FC Bayern quält sich zu 3:1 gegen Ingolstadt

Einen furiosen Start mit dem sechsten Sieg im sechsten Pflichtspiel unter Trainer Carlo Ancelotti hat das Starensemble des FC Bayern hingelegt, aber die Etappe mit dem glücklichen 3:1 gegen den FC Ingolstadt war wenig glanzvoll.  
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Bayern-Profi Joshua Kimmich lässt den Ingolstädter Dario Farina Lezcano über die Klinge springen.
Rauchensteiner/Augenklick Bayern-Profi Joshua Kimmich lässt den Ingolstädter Dario Farina Lezcano über die Klinge springen.

Einen furiosen Start mit dem sechsten Sieg im sechsten Pflichtspiel unter Trainer Carlo Ancelotti hat das Starensemble des FC Bayern hingelegt, aber die Etappe mit dem glücklichen 3:1 gegen den FC Ingolstadt war wenig glanzvoll.

München - Aus dem Schützenfest zum Wiesn-Auftakt wurde nichts: Der FC Bayern hat sich im oberbayerischen Derby gegen den kleinen FC Ingolstadt zu einem mühevollen 3:1 (1:1) gequält und dabei spielerisch über weite Strecken enttäuscht.

Die Schanzer verkauften sich dagegen beim haushohen Favoriten wie schon in der Vorsaison glänzend, stehen aber dennoch mit leeren Händen da.

Während der Rekordmeister seinen furiosen Start unter Trainer Carlo Ancelotti mit dem sechsten Sieg im sechsten Pflichtsieg fortsetzte, wartet der FCI nach dem dritten Spieltag noch auf den ersten Dreier. Die Münchner bleiben Tabellenführer und bauen auch ihre Oktoberfest-Bilanz aus. Seit 2010 haben die Bayern in Wiesn-Heimspielen keinen Punkt mehr abgegeben.

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Ingolstadt Dario Lezcano (8.) brachte die Gäste früh in Führung und sorgte für den ersten Pflichtgegentreffer des FC Bayern in dieser Saison. Nach Zuspiel von Franck Ribery glich Robert Lewandowski (12.) mit einem gefühlvollen Heber fast postwendend aus, es war am dritten Bundesliga-Spieltag bereits sein fünftes Tor und insgesamt der achte Treffer im sechsten Pflichtspiel.

 

 

Mit einem sehenswerten Distanzschuss zum 2:1 wendete Xabi Alonso (52.) das Spiel. Rafinha (84.) sorgte für den Endstand. Sein Comeback feiert Fußballer des Jahres Jerome Boateng, der in der 83. Minute eingewechselt wurde.

Bei den Bayern war kurzfristig Nationalspieler Mats Hummels wegen einer Erkältung ausgefallen und wurde als Innenverteidiger von Joshua Kimmich ersetzt, der ein weiteres Mal sein Allroundtalent unter Beweis stellen durfte, nachdem er zuletzt als "Torjäger" überrascht hatte. Zudem musste Ancelotti wegen eines Magen-Darm-Virus auf Kapitän Philipp Lahm, Thomas Müller und David Alaba verzichten.

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Dennoch war der FC Bayern erwartungsgemäß von Beginn an tonangebend, die insgesamt fünf Umstellungen im Vergleich zum Champions-League-Spiel gegen Rostow (5:0) schienen sich nicht auszuwirken - doch dann erwischte der krasse Außenseiter die Münchner beim ersten ansehnlichen Konter auf dem falschen Fuß. Regelrecht im Tiefschlaf befand sich der Branchenprimus, als Matthew Leckie auf Lezcano passte und dieser Neuer überwand.

Ingolstadts Coach Markus Kauczinski hatte seine Elf trotz des jüngsten 0:2 gegen Hertha BSC nicht verändert - und die Mannschaft dankte das Vertrauen. In der Defensive klebte der FCI den Bayern lästig wie Fliegen an den Fersen, wenngleich die Ancelotti-Elf nicht mit der Selbstverständlichkeit wie zuletzt agierte und zeitweise Biss und Konzentration vermissen ließ.

Glanztat von Neuer

Offensiv waren die Aktionen der Schanzer ebenfalls durchaus gefällig, wobei auch hier der FC Bayern mit so mancher Laxheit nachhalf.

Mehrfach reagierte selbst der bedächtige Ancelotti vor der Pause durchaus ungehalten, etwa als Manuel Neuer von FCI-Stürmer Leckie (37.) mit einem Flachschuss geprüft wurde.

Nach dem Wechsel versuchte Ancelotti mit der Hereinnahme von Douglas Costa neue Impulse zu setzen. Der Brasilianer kam für Kingsley Coman, der bei seinem Comeback nach längerer Zwangspause enttäuschte. Doch obwohl Alonso schon bald traf, wackelte der FC Bayern weiterhin. Nur einer Glanztat von Neuer war es zu verdanken, dass Leckie (53.) den Ausgleich verpasste. Später vergab Lukas Hinterseer (68.) eine weitere Ingolstädter Großchance.

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