FC Bayern München und sein Campus: Carlo Ancelotti relativiert die Ziele

Der FC Bayern und sein "Campus", das Nachwuchszentrum. Uli Hoeneß will damit den "Transferwahnsinn" kontern. Carlo Ancelotti findet das grundsätzlich eine gute Idee, doch der Trainer relativiert zugleich die Ziele des Klubpräsidenten.
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Skeptisch: Bayern-Trainer Carlo Ancelotti.
firo/Augenklick Skeptisch: Bayern-Trainer Carlo Ancelotti.

München - Die Blasmusik spielte, das Festzelt war gefüllt mit bayerischer Prominenz - und Uli Hoeneß verkündete bei der feierlichen Eröffnung der neuen Nachwuchsschmiede des FC Bayern Visionen.

Auf dem 70 Millionen Euro teuren "FC Bayern Campus" will der deutsche Rekordmeister neue Topspieler wie Bastian Schweinsteiger, Philipp Lahm oder Thomas Müller entwickeln und damit eine zukunftsweisende Reaktion auf die finanziellen Auswüchse im Profifußball geben.

Auch Trainer Carlo Ancelotti fand warme Worte für die neue Einrichtung - der Italiener stimmte dabei grundsätzlich Vereinspräsident Uli Hoeneß zu, der die neue Nachwuchs-Akademie mit Blick auf den 222-Millionen-Transfer von Neymar als Antwort auf derartige Preis-Ausartungen bezeichnete.

"Es stimmt, die Akademie ist eine gute Antwort darauf. Das Ziel der Akademie ist es, Spieler von hier in die erste Mannschaft zu bringen, eigene Profis auszubilden", sagte Ancelotti der Bild.

"In dem Alter weiß man auch nie"

Dann das dicke Aber: "Es gibt bei den unter 18-Jährigen zwei oder drei Top-Talente. Aber bei den Top-Teams in Europa ist es nun mal nicht so einfach, neue Spieler zu integrieren. Es ist schwierig, ihnen Zeit zu geben und gleichzeitig die gewünschten Ergebnisse zu erzielen. Ein junger Spieler, der für Bayern spielt, muss wirklich ein Top-Talent sein. Es ist auch bei Klubs wie Real oder Barcelona schwer, den Talenten Minuten zu geben, damit sie wachsen können."

Apropos wachsen. Die Bäume werden auch beim FC Bayern nicht so schnell in den Himmel wachsen: Hoeneß und Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge hätten selbstverständlich den Anspruch, dass mehr im Klub ausgebildete Spieler den Sprung zu den Profis schafften, so Ancelotti.

Doch: "Sie haben mir sehr gut und deutlich die Strategie erklärt. Und ich versuche ja auch, Spieler aus der Jugend einzubinden. Wir haben jeden Tag im Training Talente dabei. Aber der Schritt danach ist eben nicht so einfach. Man braucht Zeit."

Allerdings gebe es "einige Spieler, die hier eine Zukunft haben können. Christian Früchtl, Marco Friedl, Felix Götze, Lukas Mai oder Timothy Tillman haben im Audi Cup mitgespielt. Gerade in der U19 gibt es mit Franck Evina, Lars-Lukas Mai oder Marcel Zylla sehr gute Spieler. Aber in dem Alter weiß man auch nie, wie sie sich entwickeln."

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