Sorgen um Coman und wieder kein Sieg: Die Erkenntnisse des letzten Tests des FC Bayern

Verpatzte Generalprobe! Der FC Bayern verliert das letzte Vorbereitungsspiel gegen den SSC Neapel mit 0:3. Kingsley Coman muss verletzungsbedingt früh ausgewechselt werden. Drei Erkenntnisse der Partie.
| Maximilian Koch
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Der FC Bayern verliert den vierten Test gegen den SSC Neapel mit 0:3.
Der FC Bayern verliert den vierten Test gegen den SSC Neapel mit 0:3. © IMAGO / Jan Huebner

München – Auch im letzten Vorbereitungsspiel zur neuen Saison hat der FC Bayern einen Sieg verpasst. Am Samstagnachmittag unterlag die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann dem italienischen Klub SSC Neapel mit 0:3. Napoli-Stürmer Victor Osimhen traf in der zweiten Halbzeit doppelt (69. Minute, 72.), Zinedine Machach erzielte den Endstand (85.).

Für Nagelsmann war es in der vierten Partie die dritte Pleite, einen Erfolg gab es noch nicht. Besonders bitter für Bayern: Kingsley Coman musste früh verletzt ausgewechselt werden. Drei Erkenntnisse der AZ aus dem Stadion:

1. Die Verletzungsmisere geht weiter

Der FC Bayern und seine verletzten Stars – gegen Neapel gab es den nächsten Schock. Kingsley Coman musste bereits nach neun Minuten ausgewechselt werden, bei einem Zusammenprall hatte er sich am Rücken verletzt. Neben Marc Roca, der diesmal immerhin ohne Krücken ins Stadion kam, Alphonso Davies, Lucas Hernández und Niklas Süle ist Coman schon der fünfte verletzte Spieler in der Vorbereitung. Wie schwer es ihn erwischt hat, war zunächst unklar.

Vorstandschef Oliver Kahn hatte vor der Partie bei RTL über mögliche Transfers gesagt: "Nee, ich denke, wir sind sehr gut aufgestellt in allen Mannschaftsteilen."
Der 52-Jährige, der Karl-Heinz Rummenigge zur neuen Saison als Vorstandsvorsitzender beim Rekordmeister abgelöst hat, nennt den Münchner Kader "exzellent". Aber ist er nicht zu dünn besetzt? Gegen Neapel enttäuschte abermals die zweite Reihe um Ergänzungsspieler wie Michael Cuisance.

Das Ziel des FC Bayern sei es dennoch unverändert, in Europa zur absoluten Spitze zu gehören, "top vier, am besten top drei", sagte Kahn. Die finanziellen Einbußen durch die Corona-Pandemie hätten das Geschäft erschwert. "Wir sind nicht der einzige Klub, der durch die Pandemie betroffen ist", ergänzte Kahn.

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2. EM-Fahrer brauchen Zeit

In der ersten Halbzeit setzte Nagelsmann mit Leon Goretzka, Jamal Musiala, Benjamin Pavard, Serge Gnabry, Leroy Sané, Kingsley Coman und Robert Lewandowski einige EM-Teilnehmer ein, die erst kürzlich ins Training zurückgekehrt sind. Das war ihnen freilich anzumerken, Fitness und Frische fehlten. Dennoch gab es gute Ansätze, Musiala hatte eine Chance (28.), die pariert wurde, später auch Gnabry (43.). Sané durfte auch in der zweiten Halbzeit noch mitwirken, nach 60 Minuten wurde er ausgewechselt.

Am Montag steigen mit Manuel Neuer und Joshua Kimmich die letzten Urlauber ins Training ein – am Freitag steht schon die erste Pokalrunde für Bayern an. Wenig Zeit für Coach Nagelsmann, um seine erste Elf zu formieren und an taktischen Details zu feilen. Doch die Ergebnisse müssen sofort stimmen.

3. Stanisic als Nagelsmann-Gewinner

Vor Beginn dieser Vorbereitung hatten wohl nur die Wenigsten damit gerechnet – doch Josip Stanisic (21) hat sich zu einem der Gewinner unter Trainer Julian Nagelsmann entwickelt. Der Defensivspezialist stand auch gegen Neapel in der Startelf – und damit zum vierten Mal in Folge in diesem Sommer. Diesmal agierte Stanisic als Linksverteidiger anstelle von Neuzugang Omar Richards, der noch nicht überzeugt hat. In den Partien zuvor gegen Köln, Ajax und Gladbach hatte sich Stanisic bereits als Sechser, Innenverteidiger und Rechtsverteidiger probiert – jeweils erfolgreich. Auch gegen Napoli spielte er souverän, wenngleich offensiv wenig von ihm zu sehen war.

Weil Lucas Hernández und Alphonso Davies weiter ausfallen, könnte Stanisic auch nächsten Freitag im DFB-Pokal gegen Oberligist Bremer SV beginnen. Es läuft gerade gut für den Abwehrmann, der Anfang Juli einen Profivertrag bis 2023 unterschrieben hat. "Josip ist ein toller Junge. Wir trauen ihm zu, diesen ganz wichtigen Schritt ins Profiteam so gut zu setzen, wie ihm das bisher auf dem Campus gelungen ist", sagte Sportvorstand Hasan Salihamidzic. Stanisic selbst sprach vom "größten Traum, für den FC Bayern auflaufen zu können. Schon als Kind habe ich mir regelmäßig die Einheiten der Mannschaft an der Säbener Straße angeschaut." Gerade lebt Stanisic seinen Traum.

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