Bayerns humpelndes Quartett: So ist der Verletzten-Stand fürs Atlético-Spiel

Beim 3:1-Auswärtssieg der Bayern in Stuttgart ziehen sich mit Tolisso, Boateng, Hernández und Martínez gleich vier Spieler Blessuren zu. Am Sonntag dann Entwarnung: Keiner wird lange fehlen.
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Ab in die Kabine: Die Untersuchungen bei Hernández nach seiner verletzungsbedingten Auswechslung in Stuttgart brachten offenbar Entwarnung.
Ab in die Kabine: Die Untersuchungen bei Hernández nach seiner verletzungsbedingten Auswechslung in Stuttgart brachten offenbar Entwarnung. © imago images/Markus Ulmer (Pressefoto Ulmer/Pool)

München – Der 3:1-Erfolg in Stuttgart war hart erkämpft und teuer bezahlt. Wie teuer der Auswärtssieg beim VfB (damit gewannen die Bayern 22 ihrer letzten 23 Bundesliga-Gastspiele bei Aufsteigern) in puncto Verletzten bezahlt werden musste, stellte sich erst im Verlauf des Sonntags heraus.

Die vier verletzten bzw. angeschlagenen Spieler, die Bayern nach dem Bus-Ausflug ins Schwabenland zu beklagen hat, bereiteten Trainer Hansi Flick & Co. zunächst Sorgen. Lucas Hernández (58. Minute), Jérôme Boateng (69.) und Corentin Tolisso (83.) mussten nacheinander vorzeitig ausgewechselt werden. Der für Tolisso gebrachte Javi Martínez humpelte nach Schlusspfiff sichtlich angeschlagen in die Kabine.

Erleichterung beim FC Bayern: Alle vier Verletzten dürften bald zurück sein

Flick: "Wir warten die Situation ab und entscheiden dann, mit welchen Spielern wir nach Madrid reisen." Zum Champions-League-Spiel, das nach dem vorzeitigen Achtelfinal-Einzug samt Gruppensieg nicht mehr wirklich relevant ist. Ein Prestigeduell bleibt es dennoch. Beim attraktivsten der Vorrundengegner möchten alle Profis dabei sein.

Aufatmen an der Säbener Straße dann am Sonntag. Das Humpel-Quartett ist nicht schlimmer verletzt, den vier Akteuren droht keine längere Zwangspause. Dennoch will man erst im Laufe des Montags nach dem Abschlusstraining in der Heimat (11 Uhr) entscheiden, wer mitreist in die spanische Hauptstadt (Abflug: 15.30 Uhr).

Corentin Tolisso bekommt bei seiner Auswechslung in Stuttgart sofort Trost von Hansi Flick.
Corentin Tolisso bekommt bei seiner Auswechslung in Stuttgart sofort Trost von Hansi Flick. © imago images/Markus Ulmer (Pressefoto Ulmer/Pool)

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Hernández und Martínez dürften mit nach Madrid fliegen

Klar ist: Das Heimspiel kommenden Samstag in der Bundesliga gegen Verfolger RB Leipzig hat Priorität, mit einem Erfolg könnte man die Sachsen auf fünf Punkte distanzieren. Der Trend sieht so aus: Hernández kommt mit, schließlich will er bei seinem Ex-Verein Atlético beweisen, dass er die 80 Millionen-Euro-Rekordablöse, die Bayern für ihn im Sommer 2019 überwies, wert ist. Auch mit dem Spanier Martínez kann Flick planen, er soll im defensiven Mittelfeld neben Leon Goretzka spielen – schließlich steht die Alternative Marc Roca (gesperrt nach Gelb-Rot gegen Salzburg) nicht zur Verfügung.

Dann müsste Tolisso, der vor seinem Comeback in Stuttgart drei Wochen hatte pausieren müssen, nicht mitfliegen. Boateng spielte zuletzt drei Mal in acht Tagen von Beginn an, das schreit nach einer Pause. Für ihn dürfte Niklas Süle in die Startelf zurückkehren. Nach der Aufregung der letzten Woche über sein angeblich zu hohes Gewicht (offizielle Begründung für die zweimalige Nicht-Berufung in den Kader: Trainingsrückstand) gab Süle nach seiner Einwechslung über eine halbe Stunde einen soliden Part in der Viererkette.

Tanguy Nianzou: Gelungene Premiere

Große Freude herrschte bei den Verantwortlichen über das Debüt des 18-jährigen Neuzugangs Tanguy Nianzou, der in der 69. Spielminute eingewechselt wurde und neben Süle im Abwehrzentrum aufmerksam verteidigte. Nianzou war im Sommer ablösefrei von Paris St.-Germain verpflichtet worden, hatte danach aber über Monate mit einem Muskelbündelriss und einer langwierigen Reha zu kämpfen. Nach seiner Premiere im Bayern-Trikot lobte Flick das große Talent: "Tanguy ist ein in Spiel reingeworfen worden, was nicht einfach war. Von daher kann er stolz sein und ich freue mich, dass er sein erstes Spiel für uns gemacht hat."

Es werden viele folgen. Für die Champions-League-Vorrunde war Nianzou aber nicht von Bayern gemeldet worden. Heißt: Training statt Madrid. 

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