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Italiener-Wochenende auf der Wiesn: Wie kam es eigentlich dazu?

Hilfe, die Italiener kommen! Dieses Wochenende verschärft sich der Ausnahmezustand auf der Wiesn. Fakten zum Italiener-Wochenende.
Ruth Frömmer, Daniel von Loeper |
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Alessandro (l.) ist mit seinen Freunden da: „Es ist eine ganz tolle Stimmung im Hofbräu-Festzelt.“ Elisabetta (Mitte) ist hellauf begeistert: „Es ist fantastisch. Ich bin das erste Mal auf dem Oktoberfest – und es ist so ein toller Vibe. Das Italiener-Wochenende müssen wir feiern.“
Alessandro (l.) ist mit seinen Freunden da: „Es ist eine ganz tolle Stimmung im Hofbräu-Festzelt.“ Elisabetta (Mitte) ist hellauf begeistert: „Es ist fantastisch. Ich bin das erste Mal auf dem Oktoberfest – und es ist so ein toller Vibe. Das Italiener-Wochenende müssen wir feiern.“ © Daniel von Loeper

Traditionell stehen zur Wiesn-Halbzeit mit dem Italiener-Wochenende die besucherstärksten Tage an. Aber wie kam es überhaupt dazu?

Die enttäuschende Antwort: So genau weiß das nach Angaben der Wiesn-Pressestelle niemand. "Das sogenannte "Italiener-Wochenende“ ist kein offizieller Begriff, sondern eine historisch gewachsene Bezeichnung für einen besonders hohen Zustrom italienischer Gäste“, so ein Sprecher. "Ein konkretes Jahr, in dem sich der Begriff etabliert hat, lässt sich von unserer Seite nicht belegen.“

Unterwegs mit dem "Espresso Monaco"

Dass es ein besonderes Wochenende ist, zeigt auch die Party-Ausgabe des "Espresso Monaco“, einer Zugverbindung zwischen Rom und München, die Feierfreudige 2025 zum ersten Mal per Direktzug zum Italiener-Wochenende brachte und – wenn man denn rechtzeitig wieder am Bahnhof war – auch zurück in die italienische Hauptstadt.

Das mittlere Wiesn-Wochenende gilt traditionell als das am besten besuchte. (Archivbild)
Das mittlere Wiesn-Wochenende gilt traditionell als das am besten besuchte. (Archivbild) © Felix Hörhager/dpa

"Gefühlt war das Italiener-Wochenende früher präsenter“, sagt Festwirt Lukas Spendler zur AZ. Aber bereits diesen Freitag bemerkt er mehr Italiener in seinem Löwenbräu-Zelt. Früher sei das ja etwas negativ behaftet gewesen, aber das sei vorbei. "Die Italiener freuen sich einfach und auch wir freuen uns auf ein starkes Wochenende!“, so Spendler weiter.

Wie viele italienische Gäste an diesem Wochenende genau nach München kommen, wird nach Angaben der Stadt nicht separat erfasst.

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Auch das Paulaner-Zelt ist vorbereitet. Italienische Speisekarten gibt’s hier zwar immer. Aber an diesem Wochenende werden sie extra ausgelegt. "Wir freuen uns sehr auf unser erstes Italiener-Wochenende im Paulaner-Zelt – das ist ja seit jeher sehr beliebt bei unseren italienischen Freunden“, sagt Festwirt Lorenz Stiftl.

Unterstützung von der "Polizia"

Dass sich am zweiten Wiesn-Wochenende besonders viele Menschen aus dem europäischen Ausland auf der Wiesn aufhalten, weiß die Stadt von den Daten der Mobilfunkanbieter. "Dabei sind die Gäste aus Italien eine der stärksten Gruppen“, heißt es von der Stadt. So wie Claudio und Mattheo. Sie sind zum ersten Mal auf der Wiesn, aber schon ganz angetan von dem Fest. Claudio: "Das Italiener-Wochenende auf dem Oktoberfest ist eine wunderbare Zeit – die verbringt man am besten mit Freunden.“ Mattheo findet: "Es ist großartig.“

Und: Die Behörden in München bekommen sogar Unterstützung aus dem Süden. Die Bozener Feuerwehr schickt Einsatzkräfte auf die Wiesn, außerdem gehen Beamte der Polizia di Stato und der Carabinieri gemeinsam mit der Münchner Polizei auf Streife und helfen bei der Kommunikation.

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