Das neue Bollwerk: Zwei Stars greifen Hummels und Boateng an

Benjamin Pavard vom VfB Stuttgart und Lucas Hernández von Atlético Madrid sollen ab kommender Saison die Abwehr des FC Bayern verstärken. Was heißt das für Hummels und Boateng? "Es wird schwer für sie, ihre Position zu behalten", meint Lothar Matthäus.
| Maximilian Koch
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Generationswechsel beim FC Bayern (v.l.): Benjamin Pavard und Lucas Hernández sollen kommen, für Mats Hummels und Jérôme Boateng wird es knifflig.
AZ-Montage, Augenklick/firo/sampics/Rauchensteiner Generationswechsel beim FC Bayern (v.l.): Benjamin Pavard und Lucas Hernández sollen kommen, für Mats Hummels und Jérôme Boateng wird es knifflig.

München - In diesem Freitagvormittag, wenn am Münchner Airport der Sonderflieger ins Trainingslager nach Doha abhebt, wird man schon mehr wissen: Sitzt neben dem jungen Kanadier Alphonso Davies (18) ein weiterer Neuzugang in der Bayern-Maschine? Ausgeschlossen ist das nicht – denn Sportdirektor Hasan Salihamidzic würde den Kader vor der Rückrunde gern noch verstärken. "On fire" sei Brazzo, sagte jüngst der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge. Zündet Bayern eine Transferrakete zum Jahresbeginn?

Am häufigsten wurde zuletzt der französische Weltmeister Lucas Hernández von Atlético Madrid genannt. Der 22-Jährige kann für die festgeschriebene Ablöse in Höhe von 80 Millionen Euro wechseln, Atlético will Hernández aber halten – zumindest im Winter. "Er ist Weltmeister, er spielt bei Atlético Madrid, er hat absolut internationale Klasse", schreibt Ex-Bayern-Profi Lothar Matthäus in seiner aktuellen , auch die hohe Ablöse würde ihn nicht abschrecken: "Wenn ich so einen Spieler will, der mir vielleicht dabei hilft, die Champions League zu gewinnen, sind das nun mal die Preise, die man bezahlen muss."

Matthäus: Für Hummels und Boateng wird es schwer

Hernández wäre neben Zukunftsmann Niklas Süle (23) ein weiterer Herausforderer für Mats Hummels und Jérôme Boateng. "Konkurrenz ist wichtig und das kennen und wissen auch Hummels und Boateng", erklärt Matthäus. Zudem könne Hernández auch Linksverteidiger spielen, "also für Alaba. Hummels und Boateng sind verletzungsanfällig und Lucas ist zudem um einiges jünger. Dieser Wechsel würde absolut Sinn für mich machen. Auch für diese Summe", so Matthäus. (Lesen Sie hier den AZ-Transfercheck zum FC Bayern)

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Auch in der deutschen Nationalmannschaft könnten die beiden Weltmeister von 2014 bald abgelöst werden. "Man sollte Hummels und Boateng nicht abschreiben. Aber wenn es einen Umbruch in der Nationalmannschaft gibt und junge Spieler wie Süle, Rüdiger, Ginter oder Tah ihre Leistungen bringen und sie in ihren Klubs auch noch öfter eingesetzt werden, wird es schwer für Hummels und Boateng, ihre Position der letzten sechs bis acht Jahre zu behalten", sagt Matthäus.

Das neue Abwehrbollwerk – es könnte bei Bayern ab Sommer 2019 aus Süle, Hernández und Benjamin Pavard (22) bestehen. Der französische Weltmeister, der derzeit einen Muskelbündelriss im Oberschenkel auskuriert und nicht mit dem VfB Stuttgart ins Trainingslager nach Spanien reist, ist sich nach AZ-Informationen mit Bayern über einen Wechsel einig. Nur die Bestätigung des Transfers fehlt noch. Pavard, der sowohl Rechts- als auch Innenverteidiger spielen kann, kostet 35 Millionen Euro Ablöse. Vorteil des Deals: Joshua Kimmich (23) könnte wie im Nationalteam dauerhaft ins zentrale Mittelfeld wechseln. Trainer Niko Kovac (Foto) hätte mehr Optionen im Defensivbereich.

Lothar Matthäus rät FC Bayern zu Werner-Verpflichtung

Und sonst? Sportdirektor Salihamidzic hat offenbar noch weitere Spieler im Blick. Die "Sport Bild" berichtet von einem Bayern-Interesse an Aurélien Tchouaméni, einem 18-jährigen Mittelfeldspieler von Girondins Bordeaux. Für Callum Hudson-Odoi (18) vom FC Chelsea sollen die Münchner sogar ein Angebot in Höhe von umgerechnet 22,2 Millionen Euro abgegeben haben. Laut Sky verlangt Chelsea aber 45 Millionen Euro. Unwahrscheinlich, dass Bayern ein so hohes Risiko eingeht und den Preis bezahlt. Hudson-Odoi hat erst drei Premier-League-Spiele absolviert.

Mehr Erfahrung hat der deutsche Nationalstürmer Timo Werner (22) zu bieten. Und geht es nach Matthäus, ist der Leipzig-Spieler ein heißer Transferkandidat. "Das wird aus den Vereinen natürlich niemand bestätigen, bis es soweit ist, aber dass sich der FC Bayern mit diesem Spieler beschäftigen muss, ist klar", so Matthäus: "Er kann vorne fast auf jeder Position spielen. Jung, Nationalspieler, in einem Jahr läuft der Vertrag aus. Er steht garantiert ganz weit oben auf der Liste der Bayern."

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