Die AZ erklärt die Top-Elf des DFB für die WM 2018 – und wer hoffen darf

40 Spieler im Blick, 23 Plätze im WM-Kader, elf Positionen auf dem Feld: Bundestrainer Joachim Löw hat so viele Nationalkicker wie nie zur Wahl. Die AZ erklärt die Top-Elf des DFB - und wer hoffen darf.
| Patrick Strasser
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Bundestrainer Joachim Löw erwartet "den härtesten Konkurrenzkampf, den wir je erlebt haben" - und muss mehr als eine ganze Elf enttäuschen.
dpa Bundestrainer Joachim Löw erwartet "den härtesten Konkurrenzkampf, den wir je erlebt haben" - und muss mehr als eine ganze Elf enttäuschen.

Stuttgart/München - Bundestrainer Joachim Löw geriet ins Schwärmen nach dem 6:0 seiner Nationalelf gegen Norwegen. "Wir haben wir erlebt, wie schön Fußball sein kann, wie viel Spaß so ein Abend machen kann", sagte er.

Man hatte aus dem schwerfälligen und glücklichen 2:1 in Prag gelernt, als Tempo und Druck nach vorne fehlten. "Wir wollten einen anderen Spirit haben. Die Tore sind zwangsläufig gefallen." Löws Fazit: "Eine wunderschöne Geschichte."

Mit einem klitzekleinen Manko: Noch fehlt der letzte Punkt zur endgültigen Qualifikation für die WM nächsten Sommer in Russland. Im direkten Duell um Gruppenplatz eins mit dem Überraschungszweiten Nordirland kann am 5. Oktober in Belfast das Ticket gebucht werden.

Und dann hat Löw den Salat. Er muss wählen.

Zwei Länderspiele im März (gegen Spanien und Brasilien), zwei letzte Tests Ende Mai, Anfang Juni - dann muss der Kader für das Projekt Titelverteidigung 2018 stehen. Löw, der "den härtesten Konkurrenzkampf, den wir je erlebt haben" erwartet, muss mehr als eine ganze Elf enttäuschen.

Es gilt, aus den Weltmeistern von 2014 und den Confed-Cup-Sieger dieses Jahres plus den U21-Talenten, gerade Europameister geworden, eine 23-Mann-Truppe zu bilden.

Aus 40 mach' 23. Die AZ zeigt, wer im DFB-Team auf welchen Positionen infrage kommt - vorausgesetzt, alle sind topfit und einsatzbereit.

Die Torhüter 

Manuel Neuer, für die WM-Qualifikationsspiele in Prag und Stuttgart noch geschont, ist der Kapitän der Nationalelf und die unumstrittene Nummer eins. Hinter dem Bayern-Profi hat sich vor allem durch den Confed Cup Marc-André ter Stegen als Stellvertreter etabliert. Um das dritte Torwart-Ticket für Russland kämpfen noch Bernd Leno (Leverkusen) und Kevin Trapp, der aber aktuell seinen Stammplatz bei Paris St. Germain verloren hat.

Die Rechtsverteidiger

Joshua Kimmich darf nach dem Rücktritt von Philipp Lahm nun beim FC Bayern eine Saison lang diese Position einstudieren, bei Löw ist er ohnehin gesetzt. Der Leverkusener Benjamin Henrichs ist ein Talent.

Die Linksverteidiger

Hier gilt Jonas Hector (1. FC Köln) bereits seit der EM 2016 als feste Größe. Hinter ihm durfte Marvin Plattenhardt von Hertha BSC erste Länderspiel-Erfahrungen sammeln.

Die Innenverteidiger

Jérôme Boateng kämpft um sein Comeback, ist bei voller Leistungsstärke wie sein Bayern-Nebenmann Mats Hummels gesetzt. Als Alternative haben sich Antonio Rüdiger, neu beim FC Chelsea, und Matthias Ginter, jetzt in Gladbach, gut entwickelt. Für Neu-Bayer Niklas Süle wird es schwer, seine Zeit kommt erst noch - wie auch bei Jonathan Tah (Bayer Leverkusen). Shkodran Mustafi, bei Arsenal nicht mehr erste Wahl, hat an Boden verloren. Benedikt Höwedes, der nun bei Juventus Turin ein neues Karriere-Kapitel beginnt, ist vielseitig, auch als Außenverteidiger einsetzbar. Der treue und loyale Löw wird den Weltmeister von 2014 mitnehmen, was bedeutet: schlechte Karten für Henrichs und Plattenhardt.

Die Sechser

Weltstar Toni Kroos von Real Madrid ist als Passmaschine in der Zentrale gesetzt, Sebastian Rudy, die Bayern-Überraschung, aber eine gute Alternative. Für Emre Can (Liverpool) wird es ebenso schwer wie für Julian Weigl, der bald sein Comeback für den BVB gibt. Ohne Chance: Diego Demme (Leipzig).

Die Achter

Im Mittelfeld vor Kroos haben Ilkay Gündogan (Manchester City), ein absoluter Löw-Liebling, sowie Mesut Özil (FC Arsenal) die Nase vorn. Sami Khedira (Juventus Turin) ist eine robustere, defensivere Alternative, Kerem Demirbay (TSG 1899 Hoffenheim) dagegen raus. Schalkes Leon Goretzka, ein dynamischer Typ wie Lothar Matthäus, hat sich empfohlen. Mario Götze (BVB), der gerne über die halblinke Mitte nach vorne stößt, ist sicher dabei - auch als möglicher "falscher Neuner".

Die Rechtsaußen

Hier darf Thomas Müller anders als bei Bayern immer ran. Er hat kaum Konkurrenz: Julian Brandt (Leverkusen) und Serge Gnabry (von Bayern an Hoffenheim ausgeliehen) sind Perspektivspieler, Amin Younes (Ajax Amsterdam) wohl nicht mehr.

Die Linksaußen

Julian Draxler, bester Spieler des Confed Cup, darf sich unter Löw anders als bei PSG entfalten. Wenn 2018 wieder fit, ist der Langzeitverletzte Marco Reus (BVB) sein Herausforderer. Leroy Sané (Man. City) hat Außenseiterchancen, André Schürrle (BVB) kaum noch welche.

Die Mittelstürmer

Timo Werner (RB Leipzig) ist der Shootingstar als vielseitiger, moderner Stürmer. Der Wolfsburger Mario Gomez reist als Joker, Typ kopfballstarker Brecher, mit nach Russland. Da Lars Stindl, die Entdeckung des Confed Cup, auch Zwischenräume besetzen kann, könnte der Gladbacher mitfahren. Außen vor: Sandro Wagner (Hoffenheim) und Kevin Volland (Leverkusen).

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