1860-Coach Michael Köllner verärgert über Wechsel-Regel: "Finde ich nicht gut"

Nach einer Abstimmung aller Klubs kehrt die Dritte Liga ab der Rückrunde zu fünf Auswechslungsmöglichkeiten pro Spiel zurück. Die Löwen stimmten gegen eine Regelanpassung. Geschäftsführer Günther Gorenzel will die Begründung, die Anpassung diene der Jugendförderung, nicht zählen lassen. Auch Trainer Michael Köllner ist nicht begeistert.
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Michael Köllner kann weniger als andere Drittliga-Trainer auf eine starke Bank zurückgreifen.
Michael Köllner kann weniger als andere Drittliga-Trainer auf eine starke Bank zurückgreifen. © imago images/Jens Dünhölt

München - Nach dem DFB-Beschluss am Mittwoch, wieder zu fünf Auswechslungen pro Partie zurückzukehren, sind die Löwen-Verantwortlichen alles andere als angetan. Löwen-Coach Michael Köllner findet vor allem den Zeitpunkt unglücklich gewählt.

"Mitten in der Saison fünf Wechsel einzufordern, finde ich nicht gut. Solche Regeln sollten vor einer Saison festgezurrt werden", sagte Köllner auf der Pressekonferenz vor dem Derby gegen die kleinen Bayern am Samstag (14 Uhr im AZ-Liveticker). 

Löwen wittern Kader-Nachteil

Durch die vielen Verletzungen und den kleinen Kader könnte sich die Regelanpassung im Nachhinein sogar als Nachteil für die Löwen erweisen. Außerdem ist Köllner generell nicht dafür bekannt, während der Spiele die Rotationsmaschine anzuwerfen. Die Bank während der Winter-Transferperiode mit Qualität zu füllen, ist wohl finanziell nicht zu stemmen. "Wir können nicht hergehen und ständig Forderungen an unsere Gesellschafter stellen", sagte Köllner am Freitag. 

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Gorenzel kritisiert Begründung 

Wie begründet der DFB den Beschluss? "Die Konferenz sprach sich erwartungsgemäß im Sinne der Verletzungsprävention der Spieler und der besseren Belastungssteuerung mehrheitlich für eine Erhöhung aus", wird Tom Eilers, Vorsitzender des Ausschusses 3. Liga, auf der Website des DFB zitiert. 

Die Entscheidung des DFB müsse man Löwen-Geschäftsführer Günther Gorenzel zufolge akzeptieren: "Wir leben in einer Demokratie. Es war ein Mehrheitsbeschluss des Drittligaausschusses, zu den fünf Wechseln zurückzukehren. Das Ganze wird noch ans DFB-Präsidium gehen, aber in der Regel folgt es den Beschlüssen", sagte er am Freitag. 

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Gleichzeitig übte er jedoch Kritik an der Argumentation der anderen Klubs, die Anpassung würde der Jugendförderung dienen: "Für mich wäre eine konsequente Haltung eher, dass die U23-Regel verschärft wird: dass ein Jugendspieler in der Startelf stehen muss, dass vier Spieler im Kader stehen müssen. So würden wir eher wieder dem Zweck einer Ausbildungsliga gerecht werden", sagte der Löwen-Boss.

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