden. Zu Tausenden wilde Partys zu feiern, sei "rücksichtslos" und auch "fahrlässig", sagte er. Und auch im Urlaub sei vernünftiges Verhalten gefragt.

Im Unterschied zur letzten Zeit mit einzelnen großen Ausbrüchen sei die Lage derzeit diffus, schilderte RKI-Expertin Ute Rexroth. Beobachtet würden Fallzahlenanstiege in unterschiedlichen Kommunen und Gemeinden – deutschlandweit steckten sich wieder mehr Menschen an. Es bestehe die Sorge, dass sich eine Trendumkehr andeuten könne. Wieler betonte: Ob es sich um den Beginn einer möglichen zweiten Welle handle, könne man nicht wissen – aber es könne sein.

+++ Reisebeschränkungen für Menschen aus Landkreis Dingolfing-Landau +++

Menschen aus dem niederbayerischen Landkreis Dingolfing-Landau müssen zu Beginn der bayerischen Sommerferien nach dem Corona-Ausbruch auf einem Gemüsehof in Mamming mit Reisebeschränkungen rechnen. Die Regierung von Schleswig-Holstein stufte den Landkreis am Montag explizit als Risikogebiet ein. Zuerst hatte der Bayerische Rundfunk darüber berichtet.

Und Schleswig-Holstein dürfte mit dieser Regelung nicht allein bleiben - auch nach Mecklenburg-Vorpommern dürfen Menschen aus dem Landkreis Dingolfing-Landau aktuell nicht reisen, wie der BR unter Berufung auf eine Sprecherin des dortigen Gesundheitsministeriums berichtet. Die Ausnahme: "Die Gäste weisen ein ärztliches Zeugnis vor, das bestätigt, dass keine Anhaltspunkte für eine Infektion mit dem Corona-Virus vorhanden sind."

Nach Angaben auf der Homepage der Landesregierung von Schleswig-Holstein müssen sich Urlauber aus dem Landkreis Dingolfing-Landau nun in eine 14-tägige Quarantäne begeben und sich beim dortigen Gesundheitsamt melden, wenn sie nach Schleswig-Holstein einreisen wollen. Ausgenommen davon sind Menschen mit einem negativen Corona-Test, der nicht älter als 48 Stunden ist.

+++ Spahn: Corona-Tests für Reiserückkehrer sollen Pflicht werden +++

Reiserückkehrer aus Corona-Risikogebieten sollen sich künftig auf das Virus testen lassen müssen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte der Deutschen Presse-Agentur am Montag, er werde "eine Testpflicht für Einreisende aus Risikogebieten anordnen".

+++ Corona-Hotspot in Oberfranken: Massentests alle negativ +++

Nach der Entwicklung zu einem lokalen Corona-Hotspot sind die Massentests in der oberfränkischen Stadt Rehau alle negativ ausgefallen. 678 Einwohner ließen sich an einem Testmobil des Landkreises Hof freiwillig testen, wie das Landratsamt am Montag mitteilte. Momentan gebe es 48 Infizierte in Stadt und Landkreis Hof.

Auch in Schulklassen und Gemeinschaftsunterkünften seien Abstriche genommen worden. "Die Ergebnisse der umfangreichen Tests haben gezeigt, dass sich das Virus ausschließlich im Bereich der Rehauer Großfamilien verbreitet hat", erklärte Landrat Oliver Bär (CSU). Alle, die positiv auf das Virus getestet wurden, befänden sich in Quarantäne. Weitere Maßnahmen wie ein lokaler Lockdown seien deshalb nicht notwendig, hieß es.

+++ Regierung erhöht Bußgeld für Betriebe bei Corona-Verstößen +++

Nach der Corona-Masseninfektion auf einem Gemüsehof in Niederbayern hat die bayerische Staatsregierung das Bußgeld für Betriebe verfünffacht. Bei Verstößen gegen Hygieneauflagen werden künftig 25.000 Euro statt bislang 5.000 Euro fällig, wie Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag ankündigte.

+++ Söder fordert Corona-Testpflicht für Urlaubsrückkehrer +++

Angesichts steigender Zahlen von Corona-Neuinfektionen hat CSU-Chef Markus Söder (CSU) seine Forderung an den Bund nach verpflichtenden Tests für Urlaubsrückkehrer aus Risikogebieten bekräftigt. Zugleich richtet Bayern an mehreren Grenzübergängen zu Österreich auf den Autobahnen freiwillige Teststationen ein - ebenso an den Hauptbahnhöfen in München und Nürnberg.

Nötig seien verpflichtende Tests für Rückkehrer an Flughäfen, sagte der bayerische Ministerpräsident am Montag in München. Der Bund müsse hierfür den rechtlichen Rahmen schaffen. Bayern bereite alles vor, um dann umgehend starten zu können, sagte er.

+++ Söder: "Corona erlaubt keinen Leichtsinn +++

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat nach der Corona-Masseninfektion auf einem Bauernhof in Niederbayern ein strenges Einhalten der Regeln zur Bekämpfung der Pandemie angemahnt. "Corona verzeiht keinen Leichtsinn", sagte Söder am Montag in München. Unvernunft, mangelnde Vorsicht und zum Teil bewusste Verstöße gegen Hygienekonzepte und Regeln seien das Problem. Daher sei das Tragen von Mund-Nase-Schutz ebenso wichtig wie ein Ausbau der Testkapazitäten und gegebenenfalls Quarantäne.

"Corona kommt schleichend zurück, leider aber mit aller Macht", sagte Söder. Daher sei es wichtig darauf zu achten, dass aus wenigen Fällen nicht schleichend eine zweite Infektionswelle werde. "Vorsicht muss oberstes Gebot bleiben", sagte der CSU-Chef.

Lesen Sie dazu auch: Eskapaden in München - Söder warnt Party-Gänger

+++ Verpflichtende Tests für Saisonarbeiter +++

Nach dem Ausbruch auf einem Gemüsehof in Mamming zieht die Staatsregierung Konsequenzen: Ab sofort werden alle Saisonarbeiter in Bayern verpflichtend getestet. Das teilte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag an. Zudem werden die Überprüfungen der Hygieneauflagen verstärkt und der Strafrahmen bei etwaigen Verstößen verschärft.

Zudem forderte Söder erneut verpflichtende Tests an allen deutschen Flughäfen. Der Freistaat selbst werde an drei grenznahen Orten in Bayern für Autofahrer und an den Bahnhöfen in München und Nürnberg Teststationen einrichten.

+++ Zahlen in Österreich steigen +++

Die Zahl der Corona-Infektionen in mehreren Tourismusbetrieben in St. Wolfgang in Oberösterreich ist um neun auf mindestens 53 gestiegen. Wie ein Sprecher der oberösterreichischen Landesregierung auf Twitter schrieb, seien nun alle 628 Tests vom Samstag ausgewertet. Es fehlten noch die Ergebnisse von 419 weiteren Tests. Bei den Betroffenen handelt es sich nach Angaben der Gesundheitsministerin des Landes Oberösterreich, Christine Haberlander, um 52 Mitarbeiter und einen Gast. In den vergangenen Tagen seien bei der eigens eingerichteten Coronatest-Station im Ort 1.600 Mitarbeiter und Gäste getestet worden, sagte sie im ORF-Radio am Montag.

Zwei Bars wurden bereits am Freitag geschlossen. Zudem ordneten die Behörden am Samstagabend für die örtliche Gastronomie eine Sperrstunde ab 23.00 Uhr an. Nach den Worten des Sprechers des Tourismusbüros sind zum jetzigen Zeitpunkt weder Betriebsschließungen noch die Schließung des Ortes angedacht. Die Bekanntheit des Ortes entpuppe sich nun als Fluch, sagte die Besitzerin eines betroffenen Hotels am Montag im ORF-Radio. Wären die Fälle in einem weniger bekannten Urlaubsregion aufgetreten, hätte sich niemand dafür interessiert, meinte sie. Sie rechne nun mit vielen Stornierungen.

+++ Testzelt für Bewohner in Mamming +++

Nach der Corona-Masseninfektion von 174 Erntehelfern auf einem Gemüsehof in Mamming will die Staatsregierung am Montag eine Covid-Teststation in der niederbayerischen Gemeinde aufbauen. Der örtlichen Bevölkerung werde die freiwillige Testung in einem mobilen Testzelt angeboten, sagte Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Montag. "Gerade in einer Situation wie dieser ist dies ein sehr wichtiges Angebot an die Bevölkerung." Abgesehen von Mamming ist die Corona-Infektionsrate im Landkreis Hof vergleichsweise hoch. Die sogenannte 7-Tage-Inzidenz lag am Sonntag bei 37,8 Infizierten pro 100.000 Einwohner - höher als der "Signalwert" von 35 pro 100.000, den die Staatsregierung in ihrem Corona-Frühwarnsystem festgelegt hat. "Wir beobachten jeden Anstieg des Infektionsgeschehens selbstverständlich mit großer Ernsthaftigkeit", sagte Huml dazu.

+++ Grüne und SPD kritisieren Staatsregierung nach Corona-Masseninfektion +++

Nach der Corona-Masseninfektion von 174 Erntehelfern auf einem niederbayerischen Gemüsehof geben Grüne und SPD der Staatsregierung eine Mitverantwortung. Die Oppositionsfraktionen warfen Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und seinem Kabinett am Sonntag vor, die Kontrolle der Unterkünfte von Saisonarbeitern zu vernachlässigen. "Das kann sich bitter rächen, wenn solche lokalen Infektionsgeschehen ausgreifen und regionale Lockdowns angeordnet werden müssen", sagte Jürgen Mistol, der parlamentarische Geschäftsführer der Grünen.

Das sieht die SPD ganz ähnlich: "Wir haben nach dem Corona-Ausbruch in dem Wiesenhof-Schlachthof Mitte Mai bereits ein Sonderkontrollprogramm auch für Bauernhöfe mit Erntehelfern gefordert", sagte Umweltexperte Florian von Brunn. "Gerade die Hygienebedingungen am Arbeitsplatz und die Wohnverhältnisse müssen aus unserer Sicht scharf kontrolliert werden. Das ist offensichtlich nicht passiert." Der Ausbruch sei "mit Ansage" gekommen.

+++ 174 Erntehelfer in Mamming infiziert +++

Nach einer Corona-Masseninfektion auf einem großen Bauernhof im niederbayerischen Mamming stehen fast 500 Menschen unter Quarantäne und dürfen den Betrieb nicht mehr verlassen. Ein Sicherheitsdienst überwacht das Ausgehverbot. Insgesamt 174 Erntehelfer wurden bei der Reihenuntersuchung positiv auf den Corona-Erreger Sars-Cov2 getestet, wie das Landratsamt Dingolfing-Landau am Samstagabend mitteilte.

"Um eine weitere Ausbreitung zu vermeiden, müssen wir zum Schutz der Bevölkerung leider diesen Schritt gehen", erklärte Landrat Werner Bumeder. Zuvor hatten sich in dem Betrieb bereits sieben Mitarbeiter infiziert - dies war der Anlass des Reihentests.

Der CSU-Politiker appellierte an die Bürger, Ruhe zu bewahren: "Nach unseren Informationen handelt es sich um einen geschlossenen Personenkreis." Auf dem Hof wurden infizierte von nicht infizierten Mitarbeitern getrennt. Darüber hatten zuerst örtliche Medien berichtet.

+++ Ab sofort kostenlose Corona-Tests am Münchner Flughafen für Ankommende +++

Ankommende Fluggäste am Münchner Flughafen können sich dort ab sofort kostenlos auf den Corona-Erreger Sars-CoV2 testen lassen. Das teilte Gesundheitsministerin Melanie Huml am Samstag mit. "Wir müssen aufpassen, dass Reiserückkehrer keine neuen Infektionen mit nach Hause bringen", sagte die CSU-Politikerin. "Deshalb ist es sinnvoll, sich schon am Flughafen testen zu lassen." Mit der kostenlosen Testmöglichkeit setzt die Staatsregierung einen Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz von Bund und Ländern vom Freitag um.

Nicht beschlossen wurden Pflichttests, gegen die es rechtliche Bedenken gibt. Auch bisher gab es schon Corona-Tests am Münchner Flughafen, aber keine kostenlosen. Eine Corona-Testpflicht für Urlaubsrückkehrer an allen deutschen Flughäfen fordert unter anderem Ministerpräsident Markus Söder (CSU). Söder hatte am Freitag jedoch betont, dass es eine bundesweit einheitliche Regelung geben müsse. Die Bundesregierung lässt eine Testpflicht prüfen.

+++ Ungewöhnlich wenig Verkehr zum Ferienstart in Bayern +++

In Corona-Zeiten ist es zum Start der Sommerferien in Bayern auf den Autobahnen und Bundesstraßen im Freistaat ungewöhnlich ruhig geblieben. Wie fast alle Polizeipräsidien mitteilten, blieben die sonst zum Ferienbeginn üblichen Staus weitgehend aus. Ein Sprecher der Polizei Niederbayern sagte am Samstag, der Verkehr auf den Straßen sei "nicht ferientypisch", sondern vergleichbar mit einem normalen Samstag gewesen. Einzig im südlichen Oberbayern kam es auf den Autobahnen 8 Richtung Salzburg und 96 Richtung Lindau vereinzelt zu stockendem Verkehr.

Der ADAC hatte für das Wochenende zwar teilweise lebhaften Verkehr prophezeit, wegen der Corona-Krise aber nicht die in früheren Jahren üblichen stundenlangen Staus.

+++ Bayerischer Umweltminister plädiert für Urlaub "dahoam" +++

Nach dem Sommerferienstart in Bayern an diesem Wochenende hat der Bayerische Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) dazu aufgerufen, in die bayerischen Ferienregionen zu reisen.

"Urlaub daheim ist das klare Motto in Corona-Zeiten", so Glauber auf der Webseite des Bayerischen Umweltministeriums. "Natururlaub in der Fränkischen Schweiz zum Beispiel bietet wunderbare Landschaft und ist pure Erholung."

Urlaub daheim bedeute aber auch eine ganz besondere Verantwortung für die Natur. Zudem müssten die Maskenpflicht, die geforderten Mindestabstände sowie die weiteren aktuellen Regelungen aufgrund der Corona-Pandemie eingehalten werden.

+++ Corona-App funktioniert fehlerhaft +++

Die Corona-Warn App funktioniert auch einen Monat nach Start auf vielen Geräten nicht richtig. Nach Recherchen von tagesschau.de sind viele Iphone-Nutzer wochenlang nicht informiert worden, ob sie Kontakt zu Infizierten hatten. Bei Iphones wie bei Android-Geräten klappt die Hintergrundaktualisiserung nicht. Details lesen Sie hier

Das Bundesgesundheitsministerium bestätigte am Samstag die Probleme. Apple-Geräte wiesen "offenbar betriebssystembedingte Einschränkungen der Hintergrundaktualisierung" auf. Die Corona-Warn-App tausche zwar zuverlässig anonyme Codes aus, gleiche die Codes auch mit dem Server ab - aber nicht immer, wenn sie nur im Hintergrund laufe.

Die Entwickler suchten derzeit nach einem Weg, die Systemprobleme zumindest zu umgehen - bis Apple sie dauerhaft gelöst habe.

+++ Kein Bußgeld bei Bahnfahrt ohne Maske +++

Die Deutsche Bahn will bei Verstößen gegen die Maskenpflicht bei Bahnfahrten vorerst keine Bußgelder verhängen. Allerdings überwacht die Bundespolizei das Maskengebot: Wer keine trägt, kann am nächsten Bahnhof von den Beamten aus dem Zug geholt werden.

Die Deutsche Bahn dagegen setze zunächst auf "Einsicht und die Kommunikation unserer Zugbegleiter mit jenen Fahrgästen, die keine Maske tragen", so Bahnchef Richard Lutz gegenüber den Funke-Zeitungen. "Überzeugung und Appell an die Verantwortung stehen vor der Bestrafung."

Dass Fahrgäste von der Polizei aus dem Zug geholt worden wären, sei bisher selten nötig gewesen.

+++ Söder befürchtet Wirtschaftseinbruch in Bayern +++

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder erwartet in den nächsten Monaten eine deutliche Abschwächung der Konjunktur. "Ich befürchte, dass wir im Herbst in eine sehr schwierige Lage kommen", sagte der CSU-Chef dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Es würden "zurzeit keine Flugzeuge bestellt, weniger Autos verkauft - und große Maschinen finden kaum Absatz. Solange sich die desaströse Lage in den USA und Lateinamerika nicht verbessert, springt der internationale Markt nicht wie gewohnt an."

Deshalb müssten nach den Sommerferien neue Massnahmen zur Stützung der bayerischen Wirtschaft geprüft werden. Mit einer Verlängerung von Kurzarbeit und der Insolvenzordnung könne man Sicherheit geben. "Aber wir müssen rasch neue Strukturen anschieben, mit Investitionen in Forschung und in Spezialindustrien wie Luft- und Raumfahrt, Maschinenbau oder die Automobilzulieferer."

Den Klimaschutz müsse man dabei mitdenken: "Es könnte eine Idee sein, Autos mit schlechten CO2-Werten in klimafreundlichere Fahrzeuge zu recyceln."

+++ Münchner Kinderärzte warnen vor Test-Ansturm +++

Kinderärzte erwarten für den Frühherbst 2020 eine besonders hohe Nachfrage nach Corona-Tests, die von den Praxen dann nicht mehr zu bewältigen sei. Verunsicherte Eltern, Kitas und Schulen seien in diesem Jahr durch Schnupfnasen besonders leicht zu verunsichern.

"Wir befürchten, dass es ab dem Herbst zu einem Ansturm auf unsere kinder- und jugendärztlichen Praxen kommen wird", sagte der Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte Thomas Fischbach. Die Erkältungszeit sei für die Praxen aber meist ohnehin ein Stresstest.

"Wenn jetzt - oft ausgehend von den Kitas und Schulen selbst - zusätzlich noch Kinder geschickt werden, bei denen jede Schnupfnase als Hinweis auf Covid-19 gesehen wird, dann ein Test verlangt wird, dann werden wir dies nicht alleine bewältigen können."

Er fordert eine "großzügige Karenztagregelung", damit Eltern ihre Kinder bei kleinen Infekten auch ohne Attest mehrere Tage zu Hause behalten und so die Praxen entlasten können. Lesen Sie hier mehr dazu!

+++ Münchner Wirte planen Ersatz für Oktoberfest +++

Trotz Absage des Oktoberfests sollen die Münchner zur Wiesnzeit ihre Maß Bier und ihr Hendl bekommen - möglicherweise sogar mit Blasmusik. Anstelle des geplatzten Oktoberfest-Starts am 19. September wollen Gaststätten in der Innenstadt und Wirte eine Mini-Version starten.

Diese "Wirtshauswiesn" knüpfe an die Ursprünge der Wiesn vor gut 200 Jahren an, sagt der Sprecher der Münchner Innenstadtwirte, Gregor Lemke. "Als 1810 die erste Wiesn stattgefunden hat, gab es keine Zelte. Es gab nicht diese Verpflegungsmöglichkeiten auf der Theresienwiese. Die Menschen sind danach in die Stadt gezogen, in die Wirtshäuser. Da haben wir eine Analogie zur Wirtshauswiesn."

+++ Öffnung von Schankwirtschaften: Eilantrag abgewiesen +++

Der bayerische Verwaltungsgerichtshof hat einen gemeinsam mit einer Anwaltskanzlei und einem Regensburger Kneipenbetreiber vom Verein zum Erhalt der bayerischen Wirtshauskultur (VEBWK) eingereichten Eilantrag zur Öffnung von Schankwirtschaften in Bayern abgelehnt. "Wir hören nicht auf, für die Rechte unserer bayerischen Kneipen- und Barbetreiber zu kämpfen", sagte VEBWK-Geschäftsführerin Dr. Ursula Zimmermann laut einer Mitteilung vom Freitag. "Die Tatsache, dass der entscheidende Senat die Grundrechtseinschränkungen des Regensburger Schankwirtschaftsbetreibers anerkannt hat, ist für uns ein erster Erfolg und gibt Hoffnung für ein positives Urteil im kommenden Hauptsacheverfahren."

Schankwirtschaften weisen im Vergleich zur Speisegastronomie zwar ein höheres Infektionsrisiko auf, die Grundrechte des Regensburger Kneipeninhabers seien jedoch durchaus als eingeschränkt anzusehen, so die Richter. Laut dem Urteil des VHG Ansbach sind die "Erfolgsaussichten in der Hauptsache derzeit als offen anzusehen", betont die Anwaltskanzlei "Eroes und Kollegen". Dies wolle man jetzt nutzen und eine entsprechende Normenkontrollklage anstrengen. Der Kampf um die Öffnung der bayerischen Schankbetriebe geht somit in die nächste Runde. 



+++ Söder fordert Corona-Testpflicht an Flughäfen +++

CSU-Chef Markus Söder fordert eine Corona-Testpflicht für Urlaubsrückkehrer an allen deutschen Flughäfen. "Wir brauchen (auch) dringend auf Dauer verpflichtende Tests an den Flughäfen, insbesondere aus Risikogebieten. Da glaube ich reicht die Quarantäne alleine nicht aus. Da wäre ein Test direkt am Flughafen sinnvoll", sagte der bayerische Ministerpräsident am Freitag in Nürnberg. Söder betonte, dass es eine bundesweit einheitliche Regelung in der Frage geben müsse.

"Ich glaube, wir brauchen dafür jetzt rasche Grundlagen. Das Wichtigste ist aber, dass wir mal klären, ob es verpflichtend ist oder nicht", sagte Söder. Er sei der Meinung, dass der Schutz der Bevölkerung an oberster Stelle stehen solle. Mit Blick auf die in einigen Bundesländern bereits endenden Sommerferien sei es wichtig, "Tempo zu machen". Er hoffe nicht, dass es in einigen Fällen bereits zu spät sei, da hier die Menschen bereits aus den Urlaubsregionen zurückkehrten, es aber noch keine Tests gebe.

+++ Brenner wieder frei: Mit dem Zug nach Italien +++

Die Deutsche Bahn (DB) verstärkt ihren Betrieb wieder – gemeinsam mit den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) werden wieder alle Eurocity-Verbindungen vom Münchner Hauptbahnhof nach Italien angeboten. Damit rollt der Bahnverkehr "wieder wie vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie", wie die Bahn mitteilt.

Ab sofort fahren jeden Tag fünf Züge von München in Richtung Italien – gehalten wird unter anderem in Südtirol, Trentino und Verona. Einige Züge werden darüber hinaus bis nach Venedig, Bologna und Rimini verlängert.

Der Bahn zufolge könne man in weniger als fünfeinhalb Stunden in Verona sein – Fahrkarten gibt es ab knapp 38 Euro für Direktverbindungen nach Italien. Aufgrund behördlicher Anordnungen war der Übergang am Brenner für Reisezüge über Wochen gesperrt. Mit der Grenzöffnung konnten DB und ÖBB den Verkehr wieder aufnehmen.

+++ Flughafen München rechnet für 2020 mit Halbierung der Passagierzahl +++

Angesichts des massiven Einbruchs der Passagierzahlen in der Corona-Krise überprüft der Flughafen München seine Kapazitäten. Für das laufende Jahr werden weniger als die Hälfte der knapp 48 Millionen Passagiere aus dem Vorjahr erwartet, wie der Flughafen am Donnerstag mitteilte. Auch in den kommenden Jahren werde das Verkehrsaufkommen unter dem Vorkrisenniveau liegen, was für den Flughafen "massive Ertragsverluste in allen Geschäftsfeldern" bedeute.

Mit Blick auf die kommenden Jahre müssten die vorhandenen Kapazitäten überprüft und der Verkehrsentwicklung angepasst werden, erklärte der Flughafen. Im Detail könne darüber aber erst in den nächsten Monaten entschieden werden, da exakte Prognosen derzeit noch sehr schwierig seien.

+++ München bekommt Corona-Hilfspaket: Finanzhaushalt 2020 damit wohl gesichert +++

Die Bayerische Staatsregierung hat in einem gemeinsamen Gespräch mit den kommunalen Spitzenverbänden entschieden, die Kommunen spürbar zu entlasten und die Gewerbesteuerausfälle durch kräftige Finanzhilfen zu kompensieren. Das bedeutet auch für die Landeshauptstadt München eine wesentliche finanzielle Entlastung. Im Konjunktur- und Krisenbewältigungspaket der Bundesregierung war vorgesehen, dass Gewerbesteuerausfälle von Bund und Ländern zu gleichen Teilen kompensiert werden.

Wie das Bayerische Finanzministerium nun am Mittwoch bekanntgab, orientiert sich der Verteilungsschlüssel an den durchschnittlichen Gewerbesteuereinnahmen der Jahre 2017 bis 2019. Für die Stadt München ist das eine erhebliche Kompensationsleistung. Der genaue Verteilungsschlüssel war bisher noch unklar.

+++ Mehr als 50.000 Corona-Infektionen in Bayern +++

Die Corona-Infektionen haben in Bayern die Marke von 50.000 überschritten. Nach Angaben des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit haben sich bis Mittwoch, 23. Juli (Stand: 9 Uhr) 50.045 Menschen in Bayern mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. 46.400 gelten als genesen. Insgesamt starben in Bayern bisher 2.616 Personen mit oder an SARS-CoV-2.

+++ Corona-Tests für Rückkehrer aus Risikogebieten? +++

Wer aus sogenannten Risikogebieten im Ausland einreist, soll künftig unmittelbar nach der Rückkehr auf das Coronavirus getestet werden. Dazu sollen an deutschen Flughäfen Teststellen eingerichtet werden. Auf eine entsprechende Empfehlung verständigten sich die Gesundheitsminister von Bund und Ländern nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch bei einer Schaltkonferenz, ohne zunächst einen formalen Beschluss dazu zu fällen. Am Freitag sind weitere Beratungen geplant.  Die Tests sollen den Angaben zufolge verpflichtend sein. Bisher müssen Menschen, die aus stark vom Coronavirus betroffenen Staaten zurückkehren, in Deutschland zunächst 14 Tage in häusliche Quarantäne. Ob sie das tatsächlich immer tun, ist aber fraglich. Deshalb will die Politik hier nachjustieren.

Weltweit stuft das Robert Koch-Institut (RKI) derzeit den größten Teil der Staaten als Corona-Risikogebiet ein. Keine Quarantänepflicht gilt dagegen für Einreisende aus fast allen EU-Staaten und einigen anderen europäischen Ländern. Momentan sind viele Deutsche etwa in Spanien, Frankreich, Italien oder Griechenland im Urlaub - in Ländern also, die nicht als Risikogebiet eingestuft sind. Gleichwohl kann dort erhöhte Ansteckungsgefahr mit Sars-CoV-2 bestehen. An den bayerischen Flughäfen sollen sich deutsche Urlaubsrückkehrer in Kürze direkt akostenlos und freiwillig auf das Coronavirus testen lassen können. Das hatte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Sonntag im ZDF-Sommerinterview angekündigt.

+++ Neuer Corona-Hotspot in Oberfranken +++

Im oberfränkischen Landkreis Hof gibt es mit der Stadt Rehau (Landkreis Hof) einen neuen Corona-Hotspot. Nach mehr als einem Monat ohne eine Neu-Infektion sind in den vergangenen Tagen 15 Personen positiv auf das Coronavirus Sars-Cov-2 getestet worden, wie das Landratsamt Hof auf seiner Website am Dienstag mitteilte. "Jeder Rehauer kann sich freiwillig testen lassen".

Dazu stellt der Landkreis ein Testmobil auf dem Sportzentrum der 10.000-Einwohner-Stadt bereit, in dem von Mittwoch bis Freitag die Tests angeboten werden. Außerdem sollen in sensiblen Bereichen wie Seniorenheimen zeitnah Reihentestungen durchgeführt werden.

Von den 15 bisher positiv getesteten Personen gehören laut Landratsamt zwölf Personen einer Bevölkerungsgruppe an. Der Landkreis Hof werde deshalb die Einwohner Rehaus, die dieser Bevölkerungsgruppe angehören, aktiv anrufen und zum Testen auffordern. Um welche Bevölkerungsgruppe es sich dabei handelt, gab das Landratsamt nicht bekannt.

+++ Trotz Corona: Söder steht zu Münchner Konzertsaal +++

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat sich klar zum Bau des geplanten Münchner Konzerthauses bekannt - trotz der finanziellen Herausforderungen durch die Corona-Krise. "Ich glaube, dass Kunst und Kultur schon ein wesentlicher Bestandteil einer Gesellschaft ist", sagte Söder am Dienstagabend in einem Interview des Fernsehsenders "München TV".

Er sehe deshalb "keinen Anlass", das Projekt abzuschreiben. Das sei mehr als ein Konzertsaal, sondern habe einen breiteren Ansatz. Er habe sich aber noch einmal alle Planungen geben lassen, die baulichen, aber auch die inhaltliche Konzeption. Die werde man über den Sommer noch "nochmal überarbeiten und danach entscheiden, wie es weitergeht". Söder betonte aber: "Ich fände es einen schweren Rückschritt, wenn wir als München nichts für Kultur anbieten würden." Das sei nicht nur das Konzerthaus. "Aber es ist so ein bisschen der Leuchtturm dazu, den wir haben müssen."

+++ Zehntausende Tests in Bayern pro Tag +++

In Bayern werden derzeit täglich im Schnitt zwischen 20.000 und 23.500 Menschen auf das Coronavirus getestet. Trotz der erhöhten Zahl an Tests sei das Infektionsgeschehen im Freistaat erfreulicherweise stabil, sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) am Dienstag nach der Sitzung des Ministerrats in München. Mehr Tests bedeuteten natürlich auch, dass die Zahl der entdeckten Fälle steige. Um die Ausbreitung der Pandemie bewerten zu können, sei daher die Positivrate bei den Tests entscheidend, diese läge derzeit zwischen 0,4 und 0,6 Prozent. Ende Mai habe die Positivrate noch bei sechs Prozent gelegen. Bis zur Ausweitung der Teststrategie seien in Bayern zwischen 8.000 und 12.000 Tests durchgeführt worden.

Herrmann betonte zudem, dass es in den vergangenen Tagen keine neuen Todesfälle mehr in Bayern infolge des Virus gegeben habe, auch die Lage in den Seniorenheimen oder unter anderen gefährdeteren Personengruppen werde immer besser. Ungeachtet dessen bleibe das Virus weiter gefährlich und hoch ansteckend. Daher sei es weiter notwendig, dass die vorsichtige Strategie beibehalten werde. In Bayern gibt es zudem seit einigen Wochen die Möglichkeit, sich auch ohne Symptome kostenlos testen zu lassen.

+++ Kein Kita-Verbot mehr bei Schnupfen +++

Kinder mit Schnupfen und laufender Nase sollen nach den Sommerferien nicht mehr automatisch vom Kita-Besuch ausgeschlossen werden. Erzieher sollen rechtzeitig zum geplanten Start des Kita-Regelbetriebs am 1. September einen Leitfaden an die Hand bekommen, in welchem Fall die Kinder nach Hause geschickt werden sollten und wann sie bleiben dürfen. Das kündigte Sozialministerin Carolina Trautner (CSU) nach der Kabinettssitzung am Dienstag in München an. Man wolle hier "gutes Augenmaß bewahren", betonte die Ministerin - sonst wären die Kindergärten zum Start der Erkältungswelle im Herbst zur Hälfte leer. Eine noch schnellere Änderung der aktuell geltenden Leitlinien lehnte die Ministerin aber ab - im Moment seien die derzeitigen Regelungen "absolut vertretbar".

+++ EU-Staaten einigen sich auf historisches Corona-Paket +++

Im Kampf gegen die Corona-Wirtschaftskrise haben sich die EU-Staaten auf das größte Haushalts- und Finanzpaket ihrer Geschichte geeinigt.

Der Kompromiss wurde nach mehr als viertägigen Verhandlungen am frühen Dienstagmorgen bei einem Sondergipfel in Brüssel von den 27 Mitgliedsstaaten angenommen, wie Ratschef Charles Michel auf Twitter mitteilte. Zusammen umfasst das Paket 1,8 Billionen Euro – davon 1074 Milliarden Euro für den nächsten siebenjährigen Haushaltsrahmen und 750 Milliarden Euro für ein Konjunktur- und Investitionsprogramm gegen die Folgen der Pandemiekrise.

+++ Corona kostet Munich Re 700 Millionen Euro +++

Die weltweite Corona-Pandemie hat dem weltgrößten Rückversicherer Munich Re im zweiten Quartal Schäden von 700 Millionen Euro eingebracht. Der Großteil entfiel auf Großereignisse, wie das Unternehmen am Montag in einer ad-hoc-Meldung in München mitteilte. Der Quartalsgewinn fiel mit 600 Millionen Euro aber dennoch erheblich höher aus als von Analysten erwartet. Das lag laut Unternehmen daran, dass abgesehen von Corona weitere Großschäden weitgehend ausblieben und die zum Konzern gehörende Düsseldorfer Ergo-Versicherung gute Gewinne machte. Der Großteil der Corona-Schäden entfiel demnach auf die Versicherung von Großereignissen. Der Hintergrund: Für große Veranstaltungen haben die Organisatoren in der Regel Ausfallversicherungen abgeschlossen.

Die Unsicherheiten rund um die finanziellen Folgen der Coronavirus-Pandemie dürften bis Anfang 2021 nicht sinken, stellte das Management um Vorstandschef Joachim Wenning klar. Um die Unternehmenskasse zu schonen, ist das im Februar angekündigte Aktienrückkaufprogramm von bis zu einer Milliarde Euro nun endgültig auf Eis gelegt. Über ein mögliches neues Aktienrückkaufprogramm soll Anfang 2021 entschieden werden.

+++ Klage gegen Kneipen-Regeln +++

Mit einer Klage will der Verein zum Erhalt der bayerischen Wirtshauskultur (VEBWK) erreichen, dass auch Kneipen und Bars in Bayern wieder öffnen dürfen. Die Regeln der Staatsregierung diesbezüglich seien "willkürlich", so der Verband. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ Söder will Testcenter an Flughäfen +++

Deutsche Urlaubsrückkehrer sollen sich in Kürze direkt an den bayerischen Flughäfen kostenlos und freiwillig auf das Coronavirus testen lassen können. Das kündigte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Sonntag im ZDF-Sommerinterview an. "Wir jedenfalls überlegen uns jetzt und werden es auch machen, dass wir an unseren Flughäfen Testzentren einrichten, dass man, wenn man aus dem Urlaub zurückkommt, sich auch dort jederzeit testen lassen kann", sagte er.

Wann genau die Testzentren ihren Betrieb aufnehmen sollen, ließ Söder offen. Er deutete als sinnvolles Ziel aber den Beginn der bayerischen Sommerferien am kommenden Wochenende an. Grundsätzlich plädierte der CSU-Politiker für mehr Tests nach den Ferien. "Wir müssen uns sehr auf die Urlaubsrückkehrer einstellen, das gilt auch für den Schulbeginn."

+++ 49.693 Corona-Fälle in Bayern – 2614 Tote +++

In Bayern sind bisher 49.693 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Dies teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Samstag auf seiner Homepage mit (Stand: 9 Uhr). Gestorben sind bislang im Freistaat 2614 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Als genesen galten 46 050 Menschen.

+++ Kunden gehen in Corona-Krise seltener zur Bankfiliale +++

In der Corona-Krise suchen viele Bankkunden seltener Filialen auf als zuvor. Jeweils knapp ein Drittel der Senioren und der Erwerbsfähigen im Alter von 18 bis 59 Jahren geht seit der Pandemie seltener zur Bank. Mehr als die Hälfte derjenigen Erwerbsfähigen, die seltener zur Bankfiliale gehen, begründete dies mit einer nun häufigeren Nutzung des Online-Bankings, wie eine Umfrage des Marktforschungsunternehmens Ipsos im Auftrag des Bundesverbands deutscher Banken ergab. Bei den Senioren lag dieser Anteil bei nur gut einem Drittel. Zuvor hatte die "Funke Mediengruppe" über die Umfrage berichtet.

Bereits vor der Corona-Krise ist die Zahl der Filialbesuche über die Jahre insgesamt deutlich zurückgegangen, wie die Umfrage-Ergebnisse zeigen: Gingen im Jahr 2001 noch 40 Prozent der Kunden mindestens einmal pro Woche zur Bank, waren es 2014 noch 27 Prozent und 2020 sind es nur 14 Prozent. Die Pandemie habe diese Entwicklung weiter verstärkt, heißt es in der Präsentation der Ergebnisse.

+++ Ärztepräsident: "Es gibt keine Corona-freie Zone" +++ 

Wegen des Risikos einer zweiten Corona-Welle in Deutschland mahnt Ärztepräsident Klaus Reinhardt Urlauber zu besonderer Vorsicht: "Es gelten auch im Urlaub die Abstands- und Hygieneregeln. "Das ist wichtig, sehr wichtig", sagte Reinhardt der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Völlig unverständlich sei es, wie sich einige Urlauber vor einer Woche auf Mallorca verhalten hätten. "Party in der Pandemie - das ist schlicht unverantwortlich", sagte der Präsident der Bundesärztekammer. Auf der Urlaubsinsel hatten Menschen unter Missachtung der Vorsorgemaßnahmen gefeiert. Reinhardt stellte fest: "Es gibt keine Corona-freie Zone, auch nicht am Ballermann."

Ohne ein wirksames Unterbinden solcher Zusammenkünfte würden die Infektionszahlen wieder nach oben schnellen. "So viel sollten wir eigentlich aus der ersten Welle gelernt haben", sagte Reinhardt. Der Ärztepräsident mahnte: "Bis wir eine wirksame Impfung haben und die Pandemie tatsächlich besiegen können, müssen wir alle verantwortungsvoll handeln, und zwar auch und gerade zum Schutz all derer, die durch Covid-19 besonders gefährdet sind, die Älteren und die vielen Menschen mit Vorerkrankungen." Die Vorsichtsmaßnahmen einzuhalten, sei nicht zu viel verlangt. "Man muss jetzt auch nicht in der Disco abfeiern." Bewege man sich etwa mit Abstand am Strand oder treibe man Sport, sei dies für andere völlig ungefährlich.

+++ Bayerische Jugendherbergen machen Millionenverluste +++

Die Absage mehrtägiger Klassenfahrten in Bayern bis einschließlich Januar 2021 bringt die Jugendherbergen in finanzielle Nöte. Nach Berechnungen des Deutschen Jugendherbergswerk (DJH) in Bayern verlieren die Häuser dadurch rund sechs Millionen Euro Umsatz.

"Dieser Rückgang ist durch Einsparungen nicht zu kompensieren, ohne einen externen Geldzufluss sind wir ab Ende des Jahres wieder von einer Insolvenz bedroht", sagte DJH-Sprecher Marko Junghänel der Deutschen Presse-Agentur in München.

+++ Massentests: Streeck warnt vor "trügerischer Sicherheit" +++

Virologe Hendrik Streeck spricht sich im Ringen um den richtigen Umgang mit dem Sars-CoV-2-Virus für eine Art Pragmatismus aus - und der solle sich seiner Meinung nach vor allem auch bei den politischen Entscheidern zeigen. Zugleich warnt Streeck im Gespräch mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" vor falschen Erwartungen. "Es ist wichtig, auch Szenarien zu entwerfen für den Fall, dass es vielleicht keinen Impfstoff geben wird", sagte er.

Den Begriff "zweite Welle" hält er für "irreführend". Man müsse realisieren, "dass das Virus hier ist und nicht mehr weggehen wird, dass wir es gewissermaßen mit einer Dauerwelle zu tun haben". Streeck betont: "Unser Ziel kann es nicht sein, das Virus auszutreiben. Das wird nicht möglich sein." 

Die diskutierten Massentests vor Fußball-Spielen oder Konzerten hält der Virologe für eine Möglichkeit, die "zumindest einen Großteil" der Ansteckungen verhindern könnte. Zu viel Enthusiasmus sei nach Streecks Ansicht allerdings nicht angebracht: "Man kann sich im Testzentrum anstecken und zwei Tage später infektiös sein. Daher muss man auch Massentests ein wenig kritisch sehen, weil sie ein trügerisches Gefühl von absoluter Sicherheit vermitteln können."

+++ Das ist die Corona-Streichliste der Stadt München +++

In Corona-Zeiten wird das Geld der Stadt München  knapp, die neue Koalition kippt diverse Projekte. Überraschend ist nichts von dem, was die grün-rote Rathaus-Koalition am Freitag als große Streichliste vorgelegt hat.

Für viele Münchner, die stau- und lärmgeplagt leben, ist das Ergebnis dennoch niederschmetternd. Keinen der drei großen Tunnel wird es geben: Tegernseer Landstraße, Schleißheimer Straße, Landshuter Allee – alles gestrichen. So war es ja im Koalitionsvertrag schon angekündigt. Lesen Sie hier mehr dazu!

+++ Münchner Polizei hat Corona-Gästelisten genutzt +++

Die Polizei kann Daten von Corona-Gästelisten aus Restaurants für die eigenen Ermittlungen nutzen – und hat dies bereits getan. Auch das Münchner Präsidium griff in einigen Fällen auf die Kontaktdaten zurück. Lesen Sie hier mehr dazu!

+++ Lehrer fordern Regelungen für Corona-Schulbetrieb +++

Bayerns Lehrer dringen auf konkrete Regelungen für den Schulbetrieb im neuen Schuljahr und mehr Ehrlichkeit der Staatsregierung bei schulpolitischen Entscheidungen in Corona-Zeiten. Nach den Sommerferien sollten wegen der Pandemie höchstens 30 Schüler in eine Klasse gehen, forderte die Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Lehrerverbände (abl) am Donnerstag laut Mitteilung. Größere Klassen sollten im Freistaat vermieden werden, "um Teilungen für einen gegebenenfalls notwendigen Schichtbetrieb problemlos durchführen zu können".

Zu den weiteren Forderungen und Vorschlägen gehören unter anderem Notfallpläne für den Fall lokaler infektionsbedingter Einschränkungen, die Schulung eines Hygienebeauftragten an jeder Schule sowie die Sicherstellung einer vorrangigen Corona-Testung für die im Herbst bevorstehenden Grippe- und Erkältungswellen. Der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) forderte unterdessen mehr Offenheit in der Corona-Schulpolitik der Staatsregierung. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ Mallorca greift durch: Lokale müssen schließen! +++

Die Regionalregierung von Mallorca greift durch: Weil Touristen zuletzt immer wieder illegale Partys gefeiert haben, müssen nun sämtliche Lokale am "Ballermann" schließen! Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ Kontaktbeschränkungen in Bayern verlängert +++

Das bayerische Kabinett hat am Dienstag etliche neue Corona-Lockerungen bekannt gegeben. Doch in einem Punkt bleibt die Regierung weiterhin hart: Die Kontaktbeschränkungen im Freistaat. Diese wurden nämlich erneut verlängert und sind nun vorerst bis zum 2. August gültig. Im Gegensatz zu einigen anderen Bundesländern dürfen sich in Bayern nach wie vor maximal zehn Menschen im öffentlichen Raum treffen.

+++ München: 700 Klinik-Betten für Covid-19-Notfälle +++

Die Kliniken in München haben die Zahl der Intensivbetten mit Beatmungsgerät seit März verdoppeln können. Das geht aus der Antwort von Gesundheitsreferentin Stephanie Jacobs (parteilos) auf eine Anfrage des Arztes und CSU-Stadtrats Hans Theiss hervor.

Demnach gibt es in Münchner Kliniken aktuell 536 Intensivbetten mit Beatmungsmöglichkeit. Sie werden in einer Software "Interdisziplinärer Versorgungsnachweis" (IVENA) erfasst. Die Integrierte Leitstelle hat darauf Zugriff und findet so gebündelt alle Informationen, wo freie Intensivbetten für Covid-19-Patienten zur Verfügung stehen. Lesen Sie hier mehr dazu!

+++ Verwaltungsgericht bestätigt Verbot von Kneipen-Öffnungen +++

Bars und Kneipen in Bayern müssen auch nach zwei Gerichtsentscheidungen bis auf Weiteres geschlossen bleiben: Der Verwaltungsgerichtshof lehnte es am Dienstag in zwei Fällen ab, das Verbot der Öffnung von Schankwirtschaften einstweilen außer Vollzug zu setzen.

Die Richter begründeten dies in den Entscheidungen, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen, unter anderem damit, dass die Gefahr einer alkoholbedingten Nichteinhaltung von Hygienestandards in Schankwirtschaften erhöht sei. Gleichwohl verwiesen die Richter auch darauf, dass derart lange Betriebsschließungen immer einer besonderen Rechtfertigung im Hinblick auf ihre Verhältnismäßigkeit bedürften.

+++ Weitere Kultur-Lockerungen in Bayern +++

In Bayern werden die Corona-Auflagen für kulturelle Veranstaltungen und Kinos weiter gelockert und wieder mehr Personen zugelassen: Von diesem Mittwoch (15. Juli) an sind, wenn es zugewiesene und gekennzeichnete Sitzplätzen gibt, wieder bis zu 400 Personen im Freien und bis zu 200 Personen in geschlossenen Räumen zugelassen. Und ohne fest zugewiesene und gekennzeichnete Sitzplätze sind dann wieder bis zu 200 Personen im Freien beziehungsweise bis zu 100 Personen in geschlossenen Räumen erlaubt. Das hat das Kabinett am Dienstag auf seiner Sitzung auf Schloss Herrenchiemsee beschlossen.

+++ Hausärzteverband fordert Regeln für Urlaubsrückkehrer +++

Angesichts möglicher Corona-Hotspots in Urlaubsregionen fordert der Bayerische Hausärzteverband Regeln für den Umgang mit kranken Rückkehrern.

"Was wir auf jeden Fall brauchen, ist eine Strategie, was passiert mit Urlaubsheimkehrern", sagte der Landesvorsitzende Markus Beier dem Bayerischen Rundfunk (Bayern 2, "radioWelt am Morgen"). Die ausufernden Partys am Ballermann am vergangenen Wochenende seien ja gerade in aller Munde. "Sowas kann und wird natürlich Auswirkungen haben", sagte Beier. "Da braucht man Strategien, wer als erstes getestet wird, wie man mit solchen Urlaubsheimkehrern umgeht. Da ist noch viel Vorbereitungsarbeit nötig in den Strukturen, was nach dem Urlaub im Herbst passiert."

Lesen Sie dazu auch: Reisewarnungen - Wird das noch was mit dem Sommerurlaub?

+++ Corona-Ausbruch in Asylbewerberheim in Bad Tölz +++

In einer Unterkunft für Asylbewerber im oberbayerischen Bad Tölz sind 26 Menschen positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Alle Betroffenen zeigten keine Symptome, teilte das Landratsamt Bad Tölz-Wolfratshausen am Montag mit. Sie seien in eine Quarantäne-Unterkunft und Unterkünfte außerhalb des Landkreises verlegt worden. Zwei der Infizierten arbeiteten bei Betrieben im Landkreis. Dort wurden bereits Mitarbeiter auf das Virus getestet. Auch eine Berufsschule ist betroffen. Eine Lehrkraft steht bereits unter Quarantäne.

In einer Asylunterkunft in der Stadt Geretsried hatte es zuvor bereits mehrere Corona-Fälle gegeben, darunter waren auch vier Schulkinder. Bei einem zweiten Test der Bewohner fiel ein Ergebnis nach Angaben des Landratsamtes positiv aus. Die Unterkunft steht weitere zwei Wochen unter Quarantäne. Für zwei Grundschulklassen endet diese Ende der Woche.

+++ Keine neuen Corona-Fälle in Münchner Schlachtbetrieben +++

Am vergangenen Montag (6. Juli) haben in den beiden großen Münchner Schlachtbetrieben erneut Corona-Reihentestungen stattgefunden. Wie die Stadt am Freitag mitgeteilt hat, waren sämtliche Tests negativ.

Bei der Schweineschlachtung gab es 36 Tests, bei der Rinderschlachtung 117. Vier Personen bei der Schweineschlachtung müssen nachgetestet werden, bei der Rinderschlachtung sind es neun. Sie waren am Montag nicht anwesend.

Bei der vorherigen Reihentestung konnten zwei positive Corona-Fälle festgestellt werden – nun also kein einziger. "Das ist ein sehr erfreuliches Ergebnis und bestätigt die Landeshauptstadt München in ihrer Teststrategie und ihren Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie", erklärt Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD).

Die Stadt betont die gute Zusammenarbeit mit den beiden Schlachtbetrieben bei den durchgeführten Kontrollen. Zudem "seien die Wohnverhältnisse der Mitarbeiter*innen in München nicht mit den prekären Bedingungen eines großen Schlachtbetriebs in Nordrhein-Westfalen zu vergleichen".

+++ Impfbereitschaft in Bayern besonders niedrig +++

Die Bereitschaft, sich einer Corona-Schutzimpfung zu unterziehen, ist in Bayern besonders niedrig, wie die Süddeutsche Zeitung meldet: Nur 52 Prozent der Bayern würden sich impfen lassen. In Norddeutschland seien es mit 67 Prozent deutlich mehr Menschen. Bundesweit ist der Anteil der Befürworter einer Corona-Impfung in den vergangenen drei Monaten von 70 auf 61 Prozent zurückgegangen. Mehr zu den Gründen lesen Sie hier.

+++ Finanzielle Not durch Corona steigert häusliche Gewalt +++

Wissenschaftler der TU München haben herausgefunden, dass Frauen in Quarantäne und bei akuten finanziellen Sorgen während der Krise verstärkt häusliche Gewalt erfahren. Sie vermuten einen Zusammenhang zwischen einer Zunahme der wirtschaftlichen Unsicherheit in der Familie und der Gewaltbereitschaft gegen Frauen und Kinder.

Den Wissenschaftlern zufolge nutzten die wenigsten Frauen öffentliche Hilfsangebote oder erstatteten Anzeige, weshalb von einer hohen Dunkelziffer auszugehen sei. Nur knapp die Hälfte der betroffenen Frauen kannte die Telefonseelsorge (Telefon: 0800 1110111), und nur etwas über drei Prozent hatten dort angerufen. Das Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" (Telefon: 08000 116 016) kannte nur ein Drittel, und nicht einmal drei Prozent hatten sich dorthin gewandt.

Nahezu unbekannt (5,5 Prozent) unter Frauen mit Gewalterfahrung ist die Aktion "Codewort Maske 19", bei der Apotheken die Behörden verständigen, wenn eine Kundin dieses Codewort sagt. Nicht einmal zwei Prozent der Betroffenen hatten es benutzt.

Die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen befragten zwischen Ende April und Mitte Mai rund 3.800 Frauen zwischen 18 und 65 Jahren.

Seit dem Beginn der Corona-Krise sind in mehreren Bundesländern mehr Fälle von häuslicher Gewalt gemeldet worden. Verlässliche Zahlen für Gesamt-Deutschland will das Bundesfamilienministerium erst im November herausgeben.

+++ Probanten-Ansturm bei Impfstoff-Studie +++

Trotz neuer Erkenntnisse, die die Hoffung auf die langfristige Wirksamkeit eines Corona-Impfstoffes dämpfen (s.u.) melden sich ungewöhnlich viele Probanten für Impfstoff-Studien. Bei einer sogenannten Phase-1-Studie an Testzentren der Universitätskliniken von München, Tübingen, Hannover und im belgischen Gent werden derzeit insgesamt 168 Probanden mit einem neu entwickelten Impfstoff geimpft. Mitte Juni hatte die klinische Studie begonnen, um den Impfstoff des Tübinger Biopharma-Unternehmens Curevac auf seine Verträglichkeit zu testen. Seitdem haben rund 50 Menschen das Mittel erhalten. Insgesamt meldeten sich 4.000 Testpersonen. Verläuft die erste Phase erfolgreich, folgen Untersuchungen mit deutlich mehr Probanden.

+++ Münchner Arzt dämpft Hoffnung auf Impfstoff +++

Neue Forschungsergebnisse von genesenen Covid-19-Patienten aus dem Klinikum Schwabing dämpfen die Hoffnung auf eine dauerhafte Immunität gegen das Coronavirus. Dies würde bedeuten, dass auch ein Impfstoff möglicherweise keine langanhaltende Wirkung haben könnte. 

Bluttests der ersten Corona-Patienten in Deutschland, die Ende Januar in Schwabing behandelt wurden, zeigten ein deutliches Absinken der Anzahl von sogenannten neutralisierenden Antikörpern im Blut, berichtete Clemens Wendtner, Chefarzt der dortigen Klinik für Infektiologie. Es deute darauf hin, dass nach durchgemachter Krankheit eine Neuansteckung möglich sei.

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+++ Altmaier: "Zu früh für Abschaffung der Maskenpflicht" +++

In der Corona-Pandemie eine Maske zu tragen, finden viele lästig. Doch Vorsicht sei besser als Nachsicht, sagen Bundespolitiker und warnen vor einem vorschnellen Ende der Schutzmaßnahmen. Berlin (dpa) - Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat ein Ende der Maskenpflicht in der Corona-Pandemie in weite Ferne gerückt. "Solange wir im Durchschnitt täglich mehrere Hundert neue Infizierte haben, wird sie überall bleiben müssen, wo der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten wird", sagte der CDU-Politiker der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

"Ich bin weder Gesundheitspolitiker noch Virologe, aber für eine generelle Abschaffung der Maskenpflicht ist es eindeutig zu früh." Zwar müssten Mediziner und Politik neu nachdenken, "wenn wir bei den Infektionen dauerhaft zweistellig sind", es gebe aber "keinen Automatismus". Im Moment ist nicht absehbar, dass die Zahl der registrierten Neuinfektionen in Deutschland dauerhaft unter 100 pro Tag sinkt. Seit Anfang Juni schwanken die bundesweiten Zahlen abhängig vom Wochentag zwischen rund 150 und gut 500 - von einzelnen Ausreißern nach regionalen Ausbrüchen abgesehen. Das Robert-Koch-Institut meldete am Samstag 378 neue registrierte Corona-Infektionen innerhalb eines Tages.

+++ Hofreiter: Zu wenig Corona-Hilfen für finanziell Schwache +++

Grünen-Bundestagsfraktionschef Anton Hofreiter hat Lücken bei der Unterstützung finanziell schwacher Bevölkerungsgruppen in der Corona-Krisenpolitik der Bundesregierung beklagt. "Wir geben über 200 Milliarden Euro zusätzlich aus, und für Hartz-IV-Empfänger, für Grundsicherungsempfänger war noch nicht einmal ein temporärer Aufschlag drin. Das finde ich, ehrlich gesagt, wirklich beschämend von Seiten der Bundesregierung", sagte Hofreiter am Samstag beim ersten digitalen kleinen Parteitag der Bayern-Grünen.

Ebenso seien generell Kulturschaffende, Soloselbstständige und Familien mit Kindern bislang zu wenig unterstützt worden. Insgesamt sei Deutschland zwar bislang vergleichsweise gut durch die Corona-Krise gekommen, sagte Hofreiter. Dennoch habe die Krise bereits vorher bestehende Probleme deutlich aufgezeigt. Als Beispiel nannte er die teilweise schlechten Arbeitsbedingungen in der Fleischindustrie, die durch den Corona-Ausbruch im Fleischbetrieb Tönnies im Kreis Gütersloh in den Fokus der Aufmerksamkeit gerückt seien. 

+++ Landesamt: 49.175 Coronavirus-Fälle in Bayern +++

In Bayern sind bisher 49.175 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Dies teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Samstag auf seiner Website mit (Stand 9 Uhr). Gestorben sind bislang im Freistaat 2.609 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Als genesen galten 45.620 Menschen.

+++ Corona: Mehr Überstunden für städtische Mitarbeiter +++

Wegen der Corona-Krise haben die Kontrollbehörden in Bayerns Großstädten deutlich mehr Überstunden geleistet als üblich. Die Mehrarbeit entstand aber nicht nur bei der Kontrolle von Ausgangsbeschränkungen und Hygieneverordnungen, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab. Auch Bürgeranfragen, das Bearbeiten von Ausnahmegenehmigungen und die Arbeit in Krisenstäben beschäftigten die Mitarbeiter zusätzlich.

Besonders stark stieg die Zahl der Überstunden in Regensburg: Nach Angaben der Stadtverwaltung arbeiteten die Mitarbeiter dort von März bis Mai 1.537 Stunden länger als vertraglich vorgesehen - im Vorjahreszeitraum waren es 213 Stunden.

Die höchste absolute Zahl meldete das Münchner Referat für Gesundheit und Umwelt: Die Leitung geht dort von mehr als 16.000 Überstunden zwischen Mitte März und Ende April aus. In Nürnberg hatten die Mitarbeiter des Gesundheitsamts ebenfalls alle Hände voll zu tun: Von März bis Mai waren dort 15 statt üblicherweise fünf Vollzeitstellen zur Beantwortung von Bürgerfragen nötig, im Ordnungsamt stieg die Zahl der Überstunden den Angaben nach um 15 Prozent.

+++ Privatfeiern in Kneipen? Staatskanzlei dementiert Lockerung +++

Es schien ein erster Schritt zurück in die sogenannte Normalität von Bars und Tanzlokalen zu sein. Die Wirte von Schankwirtschaften und Diskotheken dürfen ihre Räume für private und kulturelle Veranstaltungen vermieten - darüber habe das Wirtschaftsministerium in München den Hotel- und Gaststättenverband informiert, hieß es von Dehoga-Seite.

Die Staatskanzlei erklärte dieses Schreiben am Abend aber für gegenstandslos, widersprach also Hoffnungen der Gastronomen, dass sich die Situation von Kneipen und Diskotheken in der Corona-Krise verbessern könne. Zunächst hatte der Verband am Freitag unter Berufung auf ein Schreiben des Wirtschaftsministeriums - dieses bezog sich wiederum auf das Gesundheitsministerium - berichtet, dass Schankwirtschaften und Diskotheken ihre Räume für private und kulturelle Veranstaltungen vermieten dürften. Ein Sprecher der Staatskanzlei erklärte am Abend allerdings, dass dieses Schreiben gegenstandslos sei. 

Der Gastronomieverband hatte die angebliche Lockerung begrüßt. "Auch wenn es noch keine generelle Öffnungsperspektive für Schankwirtschaften, Clubs und Diskotheken gibt, gibt es seit heute auf unser Bestreben hin zumindest einen Silberstreif am Horizont", sagte Landesgeschäftsführer Thomas Geppert.

+++ Landesamt: 49.097 Coronavirus-Fälle in Bayern +++

In Bayern sind bisher 49.097 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Dies teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Freitag auf seiner Website mit (Stand 14.45 Uhr). Gestorben sind bislang im Freistaat 2.608 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Als genesen galten 45.550 Menschen.

+++ Sorgt Corona für größere soziale Spaltung? +++

Kardinal Reinhard Marx warnt vor einer Verschärfung sozialer Spannungen in der Gesellschaft durch die Corona-Krise. "Die Ungleichheiten werden nicht kleiner werden, sie werden größer werden - sie waren vorher schon groß", sagte der Erzbischof von München und Freising laut Mitteilung vom Freitag am Vorabend bei einer Veranstaltung in München.

Ihm bereite Sorgen, dass Chancen zunehmend ungleich verteilt seien. "Im Bildungsbereich ist das ja offensichtlich", betonte der Erzbischof: "Die Unterschiede werden größer zwischen den Kindern, die zuhause Hilfe haben, und sei es nur, was die technischen Dinge angeht, und denen, bei denen das so nicht der Fall ist, durch die sozialen Verhältnisse oder die Bildungssituation."

"Ich bin froh, dass Populisten aktuell nicht so en vogue sind, weil jetzt Politiker gefragt sind, die die Probleme tatsächlich auch lösen", betonte Marx - warnte jedoch zugleich: "Aber nach der Krise, wenn die Ungleichheit sichtbar wird, wenn deutlich wird, dass manche ihren Job für immer verloren haben, ihre Zukunftsidee, dass ihre Lebenspläne endgültig hinüber sind - dann wird die Spannung vielleicht größer." Dies gelte auch weltweit: So werde Afrika "wahrscheinlich um Jahrzehnte zurückgeworfen, und dann steigt die Ungleichheit dramatisch an".

+++ Gesundheitsministerin Huml warnt vor Infektionsgefahr auf Reisen +++

Auch wenn viele Reisebeschränkungen gefallen sind: Reiselustige aus Bayern sollten die Corona-Infektionsgefahr im Urlaub nicht unterschätzen. "Genießen Sie Ihre freien Tage, aber bleiben Sie bitte vorsichtig - und vor allem gesund", sagte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) laut Mitteilung. Besonders bei Reisen in andere Länder seien vorab das dortige Infektionsgeschehen, spezielle Einreiseregeln und mögliche Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes genau zu verfolgen.

"Auch am Strand oder im Gebirge sollte ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu fremden Menschen eingehalten werden", riet Huml. Zur Sicherheit solle auch im Urlaub der Mund-Nasen-Schutz stets griffbereit sein.

Bei der Einreise nach Bayern aus einem Risikogebiet gelte weiterhin die Pflicht zu einer zweiwöchigen Quarantäne und zum Melden beim zuständigen Gesundheitsamt. Generell könnten sich verunsicherte Urlaubsrückkehrer auch ohne Symptome in Bayern kostenlos auf eine Infektion mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 testen lassen.

+++ Aiwanger will Weihnachtsmärkte im Advent öffnen lassen +++

Trotz Corona-Epidemie will Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger im Advent nach Möglichkeit die bayerischen Weihnachtsmärkte öffnen lassen. Das sagte der Freie Wähler-Chef am Donnerstag nach Angaben seines Ministeriums auf einer Protestkundgebung von Schaustellern und Marktkaufleuten in München. Aiwanger lobte zudem das Konzept der "dezentralen Volksfeste", wie es die Landeshauptstadt München und andere Kommunen verfolgen.

"Wir müssen dafür sorgen, dass Sie bald wieder Ihren Geschäften nachgehen können", sagte Aiwanger demnach. Laut Ministerium laufen bereits intensive Planungen, wie Märkte und Ersatzveranstaltungen wieder öffnen können: "Das wird etwas anders aussehen als gewohnt, ohne enge Bier- oder Weinzelte, und natürlich mit Abstand."

+++ Sportplätze an Münchner Schulen öffnen wieder +++

Ab sofort können Münchens Sportvereine auch auf den Freisportanlagen der Schulen wieder trainieren. Das Referat für Bildung und Sport hat ein Hygienekonzept erarbeitet, das das Sporteln auf den Freianlagen der Schulen in München auch in Corona-Zeiten ermöglicht. Die Herausforderung an diesen Anlagen ist, dass sie von Schulen und Vereinen im Wechsel genutzt werden und die Schutzvorschriften deshalb besonders strikt sind.

Auf den Anlagen gelten die aktuellen Grundsätze der bayernweiten Infektionsschutzmaßnahmeverordnung: Der Mindestabstand von 1,5 Metern soll eingehalten werden, abseits des Trainings gilt eine Maskenpflicht. Beim Sport darf es zu Körperkontakt kommen, es muss aber in festen Gruppen trainiert werden.

Jede Trainingseinheit auf den Schulanlagen dauert maximal 90 Minuten. Duschen, Umkleiden und auch Toiletten können nicht genutzt werden. Außerdem müssen alle Kontakte erfasst werden, um die Nachverfolgung im Falle einer Infektion zu ermöglichen. Die Sportvereine sind für die Einhaltung der jeweils gültigen Regeln, zum Beispiel auch für die Reinigung der Sportgeräte, verantwortlich.

+++ Söder: Mehr Besucher für Kunst und Kultur +++

Ministerpräsident Markus Söder hat vor die in der Corona-Krise zulässigen Besucherzahlen für Kunst- und Kulturveranstaltungen zu verdoppeln. "Wir werden nächste Woche vorschlagen, das für die Kultur nochmals zu verdoppeln, auf 200 innen und 400 außen; allerdings mit Vorgaben, weil wir das anders nicht machen können", erklärte er am Abend im BR-Fernsehen.

Erst in dieser Woche hatte das Kabinett die Begrenzungen für Besucherzahlen in dem Bereich auf 100 in Innenräumen und 200 in Außenbereichen erhöht. Die Entscheidung muss das bayerische Kabinett treffen, dessen nächste Sitzung findet am Dienstag auf der Insel Herrenchiemsee statt. Zu der Sitzung wird auch Kanzlerin Angela Merkel (CDU) erwartet.

+++ Nürnberg geht gegen feiernde Menschenmengen vor +++

Mit einem Sicherheitsdienst, Barrieren, einem Verkaufsverbot für Alkohol und mehr Beleuchtung will Nürnberg feiernde Menschenmengen in der Innenstadt verhindern. Trotz der Corona-Beschränkungen gab es an den vergangenen Wochenenden immer wieder ein dichtes Gedränge von Feierlustigen auf Plätzen, Straßen und am Wöhrder See. Ein Maßnahmenpaket solle die Bevölkerung nun vor Corona-Infektionen schützen, teilte die Stadt am Mittwoch mit. Dieses gelte zunächst für das kommende Wochenende.

Ein von Wirten organisierter Sicherheitsdienst soll am Köpfleinsberg dafür sorgen, dass unter anderem Abstandsregeln eingehalten werden. Am Tiergärtnertorplatz ist der Verkauf von Getränken zum Mitnehmen verboten. Zuvor hatte bereits Bamberg den Straßenverkauf von Alkohol am Wochenende in der Altstadt untersagt, um größere Menschenansammlungen während der Corona-Krise zu verhindern. Das Verbot gilt dort zunächst bis zum 24. Juli.

+++ Kein Treffer der Corona-App +++

Über 14 Millionen Mal wurde sie mittlerweile heruntergeladen: Die Corona-App der Bundesregierung erfreut sich durchaus großer Beliebtheit. In Köln schlug die App auch schon Alarm, ein Nutzer hat  durch die App eine Warnung aufs Handy bekommen. In München hingegen gab es nach AZ-Informationen noch keinen Treffer. Dennoch: Je mehr Menschen mitmachen und sich die App aufs Handy laden, desto besser.

+++ Bayerns Abiturienten trotzen Corona +++

Trotz aller Probleme infolge der Corona-Krise haben Bayerns Abiturienten heuer bessere Abiturergebnisse erreicht als im vergangenen Jahr. Die rund 35.000 Absolventen hätten einen Abiturschnitt von 2,25 erzielt, teilte das Kultusministerium am Dienstag in München mit. Zum Vergleich: 2019 lag der Notenschnitt bei 2,29, im Jahr davor bei 2,28.

"Ich freue mich sehr, dass die diesjährigen Abiturientinnen und Abiturienten so tolle Ergebnisse erzielt haben. Wir haben unseren Unterricht im Vorfeld der Prüfungen ausschließlich auf die Kernfächer konzentriert: Das hat sich bezahlt gemacht", sagte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler).

Auch der Anteil der Spitzenabsolventen mit einem Notendurchschnitt von 1,0 lag den Angaben zufolge mit 2,61 Prozent sogar deutlich höher als in den vergangenen Jahren (2019: 2,24 Prozent, 2018: 2,38 Prozent). Generell hätten mit 97,46 Prozent ähnlich viele Schüler die Prüfungen bestanden wie in früheren Jahrgängen (2019: 96,21 Prozent, 2018: 96,59 Prozent).

+++ Mit Gasmaske am Rednerpult: Eklat im Landtag +++

Wegen seines Auftritts mit einer martialisch aussehenden Gasmaske am Rednerpult im Landtag wurde der AfD-Abgeordnete Stefan Löw am Dienstag gerügt.

Landtags-Vizepräsident Alexander Hold (Freie Wähler) bewertete den Vorfall als ungebührliches Verhalten mit dem Ziel, den Landtag lächerlich zu machen. Nachdem Löw der Aufforderung, die Maske abzusetzen, nicht nachkam, entzog Hold ihm schließlich auch das Rederecht. Erst zurück auf seinem Sitzplatz im Plenarsaal zog Löw die Gasmaske schließlich ab. Er hatte jede Aufforderung des Präsidiums mit dem Satz "Es gibt doch eine Maskenpficht" pariert. Die AfD-Fraktion lehnt die seit Freitag im Landtag auch für Abgeordnete geltende Maskenpflicht ab.

+++ AfD scheitert mit Eilantrag gegen Maskenpflicht im Landtag +++

Die AfD-Fraktion ist am Verwaltungsgericht München mit ihrem Eilantrag gegen die Maskenpflicht im bayerischen Landtag gescheitert. Das Gericht erklärte sich in der Frage für nicht zuständig, da es sich um eine verfassungsrechtliche Streitfrage handelt, teilte ein Sprecher des Gerichts am Dienstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Gegen die Entscheidung kann innerhalb von zwei Wochen Beschwerde zum Bayerischen Verwaltungsgerichtshof eingelegt werden. (Aktenzeichen M 30 S 20 2940)

Konkret begründete das Gericht seine Entscheidung damit, dass die Beteiligten der Streitigkeit "von der Verfassung selbst unmittelbar eine besondere verfassungsrechtliche Stellung/Rolle eingeräumt wird". Dadurch sei das streitige Rechtsverhältnis maßgeblich vom Verfassungsrecht geprägt, weshalb Verwaltungsgerichte nicht zuständig seien. "Vielmehr wäre der Bayerische Verfassungsgerichtshof mit der Streitsache zu betrauen."

+++ Sport mit Körperkontakt ist wieder erlaubt +++

In Bayern dürfen von Mittwoch an wieder alle Männer, Frauen, Buben und Mädchen Fußball spielen und das volle Trainingsprogramm absolvieren. Das Kabinett beschloss am Dienstag, dass Sport mit Körperkontakt wieder erlaubt ist. Bislang durften nur Profis auf dem Platz mit Zweikämpfen trainieren. Amateure, Jugendliche und Kinder mussten sich auf kontaktlose Übungen beschränken.

Die Lockerung betrifft auch andere Teamsportarten wie Handball. Eine Voraussetzung für die Maßnahme in der Corona-Zeit aber ist, dass in den Trainingsgruppen möglichst nicht durchgewechselt wird und sie nicht zu groß sind, um eine Kontaktverfolgung im Falle einer Infektion möglich zu machen. Auch geht es bei den Maßnahmen nur um Training, Freundschaftsspiele bleiben verboten.

+++ Weitere Lockerungen in Bayern - Kneipen müssen weiter geschlossen bleiben +++

In Bayern sind von diesem Mittwoch (8. Juli) an wieder etwas größere private Veranstaltungen und Familienfeiern erlaubt. Bars und Kneipen müssen dagegen auch weiterhin geschlossen bleiben. Das teilte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) nach der Kabinettssitzung am Dienstag in München mit.

Private Veranstaltungen, Parteiversammlungen, Hochzeiten, Geburtstagsfeiern und ähnliches dürfen demnach nun mit doppelt so vielen Teilnehmern stattfinden wie bisher: also mit bis zu 100 Personen in geschlossenen Räumen und mit bis zu 200 Personen im Freien. Auch Schulabschlussfeiern können in dieser Größenordnung stattfinden.

Unter anderem dürfen nun wieder Freizeiteinrichtungen auch in Innenbereichen öffnen. Das gilt auch für Zoos und botanische Gärten. Wettkämpfe in kontaktfreien Sportarten können nun auch wieder in geschlossenen Räumen durchgeführt werden. Und: Auch das Training mit Körperkontakt ist zugelassen, wenn in festen Gruppen trainiert wird.

+++ Drei Corona-Fälle in Allgäuer Ferienanlage +++

In einer Allgäuer Ferienanlage ist bei drei Menschen das Coronavirus nachgewiesen worden. Etwa 120 Kontaktpersonen seien bislang getestet worden, teilte das Landratsamt Ravensburg am Montagabend mit. Die bisher ausgewerteten Ergebnisse seien negativ ausgefallen. Daher sei nicht mit einem weiteren Corona-Ausbruch zu rechnen. Ob es sich bei den Betroffenen um Gäste oder Mitarbeiter der Anlage mit Ferienwohnungen in Leutkirch handelt, war zunächst nicht bekannt. Da werde nicht unterschieden, sagte eine Sprecherin des Landratsamts.

Nach Angaben einer Sprecherin der Center-Parcs-Ferienanlage war das Unternehmen am 1. Juli vom Gesundheitsamt der Stadt Leutkirch über einen positiven Befund auf Covid-19 informiert worden. Daraufhin seien alle Personen, die möglicherweise im direkten Kontakt mit dem Infizierten standen, getestet und vorsorglich in Quarantäne geschickt worden. Bei diesen Tests sei bei zwei weiteren Menschen das Virus nachgewiesen worden. Die beiden wiesen den schriftlichen Angaben zufolge aber keine Symptome auf. Sie befinden sich in häuslicher Quarantäne, ebenso wie die anderen Kontaktpersonen, deren Tests negativ waren.

Weitere Details zu den Infektionsfällen gab es zunächst nicht. Die Ferienanlage umfasst etwa 1.000 Ferienwohnungen, dazu unter anderem einen Wellness- und einen Badebereich.

Die Sprecherin verwies auf einen Maßnahmenkatalog, was bei grippeähnlichen Symptomen eines Mitarbeiters oder Gasts zu tun sei. So seien Meldeketten verfolgt sowie Mitarbeiter- und Gästelisten für den betroffenen Zeitraum dem Gesundheitsamt übermittelt worden.

+++ Studie soll Ansteckungsgefahr bei Kindern klären +++

Eine flächendeckende Langzeitstudie in Bayern soll die Corona-Ansteckungsgefahr bei Kindern klären helfen. "Bei der Bewältigung der Corona-Pandemie setzen wir auf die Strategie der Umsicht und Vorsicht. Die Infektiosität von Kindern ist dabei eine der Schlüsselfragen", sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag bei der Vorstellung des Forschungsprojekts "COVID Kids Bavaria" in München. Sechs Universitätskinderkliniken begleiten bis voraussichtlich Januar 2021 die Öffnung von Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen im Freistaat wissenschaftlich.

Für den Betrieb von Krippen, Schulen und Kitas sei die Klärung der Frage, ob in diesen Einrichtungen die Gefahr einer unkontrollierten Ausbreitung des Coronavirus bestehe, von großer Bedeutung, hieß es. Außerdem soll die Studie Aufschluss über die Auswirkungen der Pandemie auf die allgemeine Kindergesundheit geben. "Ich erhoffe mir von dieser Studie ein weiteres, großes Puzzlestück im Covid-19-Bild", sagte Bayerns Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU).

Über die Corona-Ansteckungsgefahr bei Kindern und ihren Einfluss auf die Ausbreitung des Virus ist noch recht wenig bekannt. Laut einigen Analysen geben sie das Virus seltener an andere Menschen weiter als Erwachsene und gehören nicht zu den Hauptträgern der Ausbreitungswelle, andere Analysen weisen in eine gegenteilige Richtung. Mehr Informationen finden Sie hier.

+++ Söder: Abschaffung der Maskenpflicht wäre "ein Fehler" +++

Markus Söder lehnt ein Ende der Maskenpflicht strikt ab. Man werde die Maskenpflicht auf keinen Fall lockern oder abschaffen, sagte Söder am Montag vor einer Videokonferenz des CSU-Vorstands in München. Dies sei eines der ganz wenigen Instrumente, wenn es um den Schutz vor dem Coronavirus gehe. In dem Punkt sei man sich auch mit der CDU einig, darüber habe man sich am Morgen noch einmal abgestimmt. Die Maskenpflicht habe sich im Alltag auch bewährt, betonte Söder, die Abschaffung wäre ein Fehler.

+++ Bayerische Staatsregierung plant Studie zu Corona bei Kindern +++

Eine neue flächendeckende Langzeitstudie soll die Ansteckungsgefahr mit Covid-19 bei Kindern untersuchen - und vor allem die Frage wissenschaftlich beantworten, ob Krippen, Kindergärten und Schulen eine Gefahr für eine unkontrollierte Coronavirus-Ausbreitung darstellen.

Am Montag wollen der bayerische Ministerpräsident Markus Söder und Wissenschaftsminister Bernd Sibler (beide CSU) mit den Studienleitern der LMU München Details des Projektes in München vorstellen. An dem Projekt "Covid Kids Bavaria" sind alle sechs Universitätskinderkliniken im Freistaat beteiligt.

+++ Forderung von Seehofer: Kostenfreie Corona-Tests für alle +++

Anders als Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) befürwortet Innenminister Horst Seehofer bundesweit kostenfreie Corona-Tests für alle, wie sie in Bayern bereits geplant sind. "Markus Söder hat recht", sagte der CSU-Politiker der "Welt am Sonntag" mit Blick auf den bayerischen Ministerpräsidenten und CSU-Vorsitzenden. "Wir müssen bei der Bekämpfung einer potenziell lebensgefährlichen Infektion konsequent vorgehen. Bislang haben wir keine Klarheit über das tatsächliche Infektionsgeschehen im Land."

Bayern hatte als erstes und bisher einziges Bundesland kostenlose Corona-Tests für die gesamte Bevölkerung angekündigt. Es will in den Fällen zahlen, in denen die Kosten nicht von den Krankenkassen getragen werden, etwa weil es keinen begründeten Infektionsverdacht gibt und jemand auch nicht zu gefährdeten Gruppen wie Klinik- oder Schulpersonal gehört. Spahn ist gegen breit gestreute Massentests und favorisiert gezielte Tests. Er warnt vor falscher Sicherheit, weil Testergebnisse immer nur etwas über den Zeitpunkt des Abstrichs aussagen.

Seehofer sagte, bundesweit könne die Kosten solcher Teste "nur der Bund primär übernehmen". Er erklärte: "Die Krankenversicherungsbeiträge sollen ja nicht steigen, das haben wir im Konjunkturpaket beschlossen."

+++ Corona-Ausbruch bei Caterer: Schüler und Lieferanten infiziert +++

Nach dem Corona-Ausbruch bei einem Catering-Unternehmen im Landkreis Starnberg sind auch zwei Mitarbeiter eines Essenslieferanten und zwei Schulkinder positiv auf das Virus getestet worden. Die Lieferanten hätten Essen des Caterers in das Klinikum Großhadern gebracht, teilte das Landratsamt Starnberg am Samstag mit. Es sei äußerst unwahrscheinlich, dass das Coronavirus auf diesem Wege in das Krankenhaus gelangt sei, sagte eine Sprecherin. Das Essen sei kontaktlos geliefert worden. Trotzdem werde man das überprüfen.

Die Schulkinder gehören zu den positiv getesteten Bewohnern der Flüchtlingsgemeinschaftsunterkunft Herrsching, wie es hieß. Sie seien Anfang der Woche noch in der Schule gewesen. Für 22 Schüler und ihre zwei Lehrkräfte gelte daher ab sofort Quarantäne. Auch bei einem Kindergartenkind aus Herrsching wurde Corona nachgewiesen. Es war allerdings seit der Öffnung der Einrichtung nach dem Lockdown nicht mehr in der Kita.

Eine ganze Reihe der rund 120 Mitarbeiter des Caterers Apetito im oberbayerischen Gilching war in Flüchtlingseinrichtungen untergebracht. Fünf Gemeinschaftsunterkünfte wurden wegen positiver Testergebnisse der Bewohner unter Quarantäne gestellt.

Bei zwei Bewohnern der Flüchtlingsunterkunft in Weßling wurden nach Auskunft des Landratsamtes am späten Freitagabend Infektionen bestätigt. Damit gibt es in dieser Unterkunft vier Infizierte. Sie waren alle gemeinsam in einem Wohncontainer untergebracht und wurden nun isoliert.

Auch in anderen Gemeinschaftsunterkünften wurde umfassend getestet - die Ergebnisse lägen nun zum großen Teil vor, hieß es am Samstagabend aus dem Landratsamt. In den Unterkünften Herrsching-Breitbrunn und Seefeld seien alle Tests negativ ausgefallen. In der Gemeinschaftsunterkunft Herrsching wurden sechs Personen positiv getestet, darunter die drei Kinder.

Die Infektionen waren vor knapp zehn Tagen entdeckt worden, nachdem einer der Bewohner aus der Gemeinschaftsunterkunft Hechendorf wegen leichter Symptome zum Arzt gegangen war. Mittlerweile wurden rund 50 Menschen positiv auf das Virus getestet.

+++ Höhere Rabatte beim Kauf von Neuwagen +++

Die von der Krise hart getroffenen Autobauer versuchen, den Absatz an Neuwagen durch Rabatte zu stimulieren: So hätten bereits Nissan, Renault, Seat, VW und Opel angekündigt, die Mehrwertsteuer auf Verbrenner ganz auszusetzen. Der Auto-Experte Ferdinand Dudenhöffer erwartet zwar, dass diese Aktionen teils mit anderen Preisnachlässen verrechnet werden - dennoch dürfte für Kunden ein "Sahnehäubchen" drin sein.

Die erhöhten staatlichen Förderprämien für Elektroautos wirkten dagegen kaum belebend für den gesamtmarkt, kritisierte der Wirtschaftsexperte.

+++ Dehoga fordert Lockerungen für Schankwirtschaft +++

"Wir fordern Öffnungsperspektiven für alle - auch für die Schankwirtschaft", sagte Dehoga-Landesgeschäftsführer Thomas Geppert. "Auch Clubs und Diskotheken können unsere funktionierenden Hygienekonzepte einhalten." Es sei "nicht nachvollziehbar, warum man im privaten Umfeld mit einer unbegrenzt großen Anzahl an Personen feiern darf, in der Diskothek aber nicht", sagte er. Er forderte die Staatsregierung darum auf, Betreibern wenigstens das Ausrichten privater Feiern zu erlauben.

+++ AfD kündigt Klage gegen Maskenpflicht im Landtag an +++

Die AfD-Fraktion will gegen die Maskenpflicht im bayerischen Landtag, die seit Donnerstag auch für Abgeordnete gilt, klagen. Man werde beim Verwaltungsgericht Klage einreichen, sagte der parlamentarische Geschäftsführer Christoph Maier am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur in München. Die Maskenpflicht bedeute eine "massive Einschränkung" des freien Mandats. Abgeordneten dürften bei ihrer Tätigkeit im Landtag nicht derart beeinträchtigt werden.

Die Abgeordnetenrechtskommission des Landtags ist der gegenteiligen Meinung – sie hält die Maskenpflicht für Abgeordnete für zulässig.

+++ Söder deutet Lockerungen bei Veranstaltungen an +++

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) haben noch für den Juli weitere Corona-Lockerungen für Veranstaltungen und Kneipen in Aussicht gestellt. Wenn alles stabil bleibe, könne er sich vorstellen, die erlaubte Zahl von Besuchern bei Veranstaltungen zu erhöhen, sagte Söder am Donnerstag im Bayerischen Rundfunk. Und man könne auch über die Öffnung von Schankwirtschaften reden, unter bestimmten Voraussetzungen, "aber eben nicht überstürzt".

Aiwanger sagte der "Bild", alle bisherigen Öffnungen hätten sich bewährt und seien wirtschaftlich dringend nötig gewesen. "Jetzt fehlen noch die 5.000 Schankwirtschaften wie Kneipen und Bars. Es muss auch die Anzahl der Gäste bei Geburtstagen, Hochzeiten, Tagungen von derzeit 50 drinnen beziehungsweise 100 draußen erhöht werden." Gleiches gelte für die Besucherbegrenzung bei Kulturveranstaltungen. "Die Gespräche in der Koalition dazu laufen", betonte Aiwanger.

+++ Umfrage: Mehrheit der Deutschen für kostenlose Corona-Tests +++

Eine deutliche Mehrheit der Bundesbürger befürwortet kostenlose Corona-Tests für alle. In einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag der "Augsburger Allgemeinen" (Donnerstag) sprachen sich 60 Prozent dafür aus, dass jeder Bürger unabhängig von Symptomen und Risiko einen vom Staat bezahlten Corona-Test in Anspruch nehmen können sollte. 31 Prozent lehnten das ab.

Die bayerische Staatsregierung hatte in dieser Woche die kostenlosen Corona-Tests für die gesamte Bevölkerung beschlossen und damit eine Diskussion ausgelöst.

+++ Aigner ordnet Maskenpflicht auch für Abgeordnete an +++

Im bayerischen Landtag müssen von diesem Donnerstag an auch alle Abgeordneten verpflichtend einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) ordnete die Maskenpflicht am Mittwoch an. Abgeordnete, die sich nicht daran halten, müssen mit einem Zwangsgeld rechnen. Es sollen nach Mitteilung des Landtagsamts zunächst 150 Euro sein - das entspricht dem Bußgeld, das auch normalen Bürgern droht, wenn sie gegen die in vielen öffentlichen Bereichen geltende Maskenpflicht verstoßen. Wer sich mehrfach weigert, dem droht auch ein mehrfaches Zwangsgeld.

Seit Mitte Juni gilt für alle Mitarbeiter und Beschäftigte im Landtag eine Maskenpflicht, für die Abgeordneten hatte es Aigner zunächst bei einer dringenden Empfehlung, einem Maskengebot, belassen. Weil sich die Mehrzahl der AfD-Abgeordneten nicht daran hielt, machte Aigner nun von ihrem Hausrecht Gebrauch und ordnete auch für alle Parlamentarier eine Maskenpflicht an. Die AfD kündigte dem Vernehmen nach im Ältestenrat des Landtags an, rechtlich dagegen vorzugehen. Die Maskenpflicht gilt im Maximilianeum und in den Außengebäuden des Landtags, und zwar auf allen Gemeinschaftsflächen. Lediglich in den Sitzungssälen können die Masken unter Einhaltung der derzeitigen Abstandsregelungen - 1,50 Meter Abstand - am Platz abgelegt werden.

+++ Landkreis Starnberg: Fünf Asylunterkünfte unter Quarantäne +++ 

Das Corona-Geschehen rund um die Asylunterkunft in Hechendorf und die Cateringfirma in Gilching betrifft eine weitere Asylunterkunft. Ab dem heutigen Mittwoch ist auch die Asyl-Gemeinschaftsunterkunft in Weßling unter Quarantäne. Ein Bewohner der Einrichtung war bei dem Cateringunternehmen beschäftigt. Er war bereits am vergangenen Samstag sicherheitshalber in ein Ausweichquartier nach München verlegt worden. Sein Testergebnis liegt nun vor, es ist positiv. Offensichtlich hat er seinen Containerkollegen in der Unterkunft in Weßling angesteckt. Der Mann wurde umgehend in eine Isolier-Einrichtung nach Wackersberg verlegt. Bei den anderen Bewohnern gab es eine Reihentestung. 

Mit der Gemeinschaftsunterkunft Weßling stehen nun insgesamt fünf Asyl-Einrichtungen unter Quarantäne: Die Einrichtungen in Seefeld-Hechendorf, Seefeld, Pöcking, Herrsching (jeweils ein positives Testergebnis) und jetzt Weßling (zwei positive Testergebnisse). Nachdem mittlerweile 46 Mitarbeiter des Gilchinger Cateringunternehmens positive Covid-19-Befunde aufweisen, wird geklärt, woran es liegt, dass sich das Virus derart in dem Unternehmen ausbreiten konnte. Bislang sind insgesamt 34 Landkreisbewohner positiv getestet, darunter 24 Asylbewerber. Das entspricht einer 7-Tage-Inzidenz von 24, gerechnet auf 100.000 Einwohner.

+++ Millionenhilfen für Clubs in Bayern +++

Mit 30 Millionen Euro will der Freistaat Bayern Clubs, Theater, Kabarett- und Konzertbühnen sowie andere Spielstätten durch die Corona-Krise helfen. Bei vielen Betrieben gehe es um die Existenz, sagte Kunstminister Bernd Sibler (CSU) am Mittwoch in München. Weitere 10 Millionen Euro sind für Blaskapellen und andere gemeinnützige Laienmusikvereine gedacht, die einem der 22 Dachverbände der Laienmusik in Bayern angehören.

Die Programme sind Teil des 210 Millionen Euro schweren Kultur-Rettungsschirms in Bayern. Kleine und mittlere Spielstätten können jeweils bis zu 300 000 Euro beantragen, wenn sie für das zweite Halbjahr plausibel in Geldnöten sind. Laut Sibler werden Ausgaben wie die Miete, Kredite, Personalkosten und auch ein fiktiver Lohn für die Betreiber berücksichtigt.

+++ Isar-Partys in München: Söder droht mit Konsequenzen +++

Die vielen großen Partys in München mit Tausenden Feiernden an der Isar oder Hunderten am Gärtner- oder Wedekindplatz erreichen nun auch die Bayerische Staatsregierung.

Nach einer Kabinettssitzung hat sich Ministerpräsident Markus Söder (CSU) dazu geäußert. "Wir werden das jetzt weiter genau beobachten. Aber uns macht das auch etwas Sorge", sagte Söder auf der Pressekonferenz nach der Sitzung.

Sollte sich die Lage verschlimmern und die Infektionszahlen wieder deutlich ansteigen, wird es laut Söder Konsequenzen geben. "Im Moment sind die Zahlen weitgehend stabil in dieser Hinsicht. Sollten sich da aber wieder dramatisch Veränderungen ergeben, müsste man überlegen, wie man reagiert. Auf jeden Fall würden wir nicht endlos zuschauen können und dürfen, weil gerade in den Städten ist die Gefahr am allergrößten."

+++ Arbeitslosigkeit steigt wegen Corona-Krise +++

Die Zahl der Arbeitslosen in Bayern ist wegen der Corona-Krise erneut gestiegen.

Im Juni waren im Freistaat rund 293.800 Menschen ohne Job gemeldet und damit 1,1 Prozent mehr als im Mai, wie die Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit am Mittwoch in Nürnberg mitteilte. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sei das ein Anstieg von 48,8 Prozent. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie hätten - verbunden mit den strukturellen Entwicklungen, die vor der Krise eingesetzt hätten - den bayerischen Arbeitsmarkt weiter im Griff, sagte der Chef der Regionaldirektion, Ralf Holtzwart.

Die Arbeitslosenquote erhöhte sich im Juni um 0,1 Prozentpunkte auf 3,9 Prozent.

+++ Weitere Corona-Lockerungen ab Mittwoch +++

Ab dem heutigen Mittwoch (1. Juli 2020) dürfen alle Kinder in Bayern wieder zurück in die Kindertagesstätten oder die Krippen. Pünktlich zum Beginn des eingeschränkten Regelbetriebs starten auch die freiwilligen Reihentests für alle Erzieher. "Unsere Fach- und Ergänzungskräfte leisten seit Monaten Herausragendes. Auch wenn das Ansteckungsrisiko derzeit aufgrund der geringen Fallzahlen in Bayern sehr gering ist, verstehe ich die Sorge der pädagogischen Beschäftigten in den Einrichtungen", sagte Sozialministerin Carolina Trautner (CSU) in München.

Die Kosten für die Tests übernimmt der Freistaat. Geplant seien zwei Durchläufe: Der erste Reihentest erfolgt nach Angaben des Ministeriums im Juli oder August und der zweite mit dem geplanten Regelbetrieb ab 1. September. Dann würden viele Eltern, Kinder und Beschäftigte aus dem Urlaub zurückkehren und neue Kinder werden in den Einrichtungen aufgenommen.


Hinweis der Redaktion: Zum Zwecke der Übersichtlichkeit und besserer Ladezeiten unseres Newsblogs haben wir alte Beiträge ab dieser Stelle gelöscht. Der erste Eintrag stammt vom 1. Juli.

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