Mané-Mania in München: Die AZ erklärt Bayerns neuen Superstar von A bis Z

Sadio Mané ist jetzt auch ganz offiziell ein Bayern-Spieler, am Mittwoch soll noch die Vorstellung in der Allianz Arena folgen. Die AZ stellt den Weltstar vor – und zwar von A bis Z.
| Maximilian Koch Krischan Kaufmann
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Sein größter Erfolg mit der Nationalmannschaft: Seit dem Gewinn des Afrika-Cups wird der Stürmer im Senegal verehrt wie ein Heiliger.
Sein größter Erfolg mit der Nationalmannschaft: Seit dem Gewinn des Afrika-Cups wird der Stürmer im Senegal verehrt wie ein Heiliger. © picture alliance/dpa

München - Der Superstar ist gelandet! Selten hat die Bayern-Fans die Ankunft eines neuen Spielers so elektrisiert, wie die von Sadio Mané.

Im Privatjet landete der 30 Jahre alte Weltklasse-Stürmer am Dienstag am Münchner Flughafen, um von dort dann direkt zu Teil eins des obligatorischen Medizinchecks im Krankenhaus "Barmherzige Brüder" chauffiert zu werden, der zweite Teil folgte dann am Nachmittag an der Säbener Straße. Zwischendurch erfüllte der Senegalese bereits zahlreiche Autogrammwünsche und posierte für Fotos mit wartenden Bayern-Anhängern. Am Mittwoch folgte dann die offizielle Bekanntgabe des Transfers, die Präsentation in der Allianz Arena ist ebenfalls für Mittwoch geplant. Mané-Mania in München!

Die AZ stellt den neuen Top-Transfer des Rekordmeisters vor – natürlich von A bis Z:

A wie Ausbeute: Auf seinen vier Profi-Stationen bei Metz, Salzburg, Southampton und Liverpool hat der 30-Jährige 192 Tore in 453 Partien erzielt, hinzukommen 95 Vorlagen. Sieben Mal flog er mit Rot oder Gelb-Rot vom Platz.

B wie Bescheidenheit: "Was soll ich mit zehn Ferraris, 20 Diamant-Uhren und zwei Jets?", sagte Mané einmal: "Ich war hungrig, musste auf dem Feld arbeiten, hatte keine Bildung und spielte barfuß Fußball." Er nutzt sein Geld lieber, um soziale Projekte in seiner Heimat Senegal zu unterstützen. Der Vertrag des Angreifers bei Bayern hat eine Laufzeit bis 2025 und soll ihm jährlich 20 Millionen Euro einbringen.

C wie Casamance: Aus dem Landesteil des Senegal zwischen Gambia und Guinea-Bissau stammt Mané. In dem kleinen Dorf Bambali wuchs er auf.

D wie Debüt: 2011 wechselte Mané aus dem Senegal nach Frankreich zum FC Metz. Im Januar 2012 debütierte er, im Sommer ging er dann bereits zu RB Salzburg.

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E wie Eltern: Als Mané gerade sieben Jahre alt war, verstarb sein Vater – auch wegen der schlechten medizinischen Versorgung im Senegal. "Als er starb, hatte das einen großen Einfluss auf mich und den Rest meiner Familie", erinnerte sich Mané emotional: "Ich sagte mir: 'Jetzt muss ich mein Bestes geben, um meiner Mutter zu helfen.'"

F wie Flügelstürmer: Auf der Position des Linksaußen hat Mané seine größten Stärken, er kann offensiv aber überall spielen – auch als zentraler Angreifer.

G wie Geschwindigkeit: Mit seinem persönlichen Geschwindigkeitsrekord von 34, 84 km/h war Mané einer der schnellsten Spieler der Premier League. Bei seinem neuen Arbeitgeber sind mit Bayern-Roadrunner Alphonso Davies (36,37 km/h), Dayot Upamecano (35,67) und Leroy Sané (35,25) gleich drei Mitspieler noch schneller.

H wie Hausaufgaben: Mit 15 brach Mané gegen den Willen seiner Familie die Schule ab, flüchtete von Zuhause und versuchte, mit der Hilfe eines Kindheitsfreundes in Dakar Profifußballer zu werden. Mit Erfolg!

Manés Idole: Ronaldinho und Diouf

I wie Idole: Ronaldinho und Senegals Stürmer-Legende El-Hadji Diouf sind Manés Vorbilder. "Beide haben mich wirklich inspiriert", sagt er.

J wie Junkie: Mané mag die Serie Game of Throne besonders.

K wie Kinder: Seine Wurzeln hat Mané nie vergessen, er spendete mehr als 200.000 Euro für den Bau einer neuen Schule im Senegal.

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Mané verheimlichte Verletzung

L wie Leichtgewicht: Bei einer Größe von 1,74m bringt Mané nur 70 Kilo auf die Waage – dennoch ist er ein robuster Spieler.

M wie Meisterschütze: Anfang Juni erzielte Mané beim 3:1 in der WM-Quali gegen Benin einen Hattrick. Mit 31 Toren ist er nun Senegals Rekordtorschütze.

N wie Nebenbuhler: Mané hat dieselbe Münchner Berater-Agentur (ROOF) wie Serge Gnabry, der nun auch sein Konkurrent ist. Bayern-Flirt Konrad Laimer (RB Leipzig) steht dort ebenfalls unter Vertrag.

O wie Operation: Zu Karrierebeginn in Frankreich beim FC Metz verheimlichte Mané Leistenbeschwerden, wie Metz' Akademieleiter Olivier Perrin gerade im Gespräch mit "Sport1" erzählte, weil er Angst hatte, wieder zurück in den Senegal geschickt zu werden. Erst nach einer notwendigen Operation startete Mané richtig durch.

P wie Philippe Coutinho: Der Brasilianer (Aston Villa) war vor Mané der letzte Starzugang des FC Bayern, dem die Ehre zuteil wurde, in der Allianz Arena vorgestellt zu werden.

Mané holte mit dem FC Liverpool alle wichtigen Titel

Q wie Q 3, 5, 7: Ob Mané wohl für seinen neuen Dienstwagen bei der SUV-Reihe von Sponsor Audi zugreift? In Liverpool kam er häufig mit einem Bentley Continental (512 PS, ca. 258.000 Euro) zum Training.

R wie Religion: Mané ist gläubiger Muslim und betet vor jedem Spiel. Sein Vater war ein Iman, also ein islamischer Prediger.

Gläubiger Muslim: Bayerns neuer Superstar Sadio Mané betet vor jedem Spiel - und manchmal auch nach einem Tor.
Gläubiger Muslim: Bayerns neuer Superstar Sadio Mané betet vor jedem Spiel - und manchmal auch nach einem Tor. © IMAGO/Shutterstock

S wie Sprachen: Französisch (Muttersprache), Englisch (Premier League) – aber seit seiner Zeit in Salzburg spricht Mané auch sehr gut Deutsch.

T wie Titel: Mit dem FC Liverpool hat Mané alle wichtigen Titel in England und Europa gewonnen: Meisterschaft (2020), Champions League, Uefa Supercup, Fifa Klub-WM (alle 2019), FA-Cup, Liga-Pokal (2022). Mit der Nationalmannschaft des Senegals wurde er dieses Jahr auch Afrika-Cup-Sieger. Dazu kommen während seiner Zeit bei mit RB Salzburg zwei Mal die österreichische Meisterschaft und zwei Mal der Sieg im ÖFB-Pokal (jeweils 2014 und 2015).

U wie Umwege: Nach seinem internationalen Durchbruch bei RB Salzburg hätte Mané bereits 2014 nach München wechseln können. Schon damals hatte der FC Bayern den jungen Senegalesen auf dem Zettel, wie er einmal in einem Interview verriet: "Es war ja nicht nur der FC Bayern, der an mir interessiert war. Mein Berater Björn Bezemer hielt mich immer über die Interessenten auf dem Laufenden, unter denen einige Topklubs dabei waren."

Mané soll die Bayern-Offensive unberechenbarer machen

V wie Vater: Die Rolle eines Ersatzvaters für Mané als Jugendlicher übernahm Mady Touré, der Gründer der "Generation Foot Academy" in Dakar, wo er seine erste fußballerische Ausbildung erhielt, bevor er dann nach Frankreich wechselte.

W wie Weltstar: Der Mané-Deal ist natürlich in erster Linie ein sportlicher Gewinn für den FC Bayern, aber auch einer für das Prestige der Bundesliga. Denn der 30-Jährige bringt den Glanz eines echten Weltstars ins deutsche Oberhaus.

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X wie X-Faktor: Mané soll mit seiner enormen Variabilität nicht nur die Bayern-Offensive unberechenbarer machen, sondern auch nach innen wirken. Sein Zugang gibt Topspielern wie Manuel Neuer oder Joshua Kimmich die Gewissheit, dass sie mit dem FC Bayern weiter um alle Titel mitspielen können.

Y wie Youssou N'Dour: Der senegalische Sänger ist Manés Lieblingskünstler und in Afrika ein absoluter Superstar. Sein weltweit größter Hit ist die Single "7 Seconds", ein 1994 aufgenommenes Duett mit der Schwedin Neneh Cherry.

Z wie zu spät: In Southampton kam Mané zweimal zu spät zum Spiel respektive dem Meeting zuvor. "Inakzeptabel", kritisierte sein Coach Ronald Koeman.

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