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"Bayern-Youngster stiehlt die Show": Jamal Musiala feiert Tor-Debüt für Englands U21

Dem DFB geht wohl eines der größten Talente durch die Lappen: Youngster Jamal Musiala vom FC Bayern steht erstmals in der Startelf der englischen U21 und erzielt prompt ein Tor. "Wir wollen ihn behalten", stellt Trainer Boothroyd im Anschluss klar.
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Jamal Musiala erzielte gegen Albanien sein erstes Tor für die englische U21.
Jamal Musiala erzielte gegen Albanien sein erstes Tor für die englische U21. © imago images / Sportimage

München - Jamal Musiala gehört zu den größten Nachwuchshoffnungen beim FC Bayern. In dieser Saison lief er bereits acht Mal für die Profis auf und krönte sich mit seinem Treffer beim Liga-Auftakt gegen Schalke (8:0) prompt zu Bayerns jüngstem Bundesliga-Torschützen aller Zeiten.

Musiala: In Stuttgart geboren, in England ausgebildet

Um den erst 17-Jährigen ist zuletzt ein Kampf entbrannt – und zwar zwischen dem englischen und dem deutschen Fußball-Verband. Der Grund: Beide wollen den Bayern-Youngster in ihrer Nationalmannschaft spielen sehen. Musiala, der die englische Staatsangehörigkeit hat, aber in Stuttgart geboren ist, kann sich für eines der beiden Länder entscheiden. Vor rund zehn Jahren zog er auf die Insel, wurde beim FC Chelsea ausgebildet. 2019 folgte dann der Wechsel zum FC Bayern.

Jamal Musiala trifft für Englands U21

Zuletzt lief Musiala für die U17 der Engländer auf, doch auch für den DFB spielte er bereits in der U16-Auswahl. Die aktuelle Tendenz geht allerdings klar in Richtung der "Three Lions". In der vergangenen Länderspielpause lief er erstmals für die englische U21 auf und wusste prompt zu überzeugen. Beim 5:0-Sieg der "Young Lions" gegen Albanien am Dienstagabend stand Bayerns Offensiv-Juwel erstmals in der Startelf und feierte in der 36. Minute auch direkt sein Tor-Debüt.

Für seinen herausragenden Auftritt wurde der 17-Jährige im Anschluss mit Lob überhäuft. "Bayern Münchens Youngster stiehlt die Show", titelte beispielsweise die "Daily Mail". Die für gewöhnlich nüchterne "Times" sah einen "großartigen" Musiala.

England-Trainer über Musiala: "Wird mal ein brutaler Mann"

Auch Englands U21-Nationaltrainer Andy Boothroyd kam aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus. "Ich denke Jamal war exzellent. Man sieht zwar, dass er physisch noch nicht ausgereift ist, aber er wird mal ein brutaler Mann sein. Sein Gehirn und seine Füße beeindrucken am meisten. Er ist rasiermesserscharf", meinte Boothroyd über den Startelf-Debütanten und stellte klar: "Wir wollen ihn behalten."

Auch Teamkollege Callum Hudson-Odoi, der immer wieder mit einem Wechsel zu den Bayern in Verbindung gebracht wurde, versucht das Münchner Offensiv-Juwel von den "Three Lions" zu überzeugen. "Wir haben darüber gesprochen. Ich habe zu ihm gesagt, dass er bei uns bleiben soll. Er kennt viele der Spieler und wurde von uns allen herzlich willkommen geheißen", so der Flügelspieler des FC Chelsea.

Beim DFB scheint man sich der schlechten Chancen, den 17-Jährigen doch noch von der deutschen Nationalmannschaft überzeugen zu können, durchaus bewusst zu sein. Man habe sich natürlich mit Musiala auseinandergesetzt und ihm eine Perspektive für den DFB aufgezeigt, sagte Meikel Schönweitz, Cheftrainer der U-Nationalmannschaften beim DFB, noch vor der Länderspielpause gegenüber "SZ" und "Sport1": "Allerdings hat er uns klar signalisiert, dass er seine Zukunft momentan in den englischen Nationalmannschaften sieht." 

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