Blitzschnell reagiert: Wiesnkellnerinnen reanimieren Besucher nach Zusammenbruch
Diesen Tag auf der Wiesn werden Daria und Frieda so schnell wohl nicht mehr vergessen. Die beiden Schwestern arbeiten aktuell als Kellnerinnen in der Augustiner Festhalle. Doch es ist kein außergewöhnlich hohes Trinkgeld oder ein persönlicher Rekord getragener Maßkrüge, der den 22. September 2026 für Daria und Frieda stets in Erinnerung bleiben wird.
Vielmehr haben die beiden Schwestern durch ihre schnelle Auffassungsgabe und ihren spontanen Einsatz einem Mann vermutlich das Leben gerettet.
Was war geschehen? Ein 78-jähriger Wiesn-Besucher brach am Dienstagnachmittag im Biergarten der Augustiner Festhalle zusammen. Umstehende Personen wurden auf diesen Vorfall aufmerksam, darunter auch Daria und Frieda. Die beiden Schwestern kümmerten sich um den Mann und bemerkten dabei, dass er nicht mehr atmete.
Mann bricht zusammen: Wiesn-Kellnerinnen reagieren sofort und beginnen mit Reanimation
Anstatt nun in Panik zu verfallen, agierten die beiden Schwestern schnell und besonnen. Sie alarmierten den Notruf und begannen sofort damit, den bewusstlosen Mann zu reanimieren.
Andere Wiesn-Kellner reagierten ebenso und schirmten den Notfallort eigenständig mit Decken ab, um die Wiederbelebungsversuche vor neugierigen Menschen und deren Smartphonekameras zu schützen.
Kurz darauf erschien ein alarmiertes Team der Aicher Ambulanz und übernahm die weitere Versorgung des 78-Jährigen.

Dank der frühen Herzdruckmassage durch Daria und Frieda sowie dem nahtlosen und perfekten Zusammenspiel mit den Sanitätern kam es nach zehn Minuten zu einer Spontanatmung des Wiesn-Besuchers; die Wiederbelebung war erfolgreich.
Der 78-Jährige wurde zur weiteren Untersuchung in ein Münchner Krankenhaus gebracht.
Auch um die schockierte Ehefrau kümmern sich die Schwestern
Daria und Frieda bewiesen an diesem Tag nicht nur ihr Talent als Ersthelferinnen, sondern auch als psychologische Stütze, denn bis zum Eintreffen des Kriseninterventionsteams betreute eine der beiden Schwestern die schockierte Ehefrau des 78-Jährigen.
Aicher-Arzt Conny war voll des Lobes. "Ich bedanke mich ganz herzlich bei allen umstehenden Helfern und ausdrücklich bei den Bedienungen Daria und Frieda für ihr schnelles und beherztes Handeln in dieser Notlage."
Und Daria und Frieda? Die dürften im Anschluss noch den einen oder anderen Wiesnbesucher vor dem Verdursten gerettet haben – mit einer schönen, kühlen Maß Bier.
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