Nach Triple: Rummenigge fühlt sich wie im Himmel

Rummenigge holt mit dem FC Bayern erneut das Triple, Ende 2021 kann der Boss zufrieden aufhören. "Eine einzige Erfolgsgeschichte."
| Maximilian Koch
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Am Ziel der Träume angekommen: Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge (l.) und Trainer Hansi Flick mit dem Henkelpott.
Am Ziel der Träume angekommen: Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge (l.) und Trainer Hansi Flick mit dem Henkelpott. © firo/Augenklick

München - Beim Blick zurück auf diese verrückte Spielzeit, die für den FC Bayern mit dem zweiten Triple-Gewinn der Vereinsgeschichte nach 2013 zu Ende ging, wird Karl-Heinz Rummenigge ein wenig sentimental. "Wir haben eine Saison gespielt, da wäre der Song 'Feels like Heaven' angebracht", sagt der Vorstandschef im neuen Bayern-Magazin "51" und schwärmt weiter: "Im November waren wir mal Siebter in der Bundesliga, doch seit Hansi Flick übernommen hat, ist es eine einzige Erfolgsgeschichte."

Rummenigge weiß: Ohne die Trennung von Niko Kovac, der am 3. November 2019 vom vorherigen Co-Trainer Flick beerbt wurde, wäre der Dreifach-Triumph nicht möglich gewesen.

Die Bosse Rummenigge, Uli Hoeneß und Herbert Hainer bewiesen bei Flick ein sehr gutes Händchen. "Wir alle wissen, wer der Baumeister ist. Dieser Trainer spielt eine absolute Schlüsselrolle - dabei tritt er immer so bescheiden auf", sagt Rummenigge: "Hansi lässt die Sonne scheinen - und bleibt dann lieber im Schatten."

Neben Baumeister Flick haben aber natürlich auch die Führungskräfte der Münchner gehörigen Anteil am Triple und diesem Jahr wie im Himmel. Sie stellten Flick einen Kader zur Verfügung, der höchsten internationalen Ansprüchen genügt. Kovacs Satz, dass man mit den Spielertypen des FC Bayern nicht "200 km/h auf der Autobahn" fahren könne, "wenn sie nur 100 schaffen", erwies sich als falsch.

Toptransfer: Benjamin Pavard

Benjamin Pavard war zum Beispiel ein Toptransfer, auch die Leihspieler Ivan Perisic und Philippe Coutinho erwiesen sich als sinnvolle Ergänzungen, wenngleich sich die Münchner vom Brasilianer Coutinho noch ein bisschen mehr Glanz erhofft hatten. Für die Weiterbeschäftigung von Perisic setzt sich Italien-Kenner Rummenigge aktuell persönlich ein, er verhandelt mit Inter Mailand.

Während Rekordneuzugang Lucas Hernández in der Abwehr bislang nicht überzeugen konnte, deuteten die Nachwuchskräfte um Joshua Zirkzee an, dass sie in Zukunft wichtige Alternativen werden können.

Das Bayern-Konzept, Toptalente zu verpflichten und mit internationalen Spitzenspielern zu kombinieren, funktioniert bestens. Mit Leroy Sané wurde der nächste Topstar verpflichtet, der das Bayern-Spiel noch attraktiver machen soll.

Rummenigge: "Fußball mit Liebe"

Nicht nur deshalb blickt Rummenigge, der am 25. September 65 Jahre alt wird, optimistisch in die Zukunft. "Wir haben eine tolle Mannschaft mit einem tollen Trainerteam um Hansi Flick und sind für die Zukunft top aufgestellt. Ich bin davon überzeugt, dass wir mit dieser Mannschaft weiter Erfolg haben werden", sagt Rummenigge. "Die Fußballwelt hat uns immer respektiert, für unsere Physis, für unsere Mentalität - aber jetzt ist es anders. Weil diese Mannschaft Fußball mit Liebe spielt. Sie zelebriert Fußball mit Hingabe. Das ist ihre DNA, das steckt in diesem Team drin - und das kommt bei den Menschen positiv an."

Dann wird Rummenigge noch mal persönlich. "Als ich in die Schule gegangen bin, ging man mit 65 in Rente. Jetzt habe ich das große Glück, dass mir der FC Bayern noch ein Jahr im Amt ermöglicht", erklärt er: "Wenn ich jetzt einen Wunsch zum Geburtstag frei hätte, würde ich mir wünschen, dass wir bald wieder im Stadion vor Zuschauern spielen dürfen."

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