FC Bayern: Karl Lauterbach kritisiert Müller-Rückreise - "Normalerweise natürlich undenkbar"

Dass Thomas Müller trotz bekannter Corona-Infektion von der Klub-WM aus Katar nach München zurückgereist ist, hat in den vergangenen Tagen für Diskussionen gesorgt. Nun übt auch SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach Kritik.
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SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach.
SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach. © Bernd von Jutrczenka/dpa

München - Nach seiner am Donnerstag bekanntgewordenen Corona-Infektion ist Thomas Müller mittlerweile wieder wohlbehalten in München angekommen. Der Bayern-Star reiste eigens mit einem Ambulanzflugzeug aus dem Emirat in die bayerische Landeshauptstadt und begibt sich nun für zehn Tage in Quarantäne.

Dass Müller die Reise trotz seiner Infektion angetreten hat, sorgt bei vielen für Unverständnis. Nun äußert sich auch Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (SPD) zur umstrittenen Rückkehr des Bayern-Stars. "Normalerweise wäre eine Reise mit bekannter Infektion natürlich undenkbar", meint der Politiker im Interview mit "Sport1".

Lauterbach kritisiert Klub-WM: "Verheerendes Signal"

Müller wurde nach seinem positiven Test umgehend von der Mannschaft isoliert, bei seinen Teamkollegen waren alle Ergebnisse negativ. Am Donnerstagabend trat die Mannschaft im Finale der Klub-WM gegen UANL Tigres an (1:0). Ein vertretbares Risiko? "Wenn PCR-Tests kurz vor dem Spiel gemacht wurden, ist das Risiko gering. Trotzdem ist das Signal verheerend", kritisiert Lauterbach.

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Auch zu den umstrittenen Aussagen von Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge, wonach Fußballer aufgrund ihrer Vorbildfunktion die Impfbereitschaft erhöhen könnten, äußerte sich der Gesundheitsexperte. "Der Vorwand, die Spieler würden die Impfung brauchen, um die Impfbereitschaft der Fans zu erhöhen, ist natürlich abwegig und vorgeschoben, die Privilegierung der Spieler zu rechtfertigen", sagt Lauterbach: "Es klingt höhnisch, jeder weiß doch, dass die Impfbereitschaft hoch ist und der Impfstoff fehlt."

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