FC Bayern in Noten: Keine Eins und eine Zwei beim Sieg gegen Freiburg

Dem FC Bayern München reicht beim 3:1 (3:1) gegen den SC Freiburg eine souveräne erste Halbzeit zum nächsten Dreier. So hat der AZ-Reporter die Bayern-Stars gesehen.
| Patrick Strasser
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Bayern-Profi Sarpreet Singh wird vom Freiburger Roland Sallai (rechts) bedrängt.
Sven Hoppe/dpa 2 Bayern-Profi Sarpreet Singh wird vom Freiburger Roland Sallai (rechts) bedrängt.
So kennt man ihn: Robert Lewandowski bejubelt seinen Treffer zum 2:0 gegen den SC Freiburg.
Sven Hoppe/dpa 2 So kennt man ihn: Robert Lewandowski bejubelt seinen Treffer zum 2:0 gegen den SC Freiburg.

München - Es läuft einfach beim deutschen Rekordmeister. Nicht erst seit dem 3:1-Sieg gegen den SC Freiburg können die Profis des FC Bayern entspannt dem letzten Auftritt dieser Corona-gebeutelten Bundesliga-Saison entgegensehen: Am kommenden Samstag (15.30 Uhr live bei Sky und im AZ-Liveticker) geht's zum VfL Wolfsburg.

Joshua Kimmich (16.) und Robert Lewandowski (24./37.) waren am Samstag für die Münchner erfolgreich, auf Freiburger Seite traf Lucas Höler (37.). In der eher langweiligen zweiten Halbzeit tat sich dann nicht mehr viel.

Die Bayern landeten ihren 15. Pflichtspielsieg hintereinander mit reduziertem Personal: Sie spielten ohne den gesperrten Alphonso Davies plus die verletzten Thiago, Coutinho, Tolisso, Süle (alle Langzeitverletzte) sowie Alaba, Gnabry und Perisic (die letzten drei nur angeschlagen). 

Wer sich auszeichnen konnte – und wer nicht: Die Bayern in der AZ-Einzelkritik...

SVEN ULREICH - NOTE 4: Erster Pflichtspieleinsatz für Neuers Stellvertreter in dieser Saison. Ein Geschenk von Trainer Hansi Flick, allerdings mit einem Makel. Bekam den Ball von Jonathan Schmid aus kurzer Distanz durch die Beine, in der Mitte drückte Lucas Höler den Ball über die Linie. Mit einigen Schwierigkeiten beim Herausspielen der Bälle – viel Streuung.

BENJAMIN PAVARD - NOTE 3: Erstmals Meister – und das im ersten Jahr nach dem Wechsel vom VfB Stuttgart. Hat seit der Corona-Pause jedes Spiel von Beginn an bestritten. Trieb das Spiel aus seiner Position des Rechtsverteidigers immer wieder nach vorne. Guter Abschluss, der nur knapp am kurzen Pfosten vorbeirauschte (61.).

JÉRÔME BOATENG - NOTE 3: Der Innenverteidiger in Abwesenheit von David Alaba (geschont) diesmal Kommando-Geber der Defensive mit einer guten Schusschance von der linken Kante des Strafraums – gehalten. Hatte gegen die Freiburger mit den zwei Spitzen Höler und Petersen Dauer-Beschäftigung. Bewältigte er ganz ordentlich.

JAVI MARTÍNEZ - NOTE 4: Premiere für den Spanier seit der Corona-Pause: Erster Einsatz von Beginn an. Verteidigte wie in früheren Zeiten in der Innenverteidigung neben Boateng. Zeigte einige Schwächen, wenn er Bälle konsequent herausschlagen sollte, auch vor dem 1:2-Anschluss der Gäste unaufmerksam. Dass ihm Rhythmus fehlte, war ihm anzusehen – aber auch logisch. In der 85. Minute runter.

LUCAS HERNÁNDEZ - NOTE 3: Ersetzte diesmal Linksverteidiger Alphonso Davies, der nach seiner Gelb-Roten Karte in Bremen gesperrt war. Der französische Weltmeister mit einem super Antritt über die linke Seite samt genauer Vorlage auf Lewandowski zum 3:1. Ansonsten formverbessert und sicherer in seinem Spiel dank mehr Einsatzzeit.

Bayern-Profi Sarpreet Singh wird vom Freiburger Roland Sallai (rechts) bedrängt.
Bayern-Profi Sarpreet Singh wird vom Freiburger Roland Sallai (rechts) bedrängt. © Sven Hoppe/dpa

FC Bayern: Fleißiger Goretzka geht weite Wege

JOSHUA KIMMICH - NOTE 3: Der Mittelfeld-Chef diesmal als Vollstrecker im Stile eines Mittelstürmers. Vollendete aus 17 Metern clever mit links ins lange Eck zum 1:0 (15.) - sein vierter Saisontreffer. An der Entstehung des 2:0 beteiligt. Ständiger Impulsgeber und Antreiber, der offenbar keine Pause braucht.

LEON GORETZKA - NOTE 3: Bester Bayer seit der Corona-Pause. Unterstützte Kimmich, ging weite Wege, sprach viel mit Startelf-Debütant Singh. Goretzkas satten Schuss konnte Schwolow nur nach vorne abklatschen, Lewandowski staubte ab. Warf sich in jeden Zweikampf, bemerkenswerte Motivation.

THOMAS MÜLLER - NOTE 3: 350. Bundesliga-Spiel für den Rekordmeister (neun Meisterschaften) des Rekordmeisters (30 Titel) – und das standesgemäß als Kapitän. Obwohl Gnabry (angeschlagen) und Coman (Bank) fehlten, musste er nicht auf den rechten Flügel, sondern durfte auf seine Sahne-Position als Freigeist-Zehner. Initiierte von dort das 2:0, einen eigenen Treffer verwehrte ihm SC-Keeper Schwolow. Glücklos.

So kennt man ihn: Robert Lewandowski bejubelt seinen Treffer zum 2:0 gegen den SC Freiburg.
So kennt man ihn: Robert Lewandowski bejubelt seinen Treffer zum 2:0 gegen den SC Freiburg. © Sven Hoppe/dpa

 

SARPREET SINGH - NOTE 3: Der neuseeländische Nationalspieler (21), ansonsten Fixpunkt in der Drittliga-Mannschaft, kam bisher in dieser Saison auf acht Minuten Einsatzzeit. Von Beginn an als Linksaußen aufgeboten. Agierte vorsichtig und konzentriert. Gute Steck-Pässe in die Mitte, ein guter Abschluss – jedoch manchmal zu zaghaft in Zweikämpfen. Ausgewechselt nach 64 Minuten.

MICKAËL CUISANCE - NOTE 4: Durfte gegen seinen Ex-Verein Gladbach 62 Minuten ran. Erstmals Meister – und gegen Freiburg zum zweiten Mal in der Startelf, diesmal nicht als Zehner, sondern als Rechtsaußen. Zu zögerlich bei einer guten Chance zum Nachschuss. Ihm fehlt Selbstvertrauen, will es erzwingen, dann überhastet und übermotiviert. Nach 64 Minuten höchst unzufrieden raus.

ROBERT LEWANDOWSKI - NOTE 2: Zum Warm-up bereitete er Kimmichs 1:0 gekonnt vor, erzielte dann seinen 32. Saisontreffer per Kopfball-Abstauber nach Goretzkas Schuss und Nummer 33 nach Hernández-Vorlage. Stets zur Stelle, immer und ewig hungrig der Pole. Nun wettbewerbsübergreifend mit sagenhaften 48 Saisontoren (in 41 Partien).

FC Bayern: Richards und Musiala erstmals dabei

JOSHUA ZIRKZEE - NOTE 4: Der Teenie-Torjäger (19), beim 2:1 vor einer Woche gegen Gladbach als Lewandowski-Ersatz ein Mal erfolgreich, durfte nach 64 Minuten mit dem Toptorjäger stürmen. Verzog aus guter Position (72.), hätte mehr aus seiner Rolle machen müssen.

KINGSLEY COMAN - NOTE 3: Zunächst geschont, kam nach 64 Minuten und übernahm seine angestammte Position als Linksaußen. Brachte deutlich mehr Schwung und Durchsetzungskraft auf den linken Flügel im Vergleich zu Singh, aber ohne große Torgefahr.

CHRIS RICHARDS - OHNE NOTE: Bundesliga-Debüt für den 20-jährigen US-Amerikaner, der in der 86. Minute Martínez in der Innenverteidigung ersetzte. Bisher 27 Spiele (vier Tore) für die zweite Mannschaft in der Dritten Liga.

JAMAL MUSIALA - OHNE NOTE: Noch ein Liga-Debüt für ein Talent: Der Engländer ist erst 17 Jahre jung und durfte in den Schlussminuten (88.) für Müller rein. Der Teenager mit der Nummer 42 hat bisher erst sechs Spiele (kein Tor) für die U19-Junioren der Bayern bestritten.

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