FC Bayern München: Auf diese Startelf vertraut Carlo Ancelotti gegen Real Madrid - Neuer fraglich

Gegen Hoffenheim schonte Trainer Ancelotti einige seiner Stars – doch in den kommenden Top-Spielen kann er wohl seine erste Elf aufs Feld schicken. Ein Fragezeichen gibt es noch. Die AZ-Übersicht.
| Patrick Strasser
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Arjen Robben, Philipp Lahm, Javi Martinez und Thiago sind gegen Real gesetzt.
dpa Arjen Robben, Philipp Lahm, Javi Martinez und Thiago sind gegen Real gesetzt.

München - Renato Sanches saß auf dem Rasen, senkte den Kopf und trommelte mit der Faust auf den Boden. Soeben hatte er den Ball nach einem Vorstoß während der Aufholjagd der Bayern in Hoffenheim verloren, weil er sich nicht zu einem Abspiel entscheiden konnte. Der 19-Jährige blickte nach oben, sah an der Außenlinie in Rot die "35", seine Nummer, aufleuchten, und sprintete Richtung Spielfeldrand. 72 Minuten waren vorbei – und damit auch der erste Startelf-Einsatz des Portugiesen seit Oktober. Für lange Zeit sein letzter? Nein.

Obwohl Sanches wieder erschreckend schwache Abspiele im Programm hatte, steigerte er sich in der zweiten Halbzeit, wurde etwas sicherer. Bei manchen Aktionen über den linken Flügel konnte man sein Talent erahnen. Trainer Carlo Ancelotti plant langfristig mit ihm. Doch Langfristigkeit hat für den Coach im Moment keine besondere Relevanz.

Daher kommt Sanches nur in der Bundesliga zum Einsatz. In den K.o.-Spielen des April, in den Duellen um den Einzug ins Pokalfinale und um das Ticket für das Champions-League-Halbfinale spielt die erste Garnitur. Am 12. und 18. April gegen Real Madrid und am 26. April gegen Borussia Dortmund.

Wer dann ran darf? Die Real-Elf steht. Bis auf einen Mann.

Die AZ-Übersicht

Tor:Manuel Neuer, der an einem Haarriss im Fußgelenk operiert wurde, droht nun doch das Aus für das Ligaspiel am Samstag gegen Dortmund. Auch sein Einsatz beim Real-Hit ist unsicher – ein Wettlauf gegen die Zeit hat begonnen. Am Mittwoch war der Nationaltorhüter für Reha-Maßnahmen an der Säbener Straße, trainierte individuell. Sven Ulreich, der trotz einiger Glanztaten das 0:1 bei der TSG verschuldete, darf nun wenigstens noch einmal seine Qualitäten zeigen.

Abwehr: Rechtsverteidiger Philipp Lahm wurde in Hoffenheim geschont, in der Bundesliga dürfte er nun seltener zum Einsatz kommen als in den Cup-Wettbewerben. Vertreter Rafinha agiert stets solide, wie auf der linken Seite Juan Bernat, wenn David Alaba eine Pause erhält. Mehr aber auch nicht. Brisanter scheint das Duell um die beiden Plätze in der Innenverteidigung: Doch Mats Hummels und Javi Martínez, über Wochen miteinander eingespielt, dürften gegenüber Jérôme Boateng, der drei Monate verletzt gefehlt hatte, einen Vorteil haben.

Zentrales Mittelfeld: Hier sind Xabi Alonso, Arturo Vidal und Thiago in der Zentrale gesetzt. Weil man auch mal ein paar Ligapunkte verschmerzen kann, verzichtete Ancelotti in Hoffenheim auf Schlüsselspieler Thiago. Ohne den Spanier und Kaum-Fehler-Macher Lahm fehlte den Bayern am Dienstag Pass-Sicherheit und das Selbstverständnis im Aufbauspiel. Thomas Müller steht nach seiner Knöchelverletzung gegen Real wohl als Joker zur Verfügung, trainierte am Mittwoch individuell. Auf der Bank: Joshua Kimmich und Sanches.

Die Flügel: Douglas Costa könnte nach drei Wochen Verletzungspause am Samstag im Kader stehen, er trainierte am Mittwoch 30 Minuten mit dem Team. Kingsley Coman durfte zuletzt zwei Mal von Beginn an ran. Aber nur, damit die leicht ergrauten Platzhirsche der Außenbahnen, Franck Ribéry und Arjen Robben, nicht zu sehr belastet wurden. Gegen Real sind sie Fix-Starter.

Sturmzentrum: Zu Robert Lewandowski, nun in der Liga wieder um ein Tor im Hintertreffen gegenüber BVB-Stürmer Pierre-Emerick Aubameyang (24:25), gibt es keine Alternative.

Mehr zum Thema: Gegen Hoffenheim - Die Niederlage zum richtigen Zeitpunkt

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