Hernández überzeugt gegen Deutschland: Bayerns künftiger Abwehr-Boss bringt sich in Stellung

Lucas Hernández überzeugt beim ersten EM-Spiel der Franzosen gegen die DFB-Elf. Beim FC Bayern könnte er kommende Saison zum neuen Abwehr-Boss werden.
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Lucas Hernández (r.) bejubelt den Treffer zum 1:0 gegen Deutschland.
Lucas Hernández (r.) bejubelt den Treffer zum 1:0 gegen Deutschland. © Christian Charisius/dpa

München - Kai Havertz und Joshua Kimmich hatten am Dienstag keinen schönen Abend in der Allianz Arena, auch über die rechte Seite blieb die deutsche Nationalmannschaft bei der 0:1-Auftaktniederlage gegen Frankreich äußerst wirkungslos.

Das lag vor allem an einem Franzosen: Lucas Hernández. In "seinem" Stadion überzeugte der Rekord-Transfer des FC Bayern mit gewohnt aggressiver Zweikampfführung und klugem Stellungsspiel. Dass der Verteidiger auch in der Offensive Akzente setzen kann, zeigte er in der 20. Minute. Nach einem Lauf über den Flügel brachte er eine scharfe Hereingabe in den deutschen Strafraum, die DFB-Rückkehrer Mats Hummels nicht mehr abwehren konnte und äußerst unglücklich ins eigene Tor bugsierte.

Es blieb der einzige Treffer des Abends, Hernández avancierte durch seine "Torvorlage" quasi zum Matchwinner der "Équipe Tricolore".

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Hernández: Bei Bayern wurde ich zu einem besseren Spieler

Dass sich Hernández mittlerweile auch immer öfter in die Offensive einschaltet, liegt vor allem an seinen Aufgaben im Verein. Nach einem eher durchwachsenen ersten Jahr ist der Franzose mittlerweile voll und ganz in München angekommen. Zum Ende der vergangenen Saison spielte er immer häufiger von Beginn an – sowohl als Innen- als auch als Linksverteidiger, wo er durch Flanken immer wieder für Gefahr sorgt.

"Bei Bayern habe ich mich enorm mit dem Ball verbessert, weil es eine Mannschaft ist, die gerne Ballbesitz hat", sagte Hernández auf der Pressekonferenz vor dem zweiten Gruppenspiel gegen Ungarn. "Mit Atlético war es deutlich defensiver. Diese Mischung hat mich zu einem besseren Spieler gemacht", führte der 25-Jährige weiter aus.

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Wird Hernández unter Nagelsmann zum Abwehr-Boss?

Beim FC Bayern könnte Hernández in der kommenden Saison zum neuen Abwehr-Boss werden. Nach den Abgängen von David Alaba und Jérôme Boateng ist die Stelle des Chefs in der Defensive vakant. Hernández dürfte mit Neuzugang Dayot Upamecano um diesen Posten kämpfen. Neu-Trainer Julian Nagelsmann könnte das System bei den Münchnern grundlegend umstellen und auf drei Innenverteidiger bauen. Sollte noch ein geeigneter Rechtsverteidiger gefunden werden, könnte es sogar eine gänzlich französische Dreierkette geben, bestehend aus Hernández, Upamecano und Benjamin Pavard, der auch in der Zentrale spielen kann.

Ein Vorteil für Hernández: Während Upamecano, den Nagelsmann noch aus gemeinsamen Leipziger Zeiten kennt, wegen einer kuriosen Vertragsklausel seine Vorbereitung - Stand jetzt - bei RB absolvieren muss, bringt sich Hernández bereits jetzt bei der EM mit guten Leistungen in Stellung.

Es wird spannend, zu sehen, wie sich der französische Linksverteidiger in den kommenden Partien präsentieren wird, eine Kampfansage schickt er jedoch schon voraus: "Gegen Deutschland war ich viel defensiver, aber in den nächsten Spielen werde ich auch meine offensive Seite zeigen." Für die rechte Seite der Ungarn könnte es am Samstag in Budapest also ein ganz unangenehmer Nachmittag werden.

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