FC Bayern: Mentalität alleine reicht nicht - die Erkenntnisse aus dem Champions-League-Aus

Trotz eines 1:0-Sieges bei Paris Saint-Germain hat sich für den FC Bayern die Titelverteidigung in der Champions League erledigt - so manch interessante Lehre lieferte der Königsklassen-Knockout dennoch.
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Trainer des FC Bayern: Hansi Flick
Trainer des FC Bayern: Hansi Flick © IMAGO / PanoramiC

Paris/München - Nach dem Aus im DFB-Pokal hat sich der FC Bayern auch aus der Champions League verabschiedet. Nach dem völlig unnötigen 2:3 im Hinspiel reichte auch der 1:0-Sieg am Dienstagabend im Parc de Princes bei Paris Saint-Germain nicht für den Einzug ins Halbfinale

"Ich muss trotzdem meiner Mannschaft ein Kompliment machen, auch wenn man sich davon nichts kaufen kann", meinte ein konsternierte Hansi Flick, dessen Verbleib über diesen Sommer hinaus immer unwahrscheinlicher wird. Unabhängig davon lieferte das Rückspiel in Paris für die Bayern so manch interessante Erkenntnis:

Gegen ein Team wie PSG reicht Mentalität alleine nicht aus

Nach der 2:3-Niederlage im Hinspiel gingen die Bayern mit einem Rückstand ins zweite Aufeinandertreffen mit dem Vorjahres-Finalist. Was dennoch Mut machte: Das mit dem Drehen von Spielen hat in dieser Saison schon häufig genug hingehauen.

Alleine in der Bundesliga musste das Team von Trainer Hansi Flick bereits 13 Mal einem Rückstand hinterherlaufen. Sechs Partien konnten die Bayern am Ende noch für sich entscheiden, vier Mal reichte es zumindest für ein Remis.

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Auch am Dienstagabend zeigte der Titelverteidiger Mentalität, wirkte nach der Belastung in den vergangenen Monaten mit laufender Spieldauer allerdings immer ausgepumpter. Gegen den Großteil der Bundesliga-Konkurrenz mag die richtige Einstellung für den Erfolg reichen, gegen eine derart clever agierende Mannschaft wie der von PSG allerdings nicht.

Die Verletzungsprobleme brachen Bayern das Genick

Der Blick auf die Ersatzbank dürfte vielen Bayern-Fans vor Anpfiff Bauchschmerzen bereitet haben. Nach den Ausfällen von zahlreichen Hochkarätern wie Robert Lewandowski oder Serge Gnabry musste kurzfristig auch noch der eigentlich gesetzte Leon Goretzka passen. Von den zwölf erlaubten Plätzen konnten die Bayern daher nur sieben besetzen - und selbst dafür brauchte es Kreativität.

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Mit Maximilian Zaiser und Josip Stanisic saßen zwei Spieler von den Amateuren auf der Bank, die für Hansi Flick auch sonst nicht allzu viele ernstzunehmende Optionen bot. Einzige Alternative für die Offensive war Supertalent Jamal Musiala.

Wie groß die Personalnot war, zeigte spätestens die Einwechslung von Defensiv-Allrounder Javi Martínez, der Eric Maxim Choupo-Moting in der Schlussphase im Sturmzentrum ersetzte. Mit einer derart dünnen Personaldecke kann auch der FC Bayern auf höchstem internationalen Niveau nicht bestehen.

Choupo-Moting empfiehlt sich für Verbleib, Sané enttäuscht

In Abwesenheit von Lewandowski und Gnabry war klar: Gegen Paris Saint-Germain musste es Choupo-Moting im Offensivzentrum richten. Der Routinier, der bereits im Hinspiel den wichtigen Anschlusstreffer zum zwischenzeitlichen 1:2 erzielt hatte, zeigte sich auch bei Ex-Klub PSG hochengagiert und traf zum 1:0. Spätestens in den Viertelfinalspielen hat der 32-jährige Hamburger seine Verpflichtung im vergangenen Sommer gerechtfertigt und darf sich berechtigterweise Hoffnungen auf eine Verlängerung seines Ende Juni auslaufenden Vertrags machen.

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Weniger positiv wird das Fazit zur Premierensaison von Leroy Sané ausfallen. Der Nationalspieler wurde im vergangenen Sommer für 50 Millionen Euro von Manchester City für die großen Highlights in der Königsklasse verpflichtet. Gegen PSG erfüllte Sané zwar vorbildlich seine Defensivaufgaben und setzte auch offensiv Akzente, traf in den wichtigen Situationen aber fast schon zuverlässig die falsche Entscheidung. Dass er für die Bayern wie einst Franck Ribéry oder Arjen Robben auch auf höchstem Niveau den Unterschied machen kann, konnte er (noch) nicht beweisen.

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