Wiesn-Reinigung im Dauereinsatz: OB Krause steigt selbst in den Müllwagen
Die Wiesn 2026 läuft! Seit dem 19. September sind drei AZ-Reporterinnen und -Reporter täglich für Sie vor Ort und halten Sie live auf dem Laufenden: über alles, was auf der Theresienwiese passiert – von schönen Momenten und besonderen Begegnungen bis zu den Schattenseiten des Oktoberfests. Mit dem Wiesnblog sind Sie immer bestens informiert.
- Drogenschwemme auf der Wiesn: 50 Prozent mehr Fälle als im Vorjahr
- Bayerns Antisemitismusbeauftragter reagiert auf Watschn-Eklat auf der Wiesn
+++ Die News vom 2. Oktober 2026 +++
22:00 Uhr: Unsere Live-Berichterstattung für heute ist beendet. Alle wichtigen Nachrichten und Entwicklungen rund um das Oktoberfest können Sie hier weiterhin nachlesen.
+++ Wiesn-Sanitätsdienst: 466 Menschen am Donnerstag versorgt +++
21:27 Uhr: Auch am Donnerstag (1. Oktober) hatten die Einsatzkräfte des Wiesn-Sanitätsdienstes wieder einiges zu tun: Wie die Aicher Ambulanz mitteilt, wurden insgesamt 466 Patientinnen und Patienten versorgt, 405 davon behandelt. Bei 212 handelte es sich um Bagatellfälle.
Zwölfmal kam ein CT zum Einsatz, fünf Personen mussten anschließend zur weiteren Abklärung abtransportiert werden. Insgesamt brachte der Rettungsdienst sechs Patienten in Münchner Kliniken. Hinzu kamen zehn Transporte von außerhalb des Festgeländes zur Wiesn-Sanitätsstation. Auch die Tragentrupps waren gut beschäftigt: Sie rückten im Laufe des Tages 107 Mal zu Einsätzen auf der Theresienwiese aus.
+++ 52 Tonnen Müll in einer Woche: Münchens OB besucht die nächtlichen Wiesn-Putztrupps +++
20:33 Uhr: Während die meisten Wiesn-Besucher längst schlafen, beginnt für die Straßenreinigung des Baureferats die Arbeit. "52 Tonnen Müll hat unsere Straßenreinigung in der ersten Wiesnwoche weggekehrt und dafür will ich mich heute persönlich bedanken", berichtet Dominik Krause in einem Instagram-Video. Gesagt, getan – und schon sitzt der Münchner Oberbürgermeister persönlich in einem der vielen Müllwagen, um sich selbst einen Eindruck von der Arbeit der Reinigungskräfte auf dem Oktoberfest zu verschaffen. Zwischen 2 und 8 Uhr morgens sorgen die Einsatzkräfte dafür, dass das Oktoberfestgelände wieder sauber wird. "Ich muss zugeben, mir ist es schwergefallen, heute Morgen um halb fünf aufzustehen", gesteht Krause.
+++ Wiesn-Bedienung für mutigen Einsatz ausgezeichnet +++
17:44 Uhr: 15 Minuten lang gab sie nicht auf! Als ein Besucher vor der Augustiner-Festhalle plötzlich bewusstlos wurde und kein Puls mehr zu spüren war, handelte Daria Aigner (25) sofort: Gemeinsam mit einer Kollegin hob sie den Mann aus seinem Rollstuhl und reanimierte ihn 15 Minuten lang, bis der Notarzt eintraf. Jetzt wird sie für ihren Einsatz ausgezeichnet – und hat eine wichtige Botschaft an alle.
+++ Polizei schnappt drei weitere Kokain-Schnupfer +++
14.08 Uhr: Am Donnerstag konnte die Polizei drei weitere Wiesn-Besucher schnappen, die sich ihre Nasen mit Kokain pudern wollten.
Gegen 22.45 Uhr beobachteten die Beamten einen 18-Jährigen aus den USA, der sich gerade eine Line Kokain auf seinem Smartphone vorbereitete. Als ihn die Polizei kontrollierte, ließ er das Kokain und sein Smartphone fallen, auf dem die Beamten noch die Droge nachweisen konnten.
Das Kokain wurde sichergestellt und der 18-Jährige festgenommen und zur Wiesn-Wache gebracht. Dort stellte man fest, dass der junge Mann auch noch einen gefälschten US-Führerschein bei sich trug. Auch dieser wurde sichergestellt.
Nach der Zahlung einer Sicherheitsleistung in Höhe von 1000 Euro, sowie der Anzeige wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz und wegen Urkundenfälschung wurde der junge US-Amerikaner wieder entlassen.
Auch Down Under scheinen manche Menschen eine Vorliebe für Kokain zu haben. Jedenfalls konnten zivile Polizeibeamte, gegen 21 Uhr, auf dem Festgelände zwei Australier (27 und 29) beim Drogenkonsum beobachten.
Als der 29-Jährige bemerkte, dass er kontrolliert werden sollte, versuchte er die Flucht zu ergreifen. Die Polizei verhinderte dies und legte dem Mann Handfesseln an. Bei der Durchsuchung der beiden Australier kam Kokain zum Vorschein.
Die beiden Männer wurden anschließend zur Wiesnwache gebracht und wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz angezeigt. Das Duo musste eine Sicherheitsleistung in Höhe von jeweils 10.000 Euro berappen und wurde dann wieder auf freien Fuß gelassen.
+++ Zu viel Körperkontakt: Mann (51) schlägt Frau (38) Maßkrug auf den Kopf +++
13.37 Uhr: Der Biergarten des Käfer-Festzelts war am späten Donnerstagnachmittag gut besucht. So gut, dass es kaum noch Platz gab, um sich normal zu bewegen. Aufgrund des Platzmangels kam es gegen 18 Uhr zwischen einem 51-Jährigen aus den USA und einer 38-Jährigen aus der Oberpfalz wiederholt, aber ungewollt, zu einem körperlichen Kontakt. Dieser war dann Auslöser für einen Streit zwischen den beiden Biergarten-Besuchern, wie die Polizei berichtete.
Plötzlich nahm der 51-Jährige seinen Maßkrug und schlug damit auf den Kopf der Frau. Diese erlitt durch den Schlag eine kleine Schnittwunde, die vor Ort versorgt, aber nicht genäht werden musste.
Die Polizei nahm den 51-Jährigen mit auf die Wiesn-Wache, wo er erkennungsdienstlich behandelt wurde. Nach der Bezahlung einer Sicherheitsleistung in Höhe eines niedrigen fünfstelligen Betrages – und mit einer Anzeige wegen gefährlicher Körperverletzung im Gepäck – durfte der US-Amerikaner die Wiesn-Wache wieder verlassen.
+++ Italiener nach Po-Grapscher festgenommen +++
12.53 Uhr: Da wusste ein italienischer Wiesn-Besucher (22) seine Hände wohl nicht im Zaum zu halten. Laut Polizei saß der 22-Jährige im Schottenhamel-Festzelt am späten Donnerstagnachmittag gemeinsam an einem Tisch mit einer 16-Jährigen aus dem Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen sowie einer 15-Jährigen aus dem Landkreis München. Alle drei kannten sich vorher nicht.
Gegen 18.30 Uhr grapschte der junge Italiener der 16-Jährigen unvermittelt an den Po, woraufhin diese den 22-Jährigen aufforderte, den Tisch zu verlassen. Dieser Aufforderung kam er nicht nach. Vielmehr drehte er sich von der 16-Jährigen weg und widmete seine Aufmerksamkeit nun der 15-Jährigen. Er griff ihr mit beiden Händen ins Gesicht und versuchte sie zu küssen. Die 15-Jährige drehte ihren Kopf weg, so dass der Kuss ihre Wange traf.
Eine unbeteiligte Zeugin, die den Vorfall beobachten konnte, alarmierte den Sicherheitsdienst, welcher die Polizei verständigte. Diese brachte den jungen Italiener zur Wiesnwache, wo er, bevor er wieder entlassen wurde, eine Sicherheitsleistung in Höhe eines mittleren dreistelligen Betrages abdrücken musste. Zudem wird nun wegen sexueller Belästigung gegen ihn ermittelt.
+++ Zu groß für Fahrgeschäft: Zwei Wiesn-Besucher werden handgreiflich +++
12.32 Uhr: Weil sie wohl zu groß für eine Fahrt mit dem Olympia Looping waren - Maximalgröße ist hier 1,95 m - wurden am Donnerstagabend, gegen 22.10 Uhr, zwei Kroaten (39 und 41) mit Wohnsitz in München nach einem Streit handgreiflich.
Zunächst richtete sich die Wut des 39-Jährigen ob der verweigerten Mitfahrt gegen einen 22-Jährigen, der im Kassenhäuschen des Fahrgeschäfts seiner Arbeit nachging. Nach einigen Beleidigungen schlug der 39-Jährige zudem gegen das Fenster des Kassenhäuschens, wobei die Schließanlage beschädigt wurde.
Als eine 21-jährige Mitarbeiterin des Olympia Loopings ihrem Kollegen beistehen wollte, wurde diese von den beiden Männern zunächst beleidigt und dann mittels körperlicher Gewalt gegen eine Wand gedrückt, wobei sie sich leichte Verletzungen zuzog.
Die Polizei brachte die beiden Kroaten zur Wiesnwache, gegen die beiden wurden Anzeigen wegen Körperverletzung, Sachbeschädigung und Bedrohung erstattet.
+++ Gefragtes Souvenir: Alle 1000 Spezialkrüge aus Festzelt verschwunden +++
9.13 Uhr: Neben Bier erfreut sich auf der Wiesn seit einiger Zeit auch Aperol Spritz größter Beliebtheit. Es gibt sogar eigens gestaltete Aperol-Krüge, die sich zu einem gefragten Oktoberfest-Souvenir entwickelt haben. 1000 Stück davon gab es in der Fischer-Vroni zum Aperol-Spritz-Ausschank, doch mittlerweile sind die alle aus dem Festzelt verschwunden und fristen nun ein Dasein als Wiesn-2026-Erinnerungsstück.
"Natürlich hätten wir uns gefreut, die Krüge weiterhin im Einsatz zu sehen. Gleichzeitig verstehen wir die Begeisterung", sagt Markus Hubert, Marketing Manager Aperitif Deutschland mit einem Augenzwinkern.

+++ Sonne kehrt zum Wiesn-Endspurt zurück+++
8.11 Uhr: Zum Endspurt der Münchner Wiesn am bevorstehenden Wochenende dürfen sich Einheimische und Touristen noch einmal über Sonnenstrahlen freuen – auch wenn es nicht durchgehend Kaiserwetter geben wird.
Der Freitag beginnt laut Deutschem Wetterdienst mit starker Bewölkung, vor allem im westlichen Oberbayern und Schwaben teils auch mit schauerartigem Regen, der im Laufe des Tages nachlassen soll. Gebietsweise kann es auch neblig werden. Die Temperaturen schwanken zwischen 15 Grad am Untermain und 8 Grad in den östlichen Mittelgebirgen.
Schon am Samstag wird es aber wieder wärmer. Die Meteorologen erwarten Temperaturen bis zu 24 Grad, auch am Sonntag könnte es bei wechselnder Bewölkung durchaus nochmals über 20 Grad warm werden. Am Alpenrand erwartet der Deutsche Wetterdienst allerdings hin und wieder Schauer – was das Bergerlebnis unter Umständen trüben kann.
+++ Die News vom 1. Oktober 2026 +++
+++ Ein Herz für die Wiesn: Julian (50) und seine kreative Flaschensammlung+++
22.55 Uhr: Direkt vor dem Schwanthaler Forum – an der Theresienhöhe – ist derzeit ein besonders guter Platz für Pfandflaschen-Sammler. Tausende strömen von der Hackerbrücke her und nicht wenige wollen ihr Wegbier auf den letzten Metern vor der Festwiese gerne loswerden. Julian (50) aus Focșani in Rumänien hat daraus jetzt ein waschechtes Kunstwerk gemacht.

Aus etwa 500 leeren Bierflaschen schuf er dieses formschöne Herz. Ein Herz für Bier? Für die Wiesn? Drei Stunden dauerte es, das Motiv zu errichten, berichtet er. Während der AZ-Reporter mit ihm spricht, stellen Besucher teils Flaschen dazu. Nächstes Jahr will er noch einen drauflegen: Dann soll es eine Breze werden, die er formt. Aber auch das Herz sorgt für amüsiertes Lächeln bei den Passanten – in einem Hut sammelt er Spenden.
+++"Komm her Schätzchen" – Berliner Künstler protestieren gegen Wiesn-Sexismus+++
20.23 Uhr: "War doch nix": Nicht wenige Frauen müssen im Laufe ihres Lebens auch unangenehme Erfahrungen auf der Wiesn sammeln. Ein anzüglicher Spruch. Ein Arm der versehentlich da landet, wo er nicht hingehört. Oder Übleres. Der Grat zwischen Gaudi, Flirt und Belästigung ist schmal. Kleinreden kann da keine Devise sein, findet das Berliner Kunst-Kollektiv "Rocco und seine Brüder". Mit einer Aktion names "Der Übergriff" bringen sie dieses Thema – das sonst im Taumel zwischen Zelt und Alkohol manchmal untergeht – in die Öffentlichkeit ferab ab der Wiesn. Schon über eine halbe Millionen Instagram-Nutzer haben das Video inzwischen gesehen:
Darin: Ein Viehtransporter aus dem Frauen in Tracht die Sprüche in Megaphone brüllen, die ihnen sonst manchmal entgegengeschleudert werden. Am Odeonsplatz und in der Brienner Straße hörten überraschte Münchner am Montag also Parolen wie: "Zeig die Ti***n" oder "Komm her, Schätzchen" aus dem langsam fahrenden LKW heraus.
Die Passanten reagieren irritiert bis belustigt. "Diese Arbeit zeigt keine Gewalt. Sie zeigt die Sprache, die sie kleinredet", heißt es im Kommentar der Gruppe auf Instagram. Ob die Belehrung aus Berlin gut ankommt? Rund 40.000 User auf Instagram liken das virale Video. Vielleicht denkt der ein oder andere Saubazi unter den Zuschauern ja über sein Verhalten nach. In dem Sinne: Wiesn-Gentleman bleiben und einvernehmlich feiern und flirten!
+++Nymphensittich verirrt sich ins Hofbräu-Festzelt+++
17.35 Uhr: Der feierfreudige Nymphensittich flatterte einer Bedienung im Hofbräu-Festzelt am Dienstagnachmittag auf die Schulter und ließ sich dort nieder. Ob er zum Engel Aloisius wollte oder doch lieber zum Nymphenburger-Sekt-Rondell, verriet der Vogel nicht. Sichtlich zutraulich, so ein Sprecher der Feuerwehr, ließ er sich von den Anwesenden mit Nüssen versorgen und genoss offenbar die Stimmung im Bierzelt. Als aber die Nüsse langsam zur Neige gingen, entschieden sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, den gefiederten Gast vorübergehend in einer Bäckerkiste unterzubringen und die Feuerwehr zu verständigen.

Einsatzkräfte nahmen den Nymphensittich kurze Zeit später und setzten ihn vorsichtig in eine spezielle Tierfangkiste. Der Vogel zeigte sich "äußerst kooperativ: Einen Fluchtversuch unternahm er zu keinem Zeitpunkt", so die Feuerwehr. Inzwischen sitzt der Nymphensittich im Tierheim in Riem und wartet dort auf seinen Besitzer.
+++ Sicherheitsmann schlägt wildbieselnden Gast nieder +++
14.47 Uhr: Ein Mitarbeiter (31) einer auf der Wiesn tätigen Security-Firma soll am Mittwochabend hinter dem Marstall-Festzelt einen 37-jährigen Gast mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben. Der Tourist aus Dänemark hatte am Eingang gegen das Zelt gebieselt. Der 31-Jährige schritt ein und es kam zum Streit. Der 37-Jährige ging zu Boden und verlor kurzzeitig das Bewusstsein. Gegen den mutmaßlichen Täter ermittelt die Polizei wegen Körperverletzung.
+++ What??? Schwedischer TV-Journalist scheitert am bayerischen Dialekt +++
14.43 Uhr: Auf der Wiesn, da trifft sich die Welt. Gäste aus aller Herren Länder besuchen das Oktoberfest in München. Bier und Prost verstehen die allermeisten, doch der bayerische Dialekt kann den einen oder anderen Nichtbajuwaren schon mal in die Knie zwingen.
Dies bekam ein schwedischer TV-Journalist zu spüren, der ein Paar aus Bayern interviewen wollte, aber mit dem Dialekt seines Gesprächspartners sichtlich seine Probleme hatte. Der Journalist gibt sich alle Mühe, seine Frage auf Deutsch zu stellen, doch bei der boarischen Antwort war er eindeutig überfordert und quittierte das Ganze mit einem "What?" und einem fragenden Gesichtsausdruck, wie ein Video bei Instagram beweist.
+++ Drogenschwemme auf der Wiesn: 50 Prozent mehr Fälle als im Vorjahr +++
14.40 Uhr: Drogenfahnder auf dem Münchner Oktoberfest haben alle Hände voll zu tun. Die Zahl der Drogendelikte ist im Vergleich zum Vorjahr um rund 50 Prozent gestiegen, heißt es inoffiziell. Vor allem Kokain und Cannabis wurden sichergestellt. Die endgültige Bilanz stellt die Polizei am kommenden Sonntag vor. Zuletzt haben Drogenfahnder an der Bavaria einen Briten festgenommen. Er hatte vor ihren Augen einen Geldschein zusammengerollt, um Kokain zu schnupfen. Der 36-Jährige musste 30.000 Euro als Sicherheitsleistung hinterlegen.
+++ Nach Ohrfeige in Ratsboxe: OB Krause entzieht Linken-Fraktion den Tisch +++
13.23 Uhr: Nach dem Watschn-Eklat im Festzelt Schottenhamel, bei dem der FDP-Stadtrat Jörg Hoffmann von einer Frau geohrfeigt wurde, die am der Linken-Fraktion zugeordneten Tisch in der Ratsboxe saß, hat Oberbürgermeister Dominik Krause nun ein Exempel statuiert. Der Grünen-Politiker hat der Fraktion der Linken für dieses Oktoberfest den Tisch in der sogenannten Ratsboxe entzogen.
"Die Wiesn ist kein Ort für politische Agitation. Vollkommen inakzeptabel ist der körperliche Angriff auf unseren Stadtratskollegen Jörg Hoffmann, dem meine volle Solidarität gilt", begründete Krause seine Entscheidung.
Wie der Fraktionsvorsitzende der Linken, Stefan Jagel, auf die Strafmaßnahme reagierte, lesen Sie hier.
+++ Bettensteuer: Volt-Umfrage auf der Wiesn mit überraschendem Ergebnis +++
10.42 Uhr: Um die Tourismusbranche vor zusätzlichen Belastungen zu schützen, hat der Freistaat Bayern die Bettensteuer im Kommunalabgabengesetz (KAG) untersagt. Doch schadet eine Bettensteuer wirklich dem Tourismus in Bayern?
Die Volt-Stadtratsfraktion hat auswärtige Wiesn-Besucherinnen und -Besucher gefragt, ob diese bereit wären, während ihres Aufenthalts pro Tag eine kleine City-Tax an die Stadt zu bezahlen. Überraschenderweise hatte der überwiegende Anteil der Befragten kein Problem mit einer Bettensteuer in München.
"16 Euro für die Maß, 20 Euro für das halbe Hendl – aber bei einer City-Tax soll der Tourismus einbrechen?! Unsere Umfrage zeigt: Die Menschen haben Verständnis dafür, dass sie einen kleinen Beitrag für die Infrastruktur der Stadt leisten, deren Gäste sie sind. München blutet finanziell aus, während der Freistaat Millioneneinnahmen blockiert", so Volt-Stadtrat Felix Sproll.
München und Bamberg prüfen beziehungsweise planen eine Kommunalverfassungsbeschwerde vor dem Bundesverfassungsgericht, da sie das Verbot einer Bettensteuer als unzulässigen Eingriff in die kommunale Selbstverwaltung ansehen.
Durch das Verbot sollen der Stadt München jährlich Einnahmen in Höhe von rund 100 Millionen Euro entgehen.
+++ Bayerns Antisemitismusbeauftragter reagiert auf Watschn-Eklat auf der Wiesn +++
10.12 Uhr: Knapp eine Woche nach dem Watschn-Eklat im Schottenhamel, bei dem der Münchner Stadtrat Jörg Hoffmann (FDP) in der Ratsboxe von einer der Linken nahestehenden Frau geohrfeigt wurde, hat sich nun Bayerns Antisemitismusbeauftragter Dr. Ludwig Spaenle (CSU) zu dem Vorfall geäußert. "Den offenen Israelhass und die politisch motivierte Aggression von Mitgliedern oder Anhängern der jungen Linken am Oktoberfest darf man nicht dulden", so Spaenle.

Der Ohrfeige waren anti-israelische und pro-palästinensische Äußerungen von jungen Linken am Nebentisch vorausgegangen. "Die Wiesn ist ein Ort der friedlichen Begegnung und des Feierns. Umso schwerer wiegt es, wenn an einem Tisch in einem Festzelt von Jungen Linken israelfeindliche Lieder und Sprüche gemacht werden und sogar Gewalt gegenüber einem Bürgervertreter angewandt wurde", so der Antisemitismusbeauftragte.
Spaenle zeigt sich dankbar, dass in der Situation ein FDP-Stadtrat mit "wachem Blick" eingeschritten sei und auch die Ordnungskräfte im Zelt konsequent gehandelt hätten.
Für den Regierungsbeauftragten wird dabei auch deutlich, in welchem Umfeld Teile der Jungen Linken zu Hause sind. Für Spaenle zeige der Vorfall im Schottenhamel Parallelen zu Vorfällen in Berlin auf.
+++ Was hilft gegen den Wiesn-Kater? Das empfehlen Münchner Spitzenköche +++
9.15 Uhr: Das Oktoberfestbier schmeckt am Abend – doch am nächsten Morgen kommt manchmal die Quittung. Münchner Spitzenköche erzählen, was ihnen nach einer langen Wiesn-Nacht hilft. Mehr dazu lesen Sie hier.
+++ Streit um potenziellen Wiesnhit "Mon Amour" entbrannt +++
8.44 Uhr: Der Song "Mon Amour" in der Version von Marc Eggers, Paul Frege und Aditoro ist einer der Anwärter auf den Wiesnhit 2026. Kein Festzelt, in dem nicht mehrmals täglich "Solang' ich noch Luft in meiner Lunge hab, brennt mein Herz für dich lichterloh, du bist für immer Mon Amour" zu hören ist.
Um den Song ist jedoch ein Streit entbrannt. Denn der Song, der auf der Wiesn zu hören ist, ist eigentlich nur eine abgekupferte, ins Deutsche übersetzte Version der bekannten Schweizer Band "Hecht".
Deren Sänger, Stefan Buck, war ziemlich sauer, als er hörte, dass Eggers, Frege und Aditoro eine deutsche Version veröffentlichten, ohne die Band als Urheber um Erlaubnis zu fragen, so wie es der Sänger Tobee, von dem es auch eine "Mon Amour"-Version gibt, getan hatte.
Nach langem Hin und Her und der Forderung, die deutsche Version von Marc Eggers & Friends von allen Plattformen zu nehmen, hat sich das Trio bei der Band "Hecht" via Instagram entschuldigt.
Am Ende hat man eine sehr gute Lösung gefunden. In einem Instagram-Video erzählt Buck, dass man sich darauf geeinigt hat, dass die deutsche "Mon Amour"-Version weiter online bleiben darf, wenn deren Streaming-Einnahmen an die Hilfsorganisation "Ärzte ohne Grenzen" gespendet werden.
Mit dieser Einigung ist der Songstreit für die Schweizer Band "Hecht" abgeschlossen.
+++ Die News vom 30. September 2026 +++
+++ Watsche für den FDP-Politiker Hoffmann im Schottenhamel +++
18.05 Uhr: Der Ohrfeige ausgerechnet in der Ratsboxe gingen anti-israelische und pro-palästinensische Äußerungen von jungen Linken voraus. Linken-Chef Jagel entschuldigt sich "persönlich angefasst" bei Hoffmann.
+++ Thomas Müller mit neuer Freundin auf der Wiesn +++
17.05 Uhr: Jetzt können alle die neue Partnerin von Thomas Müller sehen: Der Ex-Nationalspieler besucht mit Eve Rose das Münchner Oktoberfest. Die Abendzeitung weiß, wo die beiden zunächst ganz diskret und unerkannt schunkeln – und welches weitere Promi-Paar mit ihnen feiert.
+++ Luxus auf der Wiesn? Wie dekadent ist das Oktoberfest? +++
17:04 Uhr: Auf dem Oktoberfest wird längst mehr als nur Hendl und Brezn serviert. Kaviar für 1850 Euro, Austern und edler Champagner gehören zum Wiesn-Angebot. Weinzelt-Wirt Stephan Kuffler sieht darin keine Dekadenz.
+++ Seniorin stirbt nach Unfall auf Wiesn +++
15.02 Uhr: Eine 90-jährige Münchnerin will auf der Oidn Wiesn an einem Kutschengespann ein Pferd am Kopf streicheln, doch dann verfängt sich ein Teil des Pferdegeschirrs am Rollstuhl der Frau. Sie stürzt, doch zuerst scheint alles in Ordnung zu sein. Tage später stirbt die Frau.
+++ Mutmaßlicher Taschendieb auf der Wiesn entlarvt +++
14.30 Uhr: Ein 48 Jahre alter Münchner feierte am Montagabend nach einem Wiesn-Besuch in einer Bar in der Schillerstraße. Dabei spendierte ihm ein anderer Gast einen Drink. Ab da hatte der 48-Jährige für rund zwölf Stunden einen kompletten Filmriss. Die Polizei geht davon aus, dass er mit K.-o.-Tropfen ausgeschaltet wurde. Als der Mann wieder zu sich kam, stellte er fest, dass seine EC-Karte gestohlen worden war. Der Dieb hatte damit bereits 5000 Euro für Einkäufe ausgegeben. Der Münchner ging zur PI 21 und erstattete Anzeige.
Viel Hoffnung, dass man den Täter erwischt, gab es nicht, doch es kam anders. Am Dienstagabend nahmen Taschendiebfahnder einen Bulgaren (46) fest, der betrunkene Wiesn-Besucher auf dem Heimweg bestehlen wollte. Bei einem Norweger (48) versuchte er, dessen Geldbeutel aus der Hose zu ziehen. Der Dieb scheiterte. Die Polizisten nahmen den Verdächtigen fest. Der mutmaßliche Taschendieb hatte auch die EC-Karte des Münchners noch bei sich.
+++ Oktoberfestverbot für Hitler-Gruß +++
14.02 Uhr: Ein 27 Jahre alter Ingenieur aus den USA hat am Dienstagabend beim Verlassen der Theresienwiese im Bereich der U-Bahn-Station den Hitler-Gruß gezeigt. Polizisten sprachen den Touristen an und nahmen ihn mit zur Wiesn-Wache. Laut Alkoholtest hatte der Amerikaner 1,7 Promille im Blut. Als Sicherheitsleistung musste der Ingenieur 5000 Euro bezahlen. Zudem darf er das Oktoberfest bis zum Ende nicht mehr besuchen.
+++ US-Comedian Trevor Noah überrascht mit Wiesn-Besuch +++
10.20 Uhr: Dass sich auf dem Oktoberfest zahlreiche Promis tummeln, ist nichts Neues – doch mit Trevor Noah hatten wohl die wenigsten gerechnet. Wie "Bild" berichtet, tauchte der US-Comedian am Dienstagabend überraschend auf der Wiesn auf und begab sich mit seiner Begleitung ins Schottenhamel-Festzelt. Auf die Lederhose verzichtete der 42-Jährige jedoch. Was der US-Star über die bayerische Tradition denkt, lesen Sie hier.
+++ Wiesn-Bedienungen mahnen zu Toleranz – Wirte befürworten Aktion +++
9.03 Uhr: Die Wiesn-Wirte haben positiv auf die in den sozialen Medien angestoßene Initiative "Bedienungen gegen rechts" reagiert. Die Vereinigung der Münchner Wiesn-Wirte befürwortet die Aktion der Bedienungen und lehnt jede Art von Rassismus und Sexismus in den Festzelten ab, wie die Wirte-Sprecher Peter Inselkammer und Christian Schottenhamel auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilten. "Solche Verstöße akzeptieren wir in unseren Wiesn-Zelten nicht und melden sie auch an die Behörden", hieß es weiter.
Darüber hinaus wolle sich die Vereinigung der Wiesn-Wirte allerdings nicht politisch äußern. "Schon die Betriebsvorschriften für das Oktoberfest weisen darauf hin, dass politische Veranstaltungen in den Festzelten nicht erlaubt sind", begründeten sie ihre Zurückhaltung.
Zuvor hatten die "Bedienungen gegen rechts" in den sozialen Medien zum Start des Oktoberfests ein etwa vierminütiges Video veröffentlicht. In dem Clip, der auch auf der Plattform Instagram gepostet wurde, kommen zahlreiche Wiesn-Bedienungen zu Wort, die für Vielfalt, Toleranz und Respekt auf dem größten Volksfest der Welt werben.
"Wir finden, die Wiesn ist politisch und es muss Haltung gezeigt werden", erklärten die "Bedienungen gegen rechts" im Gespräch mit der dpa. "Die Wiesn steht natürlich für Tradition, aber wir fordern, dass sie auch einfach für mehr Toleranz steht." So wünsche sich die Initiative, dass sich die "gesamte Wiesn positioniert" – und zwar gegen jegliche Form von Extremismus, menschenverachtendem Verhalten, Rassismus, Diskriminierung und Ausgrenzung.
Eine Beteiligte sagt im Video: "Und seit Jahren erleben wir, wie Dinge wieder sagbarer werden. Und wie rechte Vorstellungen plötzlich weniger Widerspruch bekommen". Dem wolle man sich entgegenstellen.
Dabei erinnern die Bedienungen an die Opfer des rechtsextremen Attentats auf das Oktoberfest und mahnen zur Verantwortung. Am Abend des 26. September 1980 explodierte am Haupteingang des Oktoberfests die Bombe eines rechtsextremen Attentäters. Zwölf Menschen starben damals, rund 200 wurden verletzt. Auch der Täter starb.
Zum Ende des Videos schließen die Wiesn-Bedienungen ihren Appell mit den Worten: "Wir wollen widersprechen. Wir wollen Haltung zeigen. Wir tun es." Geschlossen stelle man sich gegen Rassismus, Sexismus, Menschen- und Queer-Feindlichkeit sowie gegen Gewalt, heißt es weiter. Nach Angaben der Initiative haben sich bereits mehr als 200 Menschen angeschlossen.
+++ Besucher kommen immer öfter unter der Woche auf die Wiesn +++
8.22 Uhr: Oktoberfest und Auto passen eigentlich nicht so gut zusammen. Trotzdem kommt mehr als jeder vierte Besucher mit diesem Verkehrsmittel zur Wiesn, wie eine Auswertung anonymisierter Handydaten durch Vodafone ergeben hat. Sie zeigt auch, ab wann es auf dem Fest voll und wann wieder leerer wird.
In der Zeit vom ersten bis zum zweiten Wiesn-Samstag kamen der Mobilitätsanalyse zufolge 59 Prozent der Gäste mit dem öffentlichen Personennahverkehr zum Oktoberfest. Das Auto folgt auf Platz zwei mit 28 Prozent, gefolgt vom Fernverkehr mit sieben Prozent und Fuß und Fahrrad mit fünf Prozent.
Auch unter der Woche war das Oktoberfest oft gut gefüllt. Für den Freitag zählte die Analyse sogar rund 600.000 Besucher. "Auf der Wiesn wird immer öfter auch unter der Woche gefeiert", sagt Michael Reinartz, Innovationschef bei Vodafone. "Die Besucherzahlen waren unter der Woche fast gleich hoch wie am Wochenende." Vergangenes Jahr habe sich der Besucherzustrom noch deutlich stärker auf die Wochenenden konzentriert.
Am vollsten war es unter der Woche in der Regel zwischen 16 Uhr und 17 Uhr. Ab 21 Uhr wurde es leerer. Allerdings fahren viele Gäste nicht direkt nach Hause. Oft ging es nach dem Festbesuch noch in andere Stadtviertel. "Die Wiesn wirkt weit über die Theresienwiese hinaus und sorgt für zusätzliches Besucheraufkommen in zahlreichen Stadtteilen und im Münchner Umland", sagt Reinartz.
+++ "Kindl der Nacht" – so läuft es nach Wiesn-Schluss in München+++
8.05 Uhr: Im AZ-Podcast "Kindl der Nacht" dreht sich alles um das Münchner Nachtleben – und in der zweiten Folge geht's ums heitere Treiben nach dem Oktoberfest. Zwei Wochen Ausnahmezustand. Wir gehen der Frage nach, wie die Wiesn die Nächte in Münchens Bars, Clubs und Kneipen verändert: Nach dem Zeltschluss auf der Wiesn.
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