Gegen SV Rödinghausen im DFB-Pokal: FC Bayern mit vielen Verletzten

Sieben Stars fehlen dem FC Bayern im Pokalspiel bei Rödinghausen sicher, Goretzka ist fraglich. Niko Kovac fordert "die nötige Einstellung".
| Julian Buhl
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Fallen alle gegen Rödinghausen aus (v.l.): James, Boateng, Hummels, Robben und Ulreich.
Rauchensteiner (2), GES (2), firo (2)/Augenklick/AZ Fallen alle gegen Rödinghausen aus (v.l.): James, Boateng, Hummels, Robben und Ulreich.

München - Womit sich Niko Kovac bei der Vorbereitung auf das Pokalspiel am Dienstagabend (20.45 Uhr, ARD, Sky und im AZ-Liveticker) gegen den SV Rödinghausen beschäftigt hat? Mit Borussia Dortmund natürlich! Das gab der Coach des FC Bayern vor der Zweitrundenpartie unumwunden zu. Allerdings berichtete er "nur" von einem Spiel der zweiten Mannschaft des BVB gegen Bayerns Pokalgegner, das er Anfang September per Livestream verfolgt habe.

Dortmund entschied das Duell in der Regionalliga West mit 4:3 für sich. Dass sich Rödinghausen dabei zwei Mal zurück ins Spiel kämpfte, dürfte Kovac in besonderer Erinnerung behalten haben. "Wir haben uns mit dem Gegner auseinandergesetzt", sagte der 47-Jährige, "nicht die volle Stundenanzahl wie bei einem Bundesligaspiel, aber sehr seriös."

Kovac muss viele Ausfälle kompensieren

Die Aufstellung gegen den Amateurklub dürfte Kovac nun allerdings sogar deutlich mehr als bei den meisten Ligaspielen beschäftigen. Dafür sorgen zahlreiche Ausfälle und angeschlagene Spieler, die der Bayern-Coach zu verkraften hat. Auf Arjen Robben (Rückenblockade), Jérôme Boateng (Magen-Darm-Virus), James Rodríguez (Erkältung) und Mats Hummels (neuromuskuläre Beschwerden) muss er definitiv verzichten. Auch Ersatzkeeper Sven Ulreich, dessen Frau ein Kind erwartet, steht ihm nicht zur Verfügung.

Leon Goretzka, der in Mainz (2:1) umknickte und ausgewechselt werden musste, reiste dagegen mit nach Osnabrück, wo die Pokalpartie ausgetragen wird. "Da müssen wir kurzfristig entscheiden, ob es geht", sagte Kovac. Die Langzeitverletzten Corentin Tolisso (Kreuzbandriss) und Kingsley Coman (Syndesmosebandriss) fehlen darüber hinaus sowieso. Die Bayern müssen also mit ihrem letzten Aufgebot, mit lediglich 14 gestandenen Profis beim David-gegen-Goliath-Duell antreten.

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Nachwuchsspieler füllen Kader auf

Die Gedanken, die er sich im Vorfeld dazu gemacht habe, "sind ein bisschen hinfällig, mit dem, was jetzt passiert ist", sagte Kovac, der seinen Kader mit Meritan Shabani, Paul Will und Wooyeong Jeong aus der zweiten Mannschaft auffüllt. Torhüter Christian Früchtl war gestern Abend noch in der Regionalliga Bayern gegen Wacker Burghausen im Einsatz und reist dem Profitross heute nach.

"Der oberste Grundsatz im Pokal ist, dass wir eine Runde weiterkommen möchten", sagte Kovac und erinnerte an das mühevolle 1:0 seiner Bayern in Runde eins bei SV Drochtersen/Assel. "Wir werden niemanden unterschätzen. Das habe ich nie getan", führte Kovac aus und mahnte: "Wir müssen die nötige Einstellung an den Tag legen."

Und was ist nun mit den Gedanken an das nahende Spitzenspiel in Dortmund, das die Liga mit zwei Punkten Vorsprung auf die Bayern anführt? Die Partie am 10. November sei "noch weit weg. Für mich ist das noch nicht interessant", behauptete Kovac und plante dann doch die perfekte Vorbereitung darauf: "Wichtig ist, dass wir die drei Spiele davor gewinnen, um mit einem guten Gefühl nach Dortmund zu fahren." Zu schlagen wären also Rödinghausen, Freiburg in der Liga (Sa., 15.30 Uhr) und Athen in der Champions League (7.11., 21 Uhr). Vor allem ist Kovac und den Bayern aber zu wünschen, dass sich bis spätestens zum Gipfeltreffen beim BVB ihre Personallage wieder etwas entspannt hat.

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