Debüt bei FC Bayern für Alphonso Davies: Bombe oder Blindgänger?

Alphonso Davies feiert sein Debüt für die Bayern – und deutet sein enormes Potenzial an. "Er bringt ziemlich viel Speed mit", sagt Neuer. Schlägt der Winterneuzugang ein? Die Vorgänger im AZ-Check.
| Julian Buhl
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Telekom-Cup: Alphonso Davies aus Kanada betrachtet nach dem gewonnen Finale den Pokal.
Marius Becker/dpa Telekom-Cup: Alphonso Davies aus Kanada betrachtet nach dem gewonnen Finale den Pokal.

München - So geht Integration bei Bayern: Bei der Siegerehrung beim Telekom Cup bewies Manuel Neuer sein feines Gespür als Kapitän des FC Bayern und überließ Winterneuzugang Alphonso Davies die Trophäe. Und der 18 Jahre alte Kanadier genoss es sichtlich, den Cup vor der aufgereihten und jubelnden Mannschaft im Konfetti-Regen in die Höhe zu stemmen.

Die Krönung eines gelungenen Debüts für das Supertalent. Davies kam im Finale gegen Gladbach zum ersten Mal unter Wettkampfcharakter für Bayern zum Einsatz. Und dabei konnte er sein großes Potenzial durchaus andeuten. In der 20. Minute tunnelte er Andreas Poulsen per Hacke und überlief seinen Gegenspieler. In der Schlussminute wurde er nach einer schönen Einzelaktion dann elfmeterwürdig per Foul gestoppt.

Viel Lob für Alphonso Davies

Die Kollegen bedachten den Debütanten mit viel Lob. "Er bringt nach vorne ziemlich viel Speed mit und ist auch in Eins-gegen-Eins-Duellen sehr gut", sagte Neuer und Niklas Süle ergänzte: "Phonzy hat Betrieb gemacht auf jeden Fall." David Alaba schwärmte: "Er ist ein super Junge. Dass er sehr viel Potenzial mitbringt, ist kein Geheimnis, sonst hätten wir ihn nicht geholt." Davies gilt aktuell als eines der größten Versprechen beim Rekordmeister. "Er wird eine Bombe, habe ich gehört", sagte Präsident Uli Hoeneß zuletzt über ihn, "da vertraue ich meinem Sportdirektor."

Auf dem Wintertransfermarkt hat der FC Bayern insgesamt in der Vergangenheit allerdings nicht immer die besten Erfahrungen gemacht. Die AZ blickt zurück auf die Tops und Flops der Bayern im Winterschlussverkauf.

Von Wagner bis Breno: Die Bomben und Blindgänger der Bayern

Sandro Wagner: Mit dem 31 Jahre alten Stürmer steht ein weiterer Winterneuzugang im aktuellen Kader. Wagner kam im Januar 2018 für 13 Millionen Euro als Back-up für Robert Lewandowski aus Hoffenheim zurück zu seinem Heimatverein. Mit acht Toren in 14 Rückrunden-Einsätzen füllte er diese Rolle zunächst recht ordentlich aus. Unter Niko Kovac kommt er allerdings bislang kaum noch zum Zug – und konnte auch im Finale des Telekom Cups nicht überzeugen.

Serdar Tasci: Anfang 2016 liehen die Münchner den Ex-Nationalspieler von Spartak Moskau aus und reagierten damit auf die Verletzungsmisere in der Innenverteidigung – Medhi Benatia, Jérôme Boateng und Javi Martínez fehlten. Trainer Pep Guardiola konnte dennoch nicht allzu viel mit Tasci anfangen, der gerade mal auf drei Einsätze kam. Im Sommer wurde das gegenseitige Missverständnis dann wieder beendet.

Luiz Gustavo: Der Brasilianer kam im Januar 2011 für 17 Millionen aus Hoffenheim. Trainer Louis van Gaal wollte damals unbedingt Verstärkung fürs defensive Mittelfeld. Kapitän Mark van Bommel verließ den Klub als direkte Reaktion darauf und wechselte noch in der Winterpause zum AC Mailand. Gustavo erwies sich dann zunächst durchaus als gelungener Transfer und wurde Stammspieler. In der Triple-Saison 2013 verlor er seinen Platz aber an Martínez und wechselte anschließend nach Wolfsburg.

Landon Donovan: Der US-Amerikaner wurde 2009 als Wunschspieler von Jürgen Klinsmann nach München ausgeliehen. Der Offensivmann konnte die in ihn gesetzten Erwartungen aber genauso wenig erfüllen wie sein damaliger Trainer – und floppte. Nach nur drei Monaten und sieben Kurzeinsätzen ohne Treffer wechselte er zurück in die Major League Soccer zu LA Galaxy. Kurz darauf musste auch Klinsmann gehen.

Breno: Anfang 2008 holten die Bayern den damals 18 Jahre alten Brasilianer für stolze 12 Millionen Euro. Der Abwehrspieler galt schließlich als absolutes Toptalent. Dem wurde er aber auch aufgrund von Verletzungen nie gerecht. Nach einem weiteren gesundheitlichen Rückschlag kam es 2011 zur Tragödie: Breno zündete sein eigenes Haus an und wurde wegen schwerer Brandstiftung zu einer Haftstrafe verurteilt. Inzwischen spielt er wieder in Brasilien.

Bixente Lizarazu: Nach sieben Jahren beim FC Bayern wechselte der Franzose im Sommer 2004 ablösefrei zu Olympique Marseille – und kehrte nur ein halbes Jahr später ebenfalls zum Nulltarif als Winterneuzugang zurück nach München. Ein Toptransfer, denn 2006 beendete der Außenverteidiger bei Bayern seine Karriere und stieg zur Klublegende auf.

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