Sané und Gnabry: Das neue Traumpaar des FC Bayern

In Leroy Sané und Serge Gnabry hat der FC Bayern wieder ein neues Traumpaar. Und die neue Flügelzange weckt nicht nur wegen der Trikotnummern Erinnerungen an ein geniales Duo.
| AZ/SID, Marco Mader
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Serge Gnabry und Leroy Sané brillieren gegen Schalke 04.
Serge Gnabry und Leroy Sané brillieren gegen Schalke 04. © imago images / Sven Simon
München

München - Leroy Sané und Serge Gnabry feixten nach der Schalke-Demontage wie zwei Lausbuben, denen einen Streich geglückt ist - doch "Lehrer" Hansi Flick blieb streng. Nein, betonte der Bayern-Trainer, er wolle das neue Münchner Traumduo nicht mit den Klub-Ikonen Franck Ribery und Arjen Robben vergleichen.

"Wir haben jetzt das erste Spiel, machen wir mal ganz langsam hier", betonte Flick - und gab seinen "Schülern" gleich ein paar anspruchsvolle Hausaufgaben mit. Dieses für die Bundesliga ebenso furchteinflößende wie ernüchternde 8:0 (3:0) "ist jetzt ein Maßstab für beide und die ganze Mannschaft", betonte er unnachgiebig. Es klang wie eine weitere gemeine Drohung der Triple-Gewinner.

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Zumal sich "Sabry" mit denselben Rückennummern wie einst "Robbery" längst nicht auf dem Zenit ihres Könnens wähnen. "Ich will Vollgas geben, bin aber noch nicht ganz bei 100 Prozent", sagte Sane allen Ernstes. Für die bedauernswerten Gäste klang das nach der höchsten Niederlage seit fast 51 Jahren wie Hohn. Zumal Sane freimütig bekannte, er habe Mitleid mit seinem früheren Klub gehabt.

Bei seinem Debüt in Rot legte der Star-Einkauf zwei der drei Tore von Kumpel Gnabry auf, einmal traf er selbst (71.). "So ein Auftakt ist natürlich super", sagte der 24-Jährige und grinste. Es habe sich "sehr gut angefühlt, endlich in der Allianz Arena zu stehen und mit den Jungs Fußball zu spielen", ergänzte er. Und auch der so fordernde Flick war begeistert. "Es war einfach schön, dass er direkt da war, direkt integriert in unser Spiel", lobte der Coach. Sane und Gnabry hätten es "hervorragend gemacht".

Sané: "Sind immer noch hungrig"

Der Konkurrenz muss am TV angst und bange geworden sein, für die Liga war der einschüchternde Auftritt des FC Nimmersatt keine gute Nachricht. Droht auch im neunten Jahr in Folge wieder Langeweile im "Titelkampf"? "Wir sind immer noch hungrig", sagte Sané. Der sonst eher verkniffene Vorstand Oliver Kahn geriet im ZDF regelrecht ins Schwärmen über die "erstaunliche" Vorstellung: "Die Jungs haben einfach Spaß und Freude an diesem Spiel, sich immer wieder zu verbessern und noch eine Schippe draufzulegen."

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Allerdings sei der FC Bayern "gut beraten, den Ball flach zu halten", betonte Kahn. Erzrivale Borussia Dortmund habe sich "sehr, sehr gut verstärkt", analysierte er, und "auch Leipzig wird nicht nachlassen".

Noch kein Vollzug bei Sergino Dest

Deshalb und angesichts des sehr engen Programms in der kürzesten Saison der 58-jährigen Liga-Geschichte werde es weitere Verstärkungen geben, berichtete Flick. Bei Rechtsverteidiger Sergino Dest (19/Ajax Amsterdam) wollte Kahn "noch nicht Vollzug melden", der Transfer steht aber unmittelbar bevor. Außerdem suchen die Bayern noch eine Alternative auf dem Flügel und fürs Mittelfeld.

Finanziell verrückte Dinge wollen sie nicht machen, auch nicht im Vertragspoker mit David Alaba. "Wir leben nicht mehr in der Fußballwelt vor Corona sondern in einer ganz, ganz anderen", sagte Kahn in Richtung des Abwehrchefs, der laut Flick "nur wegen muskulärer Probleme" auf der Tribüne saß.

Und eines, betonte Kahn, dürfe man ja auch nicht vergessen: "Wir haben gute junge Spieler in der Hinterhand, das sind vielversprechende Leute." Wie Jamal Musiala (17), der mit seinem Treffer zum Endstand (81.) zum jüngsten Pflichtspieltorschützen der Klubhistorie avancierte. "Man muss nicht immer von Neuverpflichtungen reden", meinte Kahn deshalb. Es sei denn, sie schlagen so ein wie Sane.

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