Boateng verlässt den FC Bayern: Hat Salihamidzic gegen eine Absprache verstoßen?

Die Posse um den Abgang von Jérôme Boateng geht weiter. Einem Bericht zufolge soll sich Sportvorstand Hasan Salihamidzic bei der Verkündung nicht an eine Zusage gegenüber dem Innenverteidiger gehalten haben.
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Sportvorstand des FC Bayern: Hasan Salihamidzic
Sportvorstand des FC Bayern: Hasan Salihamidzic © sampics/Augenklick

München - Der Abgang von Jérôme Boateng hat beim FC Bayern intern offenbar für deutlich mehr Spannungen gesorgt als bisher bekannt. Laut einem Bericht der "SportBild" war die Bekanntgabe der Trennung zum Saisonende ein Alleingang von Sportvorstand Hasan Salihamidzic.

Dieser hatte am Mittwoch vergangener Woche - nicht einmal eine Stunde vor Anpfiff des Viertelfinal-Hinspiels gegen Paris Saint-Germain (2:3) - gegenüber "Sky" bestätigt, dass der Vertrag des Innenverteidigers nicht verlängert werde. Dies sei "eine gemeinsame" Entscheidung gewesen, so Salihamidzic weiter.

Bericht: Salihamidzic hielt sich nicht an Bedenkzeit

Die "SportBild" stellt den Ablauf allerdings anders dar. Demnach habe es gut eine Woche zuvor ein Treffen mit Boatengs Management gegeben, in welchem der Sportvorstand die Entscheidung gegen eine Vertragsverlängerung mitgeteilt und dies mit fehlender Konstanz und Boatengs Verletzungshistorie begründet habe. Dies sei bei der Boateng-Seite auf Unverständnis gestoßen, woraufhin man sich auf ein weiteres Gespräch am folgenden Tag verständigt habe.

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Bei jenem Treffen, an dem auch Karl-Heinz Rummenigge teilgenommen haben soll, habe man sich auf eine Bedenkzeit von "zwei, drei Wochen" geeinigt, in der noch keine Gespräche mit anderen Klubs geführt werden sollen. Die Tür für eine Verlängerung war für den Vorstandsboss also offenbar noch offen.

Zeitpunkt der Boateng-Absage sorgt für Wirbel

In den Tagen darauf nahm die Boateng-Posse richtig an Fahrt auf. Zunächst sprach sich Ehrenpräsident und Aufsichtsrat Uli Hoeneß in seiner Rolle als Länderspielexperte beim "RTL" gegen eine Nominierung für die Europameisterschaft aus, wenige Tage später wurde der Abgang des Innenverteidigers an den "kicker" durchgestochen. Am vergangenen Mittwoch folgte schließlich die Bestätigung von Salihamidzic - obwohl die vom Verein selbst erbetene Bedenkzeit noch nicht einmal abgelaufen war.

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Doch damit nicht genug: Laut der "SportBild" wurde Boateng selbst erst am Vormittag des Spieltags kurz vor dem Anschwitzen für die Partie gegen PSG am Abend von Salihamidzic über die Entscheidung des Klubs informiert. Ein Vorgehen, das sowohl bei Trainer und Boateng-Befürworter Hansi Flick als auch innerhalb der Mannschaft alles andere als gut angekommen sein soll.

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