Köllner nach 1860-Dämpfer: Enttäuschung ja, Verzweiflung nein

Nach der Niederlage des TSV 1860 beim 1. FC Saarbrücken macht sich bei den Löwen Frust breit, auch Michael Köllner ist enttäuscht. Der 1860-Coach kritisiert einmal mehr die Chancenauswertung, blickt aber auch nach vorn.
| Matthias Eicher
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Engagiert an der Seitenlinie: Löwen-Trainer Michael Köllner beim Auswärtsspiel des TSV 1860 in Saarbrücken (1:2).
Engagiert an der Seitenlinie: Löwen-Trainer Michael Köllner beim Auswärtsspiel des TSV 1860 in Saarbrücken (1:2). © imago images/Jan Huebner

München – Aufstiegskampf? Eher Abwärtsspirale: Der TSV 1860 ging am Samstag wieder einmal leer aus - in den letzten fünf Partien bereits zum vierten Mal kein Dreier. Beim 1. FC Saarbrücken mussten sich die Giesinger in Völklingen mit 1:2 geschlagen geben.

Nicklas Shipnoski (32.) und Julian Günther-Schmidt (64.) trafen für Sechzigs Relegationsgegner 2017/18, das 1:2 durch Torjäger Sascha Mölders‘ 14. Saisontreffer (67.) sollte nicht mehr reichen für einen Punktgewinn. Besonders bitter: Phillipp Steinhart scheiterte kurz vor dem 0:2 per Foulelfmeter an FCS-Torhüter Daniel Batz (62.).

Michael Köllner: "Das war ein packender Fight"

Löwen-Trainer Michael Köllner zeigte sich hinterher geknickt. "Das war ein packender Fight mit zwei unterschiedlichen Halbzeiten. Die erste ist sicher an Saarbrücken gegangen", gestand der Oberpfälzer und ergänzte mit Blick auf Sechzigs mögliche, aber verhinderte Aufholjagd nach dem Seitenwechsel: "Wir haben in der zweiten Halbzeit alles gegeben, uns viele Chancen herausgespielt. Diese haben wir nicht genutzt und so am Ende 1:2 verloren."

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Dabei hatte 1860 einmal mehr durchaus Chancen für einen oder sogar mehrere weitere Treffer: Auch Neuzugang Keanu Staude scheiterte bei seinem Debüt als Joker in der Nachspielzeit am Pfosten, Merveille Biankadi vergab zu allem Überfluss auch noch den Nachschuss. "Hintenraus hätten wir das Spiel drehen können", haderte Köllner kurz, um hinterherzuschieben, dass alles Hadern nichts bringe: "Aber wir können das Ergebnis nicht rückgängig machen, deshalb geht der Blick nach vorne.“

Michael Köllner: Enttäuschung ja, Verzweiflung nein

Doch verzweifelt man nicht anhand solch hochkarätiger Chancen, Herr Köllner? "Verzweiflung wäre der falsche Ansatz. Ich bin enttäuscht", zeigte sich der 51-Jährige ehrlich: "Solche Spiele gibt’s im Fußball, das macht auch den Reiz aus. Das mir das heute persönlich nicht gefällt, ist auch klar."

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Dumm nur, dass die Konkurrenz des TSV (38 Punkte, Rang fünf) ausnahmslos gewann und selbst der Abstand zu Relegationsrang drei nunmehr auf vier Zähler angewachsen ist. Melden sich die Giesinger somit schon ab im Aufstiegsrennen? Wenngleich die Rückkehr in die Zweite Liga in der laufenden Saison für die Sechzger "kein deklariertes Ziel" sei, wolle sich Köllner keinesfalls vorzeitig geschlagen geben: "Momentan haben wir leider eine Phase, wo es von den Ergebnissen her nicht stimmt. Aber es geht weiter. Es sind noch jede Menge Spiele zu spielen und noch 42 Punkte zu holen. Wir schauen von Woche zu Woche, was möglich ist."

Ein Grund mehr also, um am Freitagabend im "S-Bahn-Derby" gegen die SpVgg Unterhaching (19 Uhr, live bei Magenta Sport und im AZ-Liveticker) endlich wieder einen Sieg einzufahren – und die ersten drei der von Köllner angesprochenen 42 Zähler, die es noch zu holen gibt.

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