Mai, oh Mai! Die großen Aufgaben des FC Bayern im Saisonfinale

Beim FC Bayern kommt es zum Monat der Abschiede und Entscheidungen: Klappt es mit dem Double? Bleibt Niko Kovac Trainer? Und verabschieden sich Robbéry mit letzten Minuten auf dem Feld?
| Patrick Strasser
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Bayerns Protagonisten im Mai (v.l.): Trainer Kovac, das Oldie-Duo Ribéry und Robben, der abwanderungswillige Boateng und der verletzte Torhüter Neuer.
AZ-Montage: Seebauer Bayerns Protagonisten im Mai (v.l.): Trainer Kovac, das Oldie-Duo Ribéry und Robben, der abwanderungswillige Boateng und der verletzte Torhüter Neuer.

München - Der Mai ist der Wonnemonat. Im Fußball der Wundermonat. Geniestreiche hier, Wahnsinnspatzer dort. Triumphe und Tränen sind nur einen Pfostenschuss voneinander entfernt. Das Sekundenglück stirbt, kann eine ganze Mannschaft - wie den FC Bayern im Mai 1999 - in den Strudel der Trauer ziehen. Damals, in Barcelona.

Aber auch die Fotos von 2001 und 2013, mit den Münchner Fingerabdrücken am Henkelpott in Mailand und Wembley, haben den Mai-Himmel im Hintergrund. Der Mai beschließt eine Saison, stellt Weichen. Unter den Fußballmonaten ist er der Kreißsaal für neue Helden, manches Mal jedoch der Friedhof von Karrieren. Mai, oh, Mai!

Vier Spiele bleiben für den FC Bayern

Die Bayern stehen vor ihrer ersten Partie im Mai 2019, Gegner ist am Samstag (15.30 Uhr, Sky und im AZ-Liveticker) Hannover 96, das sich bald ins Trauergewand eines Bundesliga-Absteigers hüllen wird. Wird's ein Schützenfest? Schließlich hat Bayern zwölf Siege in Serie gegen die 96er in der Bundesliga hinter sich. Beim 4:0 in der Hinrunde gab man 32 Torschüsse ab – Saisonrekord.

"Wir wollen und müssen gewinnen, wissen allerdings auch, dass Hannover gegen uns die letzte Chance hat", sagt Niko Kovac: "Es geht um alles." Um die Meisterschaft – und um seine Zukunft. Zwei Punkte liegt Bayern vor Verfolger Borussia Dortmund, der BVB bestreitet das Samstagabend-Spiel bei Werder Bremen.

Vier Spiele inklusive des Pokal-Endspiels gegen RB Leipzig hat Bayern nun in 22 Tagen – ganz ohne Champions League. Was bringt dieser Mai, Ausgabe 2019? Was hat das Schicksal vor?

Die Chance auf das Double

Zwei Titel stehen auf dem Spiel. "Auf die Dauer ist ein Titel schon ein bisschen wenig für uns", sagte Uli Hoeneß nach dem Single 2017, der Nur-Meisterschaft, der AZ. Rettet man den aktuellen Vorsprung ins Ziel, würde man sicher emotionaler feiern. Die siebte in Serie wäre aber auch eine verflixte – neun Punkte Rückstand auf den BVB musste man überwinden.

Die Zukunft von Niko Kovac

Sie wird davon abhängen, ob und wenn ja, wie souverän man gegen Hannover, in Leipzig (11.5.) und gegen Frankfurt (18.5.) abschneidet. Bei einem Scheitern dürfte Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge, zuletzt betont kühl gegenüber Kovac, endgültig den Daumen senken. Oder hat Kovac-Freund Uli Hoeneß noch ein Veto-Recht? Schließlich hatte er den Kroaten einst installiert und mit seinem Zögern Rummenigges Favoriten Thomas Tuchel verhindert.

Der Abschied von Robben und Ribéry

Kommen die beiden alternden Flügel-Helden in ihrem letzten "echten" Vertragsmonat (das Arbeitspapier läuft bis 30.6.) noch zum Einsatz und wenn ja, wie oft? Kovac blieb vage: "Sie sind gesund, gut drauf und fit. Wir wollen ihnen aber noch Minuten geben." Klingt nach: ehrenvolle Einwechslungen – je nach Spielstand.

Wie oft kommt Neuer zum Einsatz?

Am Samstag nicht. Kovac blieb auch im Falle des Nationaltorhüters vage: "Manu geht es bereits besser. Er macht Fortschritte." Ob Neuer nach seinem Muskelfaserriss in der Wade wie geplant kommenden Samstag in Leipzig zurückkehrt? Kovac geht davon aus.

Der James-Abschied

Hier scheint früh im Mai eine Entscheidung gefallen. Der stetig unzufriedene Kolumbianer geht nach zwei Jahren zurück zu Real Madrid.

Was wird aus Boateng und Hummels?

Juventus Turin will Jérôme Boateng, ein Abschied liegt nahe. Auch Mats Hummels, der zweite Innenverteidiger, will Klarheit über seine Zukunft, sagte: "Wenn der Verein sagt, er baut voll und ganz auf mich, ist alles in Ordnung." Ein Signal aus dem Klub gibt es wohl noch nicht. Sicher ist nur, dass die Innenverteidiger-Alternativen Benjamin Pavard und 80-Millionen-Euro-Mann Lucas Hernández kommen.

Wird Werners Wechsel nach dem Pokalfinale verkündet?

Danach sieht es aus. Gäbe doch zu viel Unruhe, wenn Deutschlands Top-Stürmer (15 Saisontore) diesen Monat als Buhmann im Bullen-Trikot bestreiten müsste. Für Werner wäre es ein Mai-lenstein. Wechselt er dann zum Mai-ster?

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