Bayern-"Bambi" Jamal Musiala: Die (fast) perfekte Stammplatz-Bewerbung

Nach seinem starken Joker-Einsatz beim Sieg gegen den 1. FC Köln darf Bayerns Supertalent Jamal Musiala im Pokal von Beginn an ran und stellt erneut seine herausragende Qualität unter Beweis. Trotz des großen Wirbels um seine Person gibt sich der 18-Jährige bescheiden.
| Bernhard Lackner
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Jamal Musiala traf beim 12:0-Sieg in Bremen doppelt.
Jamal Musiala traf beim 12:0-Sieg in Bremen doppelt. © IMAGO / MIS

Bremen/München - Geärgert hat ihn die Entscheidung schon, zumindest ein kleines bisserl. "Ich hoffe natürlich, dass es als mein Tor zählt", meinte ein lächelnder Jamal Musiala nach dem 12:0-Kantersieg des FC Bayern im DFB-Pokal beim Bremer SV über den Treffer zum zwischenzeitlichen 3:0.

Das 18-jährige Supertalent hatte sich zuvor nach Zuspiel von Eric Maxim Choupo-Moting im Strafraum stark durchgesetzt und den Ball überlegt in die lange Ecke geschoben. SV-Verteidiger Jan-Luca Warm versuchte noch zu retten, was nicht mehr zu retten war, und schlitterte auf dem seifigen Boden samt Ball über die Linie.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) wertete den Treffer als Eigentor. Pech für Musiala, dem am Ende jener Treffer zu seinem ersten Dreierpack auf Profi-Ebene fehlen sollte. Nun ja, sei's drum!

Wann bekommt Jamal Musiala einen Stammplatz?

An seiner herausragenden Leistung (AZ-Note 1) änderte die Entscheidung ohnehin wenig. Wie schon am vergangenen Wochenende, als er beim Heimspiel gegen den 1. FC Köln (3:2) zur Halbzeit für den enttäuschenden Leroy Sané eingewechselt wurde und sofort für Schwung sorgte, begeisterte Musiala auch am Mittwochabend mit enormem Offensivdrang und seiner beinahe absurd engen Ballbehandlung auf engstem Raum.

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"Es hat total Spaß gemacht, wieder zu starten, Tore zu schießen und ein bisschen Rhythmus zu bekommen", meinte Musiala, der unter Nagelsmann erstmals in einem Pflichtspiel von Beginn an ran durfte. Stellt sich die Frage: Wann wird es denn nun endlich etwas mit einem Stammplatz?

Musiala: "Für mich geht es darum, weiter 100 Prozent zu geben"

Der 18-Jährige selbst gibt sich diesbezüglich zurückhaltend und bleibt bescheiden. "Für mich geht es darum, weiter 100 Prozent zu geben und meine Position zu halten. Ich versuche, immer an mein Niveau heranzukommen", erklärte Musiala und stellte klar: "Den Rest entscheidet der Trainer."

Eben jener wird sich bald gute Argumente einfallen lassen müssen, wenn er das Supertalent auch in den kommenden Wochen nicht von Beginn an bringt. In den bisherigen Partien erhielten noch Serge Gnabry, Kingsley Coman und Leroy Sané den Vorzug vor dem gebürtigen Schwaben. Doch Coman hat immer wieder mit Verletzungsproblemen zu kämpfen, Sané läuft seiner Form einmal mehr hinterher. Wie lange kommt Nagelsmann also noch um Musiala herum?

Bericht: Flick verzichtet wohl auf Sané-Nominierung

Einen ersten Hinweis darauf dürfte es schon am kommenden Wochenende geben. Am Samstagabend empfangen die Münchner Tabellenschlusslicht Hertha BSC (18.30 Uhr, Sky und im AZ-Liveticker) in der Allianz Arena, danach geht es für die Nationalspieler in die Länderspielpause.

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Im Gegensatz zu Teamkollege Leroy Sané, der von Neu-Bundestrainer Hansi Flick laut einem Bericht des "Sportbuzzer" wohl nicht für die DFB-Elf nominiert wird, darf sich Musiala nach seinen jüngsten Leistungen aller Voraussicht nach auf eine Nominierung gefasst machen. "Es wäre natürlich ein Traum für mich, dort weiter dabei zu sein. Aber ich muss hier weiter meine Leistung zeigen. Hoffentlich bin ich dann nochmal im Kader dabei." Spätestens dann dürfte auch der leichte Ärger über den verpassten Dreierpack endgültig verflogen sein.

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