Drei Bayern-Stars haben mit Lampard noch eine Rechnung offen

Neuer, Müller und Boateng sind bei Bayern aus dem Kader vom "Finale dahoam" noch übrig – und haben mit Chelsea noch eine Rechnung offen. Die AZ erklärt, was ihre ehemaligen Mitspieler und Gegner heute machen.
| Patrick Strasser
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare Empfehlungen
Thomas Müller, Manuel Neuer und Jerome Boateng haben mit Chelsea und dessen Trainer Frank Lampard noch eine offene Rechnung zu begleichen.
Ulmer Pressebildagentur,PA Images/imago, AZ-Montage Thomas Müller, Manuel Neuer und Jerome Boateng haben mit Chelsea und dessen Trainer Frank Lampard noch eine offene Rechnung zu begleichen.

München - Im Fünf-Sterne Hotel "Mandarin Oriental" sind die Angestellten einiges gewohnt. Doch diesen Anblick kannten sie nur von Rockstars. Ausnüchternde, die in ihren Anzügen auf der Dachterrasse schlafen. Stundenlange Feierlichkeiten mit dem Henkel-Pott hatten die Profis des FC Chelsea in der Nacht vom 19. auf den 20. Mai 2012 fertiggemacht. Das Teamhotel wurde zur Partyzone. Sie mussten sich schütteln: Hatten wir wirklich gewonnen? Und wenn ja – wie?

Das "Finale dahoam", Bayerns Heimspiel um die höchste Trophäe in Europas Fußball, wurde zum "Drama dahoam" – unvergesslich. 3:4 im Elfmeterschießen nach 3:1-Führung. Thomas Müllers Führung in der 83. Minute gleicht Didier Drogba (88.) noch aus, in der Verlängerung verschießt Arjen Robben einen Elfmeter. Haushoch sind Jupp Heynckes’ Bayern überlegen, das Eckenverhältnis lautet am Ende 20:1. Ach... Warum, weiß nur der Fußballgott.

Mini-Revanche beim Uefa-Supercup 2013

Gelegenheit zur Revanche ergab sich für die Münchner etwas mehr als ein Jahr später beim Duell um den nachrangig einzustufenden Supercup. Unter Pep Guardiola gewann Bayern im August 2013 in Prag als amtierender Königsklassen-Gewinner gegen Europa-League-Sieger Chelsea mit 5:4 im Elfmeterschießen (2:2 nach 120 Minuten). Mehr als eine Bonsai-Befriedigung war’s jedoch nicht.

Mit dem souveränen 3:0 im Februar an der Stamford Bridge legte Bayern den Grundstein für den Einzug ins Viertelfinale. Diesen Samstag (21 Uhr, Sky live und im AZ-Liveticker) muss man beim Geisterkick in der Allianz Arena gegen die durch Sperren und Verletzungen geschwächten Blues lediglich noch ein Drama vermeiden – was etwas mehr Linderung der 2012er-Wunde brächte.

Vor allem für drei Bayern-Profis. Torhüter Manuel Neuer (heute 34), Jérôme Boateng (31) und Thomas Müller (30) – ein Trio sinnt auf Revanche.

Müller kann sich noch gut an 2012 erinnern

Dazu kommt David Alaba (28), wobei der Österreicher damals wegen einer Gelbsperre aus dem Halbfinale fehlte und von Diego Contento als Linksverteidiger vertreten wurde. "Ich kann mich zwar noch gut ans Finale 2012 erinnern", meinte Müller, "aber ich glaube, das hat mit dem Spiel im Achtelfinale jetzt nicht viel zu tun." Wirklich?

Was wurde aus den anderen aus der Startelf jenes unwirklichen Finals? Die AZ klärt auf:

Ihre Karrieren beendet haben die Säulen Philipp Lahm (36), damals Kapitän, sowie Bastian Schweinsteiger (36), der Bayerns letzten Elfmeter an den Pfosten setzte. Lahm arbeitet als OK-Chef der EM 2024 in Deutschland für den DFB, Schweinsteiger nach seinem Abstecher in die US-Liga zu Chicago als TV-Experte für die ARD. Nach dem Wiederaufstieg mit seinem Herzensverein VfB Stuttgart hängte Mittelstürmer Mario Gómez (35) seine Fußballschuhe an den Nagel. Anatoliy Tymoshchuk (41) hörte 2016 nach zwei Jahren beim kasachischen Klub FK Qairat Almaty auf, arbeitet als Co-Trainer bei Zenit St. Petersburg.

Weiterhin aktiv sind: Frank Ribéry (37), der in seine zweite und wohl letzte Saison beim AC Florenz geht sowie sein Flügel-Pendant Arjen Robben (36), der nach seinem Karriereende 2019 bei Bayern nun doch noch ein Jahr dranhängt – bei seinem Jugendverein FC Groningen. Während der Deutsch-Italiener Contento (30) seine Karriere bei Zweitligist SV Sandhausen fortsetzt, kämpft Weltstar Toni Kroos (30) mit Real Madrid um die Champions-League-Krone, es wäre bereits sein fünfter (!) Titel.

Bei Chelsea kein Spieler vom CL-Finale 2012 noch im Team

Bei Chelsea, diesmal im "Hilton Hotel" am Tucherpark untergebracht, fungiert Ex-Keeper Petr Cech als Technischer Berater, alle anderen Spieler haben den Verein verlassen oder ihre Karrieren beendet. Den Pott nahmen 2012 John Terry, der eigentliche Kapitän, aber damals rotgesperrt, und Frank Lampard entgegen. Der 42-Jährige ist seit 2019 Chelseas Trainer, führte das Team in seiner ersten Premier-League-Saison als Coach auf Rang vier.

Kann "Lamps" die Bayern nun noch mal schocken?

Lesen Sie auch: Coman angeschlagen - Philippe Coutinho bekommt seine Chance

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen 0  Kommentare Empfehlungen
0 Kommentare
Artikel kommentieren