Update

Serge Gnabry will Jamal Musiala ins DFB-Team locken: "Sein Talent ist unbeschreiblich"

Deutschland oder England – für welche Nationalmannschaft entscheidet sich Jamal Musiala? Aktuell läuft der 17-Jährige für die "Three Lions" auf, doch nun schaltet sich Teamkollege Serge Gnabry ins Werben um Bayerns Supertalent ein.
| bl ms
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
11  Kommentare Empfehlungen
Wirbeln beim FC Bayern im Angriff: Top-Star Serge Gnabry (r.) und Talent Jamal Musiala.
Wirbeln beim FC Bayern im Angriff: Top-Star Serge Gnabry (r.) und Talent Jamal Musiala. © sampics/Augenklick

München - Jamal Musiala ist der absolute Shootingstar beim FC Bayern: In dieser Saison lief er bereits 17 Mal für die Profis auf und krönte sich mit seinem Treffer beim Liga-Auftakt gegen Schalke (8:0) prompt zu Bayerns jüngstem Bundesliga-Torschützen aller Zeiten.

Schon seit dem Frühjahr ist der Deutsch-Engländer regelmäßig im Training der Profis dabei, innerhalb der Mannschaft genießt er laut Trainer Hansi Flick bereits volle Akzeptanz. Auch Welttorhüter und Kapitän Manuel Neuer hält viel von Bayerns Supertalent "Nein, die Fähigkeiten wurden früh erkannt", antwortete der Welttorhüter im Dezember auf die Frage, ob er überrascht von Musialas Entwicklung sei: "Er war nach dem Restart bei uns Profis dabei. Wir haben in Lissabon alles miteinander erlebt."

Startet derzeit beim FC Bayern durch: Jamal Musiala.
Startet derzeit beim FC Bayern durch: Jamal Musiala. © GES/Augenklick

Musiala: In Stuttgart geboren, in England ausgebildet

Um den erst 17-Jährigen ist in den vergangenen Monaten allerdings ein Kampf entbrannt – und zwar zwischen dem englischen und dem deutschen Fußball-Verband. Der Grund: Beide wollen den Bayern-Youngster in ihrer Nationalmannschaft spielen sehen. Musiala, der die englische Staatsangehörigkeit hat, aber in Stuttgart geboren ist, kann sich für eines der beiden Länder entscheiden. Vor rund zehn Jahren zog er auf die Insel, wurde beim FC Chelsea ausgebildet. 2019 folgte dann der Wechsel zum FC Bayern.

Jamal Musiala überzeugt in Englands U21

Die Tendenz ging zuletzt allerdings klar in Richtung der "Three Lions". In der vergangenen Länderspielpause lief er erstmals für die englische U21 auf und wusste prompt zu überzeugen. Beim 5:0-Sieg der "Young Lions" gegen Albanien im November stand Bayerns Offensiv-Juwel erstmals in der Startelf und feierte in der 36. Minute auch direkt sein Tor-Debüt.

Anzeige für den Anbieter twitter über den Consent-Anbieter verweigert

England-Trainer über Musiala: "Wird mal ein brutaler Mann"

Auch Englands U21-Nationaltrainer Aidy Boothroyd kam nach der Gala des 17-Jährigen aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus. "Jamal war exzellent. Man sieht zwar, dass er physisch noch nicht ausgereift ist, aber er wird mal ein brutaler Mann sein. Sein Gehirn und seine Füße beeindrucken am meisten. Er ist rasiermesserscharf", meinte Boothroyd über seinen Startelf-Debütanten und stellte klar: "Wir wollen ihn behalten."

Jamal Musiala erzielte gegen Albanien sein erstes Tor für die englische U21.
Jamal Musiala erzielte gegen Albanien sein erstes Tor für die englische U21. © imago images / Sportimage

DFB hat Jamal Musiala noch nicht aufgegeben

Doch beim DFB hat man den Kampf um das Supertalent der Bayern noch nicht aufgegeben – nun hat sich auch Serge Gnabry ins Tauziehen eingeschaltet. "Sein Talent ist unbeschreiblich. Nichts kann ihn einschüchtern. Dazu hat er noch viel Zeit, und ich hoffe, dass er sich noch weiterentwickelt und sein ganzes Talent bald für Deutschland einsetzen wird anstatt für England – davon würde dann auch ich profitieren", schwärmt Gnabry über seinen Teamkollegen, der bereits in der U16 das DFB-Trikot getragen hatte.

Laut Nationalmannschaftsdirektor Oliver Bierhoff hat man den jungen Angreifer weiter fest im Blick. Vor einigen Monaten habe es demnach bereits Kontakt zwischen Musiala und dem DFB gegeben, wie der ehemalige Weltklasse-Stürmer zuletzt gegenüber "Sport1" erklärte. "Er hat sich momentan dafür entschieden, für die englische U21-Nationalmannschaft zu spielen, was wir natürlich respektieren. Wir werden ihn aber weiterhin im Auge behalten und natürlich immer wieder erörtern, ob sich seine Einstellung ändern kann", kündigte Bierhoff an.

Lesen Sie auch

Lesen Sie auch

Kampf um Musiala ist für Deutschland noch nicht verloren

Etwas Zeit für eine endgültige Entscheidung hat der Bayern-Youngster noch: Laut aktueller FIFA-Regularien bindet sich ein Spieler erst an ein Land, wenn er ein Pflichtspiel für die jeweilige Profi-Mannschaft bestritten hat. Die nächste Möglichkeit dazu bietet sich bei der nächsten Länderspielpause im März.

Laut der "Sport Bild" hat sich Musiala bislang auch noch nicht für einen Verband entschieden. Demnach sei aus seinem Umfeld zu hören, dass die erste Einladung für den A-Kader möglicherweise die Entscheidung bringen könnte. Der DFB sollte sich beim FCB-Toptalent also nicht mehr allzu viel Zeit lassen.

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen 11  Kommentare – mitdiskutieren Empfehlungen
11 Kommentare
Artikel kommentieren