Wolfsburg-Sieg und Weihnachtsfeier: Bayern München mit Traum-Wochenende

Die Bayern feiern beim Szene-Italiener "Hugo’s" das Traum-Wochenende. Nach dem 5:0 gegen Wolfsburg ist das Team wieder Erster. 300 Gäste sind dabei, es gibt Champagner, Trüffel – und für Hoeneß Zigarren.
| P. Strasser, C. Hagen
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Erst der Kantersieg gegen den VfL Wolfsburg, danach die Weihnachtsfeier im Nobel-Restaurant. Es läuft beim FC Bayern.
dpa/Babirad/AZ Erst der Kantersieg gegen den VfL Wolfsburg, danach die Weihnachtsfeier im Nobel-Restaurant. Es läuft beim FC Bayern.

München - Das Feiermotto hatte der Vorstandsboss vorgegeben: "Wir machen Party!", rief Karl-Heinz Rummenigge den Spielern samt ihren Frauen und Freundinnen während seiner Weihnachtsansprache im Münchner Szene-Restaurant "H’ugo’s" zu.

Eine Steilvorlage. "Wir sind heute wieder Tabellenführer geworden. Dazu möchte ich euch herzlich gratulieren", so Rummenigge am Samstagabend beim Italiener gegenüber des Hotels "Bayerischer Hof", nur wenige Stunden nach dem 5:0 gegen den VfL Wolfsburg.

Es war der Tag des FC Bayern, auch dank der unerwarteten Schützenhilfe aus Ingolstadt, das 1:0 gegen RB Leipzig siegte und den Ligaprimus stürzte. Die Bayern sind wieder oben. Ein frohes Fest genau zwei Wochen vor dem Heiligen Abend – ja, war denn etwa scho’ Weihnachten? "Das war ein überragender Spieltag für uns: Die Tabellenführung wieder übernommen, und Dortmund hat auch noch zwei Punkte liegen lassen – wunderbar, das genießen wir", sagte Rummenigge. Nachbarschaftshilfe also hat die Bayern erstmals seit dem 10. Spieltag wieder ganz nach oben gespült – wie 2001, als die Unterhachinger sensationell am letzten Spieltag gegen Bayer Leverkusen mit 2:0 gewannen und die Hitzfeld-Mannschaft zum Meister machte.

Gefühlswallungen nach 15 Minuten

Bei frühlingshaften Temperaturen dank des Föhns kam es am Samstagnachmittag schon nach 15 Minuten zur ersten Gefühlswallung der Bayern-Fans, als die Führung der Ingolstädter gegen Tabellenführer Leipzig auf den Videowänden angezeigt wurde.

Uli Hoeneß:

Hätte man sich in München vor wenigen Monaten auch nicht gedacht, dass man einen Gegentreffer des Aufsteigers schadenfroh bejubeln würde. Arjen Robben (18.), Torjäger Robert Lewandowski mit seinen Saisontoren zehn und elf (22./58.), Thomas Müller (76.) und der eingewechselte Douglas Costa (86.) vergnügten sich und zerlegten die harmlosen Wolfsburger – 5:0. Man habe wieder "an Stabilität" gewonnen, das neue, alte System mit einer hängenden Spitze (Müller) lässt die Mannschaft frohlocken und wieder siegen. Da kann man den Feierabend schon mal zum Tage machen.

Live-Band, Rindertartar und Maronensuppe

Zunächst wurde im "H’ugo’s" mit rund 200 Gästen (aus der Mannschaft fehlte nur der erkrankte Mats Hummels) gespeist, untermalt von einer Live-Band. Als Aperitif wurde Champagner der Marke Veuve Cliquot gereicht, dazu Snacks wie gebratener Ziegenkäse mit Honig, Rindercarpaccio mit Trüffel, Rinder- und Lachstartar. Die Menüfolge: eine Maronensuppe als Vorspeise, dann hausgemachte Tagliolini mit weißem Trüffel als Zwischengericht, schließlich: Rinderfilet mit Barolosauce – dazu Rot-oder Weißweine.

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Nach dem festlichen Dinner ging die Party in der Tresor-Lounge des "H’ugo’s" mit rund 300 Gästen weiter, nun stießen auch Freunde der Spieler hinzu. Alles war in Bayern-Rot dekoriert, LEDs und Beamer sorgten für Vereins-Atmo. Trüffelpizza und Würstel von Uli Hoeneß durften ab 1 Uhr als verspäteter Mitternachtssnack nicht fehlen, der Präsident selbst saß draußen in einer mit Fellen und Bayern-Kissen dekorierten Hütte und gönnte sich eine Zigarre (Davidoff Robusto). Vorstandsboss Rummenigge tanzte über eine Stunde lang mit seiner Frau.

Partykönig Rafinha

"Für mich ist ein Traum in Erfüllung gegangen. Sonst war die Weihnachtsfeier immer im Käfer oder bei Schuhbeck", sagte "H’ugo’s"-Chef Ugo Crocamo zur AZ, "ich bin zwar schon 30 Jahre in der Gastronomie, war aber am Anfang der Feier schon ein bisschen nervös. Dann lief’s gleich toll – und so blieb’s bis zum Ende."

Als Erster ging Jung-Papa Javi Martínez gegen 1 Uhr, Trainer Carlo Ancelotti mit seinem Sohn Davide um 1.30 Uhr. Müller, Lahm und Robben mit ihren Frauen gegen 2.30 Uhr. Der Party-König? Rafinha. Er blieb bis 4.30 Uhr.

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