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Herbert Hainer über Joshua Kimmich: "Würde mich freuen, wenn er sich noch impfen lässt"

Joshua Kimmich habe Bedenken und hat sich deshalb noch nicht gegen Covid-19 impfen lassen. Am Montagabend äußerte sich unter anderem Bayern-Präsident Herbert Hainer zum Thema.
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Herbert Hainer
Herbert Hainer © dpa/Straubmeier | nordphoto GmbH

München - Bayern-Star Joshua Kimmich hat sich inmitten der Corona-Pandemie (noch) nicht impfen lassen und seine bisherige Ablehnung mit fehlenden Langzeitstudien begründet. Er sage aber nicht kategorisch, dass er sich "überhaupt nicht impfen lasse". Es sei "auch sehr gut möglich, dass ich mich in Zukunft impfen lasse", betonte Kimmich am vergangenen Wochenende.

Hainer: "Man muss seine Entscheidung respektieren"

Nach Thomas Müller und Manuel Neuer hat sich jetzt unter anderem auch Bayern-Präsident Herbert Hainer zum Thema geäußert. Die Vereinsführung des FC Bayern will keinen öffentlichen Druck auf ungeimpfte Fußball-Profis wie Nationalspieler Joshua Kimmich ausüben. Vorstandschef Oliver Kahn und Präsident Hainer betonten am Montagabend in München aber zugleich die klare Corona-Position des deutschen Rekordmeisters.

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Hainer sagte am Montagabend am Rande der Premiere der neuen Bayern-Doku "FC Bayern - Behind the Legend" (ab 2. November auf Amazon Prime Video) der AZ: "Wir als Verein unterstützen es, wenn die Spieler geimpft werden. Ich würde mich freuen, wenn er sich noch impfen lässt, aber es gibt bei uns keinen Impfzwang. Man muss seine Entscheidung respektieren."

Impf-Debatte um Kimmich: Das sagt Kahn

Auch Vorstandsboss Oliver Kahn äußerte sich zur Debatte um den Mittelfeld-Star. "Zunächst einmal ist es wichtig, dass wir eine klare Haltung haben, dass wir es allen nur empfehlen können, sich zu impfen. Das haben wir unterstrichen durch mehrere Aktionen", so der einstige Weltklasse-Torhüter: "Letztendlich muss man das respektieren, wenn der eine oder andere eben eine andere Meinung hat. Es ist ganz wichtig - und es ist unsere Pflicht als Verein -, ständig Aufklärungsleistung zu zeigen."

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Causa Kimmich: Rummenigge mit klarer Aussage

Kahns Vorgänger, Karl-Heinz Rummenigge, war am Montag ebenfalls bei der Doku-Premiere – auch er äußerte sich zur Causa Kimmich. "Wenn ich einen Spieler kenne, der extrem verantwortlich und vorbildlich mit vielen Dingen im Leben umgegangen ist, dann war es immer Joshua. In dem Fall glaube ich, wird er auch die dementsprechend richtige Entscheidung fällen", sagte Rummenigge. Gleichzeitig stellte er klar, dass das entscheidende Kriterium sei, dass ihm die Entscheidung weiterhin selbst überlassen bleibt. "Druck von außen halte ich jetzt nicht unbedingt für zielführend", so Rummenigge.

Von der deutschlandweiten Debatte um Kimmichs Nicht-Impfung sei der 66-Jährige selbst wenig überrascht. "Corona verfolgt uns jetzt seit anderthalb Jahren. Es überrascht mich nicht, dass es jetzt ein großes Politikum ist", sagte Rummenigge. "Man sollte die Kirche trotzdem im Dorf lassen."

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Hoeneß wettert gegen die Medien

Bayerns Ehrenpräsident Uli Hoeneß wollte sich auf dem roten Teppich vor den Kameras und Reportern nicht konkret zu Kimmich äußern. "Ich habe eine Meinung dazu, aber nur für ihn selber", sagte Hoeneß angesprochen auf Kimmich.

Jedoch wetterte Hoeneß daraufhin gegen die Medien, die er als Triebfeder der heftigen Debatte um Kimmich sieht. "Sie sind doch verantwortlich für den Tsunami", sagte der Bayern-Patron zu den Reportern vor Ort.

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