WM-Qualifikation: Löw gibt Bayern-Talent Musiala keine Einsatz-Garantie

Bundestrainer Joachim Löw plant für die kommenden Länderspiele mit Bayern-Youngster Jamal Musiala. Eine Garantie gibt er dem 18-Jährigen allerdings nicht.
| AZ/dpa
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Jamal Musiala ist der jüngste Torschütze für den FC Bayern in der Champions League (17 Jahre und 363 Tage). Sein Vertrag bei den Münchnern wurde gerade erst bis 30. Juni 2026 verlängert.
Jamal Musiala ist der jüngste Torschütze für den FC Bayern in der Champions League (17 Jahre und 363 Tage). Sein Vertrag bei den Münchnern wurde gerade erst bis 30. Juni 2026 verlängert. © imago images/Team 2

München - Der nächste große Schritt in der noch jungen Karriere von Jamal Musiala: Bundestrainer Joachim Löw hat den 18-jährigen Profi des FC Bayern - ebenso wie Florian Wirtz (17) von Bayer Leverkusen - für die drei WM-Qualifikationsspiele gegen Island (25. März), Rumänien (28. März) und Nordmazedonien (31. März) auf dem Schirm.

"Ich denke, man kann jetzt schon sagen, dass wir mit beiden planen", sagte der 61-Jährige der RTL/ntv-Redaktion. Im Hinblick auf die Europameisterschaft im Sommer sei es "gut, dass ich sie mal ein paar Tage bei uns sehe, wie sie sich in unserem Kreis eben auch zeigen, das ist vielleicht ein guter Fingerzeig in Richtung Turnier".

Gerüchte um Musiala-Nominierung machten die Runde

Über eine Nominierung Musialas war bereits seit längerer spekuliert worden, nachdem sich Löw mit ihm getroffen und sich der Spieler zuletzt für die deutsche Nationalmannschaft statt für die englische Auswahl entschieden hatte.

Die Berufung von Wirtz hingegen käme unerwartet. Der 17-Jährige hatte überraschend im Kader der U21-Auswahl für die EM gefehlt, war zuletzt aber auch mit dem Coronavirus infiziert.

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Laut Löw hatte sich Musiala, der bereits für deutsche Jugendauswahlmannschaften, aber auch für die englische U21 aufgelaufen war, freiwillig und ohne Zusagen für die deutsche Nationalmannschaft entschieden. "Wir haben ihm da keine Versprechungen gemacht oder keine Zusage, nur diese, dass wir uns eben halt an seiner Leistung auch erfreuen, dass wir ihm auch helfen, den Weg zu gehen." Eine Garantie auf einen Einsatz bei den drei Quali-Spielen im März gebe es jedoch nicht.

Könnten bald Teamkollegen in der DFB-Auswahl sein: Die Bayern-Profis Leroy Sané (l.) und Jamal Musiala.
Könnten bald Teamkollegen in der DFB-Auswahl sein: Die Bayern-Profis Leroy Sané (l.) und Jamal Musiala. © Giuseppe Maffia/dpa

Müller und Co. kein Thema für anstehende Länderspiele

Angesprochen auf eine mögliche Rückkehr der aussortierten Spieler Jérôme Boateng, Thomas Müller (beide FC Bayern) und Mats Hummels (Borussia Dortmund) entgegnete Löw, dass er das öffentliche Interesse an Personalentscheidungen verstehen könne, doch anders als bei Wirtz und Musiala seien die ausgebooteten Spieler derzeit keine Option für die bevorstehenden Qualifikationsspiele.

Löw: "Von den Leuten, von denen wir auch immer reden, die kennen die Nationalmannschaft, haben zehn Jahre teilweise gespielt bei uns, kennen unsere Abläufe, kennen mich und die Mannschaft. Von daher würde ich da jetzt keine Probleme in der Integration dieser Spieler sehen", sagt Löw zu einer möglichen späteren Einbindung der drei Profis.

Mit einer endgültigen Entscheidung im Fall Hummels, Boateng und Müller sei somit erst bei der Nominierung im Mai zu rechnen: "Am Ende habe ich die Entscheidung erst zu treffen im Mai, wenn es dann eben auch in die Vorbereitung geht."

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