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Wiesn-Blog: Falsche Polizisten wollen mit Auto in Sperrbereich

Die Wiesn 2026 läuft – und die AZ ist mittendrin. Alles Wichtige, aktuelle Entwicklungen und besondere Momente vom Oktoberfest finden Sie in unserem Liveblog.
André Wagner, Guido Verstegen, Jan Krattiger, Ruth Frömmer, Sophia Willibald, Ben Sagmeister |
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Auch die Münchener Polizei sorgt auf dem Oktoberfest dafür, dass die Regeln eingehalten werden. Zwei Schwestern haben die Beweise für einen Übergriff weitergegeben.
Auch die Münchener Polizei sorgt auf dem Oktoberfest dafür, dass die Regeln eingehalten werden. Zwei Schwestern haben die Beweise für einen Übergriff weitergegeben. © iStock/AxelRedder

Die Wiesn 2026 läuft! Seit dem 19. September sind drei AZ-Reporterinnen und -Reporter täglich für Sie vor Ort und halten Sie live auf dem Laufenden: über alles, was auf der Theresienwiese passiert – von schönen Momenten und besonderen Begegnungen bis zu den Schattenseiten des Oktoberfests. Mit dem Wiesnblog sind Sie immer bestens informiert.

+++ Die News vom 24. September 2026 +++

+++ Polizei kontrolliert Rotlichtszene zur Wiesn – sechs Anzeigen +++

19.57 Uhr: Bei Kontrollen im Umfeld des Oktoberfests erwischen Fahnder der Münchner Kripo sechs Sex-Arbeiterinnen, die der illegalen Prostitution nachgingen. Das Geschäft boomt. Den ganzen Artikel lesen Sie hier.

+++ Heidi beim Shoppen in Münchner Luxus-Store +++

19.30 Uhr: Heidi Klum ist in München – und nutzt ihren Aufenthalt offenbar nicht nur, um das Oktoberfest zu besuchen, sondern auch zum ausgiebigen Shoppen. Ein AZ-Reporter hat das Model beim Verlassen des Aigner-Stores in der Innenstadt gesichtet –mit ihrem Hund Fritz. Auf die Frage, wie ihr München gefällt, antwortete sie lächelnd: "Ich habe ein bisschen geshoppt." Besonders angetan hat es ihr der Aigner-Store. Was dabei in die Einkaufstüten gewandert ist? "Schuhe, viele Taschen", verriet Klum.

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Und natürlich drängt sich bei einem Besuch in München zur Wiesn-Zeit die wichtigste Frage auf: Sehen wir Heidi Klum morgen auch auf dem Oktoberfest? 

+++ Falsche Polizisten wollen mit Auto in Sperrbereich +++

16.17 Uhr: In einem Mercedes mit österreichischen Kennzeichen fuhren zwei 52 und 54 Jahre alte Männer am Mittwochnachmittag bis an den äußeren Sperrring im Bereich des Beethovenplatzes. Als Polizisten sie stoppten, behaupteten sie, sie seien beide Polizisten. Sie zeigten Umhängemarken vor und gaben an, sie hätten wichtige Dokumente im Wagen, weshalb sie passieren müssten. Die Polizisten ließen die Männer nicht durch.

Wenig später tauchten der in Österreich lebende Mazedonier (54) und sein Freund, ein Bulgare (52), an der Sperre im Bereich Goethe- und Mozartstraße auf. Sie seien Beamte der "EPA", der European Police Association. Die Männer zeigten offenbar gefälschte Dienstausweise und Dienstmarken vor. Die Polizisten fühlten den angeblichen Kollegen genauer auf den Zahn. Im Wagen lagen fünf Ausweise mit unterschiedlichen Personalien. Gegen sie wird wegen Urkundenfälschung ermittelt.  

+++ Polizei schreibt Pressemeldungen auf bayrisch +++

15.33 Uhr: Tag für Tag versorgt die Pressestelle der Münchner Polizei die Medien mit zahlreichen Berichten über die Vorfälle die sich in der Stadt und auch auf der Wiesn zugetragen haben. Am Donnerstag lieferte sie dabei ein Meisterstück ab. Zusätzlich zu den meist im Beamtendeutsch gehaltenen Meldungen gab es diesmal auch boarische Versionen und die sind – mit einem Wort – SENSATIONELL. Beispiel gefällig?

Erst biesln wolln, dann de Schandis beschimpft 

Am Mittwoch, 23.09.2026, so umara zehne nach siebne aufd Nocht, ham de Schandis am Wiesn-Haupteingang an Mo gseng, der se direkt neba eana zum Biesln histelln wollt.

D‘Schandis ham eam draufhi gsogt, er soi des bleibm lassn und si vo da Wiesn schleicha. Des hod eam aber überhaupt ned basst. Zerscht hod er eana a beleidigende Gestn zoagt, und hintnach hat er’s aa no zammgschimpft.

Da Mo war a Deitscher, oanasechzg Jahr oid, dahoam im Landkreis Fürstnfeldbruck. Für sei Schimpferei hod er jetz a Anzeige kriagt. An Platzverweis fürd Wiesn ham’s eam aa no gebm. Wia de Schandis mit erm fertig warn, ham’s eam an Ort und Stell wieder geh lassn.

Um de weitern Ermittlungen kümmern si de vo da Siebzehner-Inspektion, also vo da Wiesnwach.

+++ Ist OB Krause der heimliche Wiesn-Star? +++

14.46 Uhr: Münchens OB Dominik Krause scheint sich bei den Wiesn-Besuchern großer Beliebtheit zu erfreuen. Nachdem das Münchner Stadtoberhaupt bei münchen.tv zu Gast in der Sendung "Wir sind Wiesn" war, warteten vor dem Studio schon zahlreiche Fans, um von Krause ein Autogramm zu bekommen, ein Selfie zu machen oder kurz mit dem OB zu plaudern. Und dem scheint das sichtlich gefallen zu haben.

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+++ Gedenkminute für toten Mitarbeiter auf Oktoberfest +++

14.15 Uhr: Bei einem ökumenischen Gottesdienst auf dem Oktoberfest haben Hunderte Menschen eines tödlich verunglückten Mitarbeiters gedacht. Es liege ein Schatten auf diesen frohen Tagen, sagte Pfarrer Sascha Ellinghaus. "Der Tod eines Menschen auf dem Oktoberfest erfüllt uns in der Freude dieses Festes mit tiefer Trauer." 

Daher solle jeder achtsam bleiben gegenüber denjenigen, für die die Festtage mit Schmerzen verbunden seien. Die Besucher des Gottesdienstes gedachten still des getöteten Mannes. Der Gottesdienst im Marstall-Zelt richtet sich an Schaustellerfamilien, Wiesen-Wirte und Marktkaufleute, aber auch andere Gäste sind traditionell eingeladen.

Der 52 Jahre alte Security-Mitarbeiter des Fahrgeschäfts "Hangover" - das ist ein 85 Meter hoher Freefall-Tower - war am Montagabend gegen 21.50 Uhr von der herunter fahrenden Gondel getroffen und eingeklemmt worden. Laut Fahrgeschäfts-Homepage beträgt die Fallgeschwindigkeit an dem Turm bis zu 90 Kilometer in der Stunde. 

Wie es mit dem "Hangover" nun weitergeht, war zunächst unklar.
Wie es mit dem "Hangover" nun weitergeht, war zunächst unklar. © Sven Hoppe/dpa

Mit welcher Geschwindigkeit der Mann, der aus Serbien stammte, getroffen wurde, ist bisher unklar. Bevor die Gondel unten ankommt, wird sie deutlich langsamer. Der Mann erlitt so schwere Verletzungen, dass er starb. 

Die Unglücksursache ist bisher nicht geklärt. Mehrere Zeugen haben sich inzwischen bei der Polizei gemeldet. "Zudem liegen mehrere Videoaufnahmen vor, die aber noch ausgewertet werden müssen", sagte Juliane Grotz, Sprecherin der Staatsanwaltschaft München I. Der genaue Geschehensablauf stehe bislang nicht fest, so die Ermittlungsbehörde.

+++ Wiesn-Langfinger: Diebe lassen Rollator und WC-Trinkgeld mitgehen +++

14.09 Uhr: Mit 1,7 Promille im Blut kommen manche Menschen auf die merkwürdigsten Ideen: So wie ein 52 Jahre alter Tourist aus Frankreich, der einem hochbetagten Rentner auf der Wiesn den Rollator stahl.

Der Senior war am Mittwochnachmittag mit seinem Sohn (64) auf dem Oktoberfest. Vater und Sohn saßen im Café Kaiserschmarrn und genossen Kaffee und Kuchen. Plötzlich war der Rollator des 90-Jährigen weg. Der Sohn verständigte die Polizei. Da das gesamte Festgelände mit Überwachungskameras ausgestattet ist, konnten die Beamten der Wiesnwache schnell den mutmaßlichen Dieb im Café-Zelt ausmachen. Mehr noch.

Die Polizisten konnten den Weg des Verdächtigen trotz der Besuchermassen bis in den Biergarten des Hofbräuzeltes nachvollziehen. Dort wurde der mutmaßliche Rollator-Dieb von Polizisten festgenommen. Der 52 Jahre alte Franzose hatte laut Alkoholschnelltest 1,7 Promille im Blut. Er musste 200 Euro als Sicherheitsleistung bezahlen und den Rollator natürlich zurückgeben.

Mit diesem Rollator eines 90-Jährigen ist ein 52-jähriger Wiesn-Besucher aus Frankreich stiften gegangen.
Mit diesem Rollator eines 90-Jährigen ist ein 52-jähriger Wiesn-Besucher aus Frankreich stiften gegangen. © Polizei München

Lange Finger hat auch ein 30-Jähriger im Schottenhamel gemacht. Er stahl nach Angaben der Polizei am Mittwochabend im Toilettenbereich das Trinkgeld des Reinigungspersonals. Taschendiebfahnder beobachteten, wie er die Münzen von einem Teller nahm und einsteckte. Der Mann hatte bei seiner Festnahme rund 500 Euro in Kleingeld bei sich. Was davon gestohlen war, ist noch nicht geklärt.

+++ Alle Jahre wieder – Taschendieb kann’s nicht lassen +++

13.51 Uhr: Ein 38-Jähriger aus Rumänien ist von Polizisten erwischt worden, als er am Mittwochabend eine Frau im Biergarten von Käfers Wiesn-Schänke bestehlen wollte. Der Mann wurde festgenommen. Dabei stellte sich heraus, dass der Verdächtige genau vor einem Jahr auf den Tag genau schon einmal wegen Taschendiebstahls auf der Wiesn festgenommen worden war.

+++ Kalt ist es heute auf der Wiesn +++

13.47 Uhr: Das sind die Wiesn-Besucher gar nicht gewohnt: ein bewölkter Himmel, ein zapfiger Wind und immer wieder leichter Regen. Aktuell hat es gerade einmal 15 Grad. Doch die Besucher wissen sich zu helfen und haben heute ihre Janker dabei.

Grau in grau statt blau – so zeigt sich die Wiesn am Donnerstag.
Grau in grau statt blau – so zeigt sich die Wiesn am Donnerstag. © Sophia Willibald

Eine Gruppe junger Burschen stürmt aufs Gelände. "Ich muss jetzt zuerst einmal was essen", ruft einer von ihnen. Genau. Konzentriert man sich eben auf das Wesentliche.

+++ Reinigungsservice der Stadt für Wiesn-Anwohner +++

12.45 Uhr: Für Anwohner rund um das Oktoberfest gibt es ein ganz besonderes Angebot. Das Referat für Arbeit und Wirtschaft bietet für alle rund um die Theresienwiese auch in diesem Jahr einen Reinigungsservice an. Das Ziel: "Die Nachbarschaft so sauber wie möglich zu halten." Wer an der Theresienwiese oder im weiteren Umgriff wohnt und Verunreinigungen seines Privatgrundstücks, der Tor- oder Hauseingänge durch Festgäste feststellt, der könne dies auf der Website "Mach München besser!" unter in der Kategorie "Oktoberfest" jederzeit melden. Hier geht es zur Webseite. 

Gekehrt wird nicht nur auf der Wiesn - ein Service der Stadt ist auch für die Anwohner in Nähe der Theresienwiese da.
Gekehrt wird nicht nur auf der Wiesn - ein Service der Stadt ist auch für die Anwohner in Nähe der Theresienwiese da. © Peter Kneffel/dpa

Das zuständige Reinigungsteam macht private Wege bis zur Haustür und Einfahrten bis zum Garagentor sauber, nicht aber Gehwege oder öffentliche Straßenbereiche. Das Einsatzgebiet des Reinigungsteams wird im Norden begrenzt durch die Bayerstraße und Landsberger Straße, im Osten durch den Verlauf der Goethe-, Häberl- und Tumblingerstraße, im Süden durch die Ruppert-, Lindwurm- und Pfeuferstraße sowie im Westen durch die Ganghoferstraße.

Bei Verschmutzungen außerhalb dieses Bereichs solle man sich an die Straßenreinigung, Telefon 233-96296, oder an den eigenen Hausmeister wenden.

+++ Zwei deutsche Superstars überraschen das Publikum auf der Wiesn +++

9.26 Uhr: Überraschungsauftritt auf dem Oktoberfest. Im Hofbräu-Festzelt haben zwei ganz besondere Gäste für beste Stimmung gesorgt. Max Giesinger und der Oimara haben gemeinsam das Festzelt "gecrasht", wie sie auf Instagram schreiben. Auf dem Programm gab es den gemeinsamen Song "Grossstadt" und natürlich durfte mit "Wackelkontakt" auch der Wiesnhit des letzten Jahres nicht fehlen.  

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+++ Mehr internationale Gäste auf der Wiesn +++

7.25 Uhr: Die Besucher am ersten Wiesnwochenende waren weniger aber internationaler als vor einem Jahr. Am Eröffnungssamstag machten ausländische Gäste rund 33 Prozent aus, am Sonntag gut 29 Prozent, wie eine Untersuchung von Handydaten durch Telefonica Deutschland und Invenium Data Insights ergab. Vergangenes Jahr hatten die Anteile demnach noch bei 29 und 25 Prozent gelegen.

Die meisten ausländischen Gäste kamen dabei – wie vergangenes Jahr – aus den USA, gefolgt von Italien. Auf Rang drei liegt dieses Jahr Frankreich, 2025 war es noch das Vereinigte Königreich. 

Die Zahl der Besucher sank der Analyse zufolge leicht auf 1,04 Millionen. Die blieben im Schnitt aber rund eine Viertelstunde länger auf dem Festgelände als vergangenes Jahr. Männer waren dabei in der Mehrheit: Sie stellten rund 53 Prozent der Besucher. Die höchste Auslastung wurde zwischen 17.00 und 18.00 Uhr festgestellt. 

Dass fast jeder dritte Besucher aus dem Ausland kam, zeige "die enorme internationale Strahlkraft der Wiesn, die auch für München als Tourismusstandort von großer Bedeutung ist", sagt Jörg Kablitz von

+++ So kam es zum Italiener-Wochenende +++

6.25 Uhr: Hilfe, die Italiener kommen! Am Wochenende verschärft sich der Ausnahmezustand in München: Traditionell stehen zur Oktoberfest-Halbzeit mit dem Italiener-Wochenende die traditionell besucherstärksten Tage an. Aber wie kam es überhaupt dazu? Das erfahren Sie hier bei der AZ.

+++ Die News vom 23. September 2026 +++

22.43 Uhr: "Warum nicht schon früher?" könnte man sich angesichts der Spider-Murphy-Gang-Premiere auf der Wiesn heute fragen. "Warum immer wieder?" bei manch anderer Meldung (Grapscher, Kokser, Wildbiesler). Abgesehen davon bleibt der fünfte Wiesn-Tag mit Traumwetter überwiegend positiv in Erinnerung. Morgen geht's wieder weiter mit dem AZ-Wiesn-Blog.

+++ FC Bayern Frauen feiern auf der Wiesn +++

19.58 Uhr: Ein bisschen Ablenkung konnten die FC Bayern Frauen am Mittwoch auf der Wiesn gebrauchen. Nur einen Abend nach dem 2:2 gegen Manchester City zum Auftakt der neuen Champions-League-Saison ging es für Kapitänin Glódís Perla Viggósdóttir, Giulia Gwinn, Klara Bühl und ihre Teamkolleginnen ins Paulaner-Festzelt. Ob das Unentschieden noch in den Köpfen steckte? Auf der Wiesn war davon zumindest wenig zu sehen: Es wurde gelacht, angestoßen und für die Kameras posiert. 

Wiesnbesuch von den FC Bayern Frauen im Paulaner Festzelt: Glodis Perla Viggosdottir, Vanessa Gilles, Linda Dallmann, Anna Klink Regina van Eijk und Momoko Tanikawa am Tisch zusammen.
Wiesnbesuch von den FC Bayern Frauen im Paulaner Festzelt: Glodis Perla Viggosdottir, Vanessa Gilles, Linda Dallmann, Anna Klink Regina van Eijk und Momoko Tanikawa am Tisch zusammen. © Stefan Matzke (sampics)

In Tracht, bei bayerischen Schmankerln und Wiesn-Stimmung verbrachte die Mannschaft gemeinsam mit Trainerteam und Verantwortlichen ein paar gesellige Stunden. Klara Bühl nutzte den Besuch dabei auch, um den internationalen Spielerinnen die bayerische Tradition näherzubringen: "Es ist etwas ganz klassisch Bayerisches, hier zu sein. Wir freuen uns immer (..) auch den internationalen Spielerinnen die bayerische Tradition zeigen dürfen. Wir genießen die besondere Stimmung, saugen sie auf und nehmen sie mit in die kommenden Wochen."

Hammer-Foto: Franziska Kett beim "Hau-den-Lukas"
Hammer-Foto: Franziska Kett beim "Hau-den-Lukas" © Stefan Matzke (sampics)

Viel Zeit zum Feiern bleibt den Spielerinnen indes nicht – am Sonntag geht es im DFB-Pokal bei Borussia Mönchengladbach weiter.

Und hier noch einmal die ganze Mannschaft: die Krüge hoch!
Und hier noch einmal die ganze Mannschaft: die Krüge hoch! © Stefan Matzke (sampics)

+++ Spider Murphy Gang spielt erstmals live auf der Wiesn +++

17.01 Uhr: "Skandal im Sperrbezirk" und "Schickeria" sind nur zwei der vielen Hits der Spider Murphy Gang, die auch sehr häufig in den Festzelten zu hören sind. Bisher handelte es sich dabei aber nur um Coverversionen. Doch am Dienstag kam es im Fischer-Vroni-Zelt zu einer außergewöhnlichen Premiere. Kurz nach 19 Uhr stand plötzlich die legendäre Münchner Band persönlich auf der Bühne und sorgte bei den Festzelt-Besuchern für ausgelassene Stimmung.

Verantwortlich für den Überraschungsauftritt war, so schreibt es der Münchner Merkur, eine große Versicherung, die am Dienstagabend zum Firmenevent in die Fischer Vroni eingeladen und schon in der Vergangenheit stets einen unangekündigten Gast-Star organisiert hatte.

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Und da das Unternehmen nicht das ganze Zelt reserviert hatte, durften auch tausende andere Besucher lauthals mitsingen, als die Spider Murphy Gang ihren Mega-Hit über den Skandal um Rosi zum Besten gab.

+++ Frauen-Lunch auf dem Oktoberfest +++

14.44 Uhr: Wiesn-Stadträtin Anja Berger (Grüne), Wirtin Eva Hochreiter (Zur Bratwurst) und Landtagsabgeordnete Gülseren Demirel (Grüne) stoßen auf den Frauen-Lunch im Traditionszelt Zur Bratwurst auf der Wiesn an. Eva Hochreiter zum Event in ihrem Zelt: "Wir hatten ja turbulente Zeiten. Deshalb ist es wichtig, dass wir auch mal das Positive sehen – 16 Tage ist der Ausnahmezustand auf der Wiesn – das Wetter spielt mit. Wiesn-Stadträtin Anja Berger ergänzt: Es ist das fünfte Mal eine sehr illustre Runde – auch Luise Kinseher will dazu kommen. Es geht darum zu netzwerken. Die Männer machen die Stammtische und wir machen den Frauen-Wiesn Lunch. Für die Landtagsabgeordnete Gülseren Demirel (ebenfalls Grüne) ist klar: "Es gibt so viele tolle Wiesnwirtinnen." Anja Berger betont abschließend die Relevanz der Veranstaltung. Es gehe auch darum, "die Frauen sichtbar zu machen – und dass sie die Wiesn wirklich rocken – ohne sie würde die Wiesn auch nicht stattfinden können."

Frauen Lunch auf der Wiesn
Frauen Lunch auf der Wiesn © Daniel von Loeper

+++ Rechtsanwältin in Festzelt mit Kokain erwischt +++

14.21 Uhr: Eine 35 Jahre alte Juristin ist von Zivilfahndern am Dienstagabend im Schützenfestzelt mit Kokain erwischt worden. Die Rechtsanwältin hatte das Koks in ihrer Handtasche, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Sie wurde anschließend zur Wiesnwache gebracht und wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz angezeigt.  Die 35-jährige Deutsche hat laut Polizei einen Wohnsitz im Ausland. Daher musste sie eine Sicherheitsleistung in Höhe von 15.000 Euro hinterlegen. 

+++ Wildbiesler im Zelt geht auf Polizisten los +++ 

13.47 Uhr: Ein 23-Jähriger aus München ist am Dienstagabend im Paulaner-Festzelt vom Sicherheitsdienst erwischt worden, wie er sich erleichterte. Allerdings tat das der Mann nicht auf der Toilette, wie sonst üblich, sondern mitten im Zelt. Die Security setzte den Münchner daher an die frische Luft. Dabei griff der 23-Jährige die beiden Mitarbeiter an, woraufhin der Sicherheitsdienst die Polizei auf der Wiesnwache verständigte. Bei der Festnahme wehrte sich der junge Mann massiv. Er wurde in die Haftanstalt des Präsidiums gebracht, wo er den Rest der Nacht verbrachte. Vorteil: Dort gibt es in den Haftzellen auch Toiletten. Laut Alkoholschnelltest hatte der Münchner 2,1 Promille im Blut.

+++ Zwei Schwestern überführen Grapscher +++

13.12 Uhr: Zwei Münchner Schwestern waren am Dienstag auf dem Oktoberfest unterwegs. Gegen 18.20 Uhr machten sie sich auf den Weg zur U-Bahn-Station. Dabei lief ihnen ein Mann über den Weg, der die beiden jungen Frauen offenbar für "Freiwild" hielt.

Der Mann fasste der 20-Jährigen nach Angaben der Polizei über die Kleidung in den Intimbereich. Die drei Jahre ältere Schwester sah den sexuellen Übergriff und stellte den Täter sofort zur Rede. Doch damit nicht genug, griff die 23-Jährige auch noch zu ihrem Handy und machte ein Video von dem Mann.

Anschließend gingen die beiden Schwestern zum Safe Space auf dem Festgelände und erstatteten dort bei der Polizei Anzeige. Das Video bzw. die Fotos von dem Verdächtigen konnten die Münchnerinnen den Beamten zeigen. Die Aufnahmen wurden mit denen der Sicherheitskameras in dem Bereich abgeglichen. "Dabei konnte ein Verdächtiger identifiziert werden", sagte ein Polizeisprecher. Um wen es sich dabei handelt, wollte das Polizeipräsidium München nicht verraten. Der Mann bekommt demnächst Besuch von der Polizei und der soll natürlich überraschend erfolgen.

+++ Wiesn-Besucher pinkelt gegen S-Bahn und zieht vor Polizei blank +++

13.02 Uhr: Ein Wiesn-Besucher (72) hat zu tief ins Glas geschaut und verliert an der S-Bahn-Haltestelle all seine Hemmungen.  Zunächst pinkelt er gegen eine abfahrende S-Bahn, dann zieht er auch noch blank. Die Bundespolizei greift ein und wird von dem Mann angegriffen. Das Ende dürfte dem 72-Jährigen gar nicht gefallen haben. Mehr dazu lesen Sie hier. 

+++ Nach tödlichem Fahrgeschäft-Unfall – Familie des Verstorbenen meldet sich zu Wort +++

10.20 Uhr: Nach dem tödlichen Drama am Fahrgeschäft "Hangover" meldet sich nun auch die Familie des Verstorbenen zu Wort. Sie habe sich bereits vor dem Unfall große Sorgen gemacht und ihn gewarnt: "Geh nicht zum Oktoberfest, das ist ein schlimmer Ort zum Arbeiten." Die Familie, die in Augsburg wohnt, hätte Sorge gehabt, dass der 52-Jährige von Betrunkenen verletzt werden könne, erzählten seine Ehefrau (47) und sein Sohn (26) gegenüber "Bild". 

Der 52-Jährige kam ins Krankenhaus und erlag dort seinen schweren Verletzungen.
Der 52-Jährige kam ins Krankenhaus und erlag dort seinen schweren Verletzungen. © Felix Hörhager/dpa

Wie genau es zu dem Unfall kommen konnte, wisse auch die Familie nicht, aber laut "Bild" sei dieser wohl kurz vor Wiesn-Schluss, während der letzten Fahrt, geschehen. Warum der Mitarbeiter sich in dem gesperrten Bereich am Fahrgeschäft aufgehalten habe, könne die Familie sich auch nicht erklären, sie beschreiben den Familienvater als vorsichtigen Mann.  

+++ Dreharbeiten für Netflix-Film +++

10.13 Uhr: Aktuell laufen auf dem Festgelände Dreharbeiten für einen Film des Streaminganbieters Netflix. "Oktoberfest" lautet der Arbeitstitel der Romantic Comedy, Regisseur ist der Münchner Filmemacher Simon Verhoeven. Am Mittwochvormittag erwischte die AZ die Crew bei Filmaufnahmen mit zahlreichen Statisten im Schottenhamel.

Im Schottenhamel fanden am Mittwochvormittag Dreharbeiten für einen Netflix-Film statt.
Im Schottenhamel fanden am Mittwochvormittag Dreharbeiten für einen Netflix-Film statt. © Niclas Vaccalluzzo

+++ Wiesn-Mittwoch startet bei Traumwetter +++

10.06 Uhr: Als die AZ heute Vormittag über die Wiesn spaziert, ertönt aus den ersten Fahrgeschäften schon wieder laute Musik. Im Olympia Looping drehen die Wagen ihre ersten Runden und aus einem anderen, bunt blinkenden Fahrgeschäft ertönt eine Frauenstimme: "Wir starten Mittwochmittag bei Kaiserwetter." Recht hat sie: Über der Wiesn strahlt der blaue Himmel, die Sonne scheint. Was will man mehr an einem Wiesn-Tag?

Strahlend blauer Himmel über der Theresienwiese – die Wiesn startet am Mittwoch mit Kaiserwetter.
Strahlend blauer Himmel über der Theresienwiese – die Wiesn startet am Mittwoch mit Kaiserwetter. © Sophia Willibald

+++ Drama auf der Wiesn: Kellnerinnen retten Besucher das Leben  +++

7.30 Uhr: Zwei Kellnerinnen haben einen Besucher auf dem Münchner Oktoberfest wiederbelebt. Der 78-Jährige war am Dienstag im Biergarten der Augustiner Festhalle nach Angaben des Rettungsdienstes zusammengebrochen. Die beiden Wiesnkellnerinnen reagierten blitzschnell und begannen bei dem Mann mit Reanimationsmaßnahmen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Ein 78-jähriger Wiesnbesucher ist am Dienstagnachmittag im Biergarten eines Festzeltes zusammengebrochen. Umstehende Personen, darunter die beiden Schwestern und Kellnerinnen Daria und Frieda, erkannten sofort, dass der Mann keine Atmung mehr hatte.
Ein 78-jähriger Wiesnbesucher ist am Dienstagnachmittag im Biergarten eines Festzeltes zusammengebrochen. Umstehende Personen, darunter die beiden Schwestern und Kellnerinnen Daria und Frieda, erkannten sofort, dass der Mann keine Atmung mehr hatte. © Aicher Ambulanz

 

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