FC Bayern: Flick zum erfolgreichen Debütantenball gezwungen

Trotz zahlreicher Wechsel marschiert der FC Bayern weiter unbeirrt durch die Liga. Die Rotation geht gegen Freiburg auf - Hansi Flick schwärmt im Anschluss von seinen Debütanten.
| Bernhard Lackner
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Wechselt für ein Jahr zum 1. FC Nürnberg: Bayern-Spieler Sarpreet Singh.
Sven Hoppe/dpa-Pool/dpa 2 Wechselt für ein Jahr zum 1. FC Nürnberg: Bayern-Spieler Sarpreet Singh.
Jamal Musiala (17) erzielte am Dienstag vergangener Woche seine ersten beiden Treffer in der 3. Liga.
imago images / Sven Simon 2 Jamal Musiala (17) erzielte am Dienstag vergangener Woche seine ersten beiden Treffer in der 3. Liga.

München - Hansi Flick lächelte freundlich, eine Antwort hatte er aber nicht parat. "Da müssen wir mal schauen", sagte der Trainer des FC Bayern noch am Tag vor dem Aufeinandertreffen mit dem SC Freiburg am Samstag (3:1) auf die Frage, wie er denn all die Verletzungen kompensieren wolle.

In Serge Gnabry, Ivan Perisic und David Alaba hatte das ohnehin schon prominent gefüllte Lazarett des Rekordmeisters relativ kurzfristig drei weitere Zugänge erhalten, der Bayern-Coach musste gegen die Breisgauer improvisieren. Im ersten Spiel nach der gewonnenen Meisterschaft erhielten daher wieder einige Talente ihre Chance, sich zu beweisen.

Flick bringt Cuisance und Singh von Beginn an

So durfte Mickael Cuisance, der sich nach längeren Startschwierigkeiten beim Rekordmeister seit der Corona-Pause deutlich verbessert zeigt, zum zweiten Mal von Beginn an ran. Der junge Franzose startete in der offensive Dreierreihe und zeigte sich sehr engagiert. Seine beste Szene hatte er in der 37. Spielminute, als er trotz Foulspiels auf den Beinen blieb und so den Konter zum 3:1 einleitete.

Neben Cuisance durfte auch Sarpreet Singh von Beginn an ran, für ihn war es der erste Einsatz in der Startelf. Der junge Neuseeländer zählt zu den fünf Top-Talenten des Rekordmeisters, die von Hansi Flick nach dessen Beförderung zum Cheftrainer im vergangenen Herbst dauerhaft ins Profitraining hochgezogen wurden.

Wechselt für ein Jahr zum 1. FC Nürnberg: Bayern-Spieler Sarpreet Singh.
Wechselt für ein Jahr zum 1. FC Nürnberg: Bayern-Spieler Sarpreet Singh. © Sven Hoppe/dpa-Pool/dpa

Seit seinem Wechsel im vergangenen Sommer lief der 21-Jährige hauptsächlich für die U23 in der 3. Liga auf und mauserte sich schnell zum Leistungsträger in der Offensive. Nach 22 Partien stehen für ihn 14 Torbeteiligungen zu Buche (je sieben Tore und Vorlagen) - einzig Top-Torjäger Otschi Wriedt war häufiger an Treffern beteiligt (23 Tore, fünf Vorlagen).

Richards debütiert - Musiala stellt Vereinsrekord auf

In den Minuten 86 und 88 erblickten schließlich zwei weitere Youngsters das Licht der Bundesliga-Welt: Abwehrspieler Chris Richards (20), wie Singh Leistungsträger bei den Amateuren, und Jamal Musiala.

Letzterer sorgte mit seiner Einwechslung sogar für einen Vereinsrekord. Mit einem Alter von gerade einmal 17 Jahren und 115 Tagen ist Musiala nun Bayerns jüngster Bundesliga-Debütant und löste Pierre-Emile Höjbjerg ab, der bei seinen ersten Liga-Minuten 17 Jahre und 251 Tage alt war. Der junge Deutsch-Engländer gilt als eines der hoffnungsvollsten Offensiv-Talente beim Rekordmeister und sorgte zuletzt mit einem Doppelpack für die Amateure für Schlagzeilen.

Jamal Musiala (17) erzielte am Dienstag vergangener Woche seine ersten beiden Treffer in der 3. Liga.
Jamal Musiala (17) erzielte am Dienstag vergangener Woche seine ersten beiden Treffer in der 3. Liga. © imago images / Sven Simon

Hansi Flick zeigte sich im Anschluss zufrieden mit der Entwicklung seiner beiden Debütanten. "Jamal Musiala und Chris Richards sind beide auf einem sehr guten Weg, deswegen haben wir sie heute auch belohnt", meinte der Bayern-Coach, mahnte aber auch: "Es braucht noch viel Arbeit, um bei Bayern München zu spielen."

Generell zeigt sich der Bayern-Coach aber erfreut über die erfolgreiche Nachwuchsarbeit beim Rekordmeister. "Wir machen einfach eine gute Arbeit am Campus, das habe ich schon mehrfach gesagt. Es ist wichtig, dass wir eine gute Qualität haben, um den Kader auch aufzufüllen", meinte Flick. Wie wichtig, zeigte sich am Samstagnachmittag.

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