Stadtmeisterschaft zum Auftakt: 1860 und Bayern in Derby-Laune

In der 3. Liga geht es für den FC Bayern und den TSV 1860 München gleich mit dem Derby los. Nachdem sich die Löwen im Vorjahr dem Stadtrivalen auf dessen Weg zur Meisterschaft geschlagen geben mussten, sind die Vorzeichen nun anders. Trainer Köllner warnt.
| Christian Kunz, Martin Moravec, dpa
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Der TSV 1860 kämpft gegen einen Derbyfluch an. (Archivbild)
Der TSV 1860 kämpft gegen einen Derbyfluch an. (Archivbild) © imago images / MIS

München - Die Fans fehlen weiter, doch der Reiz der Münchner Stadtmeisterschaft bleibt unverändert groß. Zum Start nach der Winterpause steht am Samstag (14.00 Uhr/BR und im AZ-Liveticker) im Grünwalder Stadion für den TSV 1860 und den FC Bayern mit dem Derby gleich ein Highlight in der 3. Liga an.

Die Löwen liebäugeln als Tabellendritter mit der Zweitliga-Rückkehr in diesem Jahr, Vorjahresmeister FC Bayern kämpft dagegen im Tabellenkeller - und will ganz nebenbei den Vormarsch des Stadtrivalen stoppen.

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Köllner warnt vor zu hoher Erwartungshaltung

1860 hat eine imponierende erste Saisonphase hinter sich. Hinter Tabellenführer Dynamo Dresden (35 Zähler) und dem FC Ingolstadt (28) folgt die Mannschaft von Trainer Michael Köllner. Der mahnte trotz der guten Ausgangslage Bodenhaftung an. "Wir müssen bei 1860 aufpassen, dass die Erwartungshaltung nicht unser Denken verändert. Nach dem Motto: Ah, jetzt müssen wir was Spezielles machen", sagte er der "Süddeutschen Zeitung". "Unsere Bedingungen sind die gleichen wie Anfang August. Also sollte unsere Erwartungshaltung weiter analog zu den Voraussetzungen und Gegebenheiten sein."

Zwar hat sich an der bescheidenden Finanzkraft des Traditionsclubs nichts verbessert, aber auch ohne Großausgaben läuft es gut. Das Team um Toptorjäger Sascha Mölders (12 Treffer) weist die beste Offensive der Liga auf. Winter-Neuzugang Merveille Biankadi (1. FC Heidenheim) soll den Angriff mit seinen Ideen und seiner Flexibilität weiter bereichern.

Köllner versprach gleich mal das Debüt des ehemaligen FC-Bayern-Junioren von Beginn an. "Ich werde alles geben, damit wir eine erfolgreiche Zeit haben und den unglaublichen Fans viele Siege schenken können", sagte der gebürtige Münchner Biankadi.

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Kleine Bayern sind Derby-Profis

Beim letztjährigen Duell machten die "kleinen Bayern" durch ein spätes 2:1 einen Schritt Richtung Drittliga-Titel, die Löwen mussten damals die Zweitliga-Träume beenden. "Wir haben in der vergangenen Saison ein Derby gewonnen und das andere unentschieden gespielt, also die Münchner Stadtmeisterschaft geholt. Wir wollen auch am Samstag gewinnen", sagte Mittelfeldakteur Maximilian Welzmüller.

Zum Start in die Derby-Woche konnte er ebenso wie Armindo Sieb nach wochenlangen Verletzungspausen das Trainingspensum erhöhen.

"Ein Sieg würde uns ein brutales Selbstvertrauen für die nächsten Spiele geben", sagte Welzmüller. Der Stellenwert des Duells Rot gegen Blau ist auch in der Geisterspiel-Zeit hoch. "Das wird natürlich ein besonderes Spiel", sagte Bayern-Trainer Holger Seitz. "Ich weiß auch durch meine Zeit als aktiver Amateure-Kapitän, welche Bedeutung diese Partie hat - gerade für unsere Fans. Obwohl sie nicht im Stadion sein können, stehen sie hinter uns. Wir werden alles reinwerfen." Genauso kündigte auch Köllner für dieses "besondere Spiel" Vollgas an.

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Regel-Anpassung sorgt für Diskussionen

Mit Beginn der Rückrunde vom 22. bis 24. Januar haben die Drittligisten dann auch personell während der Spiele wieder mehr Optionen. In dieser Woche stimmten die Clubs mit deutlicher Mehrheit für eine Anpassung des Wechselkontingents von drei auf fünf Spielern.

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Vor Saisonbeginn hatten die Drittligisten anders als die Clubs aus Bundesliga und 2. Liga aus wirtschaftlichen Gründen und bei einer deutlich entspannteren Pandemielage für eine Rückkehr zu drei Auswechslungen gestimmt. Deshalb wurde die bisherige Spielzeit mit dieser Regelung durchgeführt.

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