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2G in der Allianz Arena: Warum Joshua Kimmich auch ohne Impfung spielen darf

In der Allianz Arena gilt ab sofort auch die 2G-Regel – ungeimpfte Profis, wie beispielsweise Bayerns Joshua Kimmich, dürfen trotzdem spielen. Fans müssen hingegen draußen bleiben. Ein Arbeitsrechtler erklärt, warum das so ist.
| AZ/dpa
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Joshua Kimmich hat sich bisher noch nicht gegen das Coronavirus impfen lassen.
Joshua Kimmich hat sich bisher noch nicht gegen das Coronavirus impfen lassen. © IMAGO / Passion2Press

München/Bonn - Die steigenden Corona-Zahlen in Deutschland betreffen nun auch die Heimspiele des FC Bayern. Da die Krankenhaus-Ampel in Bayern derzeit auf Rot steht, dürfen die Münchner nach der aktuell geltenden Fassung der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung ihre Heimspiele in der Allianz Arena künftig nur noch nach der 2G-Regel austragen.

Der Impfstatus von Joshua Kimmich wird den Bayern-Star nach Einschätzung des Arbeitsrechtlers Gregor Thüsing aber nicht daran hindern, weiter im Profifußball anzutreten.

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Keine rechtliche Verpflichtung für Corona-Impfung

Zwar müsse sich der 26-Jährige vor den Partien auf Corona testen lassen, für eine Impfung bestehe aber keine rechtliche Verpflichtung, sagte der Professor für Arbeitsrecht an der Universität Bonn der Deutschen Presse-Agentur. Anders sei das etwa bei Zuschauern. Ihnen kann nach aktueller Gesetzeslage der Zutritt zum Stadion verweigert werden, wenn sie weder genesen noch geimpft sind.

Neben der Allianz Arena gilt die 2G-Regel für Fans aktuell in sechs weiteren Bundesliga-Stadien (Freiburg, Leipzig, Leverkusen, Stuttgart, Wolfsburg, Köln). Das bedeutet, dass Zuschauer, für einen Stadionbesuch zwingend genesen oder vollständig gegen Corona geimpft sein müssen. Ein Test - egal, ob Schnelltest oder PCR-Test - reicht dann nicht mehr aus.

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Intention des Stadionbesuchs entscheidend

Mainz 05 wendet bei Heimspielen gar die 2G+-Regel an. Bedeutet: Auch hier haben nur Geimpfte und Genesene Zutritt. Zusätzlich müssen die Anhänger aber auch einen negativen Corona-Test vorweisen können. 

Warum ungeimpfte Profis, wie beispielsweise Kimmich, trotzdem auf dem Platz stehen dürfen? Der Unterschied liegt in der Intention des Stadionbesuchs: Während es für Fans um eine reine Freizeit-Veranstaltung geht, geht Kimmich als Fußballprofi im Stadion seiner Arbeit nach. Profis, die die 2G-Regel nicht erfüllen können, müssen sich regelmäßig testen lassen – das ist auch entsprechend in den DFL-Regularien festgelegt.

Thüsing: "Er wäre freilich ein Vorbild"

Mittelfeldspieler Kimmich hatte Ende Oktober nach dem Heimsieg der Bayern gegen Hoffenheim bestätigt, dass er noch ungeimpft sei. Es gebe "ein paar Bedenken – gerade, was fehlende Langzeitstudien angeht", erklärte der Profi des FC Bayern. Fachleute halten diese für unbegründet. Gleichzeitig schloss Kimmich eine Impfung nicht grundsätzlich aus. Es sei "sehr gut möglich, dass ich mich in Zukunft impfen lasse", sagte er.

Aktuell befindet er sich nach dem positiven Corona-Befund von Niklas Süle genauso wie seine Teamkollegen Serge Gnabry, Jamal Musiala und Eric Maxim Choupo-Moting in Quarantäne.

Die bayerische Corona-Schutzverordnung (keine Quarantänepflicht für enge Kontaktpersonen eines positiv Getesteten, sofern sie vollständig geimpft sind) legt den Verdacht nahe, dass auch Gnabry, Musiala und Choupo-Moting (noch) nicht gegen das Coronavirus geimpft sind. Offiziell bestätigt wurde dies aber noch nicht.

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Arbeitsrechtler Thüsing hofft hingegen noch auf ein Umdenken bei Kimmich: "Er wäre freilich ein Vorbild, wenn er das tun würde. Aber Vorbild zu sein, ist nun mal keine Rechtsverpflichtung, sondern eine eher moralische Verpflichtung". Auch nach Einschätzung des Arbeits- und Sportrechtlers Martin Schimke fehlt den Vereinen die Rechtsgrundlage, um ihre Profis zur Impfung zu verpflichten. Das könne sich erst im Fall einer gesetzlichen Impfpflicht oder zumindest einer Pflicht für die entsprechende Berufsgruppe ändern.

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