Bayern-Stars Neuer und Goretzka haben Corona: Es geht schon wieder los...

DFB-Kapitän Manuel Neuer und sein Bayern-Kollege Leon Goretzka wurden vor den beiden Länderspielen positiv auf Corona getestet und sind bereits abgereist. Hofmann: "Die Alarmglocken gehen an."
| Patrick Strasser
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Manuel Neuer musste am Mittwoch vorzeitig wegen einer Corona-Infektion von der Nationalmannschaft abreisen.
Manuel Neuer musste am Mittwoch vorzeitig wegen einer Corona-Infektion von der Nationalmannschaft abreisen. © GES/Augenklick

Frankfurt/München - Sie hatten das Ganze beim DFB detailliert geplant und sich als Aktion des Tages mit nachhaltiger Wirkung vorgestellt. Vor der für 12.45 Uhr anberaumten Pressekonferenz mit Nationalelf-Kapitän Manuel Neuer postete man das Foto des Bayern-Torhüters mit seiner neuen, speziell angefertigten Kapitänsbinde. Das gute Stück Stoff ziert ein Herz in bunten Farben, die für Vielfalt stehen, darauf zu lesen: "One Love".

Neuer sollte die Kapitänsbinde in den anstehenden Nations-League-Spielen und bei der WM in Katar tragen - um ein Zeichen gegen Diskriminierung und für Vielfalt zu setzen. Natürlich hatte man auch ein Statement des 36-Jährigen vorbereitet: "Die Liebe zum Fußball verbindet uns alle. Egal, wo wir herkommen, wie wir aussehen und wen wir lieben. Fußball ist für alle da. Und der Fußball muss für alle da sein, die sich diskriminiert und ausgeschlossen fühlen, überall auf der Welt."

Positiver Coronatest: Neuer und Goretzka reisen aus DFB-Camp ab

Der Pferdefuß: Neuer wird sich so nicht präsentieren können am Freitag (20.45 Uhr, ZDF) in Leipzig gegen Ungarn und am Montag im Londoner Wembleystadion gegen England. Am Mittwochmorgen, daher verzögerte sich die Pressekonferenz um 45 Minuten, wurde Neuer positiv auf das Coronavirus getestet. Auch seinen Bayern-Kollegen Leon Goretzka hat es erwischt.

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Beide sind symptomfrei, stehen Bundestrainer Hansi Flick aber in den beiden letzten Länderspielen vor der WM-Nominierung nicht zur Verfügung. Nach zwei Tagen mussten sie das Camp der Nationalelf in Frankfurt schon wieder verlassen, sind - als Selbstfahrer und mit Maske - abgereist.

Bayern-Stars Neuer und Goretzka wurden sofort vom Team isoliert

Wie kam es überhaupt zum Positivtest? Bei der Anreise am Montag hatten alle Spieler und Staff-Mitglieder einen negativen Schnelltest vorweisen müssen - klappte. Weil es jedoch im privaten Umfeld von einem der beiden Spieler - Pressesprecherin Franziska Wülle ließ offen, ob bei Neuer oder Goretzka - einen positiven Fall gab, musste ein weiterer Schnelltest gemacht werden - der fiel positiv aus. Nach der sofortigen Isolierung der Betroffenen folgten die Fahndung nach den Kontaktpersonen des Betroffenen sowie weitere Tests - und schon war Fall Nummer zwei da.

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Das weitere Vorgehen: In den kommenden Tagen werden die Kontaktpersonen von Neuer und Goretzka täglich getestet. Insbesondere die Bayern-Profis dürften gefährdet sein, schließlich war die gesamte Mannschaft samt Trainer-, Betreuerstab plus Anhang am Sonntag auf dem Oktoberfest.

Goretzka wollte sich den Platz neben Kimmich sichern

Erste Fälle von Wiesn-Covid? Bitter für Mittelfeldspieler Goretzka, der Ende August sein Comeback nach einer Knie-Operation im Juli gefeiert hatte und seit dem auf zwei Startelfeinsätze kam. In den beiden Länderspielen wollte sich der 27-Jährige an der Seite von Joshua Kimmich seinen Platz im zentralen Mittelfeld sichern. Den dürfte nun Ilkay Gündogan von Manchester City einnehmen. Für Goretzka nominierte Flick den Wolfsburger Julian Arnold nach.

Ebenfalls bitter für Neuer, den nun Deutschlands Nummer zwei, Marc-André ter Stegen (FC Barcelona), vertreten wird. Oliver Baumann, Torhüter der TSG Hoffenheim, wurde nachnominiert. Baumann hat noch keinen Länderspiel-Einsatz, während Kevin Trapp (Eintracht Frankfurt) als Nummer drei gilt.

Corona-Infektion bei Neuer und Goretzka: Bei Bayern schrillen die Alarmglocken

Nationalspieler Jonas Hofmann, der den Medien stellvertretend die bunte Binde des Kapitäns präsentierte, sagte zu den Fällen: "Die Alarmglocken gehen an. Weil es unmittelbar erst mal heißt: Man ist raus, kann der Mannschaft nicht helfen, sitzt im Zimmer rum, das ist nie schön." Der Gladbacher gab jedoch zu, dass sich die Situation im Alltagsleben längst "verharmlost" habe.

Hofmanns Hoffnung: "Ich hoffe, dass wir keine weiteren Fälle mehr haben. Aber dann sehen wir auch zu, dass keiner weiter betroffen ist." Dennoch bleibt der Eindruck: Es geht schon wieder los...

Beim FC Bayern sind die Alarmglocken längst wieder angegangen. Am Freitag nächster Woche steht das wichtige Heimspiel gegen Bayer Leverkusen an. Bis auf Ersatztorhüter Sven Ulreich und Stürmer Eric Maxim Choupo-Moting sind alle Profis in dieser Länderspiel-Periode bei ihren Nationalteams. Ein Spiel mit dem Feuer...

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