COVID-19 in München und Bayern Coronavirus-News: Nach Test-Panne - auch Probleme am Flughafen

, aktualisiert am 14.08.2020 - 22:04 Uhr
Aufgrund von Problemen bei der digitalen Erfassung mussten Reisende am Flughafen teils mehrere Tage auf ihr Testergebnis warten. Foto: Peter Kneffel/dpa

Das Coronavirus breitet sich in Bayern und Deutschland derzeit langsamer aus. Alle Neuigkeiten, Maßnahmen und Hinweise zum Erreger Sars-CoV-2 lesen Sie im AZ-Newsblog.

 

Der Erreger Sars-CoV-2, der die Krankheit Covid-19 auslösen kann, hat in München, Bayern und Deutschland wochenlang für drastische Maßnahmen gesorgt, nun treten immer mehr Lockerungen in Kraft. In unserem Newsblog halten wir Sie über die aktuellen Entwicklungen in München und Bayern auf dem Laufenden.

  • In Bayern gelten derzeit Kontaktbeschränkungen.
  • Zwei Hausstände dürfen sich treffen und/oder maximal zehn Personen.
  • Seit dem 27. April gilt eine Maskenpflicht in Bayern im ÖPNV und Geschäften.
  • Seit dem 11. Mai dürfen sämtliche Geschäfte wieder öffnen.
  • Gastronomie darf ebenfalls unter Auflagen wieder geöffnet sein. Für Restaurants und Biergärten gelten diese Regeln.
  • Die Schulen wurden seit 27. April bzw. 11. Mai schrittweise geöffnet.
  • Kitas dürfen seit dem 11. Mai wieder öffnen.
  • Museen und Freizeiteinrichtungen dürfen seit dem 11. Mai wieder öffnen. Seit dem 15. Juni dürfen Theater, Konzertsäle und Kinos öffnen.
  • Großveranstaltungen sind bis zum 31. Oktober untersagt.

+++ 50 neue Corona-Fälle in München +++

Hinweis der Redaktion: Die Stadt München hat am Samstag, 6. Juni, darauf hingewiesen, dass wegen eines Updates der Meldesoftware der Gesundheitsbehörden eine Bereinigung der bislang erfassten Daten durchgeführt wurde. Der Knick bei der Gesamtzahl der gemeldeten Infektionen in der obenstehenden Grafik markiert den Zeitpunkt der Datenbereinigung. Auch am 13. Juni mussten die Zahlen bereinigt werden – diesmal um sechs Fälle. Am 29. Juni teilte die Stadt mit, dass der Berechnungszeitraum auf einen tageweisen 24-Stunden-Rhythmus umgestellt wurde.

Am Mittwoch sind in München 50 neue Corona-Fälle gemeldet worden (Stand: 13.8., 23.59 Uhr) - und damit fünf mehr als am Tag davor. Damit sind in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 7.589 Infektionen bestätigt. In dieser Zahl enthalten sind 6.991 Personen, die bereits genesen sind, sowie 223 Todesfälle. 375 Menschen sind in München aktuell noch an Covid-19 erkrankt. Die Reproduktionszahl R für München liegt derzeit bei 1,89 (Stand 13.8.). Das bedeutet, dass statistisch gesehen 100 Infizierte 189 Menschen neu anstecken. Hier finden Sie weitere detaillierte Corona-Fallzahlen für München und Bayern

 


+++ Nach Test-Panne: Probleme auch am Flughafen +++

Noch immer ist unklar, wie viele Personen von der Test-Panne in Bayern betroffen sind. Ursprünglich wollte das Gesundheitsministerium am Freitagabend über die aktuellen Zahlen informieren, verschob die Mitteilung aber kurzfristig auf Samstag.

Unterdessen werden weitere Probleme bekannt. Auch Reisende am Flughafen mussten offenbar teils deutlich länger als die eigentlich geplanten 48 Stunden auf ihr Testergebnis warten. Dies bestätigt das für die Tests am Airport zuständige Unternehmen Ecolog gegenüber dem "BR". Die Probleme seien demnach auf die digitale Erfassung der getesteten Personen zurückzuführen gewesen und sind mittlerweile behoben, die noch fehlenden Testergebnisse sollen demnach bis spätestens Sonntagabend vorliegen.

+++ Bundesregierung begrüßt schnelle Aufarbeitung der Test-Panne +++

Nach den massiven Verzögerungen bei der Übermittlung von Corona-Testergebnissen an bayerischen Autobahnen hat die Bundesregierung die Aufarbeitung der Probleme begrüßt. Es sei eine schwere Panne passiert, die sehr ernsthaft und bedauerlich sei, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitag in Berlin. Daher sei es wichtig, die Information der Betroffenen schnellstmöglich nachzuholen und Fehler zu analysieren, um solche Pannen künftig zu vermeiden.

Das Gesundheitsministerium und die Behörden in Bayern trugen am Freitag weiter die genauen Zahlen und Details zusammen. Die Information der betroffenen Menschen lief auf Hochtouren. Anders als angekündigt will das Gesundheitsministerium aktuelle Zahlen aber nun doch erst an diesem Samstag veröffentlichen - geplant war eigentlich am Freitagnachmittag. "Bis dahin werden weitere Daten abgearbeitet", sagte ein Ministeriumssprecher am Abend auf Anfrage.

+++ Noch mehr Tests auf der Theresienwiese möglich +++

Die Test-Kapazität auf der Theresienwiese wird noch einmal erhöht: Ab Montag sollen pro Tag 1.000 Tests möglich sein. Auch die Zeiten werden wochentags auf 8 Uhr bis 20 Uhr ausgeweitet. 

Erst am Freitag war die Zahl der möglichen Tests von 200 auf 600 pro Tag erhöht worden. Eine Testung auf der Theresienwiese ist nur nach vorheriger Anmeldung möglich. Hier finden Sie alle Informationen zu Corona-Tests in München.

+++ Hausärzte warnen vor Grippe-Welle während Corona +++

Der Vorsitzende des Bayerischen Hausärzteverbands, Markus Beier, fürchtet das Zusammenkommen von Corona-Pandemie und Grippewelle. "Wir müssen alles tun, damit wir zu Covid-19 nicht auch noch eine große Grippewelle bekommen", sagte Beier der "Augsburger Allgemeinen".

Laut einer neuen Studie will sich in Pandemie-Zeiten jeder zweite Deutsche gegen Grippe impfen lassen. Wie eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag der "Augsburger Allgemeinen" ergab, planen 51,5 Prozent der Deutschen, sich in diesem Jahr gegen die Grippe impfen zu lassen. 41,3 Prozent der Befragten lehnen eine Influenza-Impfung hingegen ab. 

+++ Gesundheitsministerin Huml wird für Pannen bei Corona-Tests verantwortlich gemacht +++

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) hätte angesichts der Panne um Corona-Tests an der Grenze zu Bayern nach Ansicht der Politologin Ursula Münch ihren Posten abgeben müssen. "Meines Erachtens hätte Söder sehr viel Anlass gehabt, dass Rücktrittsangebot der Ministerin entgegenzunehmen, weil da im Ressort wirklich vieles schief gelaufen ist und dafür ist eine Ressortchefin verantwortlich", sagte die Direktorin der Akademie für Politische Bildung im oberbayerischen Tutzing dem Bayerischen Rundfunk.

Die Politologin sieht mehrere Gründe, weswegen Ministerpräsident Markus Söder (CSU) dennoch an Huml festhält. So nehme die Ministerin innerhalb der CSU eine wichtige Rolle als stellvertretende Parteivorsitzende ein. Zudem wäre es problematisch, mitten in der Corona-Krise das Ministeramt neu besetzen zu müssen. Söder hoffe nun, dass der mahnende Blick genüge. "Aber da kann man durchaus Zweifel haben."

+++ Polizei holt im Auftrag des Gesundheitsministeriums Corona-Unterlagen ab +++

Nach der peinlichen Panne mit den Corona-Tests von Reiserückkehrern hat die Polizei, im Auftrag des Gesundheitsministeriums, Unterlagen aus dem Passauer Gesundheitsamt nach München geholt. Das berichtet der BR. Diese Corona-Unterlagen stehen in Zusammenhang mit den Corona-Tests an der Autobahnraststätte Donautal.

In der Landeshauptstadt werden die Dokumente eingescannt und dann digital dem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) zur Verfügung gestellt. Es handle sich um Datenblätter und Laufzettel, mit denen vorliegende Testergebnisse abgeglichen werden sollten. So könne man genommene Proben an der A3 noch Personen zuordnen und diese über deren Ergebnis informieren, teilte das Ministerium mit. Laut "Passauer Neue Presse" soll es sich um 25.000 Unterlagen handeln.

+++ Bericht: Fast 1.400 positive Ergebnisse an Corona-Teststationen in Bayern +++

Von 107.376 Corona-Tests an bayerischen Teststationen für Reiserückkehrer sind laut Bayerischem Rundfunk (BR) 1389 positiv. Das habe das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) mitgeteilt, berichtete der BR am Donnerstagabend. Datenstand sei der gestrige Mittwoch.

Demnach haben sich an Autobahnraststätten an der A3, der A8 und der A93 insgesamt 72 104 Menschen auf Corona testen lassen. 1188 Ergebnisse seien positiv gewesen, rund 1,6 Prozent. An den Hauptbahnhöfen in München und Nürnberg seien 44 Menschen positiv getestet worden; von mehr als 6.250 seien dort Abstriche genommen worden.

+++ Auch Claudia Roth von Test-Panne betroffen +++

Von der Übermittlungs-Panne bei den Corona-Tests in Bayern ist nach eigenen Angaben auch Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth betroffen. Sie warte noch heute auf die Ergebnisse ihres Tests vom 2. August, sagte die Grünen-Politikerin der "Augsburger Allgemeinen" (Freitag). Am Münchner Flughafen sei sie auf das Coronavirus getestet worden. Nachfragen seien ins Leere gelaufen, die Corona-Hotline sei nie erreichbar gewesen. "Mittlerweile bin ich bei einem Arzt in Augsburg gewesen - innerhalb von 23 Stunden hatte ich mein negatives Testergebnis."

+++ Nach Test-Panne: Etwa 900 Corona-Infizierte haben Ergebnisse +++

Nach der Test-Panne an bayerischen Autobahnen hat das bayerische Gesundheitsministerium die Zahl der positiv Getesteten nach oben korrigiert. Von etwa 1.000 positiven Tests seien 908 informiert worden, sagte Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Donnerstag in München. Es müsse aber noch abgeglichen werden, ob unter den ausstehenden Tests auch Dubletten seien.

Nach dem Debakel an bayerischen Autobahnen hat Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) zweimal ihren Rücktritt angeboten. Das sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Donnerstag in München, fügte aber hinzu: "Ich habe weiter Vertrauen zu ihr." Huml wolle die "Scharte auswetzen". Söder gestand die Panne ein und bedauerte den Fehler. "Wir können uns dafür auch nur entschuldigen letztlich", sagte er. "Das tut der gesamten Staatsregierung leid, dass diese Fehler passiert sind."

+++ München: Testkapazitäten werden ab Freitag verdreifacht +++

Nachdem am Mittwoch die Panne bei den Corona-Tests für Reiserückkehrer in Bayern bekannt wurde, dass 44.000 Personen, darunter 900 Positive, ihre Testergebnisse bisher nicht erhalten haben, reagiert das Münchner Gesundheitsamt. "Damit wir den Münchnerinnen und Münchnern schnellstmöglich und unbürokratisch Sicherheit geben können, bieten wir allen Reiserückkehrerinnen und Reiserückkehrern mit Wohnsitz in München, die ihr Testergebnis bisher nicht erhalten haben, zusätzlich an, sich auf unserer Teststation auf der Theresienwiese erneut kostenlos testen zu lassen", sagte Gesundheitsreferentin Stephanie Jacobs am Donnerstag.

Dafür werden die Testkapazitäten ab Freitag verdreifacht, man werde "600 Tests pro Tag anbieten" und diese Zahl "im Laufe der nächsten Woche nochmals deutlich erhöhen, sollte die hohe Nachfrage fortbestehen", so Jacobs. Es sei in dieser Krisenzeit unabdingbar, dass die Menschen Vertrauen in die Strukturen haben. Jacobs dankte allen Beteiligten dafür, dass die Testkapazitäten auf der Theresienwiese in kürzester Zeit nochmals deutlich ausgeweitet werden können.

+++ Nach Test-Debakel: Corona-Hotline beim Landesamt unbesetzt +++

Nach dem Debakel um verzögerte Corona-Testergebnisse ist das Bürger-Telefon des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) nicht erreichbar. Die Corona-Hotline sei "aus organisatorischen Gründen" nicht besetzt und sei erst wieder am Freitag von 8 bis 18 Uhr erreichbar, hieß es am Donnerstagvormittag in einer automatischen Ansage. Das Landesamt ist die erste Stelle in Bayern für Corona-Tests und alle damit zusammenhängenden Fragen.

LGL-Präsident Andreas Zapf und Bayerns Gesundheitsministerium Melanie Huml hatten am Vortag bekanntgegeben, dass 44.000 Reiserückkehrer nach Tests in Bayern noch kein Ergebnis bekommen hätten, darunter 900 nachweislich Infizierte. Letztere sollten bis Donnerstagmittag ihr Ergebnis bekommen. Die Mitarbeiter beim LGL würden die Nacht über arbeiten, um die Testergebnisse zu übermitteln. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder gerät in der Angelegenheit zunehmend unter Druck.

+++ Bayernweite Kontrollaktion der Polizei zur Maskenpflicht im ÖPNV +++

Die Bayerische Polizei hat für den heutigen Donnerstag (13. August) verstärkte Kontrollen zur Einhaltung der Maskenpflicht in Bussen und Bahnen angekündigt. Grund seien die erneut angestiegenen Corona-Fallzahlen, heißt es in einer Pressemitteilung der Polizei vom Mittwoch.

Durch die bayernweite Aktion soll die Bevölkerung unter anderem für die Tragepflicht von Mund-Nase-Bedeckungen im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) sensibilisiert werden. Die Beamten patrouillieren von 7 Uhr bis 22 Uhr in Zügen, Straßenbahnen, Bussen und U-Bahnen. Die Kontrollen erfolgen in Abstimmung mit der Bundespolizei und den Verkehrsverbünden und -betreibern. Lesen Sie hier mehr dazu!

+++ Spahn: Testpanne in Bayern muss schnell behoben werden +++

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat sich relativ zurückhaltend über die Panne bei der Übermittlung von Corona-Testergebnissen in Bayern geäußert. "Ministerpräsident Markus Söder hat ja selbst gesagt, das sei sehr ärgerlich. Das ist ohne Zweifel so. Gleichzeitig ist es so, dass in außergewöhnlichen Zeiten auch Fehler passieren", sagte der CDU-Politiker am Donnerstag im ZDF-"Morgenmagazin". "Entscheidend ist, dass sie transparent gemacht werden und sie dann schnell behoben werden. Und das macht die bayerische Staatsregierung."

Am Mittwochnachmittag hatte Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) in München bekanntgegeben, dass 44.000 Reiserückkehrer nach Tests in Bayern noch kein Ergebnis bekommen hätten, darunter 900 nachweislich Infizierte. Letztere sollten bis Donnerstagmittag Informationen über ihren Befund bekommen.

Grund für die Verzögerungen seien vor allem Probleme bei der händischen Übertragung von Daten und eine unerwartet hohe Nutzung des Angebots, erklärte Andreas Zapf, Präsident des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit. Das Bayerische Rote Kreuz (BRK) krtiisierte die Behörden. Die bayerischen Hilfsorganisationen seien vom Freistaat beauftragt worden, innerhalb eines Tages fünf Teststationen zu errichten. Dabei hätten sie sich an den Vorgaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) und der Gesundheitsämter orientiert. "Da das LGL sich nicht in der Lage gesehen hat, in dieser kurzen Zeit eine entsprechende Software zur Verfügung zu stellen, mussten die Reisenden händisch mit Formularen erfasst werden", hieß es in einer Mitteilung.

+++ Mariä Himmelfahrt: Prozession mit Mundschutz +++

Die Katholiken vor allem im Süden Bayerns begehen an diesem Samstag den traditionsreichen Feiertag Mariä Himmelfahrt. Wegen der Corona-Krise ist in diesem Jahr dabei allerdings einiges anders: So sind im schwäbischen Wallfahrtsort Maria Vesperbild, wo normalerweise Tausende an einer Lichterprozession teilnehmen, nur 500 Teilnehmer erlaubt. "Durch Bodenmarkierungen werden die Abstände klar geregelt", teilt der Wallfahrtsort auf seiner Homepage mit. "Während der Prozession muss Mundschutz getragen werden."

Verzichten wollte der Ort auf die Veranstaltung mit dem Passauer Bischof Stefan Oster aber nicht: "Die "schwäbische Hauptstadt Mariens" möchte gerade in Zeiten der Corona-Pandemie den Menschen durch Gebet und Gottesdienst Mut und Zuversicht schenken. Hat sich doch gerade in Notzeiten Maria immer als eine mächtige Helferin und sichere Zuflucht erwiesen." In Oberbayern und Niederbayern ist der 15. August derzeit überall Feiertag, da dort in allen Gemeinden zum Zeitpunkt des letzten Zensus die Zahl der Katholiken überwog. Auch in der Oberpfalz (96 Prozent der Gemeinden überwiegend katholisch), in Schwaben (95,3 Prozent) sowie in Unterfranken (87,0 Prozent) ist der 15. August für die meisten Bürgerinnen und Bürger frei.

Erzbischof Kardinal Reinhard Marx feiert um 11 Uhr einen Gottesdienst in der Wallfahrtskirche Maria Eich in Planegg bei München. Wer daran teilnehmen will, muss sich in Pandemie-Zeiten vorher telefonisch anmelden. Die Plätze sind begrenzt.

+++ Zehntausende warten nach Corona-Test in Bayern auf Ergebnis +++

Zehntausende Reiserückkehrer, die sich in Bayern auf eine Infektion mit dem Coronavirus testen ließen, warten noch immer auf das Ergebnis. Darunter befinden sich auch 900 Personen, die nachweislich positiv getestet wurden. Wie Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Mittwoch in München bekanntgab, wurden etwa 44.000 Befunde noch nicht übermittelt. Die positiv Getesteten sollen ihr Ergebnis nun bis Donnerstagmittag erhalten.

Der Zeitverzug ärgere sie "massiv", sagte Huml, sie bedauere das sehr. Es gebe eine "Übermittlungsproblematik", "da gibt es nichts schönzureden".

+++ Corona-Hotspot in Mamming: Konservenfabrik darf wieder produzieren +++

Die Konservenfabrik in Mamming, wo in den vergangenen Tagen zahlreiche Mitarbeiter positiv auf Corona-Infektionen getestet worden waren, darf wieder produzieren. Das Verwaltungsgericht Regensburg hat einem Eilantrag des Betreibers stattgegeben, wie das Gericht am Mittwoch mitteilte.

Die vom Landratsamt Dingolfing-Landau mit Bescheid vom 4. August verfügte Betriebsstillegung sei zum jetzigen Zeitpunkt nicht mehr verhältnismäßig, entschied die 14. Kammer des Verwaltungsgerichtes.

In der Fabrik wurden am 31. Juli 43 Personen positiv auf das Coronavirus getestet, am 1. August waren von 600 getesteten Mitarbeitern bereits 152 positiv. Erst am Dienstag war bekannt geworden, dass das Virus auch bei 75 weiteren Kontaktpersonen nachgewiesen worden war.

+++ Spahn: Anstieg der Corona-Infektionszahlen besorgniserregend +++

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sieht den Anstieg der Corona-Infektionszahlen als Alarmzeichen. "Das ist ohne Zweifel besorgniserregend", sagte der CDU-Politiker am Mittwoch im Deutschlandfunk. "Hier sehen wir, dass durch Reiserückkehr, aber eben auch durch Partys aller Art, durch Familienfeiern an ganz vielen Stellen im Land wir eben in fast allen Regionen des Landes kleinere und größere Ausbrüche haben. Und das kann natürlich - wenn wir jetzt nicht alle miteinander aufpassen - eine Dynamik entfalten." Es gelte, "sehr, sehr wachsam" zu sein, weil es nicht mehr nur lokale Ausbrüche seien.

Das Robert Koch-Instituts (RKI) hatte am Mittwochmorgen im Internet mitgeteilt, dass innerhalb eines Tages 1.226 neue Corona-Infektionen gemeldet worden seien. Das ist der höchste Wert seit Anfang Mai. Der Höhepunkt hatte Anfang April bei mehr als 6.000 gelegen.

Das Gesundheitssystem könne die derzeitigen Infektionszahlen gut bewältigen, sagte Spahn. "Aber es ist besorgniserregend, wenn die Entwicklung bleibt." Denn: "Mit jeder Infektion wird es für die Gesundheitsämter schwieriger."

+++ Nachtestung in Mamming: 75 neue Corona-Fälle +++

Neue Infektionen am Corona-Hotspot Mamming: Wie "BR24" berichtet, sind nach Angaben des Landratsamtes Dingolfing-Landau 75 weitere Mitarbeiter der Konservenfabrik betroffen. Die neuen Fälle seien bei der Nachtestung von insgesamt 300 Kontaktpersonen bekannt geworden, hieß es. Die positiv Getesteten wurden umgehend isoliert. 

Die Konservenfabrik wird am Mittwoch die Produktion wieder aufnehmen: Das Verwaltungsgericht Regensburg hatte einem Antrag der Betriebsleitung stattgegeben und die vorübergehende Schließung aufgehoben, noch bevor ein Prüfbericht vom Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) zum Hygienekonzept vorlag.

+++ Bayern: Testpflicht für Erntehelfer und Saisonarbeiter +++

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml verstärkt die Schutzmaßnahmen für Erntehelfer und Saisonarbeiter mit einer Corona-Testpflicht. "In landwirtschaftlichen Betrieben mit mehr als zehn Beschäftigten dürfen ab sofort nur noch Personen beschäftigt werden, die zu Beginn ihrer Tätigkeit einen negativen Corona-Test vorlegen können. Damit wollen wir lokalen Hotspots vorbeugen und die Betriebe vor einer möglichen Schließung schützen", kündigte Huml am Dienstag an. Ziel sei es, dass es gar nicht erst zu Ausbrüchen in Betrieben komme, der Schutz der Bevölkerung habe oberste Priorität.

Die Betriebe müssen die Testpflicht durchsetzen und ihre Erntehelfer/Saisonarbeiter den zuständigen Kreisverwaltungsbehörden melden. Bis zum Vorliegen eines entsprechenden ärztlichen Zeugnisses sind sie von den übrigen auf dem Betrieb untergebrachten Personen zu trennen. Darüber hinaus sind die Betriebe ab sofort verpflichtet, ihre Saisonarbeitskräfte 14 Tage vor Beschäftigungsbeginn bei der Kreisverwaltungsbehörde mit Name, Unterbringungsort, Art und Dauer der Beschäftigung sowie Kontaktdaten anzumelden. Eine kurzfristigere Anmeldung ist nur in Ausnahmefällen möglich. Betrieben, die der Anzeige- und Testpflicht nicht nachkommen, drohen bis zu 25.000 Euro Strafe.

+++ Teststation weitet Betrieb aus +++

Die Corona-Teststation an der Theresienwiese weitet ihren Betrieb aus. Aufgrund der hohen Nachfrage wird eine weitere Test-Spur aufgebaut und in Betrieb genommen, sodass ab dann 36 Tests pro Stunde und 1.080 Tests pro Woche durchgeführt werden können.

+++ Aerosolstudie mit BR-Symphonieorchester erwartet Ergebnisse im Herbst +++

Die Ergebnisse einer Studie mit dem Chor und dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks zur Verbreitung von Aerosolen beim Musizieren und Singen sollen im Herbst vorliegen. Der Freistaat unterstütze das Forschungsprojekt mit 120.000 Euro, so dass die gewonnenen Erkenntnisse nun ausgewertet werden könnten, sagte am Dienstag der Strömungsmechaniker Stefan Kniesburges vom Universitätsklinikum Erlangen, der die Studie gemeinsam mit Matthias Echternach vom LMU Klinikum München durchführt.

Die Forscher wollen herausfinden, wohin sich die Aerosole beim Spielen von Blasinstrumenten und beim Singen verbreiten. Dafür hatten 20 Musiker der BR-Ensembles Rauch aus E-Zigaretten inhaliert, um ihren Atem während des Musizierens sichtbar zu machen. Das Projekt könne wertvolle Erkenntnisse darüber liefern, wie man den Kulturbetrieb weiter hochfahren und gleichzeitig Künstlerinnen und Künstler sowie das Publikum vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus schützen könne, sagte Kunstminister Bernd Sibler (CSU).

+++ Söder besorgt: Corona viel heimtückischer als angenommen +++

CSU-Chef Markus Söder hat vor einem wachsenden Infektionsrisiko durch das Coronavirus gewarnt. "Corona wird jeden Tag gefährlicher. Corona ist viel heimtückischer und gefährlicher als bislang angenommen", sagte Bayerns Ministerpräsident.

Um die zuletzt wachsenden Fallzahlen wieder einzudämmen, werden in Bayern flächendeckend Corona-Testzentren errichtet. Diese sollen in jedem Landkreis und in jeder kreisfreien Stadt eingerichtet werden, also rund 100 an der Zahl. So soll die Testkapazität von bislang rund 60.000 bis Ende August auf insgesamt 200.000 pro Tag ausgeweitet werden. Saisonarbeiter aus dem Ausland sollen außerdem verpflichtenden Tests unterzogen werden.

Um die Gefahr von Infektionen durch Urlaubsrückkehrer zu minimieren, hat der Freistaat dem Bund darüber hinaus vorgeschlagen, im Ausland weitere Regionen als Corona-Risikogebiete zu definieren. "Die Ausweitung kann deutlich dynamischer erfolgen als in der Vergangenheit", sagte Söder. Die bisherigen Tests bei Reiserückkehrern hätten gezeigt, dass viele positiv Getestete auch aus Gebieten zurückkämen, die derzeit nicht als Risikogebiete gelten. Derzeit sind rund 130 der knapp 200 Länder der Welt als Risikogebiete definiert.

Auch zur Situation an Schulen hat sich das Kabinett am Montag beraten. Hier wird eine Maskenpflicht bis zum Einnehmen des Sitzplatzes im Klassenzimmer gelten. Ob die Maske auch während des Unterrichts getragen werden muss, wird bei der Kabinettssitzung am 1. September, also eine Woche vor Schulbeginn am 8. September, entschieden.

+++ Aiwanger: Bars und Clubs sollen mit Speise-Angebot wieder öffnen +++

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) will den 5.000 Bars, Clubs, Discotheken und Kneipen in Bayern in der Corona-Krise eine Perspektive geben. Das Partyvolk weiche zunehmend in den öffentlichen Raum aus, Konflikte mit Anwohnern seien die Folge. "Wir müssen deshalb eine Abgrenzung finden, um eine Öffnung zu ermöglichen: Natürlich wird kein Disco- und Party-Betrieb möglich sein, aber es gibt Grenzbereiche, wo sich die eine oder andere Bar gut aufstellen kann, indem sie Speisen anbietet", sagte Aiwanger dem "Münchner Merkur" (Montag).

Salzstangen und Erdnüsse als Speisen zu deklarieren, reiche eher nicht aus. Die Untergrenze zog Aiwanger bei Wurstsemmeln und Baguettes. "Es gibt Kneipen, die haben umdisponiert", sagte er der Zeitung.

Aiwanger befürchtet vor allem im der bevorstehenden kälteren Jahreszeit einen Rückzug der Partyleute in private Räumlichkeiten. Dort könne der Staat Infektionsschutz nicht mehr durchsetzen. "Dann wird die Garage oder die leere Wohnung der Oma zum Partykeller umfunktioniert", sagte Aiwanger. "Wir müssen wirklich aufpassen, dass sich hier im Privaten kein ganz großes Infektionsrisiko ergibt", betonte der Minister.

+++ Freie Wähler wollen Corona-Ampel für Bayern +++

Der bayerische Freie-Wähler-Fraktionschef Florian Streibl hat eine "Corona-Ampel" wie in Österreich vorgeschlagen, um lokale Infektionsherde genauer zu bewerten. Der Corona-Ausbruch auf einem Gurkenhof in Mamming zeige, dass das Konzept überarbeitet werden müsse. Derzeit würden nur die Neuinfektionen der letzten sieben Tage gemessen - bei mehr als 35 pro 100.000 Einwohnern drohe ein Lockdown. Aber das "trägt der tatsächlichen Situation vor Ort nicht gebührend Rechnung", sagte Streibl. Eine "Corona-Ampel" wie in Österreich würde auch den Anteil positiver Tests an allen Tests, die Erklärbarkeit des lokalen Infektionsherds und die Ressourcen im örtlichen Gesundheitssystem einbeziehen.

+++ Schulschließungen bei einem Corona-Fall denkbar +++

Schulen können auch in Bayern nach nur einem Corona-Fall geschlossen werden. Das sagte der bayerische Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk.

Dennoch will der Freistaat aber zunächst daran festhalten, den Regelbetrieb an den Schulen nach den Sommerferien wieder aufzunehmen.

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) hat derweil im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung noch einmal dazu aufgerufen, "dass in der Schule Mund- und Nasenbedeckungen getragen werden sollten, wenn die Abstandsregeln nicht eingehalten werden können".

Die Schulen stünden nach den Sommerferien vor Herausforderungen, wie es sie "vielleicht noch nie" gegeben habe.

+++ Corona-Tests für Rückkehrer aus Risikogebieten verpflichtend +++

Seit Samstag (08. August) müssen sich Reiserückkehrer aus Risikogebieten auf Corona testen lassen. Am Flughafen München wurden zwei Teststationen und mehrere Zelte eingerichtet. In Bayern haben die Schulferien erst vor zwei Wochen begonnen, daher sind die Stationen noch nicht voll ausgelastet.

Die Pflicht-Tests seien bundesweit problemfrei angelaufen; verärgerte Passagiere gab es nach Agenturangaben nicht. Bisher waren die Tests für Rückreisende freiwillig. 

Inzwischen zählen auch Regionen in Bulgarien und Rumänien laut Robert-Koch-Institut zu den Risikogebieten, darunter der bei bayerischen Urlaubern beliebte Goldstrand. Eine vollständige Liste der Risiko-Gebiete, die einen Test bei Rückkehr verpflichtend machen, finden Sie hier.

+++ Unverheiratete Paare dürfen wieder einreisen +++

Unverheiratete Paare aus verschiedenen Ländern können sich zum Teil seit Monaten nicht sehen. Deutschland hebt jetzt die umstrittenen Reisebeschränkungen für die Betroffenen zur kommenden Woche auf. Voraussetzung für die jetzt beschlossenen Einreiseerleichterungen ist nach Angaben des Ministeriums allerdings eine auf Dauer angelegte Partnerschaft. Diese soll etwa durch einen vorherigen gemeinsamen Wohnsitz im Ausland oder durch ein vorheriges persönliches Treffen in Deutschland nachgewiesen werden.

Zur Eindämmung des Coronavirus hatten Deutschland und die anderen EU-Staaten ein weitreichendes Einreiseverbot für Bürger der allermeisten Nicht-EU-Länder verhängt. Kurzfristige Besuche bei Ehepartnern, eingetragenen Lebenspartnern oder nahen Angehörigen sind zwar unter bestimmten Bedingungen auch aus diesen Ländern erlaubt. Unverheiratete konnten ihren Partner in Deutschland hingegen nicht besuchen - zumindest bisher. "Ich begrüße, dass wir dies im europäischen Rahmen jetzt ermöglichen können", sagte Seehofer. Mehr dazu finden Sie hier.

+++ Wegen Corona ausgesetzte Haftstrafen werden wieder vollstreckt +++

Verurteilte Straftäter, die ihre Haftstrafe wegen der Corona-Pandemie vorübergehend nicht antreten mussten, werden in Bayern inzwischen wieder zum Haftantritt geladen. Wie das bayerische Justizministerium in München auf Anfrage mitteilte, waren Jugendarreste und Freiheitsstrafen bis zu sechs Monate in der Anfangsphase der Pandemie nicht vollstreckt worden, um die 36 bayerischen Gefängnisse zu entlasten.

Seit Mitte Juni können Täter, die zu solch kurzen Strafen verurteilt wurden, wieder zum Haftantritt aufgefordert werden. Wie viele Straftäter davon betroffen sind oder waren, wird laut Ministerium nicht erfasst. Ende Juni waren nach Angaben einer Sprecherin 9.533 der insgesamt 12.020 Haftplätze im Freistaat belegt.

+++ Kein Corona-Abstand: Anzeige gegen Würzburgs OB +++

Weil er bei einem Foto mit den Würzburger Kickers den Corona-Mindestabstand nicht einhielt, hat sich Oberbürgermeister Christian Schuchardt (CDU) eine Anzeige eingehandelt. Ein Sprecher der Regierung von Unterfranken bestätigte am Freitag, dass die Polizei eine entsprechende Anzeige an die Regierung weitergeleitet habe. Zuvor hatten mehrere Medien darüber berichtet. "Wir haben die Stadt dazu angehört und werden uns in den kommenden Tagen dazu äußern", sagte der Regierungssprecher.

Das Gruppenfoto mit der Fußballmannschaft von Anfang Juli hatte Schuchardt zuvor schon Ärger in sozialen Medien eingebracht. Ein Sprecher der Stadt betonte, Schuchardt habe den Fehler "gleich zu Beginn der Affäre" eingeräumt. Dass Abstände für das Gruppenfoto nicht eingehalten worden seien, "konterkariert leider die vielen Überlegungen die im Vorfeld in Sachen Corona-Schutz gemacht wurden", teilte er mit. Aus solchen Fehlern gilt es zu lernen". Die Anzeige wurde nach Angaben der Stadt bereits am 9. Juli erstattet.

+++ Krankenhäuser optimistisch +++

Die Krankenhäuser in Bayern sehen sich für künftige Corona-Ausbrüche gut gerüstet. "Wir haben zwar vereinzelt noch Corona-Patienten, aber die Situation ist absolut beherrschbar und kein Vergleich zum Frühjahr", sagte der Chef der Bayerischen Krankenhausgesellschaft (BKG) im Interview des "Münchner Merkur" (Freitagsausgabe). "Ich bin kein Virologe: Aber ich bin mir nicht sicher, ob überhaupt eine zweite Welle kommt. Jedenfalls nicht, wenn man darunter Infektionszahlen wie im Februar und März versteht. Das ganze Krisenmanagement hat ja deutlich an Erfahrung zugelegt."

Auch die Krankenhäuser seien besser vorbereitet. "Vieles ist besser als im Frühjahr. Und schon damals war unser Gesundheitssystem ja nicht überlastet." Er sei darum "vorsichtig optimistisch" - allerdings auch besorgt, "weil die Sensibilität und das Verantwortungsbewusstsein mancher Bürger nachlässt. Wir waren im Frühjahr sehr diszipliniert. Das ist ein wichtiger Grund dafür, dass wir vergleichsweise glimpflich davongekommen sind".

+++ LMU-Studie: Kinder und Erzieher haben sich nicht angesteckt +++

Fünf Wochen lang haben Wissenschaftler der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) in zehn Grundschulen und Kindertagesstätten Kinder und Erzieherinnen beobachtet und auf das Coronavirus getestet. Das Ziel: Herauszufinden, ob es sicher ist, diese Betreuungseinrichtungen für die kleinen Münchner wieder zu öffnen – oder ob sie zu Corona-Hotspots werden.

Nun hat das Studienteam um Ulrich von Both und Tilmann Schober seine Ergebnisse der Öffentlichkeit präsentiert: Von den 1.000 Kindern im Alter von eins bis zehn Jahren und den 250 Lehrern und Erzieherinnen, die im Untersuchungszeitraum getestet wurden, war kein einziger Corona-positiv.

Die Forscher hatten die schrittweise Öffnung der Grundschulen und Kitas seit dem 22. Juni 2020 begleitet. Nach dem Zufallsprinzip wurden pro Woche 20 Kinder und fünf Betreuer per PCR-Methode auf das Coronavirus getestet. "Da es in diesen fünf Wochen bei wöchentlicher Testung keinen einzigen positiven Fall gab, können wir weiter keinen Anhaltspunkt dafür entdecken, dass Kinder zu den Hauptüberträgern des Coronavirus zählen", sagt Studienleiter Ulrich von Both. Wichtig sei es, die Hygienevorschriften in Kitas einzuhalten.

+++ Unfallbilanz stark Corona-geprägt +++

Wegen der wochenlangen Corona-Beschränkungen sind auf Bayerns Straßen von Januar bis Juni deutlich weniger Menschen ums Leben gekommen oder verletzt worden als im ersten Halbjahr 2019. Die Zahl der Verkehrsunfälle ging um 21,3 Prozent oder mehr als 40.000 auf 161.235 zurück, wie Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Donnerstag mitteilte. Verletzt wurden von Januar bis Juni 24.781 Menschen, das entspricht einem Minus von 21,1 Prozent. Die Zahl der Getöteten ging von 241 im Vorjahreszeitraum auf jetzt 216 zurück.

"Das liegt natürlich vor allem an den Beschränkungen rund um die Corona-Krise, wodurch deutlich weniger Verkehrsteilnehmer auf den Straßen unterwegs waren", erklärte Herrmann, zeigte sich aber insgesamt zufrieden mit dem "sehr deutlichen" Rückgang. Er betonte allerdings auch: "Jeder Unfall und Getötete ist einer zu viel."

+++ Keine Maske: 150 Euro Strafe schon beim ersten Verstoß möglich +++

"Masken-Muffel" im öffentlichen Nahverkehr in Bayern müssen anders als in Nordrhein-Westfalen auch bei erstmaligen Verstößen schon jetzt mit einem Bußgeld von 150 Euro rechnen.

"Wenn eine Minderheit meint, sich nicht an die Maskenpflicht halten zu müssen, ist das nicht akzeptabel. Wer andere gefährdet, muss zu Recht mit einem empfindlichen Bußgeld rechnen", sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Mittwoch. "Die Einhaltung der Maskenpflicht ist entscheidend bei der Bekämpfung der Pandemie", betonte er. Die allermeisten Bürgerinnen und Bürger verhielten sich aber sehr verantwortungsbewusst und trügen Masken in U-Bahn, Bus und Tram.

Das bayerische Innenministerium betonte, die Aufnahme von Anzeigen durch die Polizei erfolge stets mit Augenmaß und Fingerspitzengefühl. "Es ist jedoch zwingend geboten, dass auch in den Bereichen des ÖPNV bestehende Regelungen durchgesetzt und Verstöße konsequent verfolgt werden." Unter diesen Maßgaben und nach Würdigung des Einzelfalls schreite die Polizei somit grundsätzlich auch bei Erstverstößen ein, etwa nach Hinweisen von Fahrgästen oder Meldungen durch das Personal.

+++ Weitere 17 Infizierte auf Gemüsehof in Mamming +++

Auf dem von einem Corona-Ausbruch betroffenen Gemüsehof im niederbayerischen Mamming sind 17 weitere Saisonarbeiter positiv getestet worden. Wie das Landratsamt Dingolfing-Landau am Mittwochabend berichtete, waren 231 Männer und Frauen, die bislang als gesund galten, ein drittes Mal untersucht worden. "17 von ihnen tragen nachweislich das Covid-19-Virus in sich, 214 wurden auch ein drittes Mal negativ getestet", teilte die Behörde mit. Die Neuinfizierten seien nun von den Gesunden getrennt worden.

Zuvor waren auf dem Gemüsehof bereits rund 230 Erntehelfer positiv getestet worden, als erkrankt gelten derzeit noch 80 Arbeiter. Die anderen sind genesen und durften die Quarantäne verlassen.

+++ Wegen Corona: Auch abgespeckter München-Marathon abgesagt +++

Der München Marathon wird in diesem Jahr auch nicht über eine verkürzte Distanz ausgetragen. Das Konzept "2020 amoi anders – 30 Kilometer" kann wegen der Planungsunsicherheit in der Corona-Pandemie nicht umgesetzt werden, wie die Veranstalter am Mittwoch mitteilten. Die nächste Auflage des Marathons in der bayerischen Landeshauptstadt sei nun am 10. Oktober 2021 geplant.

Am 11. Oktober sollten die Läuferinnen und Läufer unter strenger Einhaltung umfassender Hygiene- und Schutzmaßnahmen an den Start gehen. Der Zeitraum für die Umsetzung des Konzeptes sei aber extrem knapp geworden, erklärte der Veranstalter. Die aktuelle Einschätzung des Referats für Gesundheit und Umweltschutz (RGU) habe ergeben, dass das Infektionsgeschehen sich nicht absehen lasse für eine Großveranstaltung mit potenziell über 10.000 teilnehmenden Personen.

"Schweren Herzens" habe man sich zur Absage entschlossen, erklärte Gernot Weigl, Veranstalter und Geschäftsführer der München Marathon GmbH in einer Mitteilung.

+++ Bayern verstärkt Corona-Tests in Krankenhäusern +++

Der Freistaat Bayern will die Tests auf das Coronavirus im medizinischen Bereich ausweiten und hat dazu eine Finanzierungslücke geschlossen. "Zum Schutz der Patienten sowie der Beschäftigten sollen zunehmend auch asymptomatische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Krankenhäusern und Rehabilitationseinrichtungen getestet werden", teilte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Mittwoch in München mit. Auch Patienten in Reha-Einrichtungen sollten künftig vermehrt auf das Virus Sars-CoV-2 getestet werden.

"Wir wollen vor allem Reihentestungen von Beschäftigten in besonders infektionsanfälligen beziehungsweise infektionsempfindlichen Bereichen ermöglichen, zum Beispiel in der Geriatrie und in der Dialyse", erklärte Huml.

+++ Corona-Test in München: Was Sie wissen müssen +++

Wer sich in München auf das Coronavirus testen lassen will, kann das unter anderem an der Teststation auf der Theresienwiese tun. Was Sie dabei beachten müssen, lesen Sie hier.

+++ In Mamming darf nicht gearbeitet werden +++

Nach zahlreichen Corona-Fällen auf einem Gemüsehof im niederbayerischen Mamming ist der Landwirt vor Gericht mit dem Versuch gescheitert, dass negativ auf Corona getestete Erntehelfer wieder für ihn arbeiten können. Das Verwaltungsgericht Regensburg bestätigte laut Mitteilung eine Entscheidung des Landratsamts Dingolfing-Landau, die eine vollständige häusliche Quarantäne aller Beschäftigten auf dem Hof als Schutzmaßnahme gegen eine weitere Verbreitung von Sars-CoV-2 angeordnet hatte. Den Antrag des Gemüsebauern auf Erlass einer einstweiligen Anordnung lehnten die Richter ab (Az. RN 14 E 20.1311).

Das Gericht entschied am Dienstag, die behördliche Entscheidung sei "ermessensgerecht und verhältnismäßig". "Die vollständige Isolation der Erntehelfer sei insbesondere erforderlich, um die unkontrollierte Weiterverbreitung des Virus zu stoppen", hieß es.  Gegen den Beschluss kann der Gemüsebauer noch Beschwerde beim Bayerischen Verwaltungsgerichtshof einreichen.

+++ Herrmann: Corona-Verstöße auf Demos konsequent bestrafen +++

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) will Verstöße gegen Anti-Corona-Auflagen auf Demonstrationen konsequent ahnden – und erwägt dabei auch härtere Strafen. Es gelte die Versammlungsfreiheit – das bedeute aber nicht, dass sich Teilnehmer über Infektionsschutzmaßnahmen hinwegsetzen dürften, sagte Herrmann am Dienstag in München.

Im BR-Fernsehen hatte Herrmann zuvor gesagt: "Es wird ohnehin zurzeit diskutiert, inwieweit wir in bestimmten Bereichen die Bußgelder noch weiter erhöhen müssen, um einen noch stärker abschreckenden Effekt zu erzielen." Dabei gehe es beispielsweise auch um Verstöße gegen Quarantäne-Vorschriften oder die Pflicht, sich nach der Rückkehr aus einem Risikogebiet testen zu lassen. Es gehe dabei um den Schutz der Gesundheit anderer Menschen.

+++ Positiver Corona-Test bei Augsburg-Spieler Götze +++

Felix Götze vom FC Augsburg befindet sich wegen eines positiven Corona-Tests in häuslicher Quarantäne. Wie der Fußball-Bundesligist am Dienstag mitteilte, gab es bei dem Mittelfeldspieler während des Urlaubs nach einem positiven Test im Bekanntenkreis ebenfalls einen positiven Befund. Götze sei "völlig symptomfrei und hatte im Vorfeld keinerlei Kontakt zu Mannschaftskollegen oder Funktionsteam", hieß es von Club-Seite. Nach zwei negativen Tests soll Götze wieder zum Team stoßen.

+++ Drei akute Corona-Infektionen unter bayerischen Sträflingen +++

Unter den Strafgefangenen in bayerischen Gefängnissen sind derzeit nur drei mit einer nachgewiesenen akuten Coronavirus-Infektion (Stand: 3. August, 9 Uhr). Das teilte das Justizministerium auf Anfrage in München mit.

Insgesamt haben sich seit Beginn der Pandemie 21 Gefangene mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. "16 Gefangene sind zwischenzeitlich genesen, zwei Personen entlassen und drei Gefangene sind derzeit an Corona erkrankt", teilte eine Sprecherin mit. Höher sind die Zahlen bei den Bediensteten: Von ihnen wurden bislang bayernweit 34 positiv getestet, alle haben die Infektion inzwischen überstanden.

+++ 166 Infizierte bei Konservenhersteller in Mamming +++

Die Zahl der Corona-Infizierten in einer Konservenfabrik in Mamming (Landkreis Dingolfing) ist auf 166 angestiegen. Das gab das Landratsamt Dingolfing-Landau am Dienstagvormittag bekannt. Demnach sei nun fast ein Drittel der Mitarbeiter des Unternehmens positiv auf Sars-Cov-2 getestet.

Der Betrieb sei vorerst stillgelegt worden, alle Mitarbeiter befänden sich aktuell in Quarantäne. Dies gilt auch für zwei weitere Standorte des Betriebes mit insgesamt 130 Mitarbeitern, bis alle Zusammenhänge geklärt sind. Nach der ersten Reihentestung auf dem Betrieb waren am Wochenende 43 Infizierte gemeldet worden.

+++ Ärzteverband: Zweite Corona-Welle schon da +++

Die von vielen befürchtete zweite Corona-Welle hat Deutschland nach Einschätzung des Ärzteverbandes Marburger Bund bereits erfasst. "Wir befinden uns ja schon in einer zweiten, flachen Anstiegswelle", sagte die Verbandsvorsitzende Susanne Johna der "Augsburger Allgemeinen" (Dienstag).

Sie sei aber nicht vergleichbar mit den Zahlen von März und April. Dennoch steige die Zahl der Neuinfektionen. "Damit ist die Gefahr, dass wir die Erfolge, die wir bislang in Deutschland erzielt haben, in einer Kombination aus Verdrängung und Normalitätssehnsucht wieder verspielen", warnte Johna.

Die Krankenhäuser seien auf eine zweite Welle vorbereitet, erläuterte die Verbandschefin. Anders als bei der ersten Welle sollen Krankenhausbetten diesmal nicht pauschal, sondern am Bedarf orientiert freigehalten werden. "Weil sich das Pandemiegeschehen langsam aufbaut, müssen wir für Covid-19-Patienten gestuft Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung stellen, also eine zeitliche Staffelung der Vorhaltung einführen", sagte Johna.

+++ Gesundheitslandesamt: Zapf gegen Lockerungen +++

Der Chef des Gesundheitslandesamtes in Bayern sieht in der Corona-Krise derzeit eine Tendenz zum Leichtsinn. Nachdem die Menschen ein halbes Jahr lang gesagt bekommen haben, sie müssten Hygieneregeln einhalten, gebe es jetzt eine Tendenz, dass die Vorgaben nicht auf Dauer durchgehalten würden, sagte Andreas Zapf, Präsident des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, dem Radiosender Bayern 2 ("radioWelt am Morgen").

Zapf sprach sich gegen Lockerungen bei den Corona-Regeln aus. Die aktuellen Maßnahmen seien "auf keinen Fall" zu streng, betonte er. Es müsse sehr ernst geprüft werden, ob weiter gelockert werden kann. "Fachlich gesehen halte ich Lockerungen für nicht angemessen." 

+++ Polizei kontrolliert Quarantäne in Mamming +++

Nach den Corona-Masseninfektionen im niederbayerischen Mamming hat die Staatsregierung Bereitschaftspolizei in den Ort abkommandiert. Die gut zwei Dutzend Polizisten sollen die Einhaltung der Quarantäne in den zwei betroffenen Betrieben überwachen, wie Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Montag erklärte. "Die konsequente Einhaltung der Quarantäne ist entscheidend, um das lokale Infektionsgeschehen bestmöglich unter Kontrolle zu halten."

In der vor den Toren Dingolfings gelegenen Gemeinde haben sich mehr als 270 Menschen mit dem Corona-Erreger Sars-CoV-2 infiziert – zuerst mehr als 230 in der Gurkenernte beschäftigte Saisonarbeiter, anschließend noch einmal 43 Mitarbeiter eines Konservenherstellers, der von dem Bauernhof beliefert wird. Die Behörden haben die Infizierten und deren Kontaktpersonen in den zwei betroffenen Betrieben isoliert.

+++ Untersuchung von Münchner Abwasser soll vor Corona warnen +++

Die Technische Universität München sucht im Abwasser von sechs bayerischen Städten nach Spuren des Coronavirus. Auf diese Weise will das Team um Professor Jörg Drewes vom Lehrstuhl für Siedlungswasserwirtschaft eine Art Frühwarnsystem etablieren. Derzeit wird Wasser aus München, Erlangen, Augsburg, Starnberg, Freising und Weiden untersucht. Zuvor hatte der "Bayerische Rundfunk" über das Projekt berichtet.

Die Proben stammen aus dem Zulauf von Kläranlagen und werden auf den genetischen Fingerabdruck des Virus geprüft, wie Drewes erklärte. Aus dem Vorkommen der Spuren zieht das Team vor allem qualitative Rückschlüsse auf das Infektionsgeschehen. Das Projekt läuft inzwischen seit drei Wochen mit wöchentlichen Probeentnahmen.

Lässt sich Virus-Erbgut im Abwasser nachweisen, bedeutet das nicht zwingend lebende Viren: Infizierte scheiden vielfach abgetötete Viren aus; auch in solchen nicht infektiösen Bruchstücken lässt sich Erbgut nachweisen. Lesen Sie hier mehr dazu.

+++ Lufthansa erweitert Angebot ab München +++

Die Lufthansa erweitert ihren Flugplan schrittweise und will im Oktober von München aus 86 Städte in Europa und 13 in Asien, Amerika und Nahost anfliegen. Allerdings würden die Ziele noch nicht so häufig angeflogen wie vor der Corona-Pandemie, sagte Sprecherin Bettina Rittberger am Montag. Statt mehrmals täglich stünden manche Ziele nur drei, vier Mal pro Woche auf dem Flugplan. Außerdem setze die Lufthansa häufig kleinere Maschinen ein als vorher. Aber Deutschland- und Europa-Flüge seien jetzt günstiger als zuvor.

+++ Ausweitung der Corona-Tests auf der Theresienwiese +++

Ab Dienstag (4. August) wird die Kapazität der Corona-Tests auf der Theresienwiese ausgeweitet – Grund dafür ist die große Nachfrage. Das teilte die Stadt München am Montagmittag mit. Statt bisher täglich drei Stunden sind die Testungen zukünftig sechs Stunden am Tag möglich – allerdings auch weiterhin nur mit vorheriger Online-Terminvereinbarung. Die Tests finden nun, je nach Terminvergabe, von Montag bis Freitag, 9 bis 15 Uhr, statt.

Gesundheitsreferentin Stephanie Jacobs: "Es ist erfreulich, dass das kostenlose Testangebot als Bestandteil der bayerischen Teststrategie von den Münchnerinnen und Münchnern so zahlreich nachgefragt wird. Damit leisten Sie einen wichtigen Beitrag zur Verhinderung einer zweiten Welle. Mein Dank geht an alle Beteiligten, die es durch ihren großen Einsatz ermöglichen, dass wir die Testkapazitäten kurzfristig ausweiten und ab morgen schon doppelt so viele Tests anbieten können."

+++ Michael "Bully" Herbig sorgt mit Corona-Statement für Diskussionen +++

Auf Instagram hat Michael "Bully" Herbig Fotos von Menschenansammlungen in Zeiten von Corona gepostet. Seine Fans und Follower sind über die Meinung des Komikers zwiegespalten. Auch Schauspieler Til Schweiger schaltet sich in die Diskussion ein. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ Reisebüro-Verband will Testpflicht für Kreuzfahrtgäste +++

Der Reisebüro-Verband VUSR spricht sich für eine allgemeine Corona-Testpflicht auf Kreuzfahrtschiffen aus. "Es sollte für den Kreuzfahrtgast eine Testpflicht vor dem Antritt der Reise geben", sagte Marija Linnhoff, Vorsitzende des Verbands unabhängiger selbstständiger Reisebüros, der "Rheinischen Post" (Montag).

Die Kosten sollten von den Gästen selbst getragen werden. "Wer sich eine Kreuzfahrt leisten kann, kann sich auch das leisten", meinte Linnhoff. Sie plädierte auch für eine generelle Testpflicht für alle Urlaubsrückkehrer.

+++ Urlauber lassen sich testen +++

Rund 18.000 Urlauberinnen und Urlauber haben sich bisher an den bayerischen Teststationen auf das Coronavirus testen lassen. "Viele Reiserückkehrer gehen verantwortungsvoll damit um, wenn sie aus dem Urlaub kommen", sagte Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Sonntag in einer Mitteilung.

Bereits seit vergangenem Wochenende können sich Reisende an den Flughäfen in München und Nürnberg kostenlos auf eine Infektion mit dem Virus Sars-CoV-2 testen lassen, seit Samstag nun auch am Flughafen Memmingen. Seit Donnerstag gibt es außerdem an der Grenze zu Österreich drei Teststationen auf Rastplätzen an den Autobahnen 3, 8 und 93 sowie an den Hauptbahnhöfen München und Nürnberg. Diese betreibt das bayerische Rote Kreuz (BRK) zusammen mit Freiwilligen von anderen Hilfsorganisationen.

+++ 27 Infektionen auf weiterem Betrieb in Mamming festgestellt +++

Nach dem massiven Corona-Ausbruch auf einem Gemüsehof im niederbayerischen Mamming sind auf einem weiteren Betrieb in der Gemeinde 27 Corona-Infizierte ermittelt worden. Wie das Landratsamt Dingolfing-Landau am Samstagabend mitteilte, wurden die Infizierten und deren Kontaktpersonen umgehend von den negativ Getesteten getrennt und isoliert.

"Aufgrund der räumlichen Nähe der beiden Mamminger Betriebe gab es offenbar Kontakte zwischen den Saisonarbeitskräften, die zu einer Übertragung des Virus geführt haben", sagte Landrat Werner Bumeder laut der Mitteilung. In dem neu betroffenen Betrieb arbeiten etwa 600 Menschen.

+++ Söder spricht sich gegen weitere Lockerungen aus +++

Markus Söder hat sich angesichts der steigenden Zahl an Neuinfektionen gegen weitere Lockerungen von Corona-Auflagen ausgesprochen. "Wir müssen damit rechnen, dass Corona mit voller Wucht wieder auf uns zukommt", sagte der bayerische Ministerpräsident der "Bild am Sonntag". "Wenn wir nicht aufpassen, kann bei uns wieder eine Situation wie im März entstehen." Gefragt sei absolute Wachsamkeit. "Das Virus bleibt eine Daueraufgabe, die uns permanent unter Stress setzt."

Viele Menschen seien im Umgang mit dem Virus leider leichtsinniger geworden, so Söder weiter. "Dazu gehören auch die extremen Lockerer und Verschwörungstheoretiker, die alle Maßnahmen schnellstens aufheben wollten." Jeder, der das Coronavirus unterschätze, sei widerlegt worden. Die zweite Welle sei praktisch doch schon da: "Sie schleicht durch Deutschland." Es gelte daher, noch aufmerksamer zu sein und rasch und konsequent zu reagieren. Vor diesem Hintergrund lehnte Söder auch Fußballspiele mit Zuschauern zum Start der neuen Saison ab: "Ich bezweifle, dass wir im August weitere Lockerungen beschließen können. Daher bin ich auch als Fußballfan sehr skeptisch zum Start der Bundesliga. Geisterspiele ja, aber Stadien mit 25 000 Zuschauern halte ich für sehr schwer vorstellbar." 

+++ Tausende Reisende an Grenze zu Österreich auf Corona getestet +++

Mehr als 2.800 Reisende haben sich seit Donnerstag an den bayerischen Teststationen an der Grenze zu Österreich auf das Coronavirus testen lassen. Wegen der vielen Urlaubsrückkehrer sei am Samstag besonders viel los gewesen, sagte ein Sprecher des bayerischen Roten Kreuzes (BRK) in München. In Spitzenzeiten habe die Wartezeit aber nicht mehr als eine halbe Stunde betragen. Das BRK betreibt die drei Teststationen an Autobahnrastplätzen sowie an den Hauptbahnhöfen München und Nürnberg zusammen mit Freiwilligen von anderen Hilfsorganisationen. Bis zu 13.000 Abstriche können die Mitarbeiter dort täglich machen.

+++ Nürnberg: Pflegeheim-Mitarbeiter positiv getestet - 135 Menschen in Quarantäne +++

135 Bewohner einer Gemeinschaftsunterkunft in Nürnberg sind unter Quarantäne gestellt worden, weil einer der Bewohner positiv auf das Coronavirus getestet worden ist. Wie die Stadt Nürnberg am Samstag mitteilte, handelt es sich bei der infizierten Person um einen Mitarbeiter eines Pflegeheims. "Sowohl die Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft als auch die des Pflegeheims werden zurzeit getestet. Ergebnisse liegen noch nicht vor", schrieb die Stadt bei Twitter.

Die Corona-Infektion sei durch eine Routineuntersuchung in dem Nürnberger Pflegeheim aufgefallen, teilte die Stadt mit. Die infizierte Person sei in der Gemeinschaftsunterkunft isoliert worden.

+++ Flughafen Memmingen: Reiserückkehrer können sich kostenlos testen lassen +++

Am Flughafen Memmingen können sich seit Samstag Reise-Rückkehrer kostenlos einem Corona-Test unterziehen. Für ankommende Fluggäste sei ein Test auch ohne vorherige Anmeldung möglich, wie der Flughafen am Samstag mitteilte. Abfliegende Gäste können sich noch nicht testen lassen.

An den Flughäfen in München und Nürnberg gibt es bereits seit vergangenem Wochenende die Möglichkeit, sich nach seiner Rückkehr kostenlos auf eine Corona-Infektion hin testen zu lassen. Laut Gesundheitsministerium haben bis Freitagmorgen 5.100 Personen von diesem Angebot Gebrauch gemacht.

+++ Neue Lockerungen in Bayern greifen +++

Ab dem 1. August dürfen sich im öffentlichen Raum wieder Gruppen von bis zu 10 Personen treffen. In privaten Räumen und Gärten gibt es keine zahlenmäßige Beschränkung mehr, allerdings soll die Personenzahl so begrenzt werden, dass ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann.

Die Bundesländer können weitgehend unabhängig über die schrittweise Lockerung der Corona-Bestimmungen entscheiden. Bundesweit gilt weiterhin die Maskenpflicht in Handel und Nahverkehr.

+++ Zahl der Corona-Infektionen in Mamming steigt auf 232 +++

Die Zahl der Corona-Infizierten auf einem Gemüsehof im niederbayerischen Mamming hat sich auf 232 erhöht. "Mit den 52 Neuinfizierten nach der Zweittestung auf dem Betrieb summiert sich die Zahl der Corona-Positiven dort nun auf insgesamt 232 Personen", teilte das Landratsamt Dingolfing-Landau am Freitagabend mit. 231 Erntehelfer wurden auch beim zweiten Mal negativ getestet. Tests, die unter den Anwohnern durchgeführt wurden, ergaben bislang nur einen Infizierten.

+++ Corona-Testkapazitäten an Bayerns Unikliniken sollen ausgebaut werden +++

An Bayerns Unikliniken sollen die Kapazitäten von Corona-Tests schon bald auf bis zu 4.500 pro Tag erhöht werden. Wie das Wissenschaftsministerium am Freitag mitteilte, soll der Ausbau der derzeit möglichen 3.000 Tests vor allem für das Personal der Unikliniken und anderer Krankenhäuser verwendet werden. "Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen tagtäglich an vorderster Front und tun ihr Möglichstes, dass Erkrankte wieder gesund werden können. Ich sehe es daher als unsere Verantwortung an, sie besonders zu schützen", erklärte Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) den geplanten Testausbau, der bis zum Herbst umgesetzt werden soll.

+++ Polizei verstärkt Corona-Kontrollen auf Insel Lindau +++

Nach Kritik an Verstößen gegen die Corona-Regeln auf der Insel Lindau im Bodensee durch Urlauber will die Polizei dort am Wochenende verstärkt kontrollieren. "Wir haben dort das Problem, dass die Abstandsregeln nicht mehr eingehalten werden", sagte ein Polizeisprecher am Freitag. Geplant sei deshalb, mit Unterstützung der Bereitschaftspolizei Präsenz zu zeigen.

Der Lindauer Landrat Elmar Stegmann (CSU) hatte zuletzt von den dortigen Gastronomen eine strikte Einhaltung der Hygieneregeln verlangt. Oft würden in den Lokalen die Daten der Gäste nicht mehr erfasst, Mindestabstände und Maskenpflicht nicht mehr beachtet. Wegen des zunehmenden Infektionsgeschehens müssten Bußgelder "konsequent verhängt" werden, betonte Stegmann. "Geht man derzeit über die Lindauer Insel, so hat man den Eindruck, es gäbe kein Corona."

+++ Tausende Reisende lassen sich auf Corona testen +++

Tausende Menschen haben sich in Bayern an den Corona-Teststationen für Reiserückkehrer auf eine Infektion mit dem Virus Sars-CoV-2 untersuchen lassen.

Bis Freitagmorgen (Stand: 8 Uhr) hätten sich 1.734 Menschen an den Bahnhöfen in München und Nürnberg sowie an Raststätten entlang von grenznahen Autobahnen testen lassen, sagte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) laut Mitteilung. Hinzu kämen mehr als 5.100 Menschen seit dem vergangenen Wochenende an den Flughäfen München und Nürnberg. "Das zeigt: Die Testmöglichkeiten werden gut angenommen", so Huml.

+++ Bayern führt Maskenpflicht an Schulen ein +++

Für das neue Schuljahr führt Bayern eine Maskenpflicht an Schulen ein. Sie werde bis zum Platz im Klassenzimmer gelten – auch in Grundschulen, sagte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) am Freitag in München. Bisher habe nur ein Gebot bestanden. Je nach Entwicklung der Corona-Pandemie sei regional auch eine Maskenpflicht im Unterricht möglich.

Die Maskenplicht ist Teil eines Vier-Stufen-Systems, das der Freistaat zum Schulstart im September einführen wird. Es richtet sich nach dem Infektionsgeschehen in den jeweiligen Regionen. Ziel nach den Sommerferien sei der Regelbetrieb unter besonderen Hygienebedingungen, sagte Piazolo. Die Schulen starten am 8. September.

+++ Innenminister Herrmann gegen Corona-Tests unter Zwang +++

Verpflichtende Corona-Tests für Reiserückkehrer sollten nach Ansicht von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) keinesfalls mit Gewalt durchgesetzt werden. "Die Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen ist hier in jedem Fall zu beachten", sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Freitag). "Eine Testung mittels körperlichen Zwangs dürfte nach unserer Auffassung nicht verhältnismäßig sein und kommt daher für uns grundsätzlich nicht infrage."

Welche weiteren Maßnahmen gegen Menschen möglich wären, die sich einem Test verweigerten, könne erst nach Vorliegen der Anordnung des Bundesgesundheitsministeriums entschieden werden. Der Vize-Chef der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Jörg Radek, hatte zuvor gesagt: "Wir müssen letztlich Recht durchsetzen und am Ende auch mit Zwang." Die Entscheidung müsse aber auf Landesebene getroffen werden.

+++ Bahn-Chef: Maskenverweigerern soll Weiterfahrt untersagt werden +++

Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn, Richard Lutz, hat den Willen seines Unternehmens bekräftigt, Maskenverweigerer im Konfliktfall die Weiterfahrt zu untersagen. "Da gibt es klare Anweisungen an unseren Kolleginnen und Kollegen in den Zügen, dass dann, wenn das nachhaltig ein Konflikt ist mit dem Maskentragen, wir gemeinsam mit der Bundespolizei den Beförderungsausschluss auf den Weg bringen", so Lutz im Interview mit RTL und ntv. Das müsse allerdings die Ausnahme bleiben. "Die direkte Ansprache der Fahrgäste, dass sie bitte Maske tragen mögen, wirkt normalerweise."

Bleibt die Frage offen, wer bei der Durchsetzung der Maskenpflicht in Zügen der Deutschen Bahn die Verantwortung trägt. Das Bundesinnenministerium stellte Mitte Juli klar, dass die "Bundespolizei nicht für die Einhaltung von Gesundheitsvorschriften der Länder zuständig sei."

Da die Maskenpflicht auf eine Vereinbarung der Länder zurückgeht, liegt die Verantwortung bei den Landesbehörden.

+++ Corona-Teststationen an bayerischen Autobahnen gestartet +++

Reisende entlang der Autobahnen an der bayerischen Grenze können sich seit Donnerstag auf das Coronavirus Sars-CoV-2 testen lassen. Seit 7 Uhr laufe der Betrieb etwa an der Rastanlage Hochfelln-Nord an der Autobahn 8 bei Bergen, sagte Thorsten Brandstätter vom Bayerischen Roten Kreuz. In den ersten vier Stunden seien schon 48 Menschen für einen Rachenabstrich vorbeigekommen.

Jedem, der aus einem Risikogebiet kommt, sei ein solcher Test auf eine mögliche Corona-Infektion zu empfehlen, sagte Brandstätter. An den Rastanlagen kann man mit dem Auto vor einen Container fahren und muss nicht aussteigen: Helfer in Schutzanzügen kommen mit den Abstrich-Utensilien zum Fahrzeug. Wie lange die Auswertung der Tests dauert, hängt von Laborkapazitäten ab. An den Teststationen werden nur Abstriche genommen und dann ans Gesundheitsamt weitergereicht.

Hier können Sie sich in Bayern testen lassen.

+++ Wegen Corona: Kinder bekommen mehr Ferienprogramm +++

Nach einem wegen der Corona-Pandemie außergewöhnlichen Schuljahr können sich Kinder im Freistaat ab Montag auf ein besonders umfangreiches Sommerferienprogramm freuen. 700 zusätzlich geschaffene Gruppenangebote für 9.000 Kinder sollen in den nächsten Wochen die bestehenden Ferienprogramme ergänzen, wie das Kultusministerium am Donnerstag mitteilte.

Die zusammen mit dem Bayerischen Jugendring eingerichteten Angebote sind vor allem für Schüler der ersten bis sechsten Klassen gedacht und sollen Eltern helfen, die ihren Jahresurlaub – etwa wegen der coronabedingten Schulschließungen – schon aufgebraucht haben. Das Programm umfasst dem Kultusministerium zufolge verschiedene Bereiche von Umweltbildung bis hin zu kreativen oder sportlichen Aktivitäten. Auch spontane Anmeldungen seien möglich.

+++ Jungpolitiker kritisieren Vorstoß für mehr Alkoholverbote +++

Die Nachwuchsorganisationen mehrerer Parteien in Bayern haben die Pläne für mehr Alkoholverbote auf öffentlichen Plätzen im Kampf gegen Corona kritisiert. Solche Einschränkungen verlagerten das Problem nur, warnten sie am Mittwoch in einer gemeinsamen Erklärung. Die Staatsregierung hat kreisfreien Städten und Landkreisen empfohlen, solche Einschränkungen zu prüfen. "Natürlich ist Vorsicht das Gebot der Stunde", sagte die Sprecherin der Grünen Jugend, Saskia Weishaupt. "Aber ein pauschales Alkoholverbot im öffentlichen Raum greift viel zu kurz!" Das Problem werde auf Privat-Partys verlagert.

Juso-Landesvorsitzende Anne Tanzer forderte: "Die Staatsregierung sollte sich vielmehr dafür einsetzen, sichere Plätze für junge Menschen zu schaffen, wo sie sich treffen und Zeit miteinander verbringen können." Der Landeschef der Jungen Liberalen, Maximilian Funke-Kaiser, nannte das Vorgehen unverhältnismäßig. "Es ist bedauerlich, dass die Staatsregierung seit Monaten mit dem Vorschlaghammer agiert und ein pauschales Verbot nach dem anderen auspackt."

Nach Ansicht der Staatsregierung hat die Erfahrung gezeigt, dass besonders gemeinsamer Alkoholkonsum in größeren Menschenmengen zur Missachtung von Infektionsschutzregeln führt.

+++ Münchner Finanzspritze für Tierpark Hellabrunn rettet Löwen +++

Die Stadt München kommt dem Tierpark Hellabrunn mit einem Rettungspaket über mehrere Millionen Euro zu Hilfe. Wegen der Finanznot durch die Corona-Ausfälle war zuletzt unter anderem die Zukunft der Löwen unsicher. Auch ihr Platz sei damit in einer neuen Anlage langfristig gesichert, teilte der Tierpark am Mittwoch in München mit. Die Sonderzuwendung der Stadt als Hauptanteilseignerin des Zoos sei eine wichtige Voraussetzung für das wirtschaftliche Überleben des traditionsreichen Zoos. Lesen Sie hier mehr dazu!

+++ Weitere Corona-Tests in Mamming sind negativ +++

Nachdem auf einem Gemüsehof im niederbayerischen Mamming mehr als 170 Erntehelfer positiv auf das Coronavirus getestet worden sind, sind weitere Tests von Anwohnern negativ ausgefallen. Von 543 am Dienstag in Mamming getesteten Gemeindemitgliedern sei kein einziger Befund positiv gewesen, teilte das Landratsamt Dingolfing-Landau am Mittwoch mit.

"Die bisherigen Ergebnisse sind ein weiteres Indiz dafür, dass es sich bei dem Ausbruch auf einem landwirtschaftlichen Betrieb um einen geschlossenen Personenkreis gehandelt hat", sagte Landrat Werner Bumeder laut Mitteilung.

+++ Bund will Kosten für Tests für Reiserückkehrer übernehmen +++

Die geplanten zusätzlichen Testmöglichkeiten auf das Coronavirus für Reiserückkehrer nach Deutschland will der Bund finanzieren. Die Kosten würden durch einen erhöhten Zuschuss zur gesetzlichen Krankenversicherung übernommen, sagte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums am Mittwoch in Berlin. Die entsprechende Verordnung soll in dieser Woche in Kraft treten. Die Ressortchefs von Bund und Ländern hatten freiwillige Tests für alle Rückkehrer aus dem Ausland beschlossen, die für die Reisenden kostenfrei sein sollen.

Darüber hinaus will Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) für Rückkehrer aus internationalen Risikogebieten mit hohen Fallzahlen eine Testpflicht anordnen. Sie soll in der kommenden Woche in Kraft treten, einen genauen Tag nannte das Ministerium noch nicht. Sie solle so schnell wie möglich kommen, damit sich alle darauf einstellen könnten.

+++ Gericht kippt bayerisches Einreiseverbot +++

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hat das bayerische Beherbergungsverbot für Gäste aus Risikogebieten in anderen Bundesländern vorläufig außer Vollzug gesetzt. Es sei nicht verhältnismäßig, dass mehr als 50 neue Corona-Infektionen pro 100.000 Einwohner eines Landkreises innerhalb sieben Tagen automatisch zu einem Beherbergungsverbot führten, entschied das Gericht am Dienstag in München. Außerdem reiche in der Verordnung der Verweis auf Veröffentlichungen des Robert-Koch-Instituts nicht - für die Wirte sei nicht erkennbar, wo sie die aktuellen Zahlen fänden. Geklagt hatte ein Hotelier aus der Oberpfalz.

+++ Corona-Risiko: Hier will Bayern verstärkt testen +++

Um die Corona-Pandemie einzudämmen, setzt die Staatsregierung auf verstärkte Tests in der Landwirtschaft, bei Urlaubsrückreisenden sowie in Asylunterkünften. Das sagte Bayerns Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in München. Immer dort, wo es Verstöße gegen die Hygienevorschriften gebe, könne es relativ schnell zu gravierenden Auswirkungen kommen. Das gelte überdies auch für "ungezügelte Partys".

Bei Erntebetrieben soll es Herrmann zufolge mehr Hygiene-Kontrollen geben, verpflichtende Tests für sämtliche Saisonarbeitskräfte sowie Bußgelder bis zu 25 000 Euro. Urlaubsrückkehrer aus Risikogebieten müssten sich weiterhin in häusliche Quarantäne begeben oder sollen sich Tests unterziehen können. In Asylunterkünften seien Corona-Tests etwa dann geplant, wenn Bewohner das Ärztezentrum eines Ankerzentrums aufsuchen oder in andere Unterkünfte verlegt würden.

+++ RKI: Sorge über Fallzahlenanstieg +++

Abstand, Händehygiene, Alltagsmaske: Nach einem Wiederanstieg der Corona-Infektionszahlen bundesweit hat das Robert Koch-Institut (RKI) zum Einhalten der Verhaltensregeln appelliert.

Die Entwicklung sei sehr beunruhigend, bekräftigte RKI-Präsident Lothar Wieler am Dienstag in Berlin. Es gelte nun zu verhindern, dass sich das Virus wieder rasant und unkontrolliert ausbreitet. "Das schaffen wir nur gemeinsam", sagte Wieler. Menschen seien nachlässig geworden. Zu Tausenden wilde Partys zu feiern, sei "rücksichtslos" und auch "fahrlässig", sagte er. Und auch im Urlaub sei vernünftiges Verhalten gefragt.

Im Unterschied zur letzten Zeit mit einzelnen großen Ausbrüchen sei die Lage derzeit diffus, schilderte RKI-Expertin Ute Rexroth. Beobachtet würden Fallzahlenanstiege in unterschiedlichen Kommunen und Gemeinden – deutschlandweit steckten sich wieder mehr Menschen an. Es bestehe die Sorge, dass sich eine Trendumkehr andeuten könne. Wieler betonte: Ob es sich um den Beginn einer möglichen zweiten Welle handle, könne man nicht wissen – aber es könne sein.

+++ Reisebeschränkungen für Menschen aus Landkreis Dingolfing-Landau +++

Menschen aus dem niederbayerischen Landkreis Dingolfing-Landau müssen zu Beginn der bayerischen Sommerferien nach dem Corona-Ausbruch auf einem Gemüsehof in Mamming mit Reisebeschränkungen rechnen. Die Regierung von Schleswig-Holstein stufte den Landkreis am Montag explizit als Risikogebiet ein. Zuerst hatte der Bayerische Rundfunk darüber berichtet.

Und Schleswig-Holstein dürfte mit dieser Regelung nicht allein bleiben - auch nach Mecklenburg-Vorpommern dürfen Menschen aus dem Landkreis Dingolfing-Landau aktuell nicht reisen, wie der BR unter Berufung auf eine Sprecherin des dortigen Gesundheitsministeriums berichtet. Die Ausnahme: "Die Gäste weisen ein ärztliches Zeugnis vor, das bestätigt, dass keine Anhaltspunkte für eine Infektion mit dem Corona-Virus vorhanden sind."

Nach Angaben auf der Homepage der Landesregierung von Schleswig-Holstein müssen sich Urlauber aus dem Landkreis Dingolfing-Landau nun in eine 14-tägige Quarantäne begeben und sich beim dortigen Gesundheitsamt melden, wenn sie nach Schleswig-Holstein einreisen wollen. Ausgenommen davon sind Menschen mit einem negativen Corona-Test, der nicht älter als 48 Stunden ist.

+++ Spahn: Corona-Tests für Reiserückkehrer sollen Pflicht werden +++

Reiserückkehrer aus Corona-Risikogebieten sollen sich künftig auf das Virus testen lassen müssen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte der Deutschen Presse-Agentur am Montag, er werde "eine Testpflicht für Einreisende aus Risikogebieten anordnen".

+++ Corona-Hotspot in Oberfranken: Massentests alle negativ +++

Nach der Entwicklung zu einem lokalen Corona-Hotspot sind die Massentests in der oberfränkischen Stadt Rehau alle negativ ausgefallen. 678 Einwohner ließen sich an einem Testmobil des Landkreises Hof freiwillig testen, wie das Landratsamt am Montag mitteilte. Momentan gebe es 48 Infizierte in Stadt und Landkreis Hof.

Auch in Schulklassen und Gemeinschaftsunterkünften seien Abstriche genommen worden. "Die Ergebnisse der umfangreichen Tests haben gezeigt, dass sich das Virus ausschließlich im Bereich der Rehauer Großfamilien verbreitet hat", erklärte Landrat Oliver Bär (CSU). Alle, die positiv auf das Virus getestet wurden, befänden sich in Quarantäne. Weitere Maßnahmen wie ein lokaler Lockdown seien deshalb nicht notwendig, hieß es.

+++ Regierung erhöht Bußgeld für Betriebe bei Corona-Verstößen +++

Nach der Corona-Masseninfektion auf einem Gemüsehof in Niederbayern hat die bayerische Staatsregierung das Bußgeld für Betriebe verfünffacht. Bei Verstößen gegen Hygieneauflagen werden künftig 25.000 Euro statt bislang 5.000 Euro fällig, wie Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag ankündigte.

+++ Söder fordert Corona-Testpflicht für Urlaubsrückkehrer +++

Angesichts steigender Zahlen von Corona-Neuinfektionen hat CSU-Chef Markus Söder (CSU) seine Forderung an den Bund nach verpflichtenden Tests für Urlaubsrückkehrer aus Risikogebieten bekräftigt. Zugleich richtet Bayern an mehreren Grenzübergängen zu Österreich auf den Autobahnen freiwillige Teststationen ein - ebenso an den Hauptbahnhöfen in München und Nürnberg.

Nötig seien verpflichtende Tests für Rückkehrer an Flughäfen, sagte der bayerische Ministerpräsident am Montag in München. Der Bund müsse hierfür den rechtlichen Rahmen schaffen. Bayern bereite alles vor, um dann umgehend starten zu können, sagte er.

+++ Söder: "Corona erlaubt keinen Leichtsinn +++

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat nach der Corona-Masseninfektion auf einem Bauernhof in Niederbayern ein strenges Einhalten der Regeln zur Bekämpfung der Pandemie angemahnt. "Corona verzeiht keinen Leichtsinn", sagte Söder am Montag in München. Unvernunft, mangelnde Vorsicht und zum Teil bewusste Verstöße gegen Hygienekonzepte und Regeln seien das Problem. Daher sei das Tragen von Mund-Nase-Schutz ebenso wichtig wie ein Ausbau der Testkapazitäten und gegebenenfalls Quarantäne.

"Corona kommt schleichend zurück, leider aber mit aller Macht", sagte Söder. Daher sei es wichtig darauf zu achten, dass aus wenigen Fällen nicht schleichend eine zweite Infektionswelle werde. "Vorsicht muss oberstes Gebot bleiben", sagte der CSU-Chef.

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+++ Verpflichtende Tests für Saisonarbeiter +++

Nach dem Ausbruch auf einem Gemüsehof in Mamming zieht die Staatsregierung Konsequenzen: Ab sofort werden alle Saisonarbeiter in Bayern verpflichtend getestet. Das teilte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag an. Zudem werden die Überprüfungen der Hygieneauflagen verstärkt und der Strafrahmen bei etwaigen Verstößen verschärft.

Zudem forderte Söder erneut verpflichtende Tests an allen deutschen Flughäfen. Der Freistaat selbst werde an drei grenznahen Orten in Bayern für Autofahrer und an den Bahnhöfen in München und Nürnberg Teststationen einrichten.

+++ Zahlen in Österreich steigen +++

Die Zahl der Corona-Infektionen in mehreren Tourismusbetrieben in St. Wolfgang in Oberösterreich ist um neun auf mindestens 53 gestiegen. Wie ein Sprecher der oberösterreichischen Landesregierung auf Twitter schrieb, seien nun alle 628 Tests vom Samstag ausgewertet. Es fehlten noch die Ergebnisse von 419 weiteren Tests. Bei den Betroffenen handelt es sich nach Angaben der Gesundheitsministerin des Landes Oberösterreich, Christine Haberlander, um 52 Mitarbeiter und einen Gast. In den vergangenen Tagen seien bei der eigens eingerichteten Coronatest-Station im Ort 1.600 Mitarbeiter und Gäste getestet worden, sagte sie im ORF-Radio am Montag.

Zwei Bars wurden bereits am Freitag geschlossen. Zudem ordneten die Behörden am Samstagabend für die örtliche Gastronomie eine Sperrstunde ab 23.00 Uhr an. Nach den Worten des Sprechers des Tourismusbüros sind zum jetzigen Zeitpunkt weder Betriebsschließungen noch die Schließung des Ortes angedacht. Die Bekanntheit des Ortes entpuppe sich nun als Fluch, sagte die Besitzerin eines betroffenen Hotels am Montag im ORF-Radio. Wären die Fälle in einem weniger bekannten Urlaubsregion aufgetreten, hätte sich niemand dafür interessiert, meinte sie. Sie rechne nun mit vielen Stornierungen.

+++ Testzelt für Bewohner in Mamming +++

Nach der Corona-Masseninfektion von 174 Erntehelfern auf einem Gemüsehof in Mamming will die Staatsregierung am Montag eine Covid-Teststation in der niederbayerischen Gemeinde aufbauen. Der örtlichen Bevölkerung werde die freiwillige Testung in einem mobilen Testzelt angeboten, sagte Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Montag. "Gerade in einer Situation wie dieser ist dies ein sehr wichtiges Angebot an die Bevölkerung." Abgesehen von Mamming ist die Corona-Infektionsrate im Landkreis Hof vergleichsweise hoch. Die sogenannte 7-Tage-Inzidenz lag am Sonntag bei 37,8 Infizierten pro 100.000 Einwohner - höher als der "Signalwert" von 35 pro 100.000, den die Staatsregierung in ihrem Corona-Frühwarnsystem festgelegt hat. "Wir beobachten jeden Anstieg des Infektionsgeschehens selbstverständlich mit großer Ernsthaftigkeit", sagte Huml dazu.

+++ Grüne und SPD kritisieren Staatsregierung nach Corona-Masseninfektion +++

Nach der Corona-Masseninfektion von 174 Erntehelfern auf einem niederbayerischen Gemüsehof geben Grüne und SPD der Staatsregierung eine Mitverantwortung. Die Oppositionsfraktionen warfen Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und seinem Kabinett am Sonntag vor, die Kontrolle der Unterkünfte von Saisonarbeitern zu vernachlässigen. "Das kann sich bitter rächen, wenn solche lokalen Infektionsgeschehen ausgreifen und regionale Lockdowns angeordnet werden müssen", sagte Jürgen Mistol, der parlamentarische Geschäftsführer der Grünen.

Das sieht die SPD ganz ähnlich: "Wir haben nach dem Corona-Ausbruch in dem Wiesenhof-Schlachthof Mitte Mai bereits ein Sonderkontrollprogramm auch für Bauernhöfe mit Erntehelfern gefordert", sagte Umweltexperte Florian von Brunn. "Gerade die Hygienebedingungen am Arbeitsplatz und die Wohnverhältnisse müssen aus unserer Sicht scharf kontrolliert werden. Das ist offensichtlich nicht passiert." Der Ausbruch sei "mit Ansage" gekommen.

+++ 174 Erntehelfer in Mamming infiziert +++

Nach einer Corona-Masseninfektion auf einem großen Bauernhof im niederbayerischen Mamming stehen fast 500 Menschen unter Quarantäne und dürfen den Betrieb nicht mehr verlassen. Ein Sicherheitsdienst überwacht das Ausgehverbot. Insgesamt 174 Erntehelfer wurden bei der Reihenuntersuchung positiv auf den Corona-Erreger Sars-Cov2 getestet, wie das Landratsamt Dingolfing-Landau am Samstagabend mitteilte.

"Um eine weitere Ausbreitung zu vermeiden, müssen wir zum Schutz der Bevölkerung leider diesen Schritt gehen", erklärte Landrat Werner Bumeder. Zuvor hatten sich in dem Betrieb bereits sieben Mitarbeiter infiziert - dies war der Anlass des Reihentests.

Der CSU-Politiker appellierte an die Bürger, Ruhe zu bewahren: "Nach unseren Informationen handelt es sich um einen geschlossenen Personenkreis." Auf dem Hof wurden infizierte von nicht infizierten Mitarbeitern getrennt. Darüber hatten zuerst örtliche Medien berichtet.

+++ Ab sofort kostenlose Corona-Tests am Münchner Flughafen für Ankommende +++

Ankommende Fluggäste am Münchner Flughafen können sich dort ab sofort kostenlos auf den Corona-Erreger Sars-CoV2 testen lassen. Das teilte Gesundheitsministerin Melanie Huml am Samstag mit. "Wir müssen aufpassen, dass Reiserückkehrer keine neuen Infektionen mit nach Hause bringen", sagte die CSU-Politikerin. "Deshalb ist es sinnvoll, sich schon am Flughafen testen zu lassen." Mit der kostenlosen Testmöglichkeit setzt die Staatsregierung einen Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz von Bund und Ländern vom Freitag um.

Nicht beschlossen wurden Pflichttests, gegen die es rechtliche Bedenken gibt. Auch bisher gab es schon Corona-Tests am Münchner Flughafen, aber keine kostenlosen. Eine Corona-Testpflicht für Urlaubsrückkehrer an allen deutschen Flughäfen fordert unter anderem Ministerpräsident Markus Söder (CSU). Söder hatte am Freitag jedoch betont, dass es eine bundesweit einheitliche Regelung geben müsse. Die Bundesregierung lässt eine Testpflicht prüfen.

+++ Ungewöhnlich wenig Verkehr zum Ferienstart in Bayern +++

In Corona-Zeiten ist es zum Start der Sommerferien in Bayern auf den Autobahnen und Bundesstraßen im Freistaat ungewöhnlich ruhig geblieben. Wie fast alle Polizeipräsidien mitteilten, blieben die sonst zum Ferienbeginn üblichen Staus weitgehend aus. Ein Sprecher der Polizei Niederbayern sagte am Samstag, der Verkehr auf den Straßen sei "nicht ferientypisch", sondern vergleichbar mit einem normalen Samstag gewesen. Einzig im südlichen Oberbayern kam es auf den Autobahnen 8 Richtung Salzburg und 96 Richtung Lindau vereinzelt zu stockendem Verkehr.

Der ADAC hatte für das Wochenende zwar teilweise lebhaften Verkehr prophezeit, wegen der Corona-Krise aber nicht die in früheren Jahren üblichen stundenlangen Staus.

+++ Bayerischer Umweltminister plädiert für Urlaub "dahoam" +++

Nach dem Sommerferienstart in Bayern an diesem Wochenende hat der Bayerische Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) dazu aufgerufen, in die bayerischen Ferienregionen zu reisen.

"Urlaub daheim ist das klare Motto in Corona-Zeiten", so Glauber auf der Webseite des Bayerischen Umweltministeriums. "Natururlaub in der Fränkischen Schweiz zum Beispiel bietet wunderbare Landschaft und ist pure Erholung."

Urlaub daheim bedeute aber auch eine ganz besondere Verantwortung für die Natur. Zudem müssten die Maskenpflicht, die geforderten Mindestabstände sowie die weiteren aktuellen Regelungen aufgrund der Corona-Pandemie eingehalten werden.

+++ Corona-App funktioniert fehlerhaft +++

Die Corona-Warn App funktioniert auch einen Monat nach Start auf vielen Geräten nicht richtig. Nach Recherchen von tagesschau.de sind viele Iphone-Nutzer wochenlang nicht informiert worden, ob sie Kontakt zu Infizierten hatten. Bei Iphones wie bei Android-Geräten klappt die Hintergrundaktualisiserung nicht. Details lesen Sie hier

Das Bundesgesundheitsministerium bestätigte am Samstag die Probleme. Apple-Geräte wiesen "offenbar betriebssystembedingte Einschränkungen der Hintergrundaktualisierung" auf. Die Corona-Warn-App tausche zwar zuverlässig anonyme Codes aus, gleiche die Codes auch mit dem Server ab - aber nicht immer, wenn sie nur im Hintergrund laufe.

Die Entwickler suchten derzeit nach einem Weg, die Systemprobleme zumindest zu umgehen - bis Apple sie dauerhaft gelöst habe.

+++ Kein Bußgeld bei Bahnfahrt ohne Maske +++

Die Deutsche Bahn will bei Verstößen gegen die Maskenpflicht bei Bahnfahrten vorerst keine Bußgelder verhängen. Allerdings überwacht die Bundespolizei das Maskengebot: Wer keine trägt, kann am nächsten Bahnhof von den Beamten aus dem Zug geholt werden.

Die Deutsche Bahn dagegen setze zunächst auf "Einsicht und die Kommunikation unserer Zugbegleiter mit jenen Fahrgästen, die keine Maske tragen", so Bahnchef Richard Lutz gegenüber den Funke-Zeitungen. "Überzeugung und Appell an die Verantwortung stehen vor der Bestrafung."

Dass Fahrgäste von der Polizei aus dem Zug geholt worden wären, sei bisher selten nötig gewesen.

+++ Söder befürchtet Wirtschaftseinbruch in Bayern +++

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder erwartet in den nächsten Monaten eine deutliche Abschwächung der Konjunktur. "Ich befürchte, dass wir im Herbst in eine sehr schwierige Lage kommen", sagte der CSU-Chef dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Es würden "zurzeit keine Flugzeuge bestellt, weniger Autos verkauft - und große Maschinen finden kaum Absatz. Solange sich die desaströse Lage in den USA und Lateinamerika nicht verbessert, springt der internationale Markt nicht wie gewohnt an."

Deshalb müssten nach den Sommerferien neue Massnahmen zur Stützung der bayerischen Wirtschaft geprüft werden. Mit einer Verlängerung von Kurzarbeit und der Insolvenzordnung könne man Sicherheit geben. "Aber wir müssen rasch neue Strukturen anschieben, mit Investitionen in Forschung und in Spezialindustrien wie Luft- und Raumfahrt, Maschinenbau oder die Automobilzulieferer."

Den Klimaschutz müsse man dabei mitdenken: "Es könnte eine Idee sein, Autos mit schlechten CO2-Werten in klimafreundlichere Fahrzeuge zu recyceln."

+++ Münchner Kinderärzte warnen vor Test-Ansturm +++

Kinderärzte erwarten für den Frühherbst 2020 eine besonders hohe Nachfrage nach Corona-Tests, die von den Praxen dann nicht mehr zu bewältigen sei. Verunsicherte Eltern, Kitas und Schulen seien in diesem Jahr durch Schnupfnasen besonders leicht zu verunsichern.

"Wir befürchten, dass es ab dem Herbst zu einem Ansturm auf unsere kinder- und jugendärztlichen Praxen kommen wird", sagte der Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte Thomas Fischbach. Die Erkältungszeit sei für die Praxen aber meist ohnehin ein Stresstest.

"Wenn jetzt - oft ausgehend von den Kitas und Schulen selbst - zusätzlich noch Kinder geschickt werden, bei denen jede Schnupfnase als Hinweis auf Covid-19 gesehen wird, dann ein Test verlangt wird, dann werden wir dies nicht alleine bewältigen können."

Er fordert eine "großzügige Karenztagregelung", damit Eltern ihre Kinder bei kleinen Infekten auch ohne Attest mehrere Tage zu Hause behalten und so die Praxen entlasten können. Lesen Sie hier mehr dazu!

+++ Münchner Wirte planen Ersatz für Oktoberfest +++

Trotz Absage des Oktoberfests sollen die Münchner zur Wiesnzeit ihre Maß Bier und ihr Hendl bekommen - möglicherweise sogar mit Blasmusik. Anstelle des geplatzten Oktoberfest-Starts am 19. September wollen Gaststätten in der Innenstadt und Wirte eine Mini-Version starten.

Diese "Wirtshauswiesn" knüpfe an die Ursprünge der Wiesn vor gut 200 Jahren an, sagt der Sprecher der Münchner Innenstadtwirte, Gregor Lemke. "Als 1810 die erste Wiesn stattgefunden hat, gab es keine Zelte. Es gab nicht diese Verpflegungsmöglichkeiten auf der Theresienwiese. Die Menschen sind danach in die Stadt gezogen, in die Wirtshäuser. Da haben wir eine Analogie zur Wirtshauswiesn."

+++ Öffnung von Schankwirtschaften: Eilantrag abgewiesen +++

Der bayerische Verwaltungsgerichtshof hat einen gemeinsam mit einer Anwaltskanzlei und einem Regensburger Kneipenbetreiber vom Verein zum Erhalt der bayerischen Wirtshauskultur (VEBWK) eingereichten Eilantrag zur Öffnung von Schankwirtschaften in Bayern abgelehnt. "Wir hören nicht auf, für die Rechte unserer bayerischen Kneipen- und Barbetreiber zu kämpfen", sagte VEBWK-Geschäftsführerin Dr. Ursula Zimmermann laut einer Mitteilung vom Freitag. "Die Tatsache, dass der entscheidende Senat die Grundrechtseinschränkungen des Regensburger Schankwirtschaftsbetreibers anerkannt hat, ist für uns ein erster Erfolg und gibt Hoffnung für ein positives Urteil im kommenden Hauptsacheverfahren."

Schankwirtschaften weisen im Vergleich zur Speisegastronomie zwar ein höheres Infektionsrisiko auf, die Grundrechte des Regensburger Kneipeninhabers seien jedoch durchaus als eingeschränkt anzusehen, so die Richter. Laut dem Urteil des VHG Ansbach sind die "Erfolgsaussichten in der Hauptsache derzeit als offen anzusehen", betont die Anwaltskanzlei "Eroes und Kollegen". Dies wolle man jetzt nutzen und eine entsprechende Normenkontrollklage anstrengen. Der Kampf um die Öffnung der bayerischen Schankbetriebe geht somit in die nächste Runde. 



+++ Söder fordert Corona-Testpflicht an Flughäfen +++

CSU-Chef Markus Söder fordert eine Corona-Testpflicht für Urlaubsrückkehrer an allen deutschen Flughäfen. "Wir brauchen (auch) dringend auf Dauer verpflichtende Tests an den Flughäfen, insbesondere aus Risikogebieten. Da glaube ich reicht die Quarantäne alleine nicht aus. Da wäre ein Test direkt am Flughafen sinnvoll", sagte der bayerische Ministerpräsident am Freitag in Nürnberg. Söder betonte, dass es eine bundesweit einheitliche Regelung in der Frage geben müsse.

"Ich glaube, wir brauchen dafür jetzt rasche Grundlagen. Das Wichtigste ist aber, dass wir mal klären, ob es verpflichtend ist oder nicht", sagte Söder. Er sei der Meinung, dass der Schutz der Bevölkerung an oberster Stelle stehen solle. Mit Blick auf die in einigen Bundesländern bereits endenden Sommerferien sei es wichtig, "Tempo zu machen". Er hoffe nicht, dass es in einigen Fällen bereits zu spät sei, da hier die Menschen bereits aus den Urlaubsregionen zurückkehrten, es aber noch keine Tests gebe.

+++ Brenner wieder frei: Mit dem Zug nach Italien +++

Die Deutsche Bahn (DB) verstärkt ihren Betrieb wieder – gemeinsam mit den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) werden wieder alle Eurocity-Verbindungen vom Münchner Hauptbahnhof nach Italien angeboten. Damit rollt der Bahnverkehr "wieder wie vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie", wie die Bahn mitteilt.

Ab sofort fahren jeden Tag fünf Züge von München in Richtung Italien – gehalten wird unter anderem in Südtirol, Trentino und Verona. Einige Züge werden darüber hinaus bis nach Venedig, Bologna und Rimini verlängert.

Der Bahn zufolge könne man in weniger als fünfeinhalb Stunden in Verona sein – Fahrkarten gibt es ab knapp 38 Euro für Direktverbindungen nach Italien. Aufgrund behördlicher Anordnungen war der Übergang am Brenner für Reisezüge über Wochen gesperrt. Mit der Grenzöffnung konnten DB und ÖBB den Verkehr wieder aufnehmen.

+++ Flughafen München rechnet für 2020 mit Halbierung der Passagierzahl +++

Angesichts des massiven Einbruchs der Passagierzahlen in der Corona-Krise überprüft der Flughafen München seine Kapazitäten. Für das laufende Jahr werden weniger als die Hälfte der knapp 48 Millionen Passagiere aus dem Vorjahr erwartet, wie der Flughafen am Donnerstag mitteilte. Auch in den kommenden Jahren werde das Verkehrsaufkommen unter dem Vorkrisenniveau liegen, was für den Flughafen "massive Ertragsverluste in allen Geschäftsfeldern" bedeute.

Mit Blick auf die kommenden Jahre müssten die vorhandenen Kapazitäten überprüft und der Verkehrsentwicklung angepasst werden, erklärte der Flughafen. Im Detail könne darüber aber erst in den nächsten Monaten entschieden werden, da exakte Prognosen derzeit noch sehr schwierig seien.

+++ München bekommt Corona-Hilfspaket: Finanzhaushalt 2020 damit wohl gesichert +++

Die Bayerische Staatsregierung hat in einem gemeinsamen Gespräch mit den kommunalen Spitzenverbänden entschieden, die Kommunen spürbar zu entlasten und die Gewerbesteuerausfälle durch kräftige Finanzhilfen zu kompensieren. Das bedeutet auch für die Landeshauptstadt München eine wesentliche finanzielle Entlastung. Im Konjunktur- und Krisenbewältigungspaket der Bundesregierung war vorgesehen, dass Gewerbesteuerausfälle von Bund und Ländern zu gleichen Teilen kompensiert werden.

Wie das Bayerische Finanzministerium nun am Mittwoch bekanntgab, orientiert sich der Verteilungsschlüssel an den durchschnittlichen Gewerbesteuereinnahmen der Jahre 2017 bis 2019. Für die Stadt München ist das eine erhebliche Kompensationsleistung. Der genaue Verteilungsschlüssel war bisher noch unklar.

+++ Mehr als 50.000 Corona-Infektionen in Bayern +++

Die Corona-Infektionen haben in Bayern die Marke von 50.000 überschritten. Nach Angaben des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit haben sich bis Mittwoch, 23. Juli (Stand: 9 Uhr) 50.045 Menschen in Bayern mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. 46.400 gelten als genesen. Insgesamt starben in Bayern bisher 2.616 Personen mit oder an SARS-CoV-2.

+++ Corona-Tests für Rückkehrer aus Risikogebieten? +++

Wer aus sogenannten Risikogebieten im Ausland einreist, soll künftig unmittelbar nach der Rückkehr auf das Coronavirus getestet werden. Dazu sollen an deutschen Flughäfen Teststellen eingerichtet werden. Auf eine entsprechende Empfehlung verständigten sich die Gesundheitsminister von Bund und Ländern nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch bei einer Schaltkonferenz, ohne zunächst einen formalen Beschluss dazu zu fällen. Am Freitag sind weitere Beratungen geplant.  Die Tests sollen den Angaben zufolge verpflichtend sein. Bisher müssen Menschen, die aus stark vom Coronavirus betroffenen Staaten zurückkehren, in Deutschland zunächst 14 Tage in häusliche Quarantäne. Ob sie das tatsächlich immer tun, ist aber fraglich. Deshalb will die Politik hier nachjustieren.

Weltweit stuft das Robert Koch-Institut (RKI) derzeit den größten Teil der Staaten als Corona-Risikogebiet ein. Keine Quarantänepflicht gilt dagegen für Einreisende aus fast allen EU-Staaten und einigen anderen europäischen Ländern. Momentan sind viele Deutsche etwa in Spanien, Frankreich, Italien oder Griechenland im Urlaub - in Ländern also, die nicht als Risikogebiet eingestuft sind. Gleichwohl kann dort erhöhte Ansteckungsgefahr mit Sars-CoV-2 bestehen. An den bayerischen Flughäfen sollen sich deutsche Urlaubsrückkehrer in Kürze direkt kostenlos und freiwillig auf das Coronavirus testen lassen können. Das hatte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Sonntag im ZDF-Sommerinterview angekündigt.


Hinweis der Redaktion: Zum Zwecke der Übersichtlichkeit und besserer Ladezeiten unseres Newsblogs haben wir alte Beiträge ab dieser Stelle gelöscht. Der erste Eintrag stammt vom 22. Juli.

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