Kovac hat viele Möglichkeiten Neuer Star des FC Bayern: Wo spielt Philippe Coutinho in Zukunft?

Bayern-Trainer Niko Kovac (r.) hat seinen Star-Spieler bekommen: Philippe Coutinho vom FC Barcelona. Foto: firo/Augenklick, AZ-Montage

Der Superstar ist da, Philippe Coutinho spielt für mindestens ein Jahr beim FC Bayern: Aber auf welcher Position soll der Edeltechniker spielen? Niko Kovac hat mehrere Möglichkeiten – die AZ zeigt sie auf.

 

München - Am Montag haben die Bayern ihren Transfer-Hammer perfekt gemacht: Philippe Coutinho wechselt auf Leihbasis für ein Jahr nach München, danach besteht eine Kaufoption in Höhe von 120 Millionen Euro.

Der 27-Jährige verleiht dem FC Bayern und der gesamten Bundesliga einen nie dagewesenen Glanz. Der Brasilianer mit dem Prädikat "Weltklasse" ist eine Attraktion für ganz Fußball-Deutschland, sowohl seine künftigen Mitspieler als auch die Konkurrenz geraten beim Gedanken an Coutinho bereits ins Schwärmen.

Der "kleine Magier", so lautet sein Spitzname, ist in der Offensive vielseitig einsetzbar. Auch wenn er selbst bei seiner Vorstellung in der Allianz Arena sagte "meine Lieblingsposition, um mein Bestes geben zu können, ist die Zehner-Position", hat Bayern-Trainer Niko Kovac mehrere Möglichkeiten – die AZ zeigt sie auf.

Auf diesen Positionen könnte Bayerns Star-Transfer spielen.

1. Option: Coutinho auf dem Flügel

Kovacs erste Möglichkeit: Der Trainer stellt den Neuzugang auf den Flügel – genauer gesagt auf die linke Außenbahn.

Beim FC Liverpool entwickelte sich Coutinho zum Weltklasse-Spieler, in England spielte er oft auf dem linken Flügel. In 201 Partien für die "Reds" erzielte er 54 Tore und legte zusätzlich noch 45 Treffer auf. Oft erzielte er seine Tore in klassischer Arjen-Robben-Manier, nur eben von der anderen Seite: Von der linken Seite in die Mitte ziehen und dann mit rechts schießen.

Schließlich wurde der FC Barcelona auf die guten Leistungen des Brasilianers aufmerksam – im Januar 2018 wechselte er für 145 Millionen Euro nach Spanien. Damals der zweitteuerste Transfer der Geschichte. Auch in Katalonien spielte Coutinho hauptsächlich auf der linken Außenbahn. Seine Bilanz bei Barca: 21 Tore und elf Vorlagen in 76 Partien.

In München könnte Coutinho also durchaus auf dem Flügel, seiner am häufigsten gespielten Position, aufgestellt werden. Jedoch würde das gleichzeitig auch bedeuten, dass ein Teil der bisherigen bayerischen Flügelzange - Kingsley Coman und Serge Gnabry - weichen müsste. Dass Kovac seinen neuen Superstar nur als Joker einsetzt, ist ausgeschlossen!

2. Option: Coutinho im offensiven Mittelfeld

Der Coutinho-Transfer könnte auch eine neuerliche System-Umstellung mit sich bringen: In der Vorbereitung sowie in den ersten Pflichtspielen setzte Kovac auf sein bevorzugtes 4-3-3-System, mit dem Edel-Techniker in der Offensive könnte der Kroate nun wieder auf das 4-2-3-1-System umsteigen.

Coutinho würde dabei seinen präferierten Part des offensiven Mittelfeldspielers - als klassischer "Zehner" - übernehmen. Neben eigenen Toren kann der Brasilianer hier vor allem durch Vorlagen für das Offensiv-Trio glänzen. Vor allem in seiner Liverpooler Zeit spielte der 27-Jährige neben dem linken Flügel auch häufig im offensiven Mittelfeld.

Als Kombination im defensiven Mittelfeld wäre dann beispielsweise Thiago und Javi Martínez möglich, wobei Thiago offensiver agiert und Martínez defensiver.

Fraglich ist jedoch, ob Kovac wirklich nur wegen eines Spielers sein komplettes System über den Haufen werfen wird. Zudem müssten in diesem Fall auch Coman und Gnabry weitaus defensiver agieren als im 4-3-3.

3. Option: Coutinho als offensiver "Achter"

Ebenfalls möglich: Kovac stellt Coutinho im zentralen Mittelfeld auf. Der Brasilianer würde in diesem Fall seine Rolle als "Achter" wohl weitaus offensiver interpretieren als beispielsweise die Positions-Kollegen Leon Goretzka oder Corentin Tolisso. Situationsbezogen wäre Coutinho dann fast schon ein offensiver Mittelfeldspieler

Ein offensiverer Coutinho bedeutet dann allerdings gleichzeitg auch, dass der gesetzte Thiago mehr Defensivarbeit leisten müsste. Corentin Tolisso, Leon Goretzka und Thomas Müller kämpfen dann um den übriggebliebenen Platz im Mittelfeld.

Ein Vorteil für Kovac: Mit Coutinho als zentralem Mittelfeldspieler könnte der Bayern-Coach bei seinem präferierten 4-3-3-System bleiben.

Spätestens am kommenden Samstag ist die Fußball-Welt schlauer – im Normalfall dürfte Bayerns Transfer-Hammer gegen den FC Schalke 04 auflaufen.

AZ-Umfrage: Wo soll Coutinho spielen?

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