FC Bayern: Welchen Anteil Niko Kovac am James-Abschied hat

Nun ist es offenbar fix: Bayerns Leihspieler James Rodríguez kehrt im Sommer zu Real Madrid zurück – doch auch dort will man ihn nicht. Welchen Anteil Trainer Niko Kovac am Aus hat.
| Maximilian Koch
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Ihr Verhältnis gilt als angespannt: James Rodríguez (r.) und Bayern-Trainer Niko Kovac.
imago/ULMER Ihr Verhältnis gilt als angespannt: James Rodríguez (r.) und Bayern-Trainer Niko Kovac.

München - Der Zauberer geht. Er muss gehen – und er will auch gehen, nach einer für ihn enttäuschenden zweiten Saison beim FC Bayern.

James Rodríguez (27), der Mittelfeldkünstler, der in der vergangenen Saison unter Jupp Heynckes noch brilliert hatte, unter Niko Kovac aber nie glücklich wurde, wird im Sommer zu Real Madrid zurückkehren. Bayern zieht die Kaufoption in Höhe von 42 Millionen Euro für den Kolumbianer nicht. Damit endet das Leihgeschäft. Dies meldet die Real-nahe Sportzeitung "Marca".

Rummenigge setzte sich für James-Verbleib ein

Es ist das traurige Ende für James bei den Bayern. Denn eigentlich hatte diese Beziehung enormes Potenzial. Der Kolumbianer, der in Südamerika so populär ist wie Cristiano Ronaldo und Lionel Messi, war an guten Tagen der herausragende Spieler im Zentrum, mit seinen Pässen verzückte er das Münchner Publikum. Und der Klubführung um Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge gefiel natürlich auch, dass James Bayern Glanz verlieh, besonders international. Nicht nur fußballerisch, sondern auch in puncto Vermarktung steht James für Weltklasse.

Deshalb kämpfte speziell Rummenigge lange um den Verbleib des Strategen. "Ich oute mich nach wie vor als Fan von James. Er hat einen unglaublichen tollen linken Fuß und ist für mich ein Weltstar", sagte der Vorstandsvorsitzende im März im AZ-Interview. Bei Bayern seien "alle happy mit ihm", so Rummenigge weiter: "Ich gehe fest davon aus, dass James auch in der nächsten Saison beim FC Bayern spielen wird."

Präsident Uli Hoeneß beurteilte die Personalie weniger euphorisch, ebenso Kovac. James' schwacher Auftritt im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League gegen Liverpool (1:3) veranlasste den Trainer dazu, in den folgenden Wochen meist auf den Spielmacher zu verzichten. Aktuell fällt James verletzt aus (muskuläre Probleme).

Real will James nicht mehr

Zwischen James und Kovac herrschte nie eine innige Beziehung. Ein Kabinen-Spruch des Kolumbianers ("Wir sind hier nicht in Frankfurt!") sorgte früh in der Saison für Knatsch und Misstrauen. Andererseits verwunderte Kovac oft, indem er James auf der Ersatzbank ließ. Eine Sonderbehandlung wollte er dem Superstar nicht zugestehen, doch die hätte dieser besondere Spieler wohl manchmal gebraucht. "James ist eine hochsensible Seele, ein hochbegabter Fußballer", sagte Kovac-Vorgänger Heynckes der AZ. Der Altmeister erreichte James mit seiner einfühlsamen Art, er sprach auf Spanisch mit ihm und gab dem Künstler Vertrauen. Kovac gelang das nicht.

Ihr Verhältnis gilt als angespannt: James Rodríguez (r.) und Bayern-Trainer Niko Kovac.
Ihr Verhältnis gilt als angespannt: James Rodríguez (r.) und Bayern-Trainer Niko Kovac. © imago/ULMER

Bayern wird sich auf dem Transfermarkt nach Ersatz umschauen. Die Verpflichtung von Timo Werner (23/RB Leipzig) erfolgt wohl nach Ende dieser Saison, auch Leverkusen-Juwel Kai Havertz (19) könnte nun in den Fokus rücken. Und James? Der hat selbst bei Real keine Zukunft, da Trainer Zinédine Zidane nicht auf ihn setzt. Ein Wechsel zu Juventus Turin ist deshalb aktuell die wahrscheinlichste Variante.

Lesen Sie hier: Didi Hamann -

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