AZ-Transfercheck Millionen-Poker beim FC Bayern: Diese Stars sollen noch kommen

Wen verpflichtet der FC Bayern? Bei James Rodríguez (2. von links) besitzen die Münchner eine Kaufoption. Timo Werner (3. von links), Callum Hudson-Odoi (links) und Nicholas Pépé würden sehr teuer werden. Foto: Jan Woitas/ZB/dpa, Marius Becker/dpa, John Walton/PA Wire/dpa, imago/PanoramiC

Drei Spieler haben die Münchner bereits verpflichtet, weitere Stars werden gehandelt. Ob es einen Transfer über 100 Millionen Euro gibt? "Dieses Jahr sicherlich nicht", sagt Hoeneß. Der Transfercheck der AZ.

 

München - Für diesen einen Spieler hätte Uli Hoeneß das berühmte Festgeldkonto des FC Bayern vielleicht sogar komplett geplündert – doch daraus wird wohl nichts. "Mbappé würde ich sofort kaufen. Der Spieler ist toll", sagte Bayerns Präsident im dpa-Interview: "Aber für den fehlt uns das notwendige Geld."

Da schau her! Auch für die Münchner gibt es manchmal Grenzen. Dass es mit einem Wechsel von Frankreichs Superheld Kylian Mbappé (20, Marktwert: 200 Millionen Euro) nicht klappt, bedeutet jedoch keineswegs das Ende der bayerischen Transferbemühungen für die neue Saison. "Wir sind der Meinung, es ist der Zeitpunkt gekommen, an dem der FC Bayern sein hart erarbeitetes Geld in den Markt gibt, um wieder eine neue, junge Mannschaft auf den Platz zu führen", erklärte Hoeneß weiter.

Der eine oder andere Spieler werde „vielleicht noch dazu kommen“. Wer das sein könnte und welche Stars sicher kommen: Die AZ macht den Transfercheck.

Die fixen Neuzugänge: 118 Millionen Euro hat Bayern bereits investiert, für die französischen Verteidiger Lucas Hernández (80 Millionen von Atlético Madrid) und Benjamin Pavard (35 Millionen vom VfB Stuttgart) sowie Nachwuchsstürmer Jann Fiete Arp (drei Millionen), der es beim Hamburger SV nicht mal mehr in den Kader schafft.

Zudem sei Corentin Tolisso "praktisch ein Neuzugang, der fast die ganze Saison verletzt war", so Hoeneß. Verlassen werden die Bayern Rafinha, Arjen Robben und Franck Ribéry. Auch bei Weltmeister Jérôme Boateng ist nach AZ-Informationen ein Wechsel im Sommer die wahrscheinlichste Variante.

Die heißen Transferkandidaten des FC Bayern

Bis zum 15. Juni hat Bayern die Möglichkeit, die Kaufoption bei Real Madrids James Rodríguez in Höhe von 42 Millionen Euro zu ziehen – oder eben nicht. Während Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge in der AZ den Wunsch äußerte, James weiter zu beschäftigen ("Ich gehe fest davon aus, dass James auch in der nächsten Saison beim FC Bayern spielen wird"), sind Hoeneß und Trainer Niko Kovac skeptisch.

Zuletzt saß der Kolumbianer nur auf der Bank. Und doch: Angesichts der Ablösesumme können sich die Münchner James eigentlich nicht entgehen lassen.

Mit Timo Werner soll Bayern bereits eine Einigung erzielt haben. Der Nationalstürmer will bei RB Leipzig nicht verlängern, sein Vertrag läuft 2020 aus. Es geht nur noch um die Höhe der Ablöse. Oder funkt doch Liverpool-Coach Jürgen Klopp dazwischen?

Die möglichen Verstärkungen des FC Bayern

"Wir brauchen noch einen Außenspieler", sagte Rummenigge bei Sky: "Wir haben mit Serge Gnabry und Kingsley Coman zwei tolle Spieler, aber wir brauchen noch mehr Qualität und Quantität." Man müsse eine Option finden, "die idealerweise vom ersten Spieltag an funktioniert".

Laut Lothar Matthäus hat Bayern "den Umbruch auf den Flügeln endgültig vollzogen". Coman und Gnabry seien in "die riesengroßen Fußstapfen" von Arjen Robben und Franck Ribéry getreten. Doch zwei Außenbahnspieler reichen natürlich nicht. Sportdirektor Hasan Salihamidzic will unbedingt Chelseas 18-jähriges Juwel Callum Hudson-Odoi verpflichten, aufgrund der Transfersperre der Blues wird das aber knifflig.

Alternativen: Nicholas Pépé, 23-jähriger Außenstürmer von OSC Lille (Marktwert: 40 Millionen) und Hakim Ziyech (26, Marktwert: 35 Mio.), der starke Rechtsaußen-Wusler von Ajax Amsterdam. Einen Transfer über 100 Millionen Euro schließt Hoeneß aus: "Dieses Jahr sicherlich nicht."

So viel Geld hätte er wohl nur für einen Spieler der Welt gezahlt: Kylian Mbappé.

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