Wieder Chelsea! Dem FC Bayern droht der nächste Transfer-Zoff

Der FC Bayern und der FC Chelsea blicken auf eine schwierige Transfer-Beziehung in den vergangenen Jahren zurück. Mit der Verpflichtung von Thomas Tuchel könnte das Verhältnis neu belastet werden.
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Droht ihm ein erneuter Streit mit dem FC Chelsea? Sportvorstand Hasan Salihamidzic.
Droht ihm ein erneuter Streit mit dem FC Chelsea? Sportvorstand Hasan Salihamidzic. © picture alliance/Martin Meissner/AP-Pool/dpa

München - Die Beziehung zwischen dem FC Bayern und dem englischen Top-Klub FC Chelsea litt besonders unter den Abwerbeversuchen von Chelsea-Juwel Callum Hudson-Odoi, den Sportvorstand Hasan Salihamidzic gleich mehrmals nach München locken wollte. Nun droht neuer Ärger zwischen den beiden Vereinen.

Chelsea mischt bei Upamecano mit

Wie die "Sport Bild" berichtet, haben die Londoner gleich mehrere Spieler auf ihrer Transfer-Liste, die in Verbindung mit dem FC Bayern stehen. Größter Streitpunkt dürfte hier wohl Dayot Upamecano von RB Leipzig sein. Die Bayern sehen sich hier bereits in aussichtsreicher Position: "Die Gespräche führt man ja nicht, wenn man kein Interesse hat, zu einem Klub zu gehen", sagte Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge zuletzt. 

Nach der Verpflichtung von Thomas Tuchel, der die Bundesliga bestens kennt, soll auch der FC Chelsea seine Bemühungen um den Innenverteidiger intensivieren. Zwar sei den Chelsea-Verantwortlichen bewusst, dass sich der FCB in der Pole Position befindet, doch auch sie hätten bereits Kontakt zum Management von Upamecano aufgenommen. 

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Wechselt ein Bayern-Spieler nach London?

Dem Bericht zufolge haben die Londoner bereits einen Plan B, falls sich Upamecano für einen anderen Verein entscheidet. Auch dann wären die Bayern mittendrin, denn Tuchel soll auch einen Blick auf Niklas Süle und David Alaba geworfen haben. Während für Süle eine Ablösesumme fällig wäre, könnte Alaba im Sommer ablösefrei in die englische Hauptstadt wechseln. 

Bei Süle ist ebenfalls die Vertragssituation entscheidend: Der Nationalspieler besitzt in München noch ein gültiges Arbeitspapier bis zum Sommer 2022. Scheitern die Verhandlungen um eine vorzeitige Vertragsverlängerung, soll anders als im Fall Alaba bereits in diesem Sommer eine Ablösesumme mit einem Verkauf generiert werden. 

Hudson-Odoi als großes Streitthema

Der große Zoff zwischen Bayern und Chelsea begann, als die Münchner im Januar 2019 öffentlich ihr Interesse am englischen Flügel-Juwel Hudson-Odoi anmeldeten. Besonders Sportvorstand  Salihamidzic zog den Unmut der Chelsea-Bosse auf sich, als er den möglichen Wechsel von Hudson-Odoi nach München bereits als fast sicher verkauft hatte. Die Münchner kontaktierten damals zwar die gesprächsbereite Spielerseite, dem FC Chelsea wurde jedoch kein offizielles Angebot unterbreitet.

Anschließend schalteten die "Blues" auf stur und lehnten jegliche Transferanfragen ab. Eine öffentliche Schlammschlacht folgte: "Die Premier League ist die wettbewerbsstärkste Liga der Welt. Ich wüsste nicht, warum man zu Bayern München gehen sollte", sagte Chelseas Linksverteidiger Marcos Alonso damals. Nachdem weitere Bemühungen im Sommer 2019 gescheitert waren, versuchten es die Münchner ein Jahr später erneut. Als frischgebackener Champions-League-Sieger wollten die Münchner ihren Kader mit Hudson-Odoi weiter verstärken.

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Obwohl die Münchner die Chance auf eine Verpflichtung des 20-Jährigen kurz vor Ende der Transferperiode gehabt hätten, zogen sie ihr Angebot doch noch zurück. Als Antwort auf die erneut öffentlich ausgetragenen Avancen seitens der Bayern-Verantwortlichen trieb Chelsea-Sportdirektorin Marina Granovskaia den Preis für Hudson-Odoi in die Höhe und wollte den Münchnern ein Leihgeschäft mit Kaufpflicht über 77 Millionen Euro andrehen, wie die "Bild" damals berichtete.

Eines wird jedenfalls deutlich: Das ohnehin schon angeknackste Verhältnis zwischen beiden Vereinen dürfte nach der Verpflichtung von Tuchel nicht unbedingt besser werden.

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