Julian Nagelsmann gegen Erik ten Hag: Wenn Plan A auf Plan B trifft

Sie standen beide im Visier der Bayern, am Ende hat sich Julian Nagelsmann im Rennen um das Traineramt gegen Erik ten Hag durchgesetzt. Beim Heimdebüt des Neu-Coaches gegen Ajax steht das Duell der beiden an.
| Maximilian Koch
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Julian Nagelsmann spielt am Samstag zum ersten Mal in der Allianz Arena. Gegner ist Ajax Amsterdam.
Julian Nagelsmann spielt am Samstag zum ersten Mal in der Allianz Arena. Gegner ist Ajax Amsterdam. © firo/Augenklick

München - Plan A tritt gegen Plan B an. An diesem Samstag um 16.30 Uhr (RTL, MagentaTV und im AZ-Liveticker) in der Allianz Arena.

Das erste Heimspiel als neuer Trainer des FC Bayern findet für Julian Nagelsmann (34) ausgerechnet gegen Ajax Amsterdam um Coach Erik ten Hag (51) statt, jenen niederländischen Fußball-Lehrer, der im Frühjahr ebenfalls auf der Wunschliste der Münchner stand als Nachfolger von Hansi Flick (56). Übrigens nicht zum ersten Mal – schon Ende 2019, als Niko Kovac (49) den Bayern-Posten nach einer Negativserie räumen musste, wurde ten Hag heiß gehandelt. Es klappte knapp nicht – wie auch diesmal.

Wurde mit dem Ajax Amsterdam erneut niederländischer Meister: Erik ten Hag.
Wurde mit dem Ajax Amsterdam erneut niederländischer Meister: Erik ten Hag. © IMAGO / Pro Shots

Ten Hag war Bayerns Alternativplan

"Wir hatten nur eine 1A-Lösung, und das war Julian", sagte Bayern-Sportvorstand Hasan Salihamidzic kürzlich: "Es war nicht leicht, aber wir haben das mit Leipzig hinbekommen."

Dank einer üppigen Ablösezahlung von mehr als 15 Millionen Euro. Doch Nagelsmann war es den Bayern wert: "Er ist Fußball pur, hat große Qualitäten. Wir freuen uns alle, auch die Spieler", schwärmte Salihamidzic weiter.

Im Hintergrund allerdings hatten die Münchner auch einen Alternativplan ausgetüftelt. "Voetbal International" aus den Niederlanden berichtete davon, dass Bayern sowohl mit ten Hag als auch mit Ajax Amsterdam bereits in Kontakt gewesen sei. Letztlich wurde mit Nagelsmann und RB Leipzig jedoch eine Einigung erzielt.

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Ten Hag trainierte früher die Bayern-Amateure

Ten Hags Arbeit wird in München seit Jahren genau verfolgt, er ist schließlich ein alter Bekannter. Von 2013 bis 2015 trainierte er die Bayern-Amateure und hinterließ dort einen blendenden Eindruck. Den bestätigt er nun bei Ajax, zwei Meistertitel hat er schon geholt, die Mannschaft 2019 ins Halbfinale der Champions League geführt. Weitere Triumphe sollen folgen.

Erik ten Hag trainierte früher die Bayern-Amateure.
Erik ten Hag trainierte früher die Bayern-Amateure. © Rauchensteiner/Augenklick

Nach dem Nagelsmann-Deal der Bayern schaffte daher auch ten Hag Fakten: Er verlängerte vorzeitig seinen bis 2022 datierten Vertrag um ein weiteres Jahr bei Ajax, obwohl aus der englischen Premier League Tottenham Hotspur Interesse gezeigt hatte.

Dieses Bestreben, über Jahre etwas mit einer Mannschaft aufzubauen, eint ten Hag und Nagelsmann. Es ist nicht die einzige Gemeinsamkeit, sie sind Brüder im Geiste.

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Nagelsmann und ten Hag haben viele Gemeinsamkeiten

Auch von der Spielphilosophie her ähneln sich die Trainer. Beide lassen gern einen offensiven, variablen Fußball spielen, der auf intensivem Pressing und Gegenpressing beruht. Zudem gelten Nagelsmann und ten Hag als Jugendförderer, sie scheuen sich nicht, Spieler aus dem Nachwuchs auf internationalen Top-Niveau einzusetzen. Oft hatten sie damit schon Erfolg. Beide bewundern Pep Guardiola, sie sind zudem Medienprofis, Menschenfänger.

Und da ist natürlich ihre Liebe zum FC Bayern, die ohnehin als sehr wichtiges Einstellungskriterium der Münchner Führungsetage gilt. "Der Verein hat einen Platz in meinem Herzen", sagte ten Hag einmal. Nagelsmann erklärte jüngst: "Ich bin schon seit langer Zeit Fan des FC Bayern. Ich wäre auch mit einem Einjahresvertrag gekommen, aber mit einem Fünfjahresvertrag fühlt es sich schon besser an."

Die Münchner hoffen, dass Nagelsmann eine "Ära prägen wird", wie es Vorstandschef Oliver Kahn formulierte, und mindestens fünf Jahre bleibt. Falls es doch mal zu einer Krise kommen sollte, wird der Name eines Trainers ganz sicher wieder fallen: Erik ten Hag.

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