FC Bayern: Michael Cuisance - der junge Franzose blüht jetzt unter Hansi Flick auf

Beim 5:0-Sieg gegen Düsseldorf glänzt Pavard in der Offensive, Hernández nutzt seine Chance, muss dann aber raus – und Cuisance zeigt sein Talent: "Es war die Belohnung. Er macht eine positive Entwicklung"
| Maximilian Koch
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Nummer 11: Michael Cuisance (Zentrales Mittelfeld)
Augenblick/GES Nummer 11: Michael Cuisance (Zentrales Mittelfeld)

München - In der Halbzeitpause beim 5:0-Sieg gegen Fortuna Düsseldorf geriet der französische Feiertag des FC Bayern kurzzeitig in Gefahr. "Er hat Adduktorenprobleme gehabt, die Muskulatur war etwas verhärtet, das Risiko war einfach zu groß", sagte Trainer Hansi Flick über Lucas Hernández (24), der zuvor eine gute Leistung geboten.

Flick gab Hernández Bewährungschance

Hernández schon wieder verletzt? Nach all dem Pech in dieser Saison? Nein, Flicks Auswechslung war als Vorsichtsmaßnahme zu werten, Hernández hat es wohl nicht schlimmer erwischt. Trotzdem natürlich bitter, dass der Innenverteidiger nicht länger spielen konnte. Flick hatte ihm in der Abwehrmitte nach langer Zeit mal wieder eine Bewährungschance von Beginn an gegeben. Jérôme Boateng saß auf der Ersatzbank.

Für Hernández kam etwas überraschend Michael Cuisance (20) in die Partie, Joshua Kimmich rückte in die Innenverteidigung. Und Cuisance zeigte durchaus seine technische Klasse, wirkte im Zentrum extrem engagiert.

Cuisance hatte komplizierte Zeit bei Bayern

"Es war heute einfach auch die Belohnung dafür, dass er in den letzten Wochen oder auch Monaten sehr, sehr gut trainiert hat, dass er eine positive Entwicklung macht, und deswegen haben wir heute auch entschieden, dass er länger spielt", erklärte Flick: "Er wäre auch früh reingekommen. Aber wir haben die Situation genutzt aufgrund der Verletzung von Lucas, dass wir Joshua Kimmich zurückgezogen haben und ihn dann auf die Acht, so dass wir nur mit einer Sechs und zwei Achtern gespielt haben. Meines Erachtens hat er das sehr gut gemacht."

Cuisance, der 2019 aus Gladbach nach München gekommen war, hatte bislang eine komplizierte Zeit bei Bayern. Das Mittelfeld-Talent war meist nur Ersatzspieler, er lief sogar bei den Amateuren in der Dritten Liga auf und leistete sich Undiszipliniertheiten abseits des Platzes. 

Nun aber präsentiert er sich immer stabiler. Flick hat den richtigen Zugang zu dem jungen Mann gefunden. Und Cuisance ist plötzlich eine wichtige Alternative im Mittelfeld. Landsmann Corentin Tolisso (25) fällt nach seiner Knöchel-Operation noch länger aus.

Pavard war an den ersten beiden Toren beteiligt

Unverzichtbar bei Bayern ist mittlerweile Benjamin Pavard (24). Der französische Weltmeister von 2018 spielt auf der rechten Abwehrseite hervorragend, gegen Düsseldorf erzwang er das Eigentor von Mathias Jörgensen (15. Minute) mit einem Rechtsschuss, das 2:0 nach einer Kimmich-Ecke besorgte Pavard per Kopfball (29.). Ganz schön torgefährlich, dieser Abwehrexperte. "Es ist großartig, welche Leistungen er in dieser Saison gebracht hat", schwärmte Legende Bixente Lizarazu in der AZ: "Großen Respekt vor Pavard!" In dieser Spielzeit war der Gelobte schon an zehn Treffern direkt beteiligt (vier Tore, sechs Vorlagen). Eine Top-Bilanz.

Beinahe sogar auf dem Niveau von Offensivstar Kingsley Coman (23). Der fünfte Bayern-Franzose im Bunde kommt insgesamt auf fünf Tore und sechs Vorlagen in dieser Saison, gegen Düsseldorf agierte er eher unauffällig. Die wichtigsten Figuren an diesem französischen Feiertag am Pfingstwochenende waren andere. 

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